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Delegation aus muslimischen Ländern besucht Israel und Auschwitz

Eine Gruppe von muslimischen Influencern, Fachleuten und Akademikern hat Israel und das Konzentrationslager Auschwitz besucht. Ziel der Reise – die Toleranz in der arabischen und muslimischen Welt gegenüber Israel zu fördern.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Im Rahmen des Projekts „Scharaka“ ist vergangene Woche eine Gruppe von einflussreichen Personen aus muslimischen Ländern nach Israel und ins polnische Auschwitz gereist. Teil des Programms ist die Aufklärung über den Holocaust, die Begegnung mit Israelis und der Besuch historischer Stätten. Auch besichtigten die Teilnehmer Orte der Terroranschläge vom 7. Oktober, um ein besseres Verständnis für den aktuellen Krieg und die geopolitische Lage zu bekommen.

­Mitglieder der Gruppe waren beispielsweise die kanadische Autorin und Aktivistin Jasmin Mohammed, der marokkanische Friedensaktivist Faisal Marjani und der pakistanische Journalist Ahmed Qureishi. Diese zeigten sich sehr bewegt von den Erfahrungen und den Gesprächen.

Mohammed teilte ihren mehr als 185.000 Followern auf der Plattform X (ehemals Twitter) nach dem Besuch im Konzentrationslager Ausschwitz folgendes mit: „Für mich besteht kein Zweifel daran, dass sich die Geschichte wiederholen wird, wenn wir nicht wachsam sind. Der 7. Oktober hat uns gezeigt, dass die massive Entmenschlichung und der Hass auf das jüdische Volk auch heute noch genauso stark ist, nur nicht so organisiert.“

Das Projekt „Scharaka“

„Scharaka“ (arabisch für ‚Partnerschaft‘) ist ein Projekt, welches den Austausch, die Zusammenarbeit und die Freundschaft im Nahen Osten neu formen will. Dabei stellt es aber nicht den politischen, sondern den Dialog zwischen den Menschen in den Vordergrund.

Die Reise der muslimischen Delegation gehört zu einem Programm, das sich mit der Aufklärung über den Holocaust beschäftigt. Dan Feferman, Geschäftsführer bei „Scharaka“, sagte gegenüber der „Jerusalem Post“: „Wir sind stolz auf dieses historische Programm.“ Die Diskussion des Holocaust sei noch immer ein Tabuthema im Nahen Osten. Mit ihrer Erfahrung sollen die Teilnehmer das Wissen in ihre Heimatländer weitertragen.

Vorbild für dieses spezielle Projekt war die Reise einer arabischen Gruppe im Jahr 2022 nach Auschwitz, wo diese am sogenannten „Marsch der Lebenden“ teilgenommen hatte. Dieser führt von den Toren des Konzentrationslagers Auschwitz bis zum Vernichtungslager Birkenau.

Das Projekt „Scharaka“ wird mit Unterstützung der Konferenz über jüdische materielle Ansprüche gegen Deutschland (Claims Conference) durchgeführt, welche die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus gegenüber Deutschland vertritt und Entschädigungen verhandelt. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und das deutsche Bundesfinanzministerium fördern die Konferenz. (tko)

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7 Antworten

  1. Das hängt nicht nur von paar einflussreichen Personen ab, sondern von jedem einzelnen. Die Umwelt schützt auch nicht der Umweltminister, sondern jeder Einzelne, durch Freundlichkeit zu seinem nächsten Gegenüber. Und wer die Welt retten will, sollte bei sich selbst anfangen.
    Viel Erfolg!

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    1. Der allmächtige Gott hat seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt, um alle Menschen, um die Welt zu retten, IHM alleine gehört Lob, Preis und Dank. Jesus ist der Schlüssel für alle Probleme der Menschen (Juden und Heiden)
      Lieber Gruß Martin

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      1. Gott hat die Welt und die Verantwortung dem Menschen übertragen. Sie sollten sich daran beteiligen, Martin.

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  2. Das Projekt „Scharaka“ ist wichtig und ein Zeichen, dass diese Welt auch in eine friedliche Richtung gehen kann. „Es wird viel Unrecht geben, aufdass die Welt erkenne, aber wehe denen, die Unrecht begehen, sie werden geworfen in ein Pfuhl, da wird sein Heulen und Zähneklappern!“ Wann wird die Welt erkennen ? Wieviel Unrecht muss noch geschehen ? War am 8.Mai 1945 nicht genug, muss es immer noch Neues Unrecht sein ?! Die Greuel der deutschen Geschichte sollten für alle genug sein, um endlich eine friedlichere Welt zu schaffen, nicht den Pseudopazifismus, das den Frieden mit den Mördern sucht.
    Es wäre mal gut, wenn die Mächtigen erkennten, dass wie „Scharaka“ es doch viele Möglichkeit gäbe, diese Welt besser zu gestalten. Momentan ist „Scharaka“ leider die Ausnahme, und die Welt beweigt sich weiter weg von Gott, in den mörderischen Abgrund. Und auch Hitler wird von Vielen angepriesen, im Nahen Osten und auch in Deutschland.
    Aber: Gescheite in dieser Welt werden irgendwann den Weg zum Besseren finden, wenn man diese Gescheiten auch anhört.

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  3. Diese Bewegung darf ruhig noch anwachsen … ein hoffnungsvolles Zeichen! Möge es so weiter gehen, die Richtung stimmt. SHALOM

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  4. Gute Nachrichten. Es ist so wichtig, dass auch Muslime diese Geschichte kennenlernen.

    Heute kam in den Nachrichten, dass es eine Zunahme der Schmierereien bei der Gedenkstätte Sachsenhausen gibt. Immer mehr Israel feindliche Attacken sind zu beobachten.

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