Betont die Bedeutung der biblischen Tradition für Israel: Benjamin Netanjahu im Bibelkurs
Betont die Bedeutung der biblischen Tradition für Israel: Benjamin Netanjahu im Bibelkurs

Netanjahu: „Ohne Bibel wären wir an einem anderen Ort“

JERUSALEM (inn) – Die Hebräische Bibel ist Grundlage der jüdischen Existenz in Israel. Diese Ansicht hat der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag geäußert. Anlass war ein Bibelseminar in seiner Residenz.

„Ich habe immer gedacht und immer geglaubt, dass die Hebräische Bibel die Grundlage unserer Existenz hier ist“, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. „Sonst würden wir uns an einem anderen Ort befinden oder würden uns überhaupt nicht befinden. Im Laufe der Generationen hat sich der Einfluss der geschriebenen Worte nicht verringert, im Gegenteil – ihre Intensität und Schärfe hat sich nur noch verstärkt. Deshalb denke ich, dass wir hier in der Residenz des Regierungschefs alle paar Monate die Hebräische Bibel hervorheben müssen.“

Vor zwei Jahren hatte Netanjahu eine Tradition des ersten israelischen Premierministers David Ben-Gurion und des sechsten Amtsinhabers Menachem Begin wiederbelebt. Die beiden ehemaligen Regierungschefs luden regelmäßig zum Bibelstudium in ihre Residenz.

Liebe zur Hebräischen Bibel fördern

Zu Beginn des ersten Kurses am 23. Mai 2012 hatte Netanjahu gesagt: „Ben-Gurion und Begin glaubten, dass der Tanach (die Hebräische Bibel) das Erbe der gesamten Nation sein sollte – von Weltlichen und Religiösen, Jungen und Alten, Männern und Frauen. Der Tanach ist die Grundlage unserer Existenz. Er eint das jüdische Volk, wie er es durch Generationen hindurch getan hat. Er dient auch nicht nur als Grundlage, sondern auch als Landkarte und Kompass. Der Tanach ist immer relevant angesichts der heutigen Probleme und Herausforderungen. Er inspiriert, er ist eine Quelle des Lebens für unser Volk. Ich denke, es ist wichtig, das Studium des Tanach und die Liebe zum Tanach in allen Teilen der Nation auszuweiten.“

Das sei auch Ziel dieses Seminars, fuhr der Regierungschef bei der Eröffnung fort. „Ich bin sicher, dass wir dank der Forscher, Rabbiner und gelehrten Männer und Frauen hier, die den Tanach kennen und lieben, unser gemeinsames Wissen bereichern werden.“ Das Bibelstudium ist benannt nach Netanjahus 2011 verstorbenem Schwiegervater Schmuel Ben Artzi. Dieser war ein bekannter jüdischer Bibellehrer und -wissenschaftler.

Am Sonntagabend fand das Seminar zum fünften Mal statt. Auch die Ehefrau des Premierministers, Sara Netanjahu, nahm daran teil. Der Bibelkurs konzentrierte sich auf das Buch Ruth, das traditionell am jüdischen Wochenfest „Schavuot“ gelesen wird. Dieses beginnt am Dienstagabend.

Von: eh

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