Von der Stadt Jerusalem für ihre künstlerischen Verdienste ausgezeichnet: Helen Mirren (Archivbild)
Von der Stadt Jerusalem für ihre künstlerischen Verdienste ausgezeichnet: Helen Mirren (Archivbild)
Der Geiger Jitzhak Perlman erhält am Abend von Helen Mirren den „Genesis-Preis“
Der Geiger Jitzhak Perlman erhält am Abend von Helen Mirren den „Genesis-Preis“

Helen Mirren erhält ersten „Jerusalem von Gold“-Preis

JERUSALEM (inn) – Die Stadt Jerusalem ehrt Helen Mirren für ihre künstlerischen Leistungen. Die britische Schauspielerin wird ihrerseits den „Genesis“-Preis an den Geiger Jitzhak Perlman verleihen. Bei der Gelegenheit schwärmt sie für Jerusalem und spricht sich gegen kulturellen Israel-Boykott aus.

Die britische Schauspielerin Helen Mirren hat am Mittwoch den erstmals vergebenen „Jerusalem von Gold“-Preis für herausragende Leistungen in den Künsten erhalten. Die Jury würdigte damit Mirrens „Beiträge für die Gesellschaft und die Inspiration, die sie für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ist“. Der Name des Preises ist abgeleitet von dem berühmten Lied von Naomi Schemer aus dem Jahr 1967, das die Sehnsucht der Juden nach Jerusalem thematisiert und als inoffizielle Hymne Israels gilt.

Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat sagte bei der Preisverleihung im Rathaus, Helen Mirren sei „ein Symbol für Status und für bislang unerreichten künstlerischen Erfolg“. Mirren nannte es eine „außerordentliche Ehre“, den ersten „Jerusalem von Gold“-Preis erhalten zu haben. Jeder Künstler brauche einen Ort für Inspiration, fügte sie laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“ an. „Die atemberaubende Szenerie Jerusalems macht die Stadt ohne Zweifel zu einem der inspirierendsten Orte in der ganzen Welt.“

Mirren gegen Israel-Boykott

Mirren ist vor allem für ihr Portrait Queen Elizabeths II. in dem Film „The Queen“ bekannt. Für die Rolle erhielt sie einen „Oscar“. Bei einer Pressekonferenz erklärte sie, sie habe Israel 1967 zum ersten Mal besucht und in einem Kibbutz gearbeitet. Sie sprach sich auch gegen den Israel-Boykott aus. „Damit bestraft man nur die Künstler, mit denen man doch kommunizieren will.“

Vor der Preisverleihung besuchte Mirren mit Barkat die Klagemauer. „Hier zu sein, wo sich die Vergangenheit vor deinen Augen eröffnet, ist eine äußerst bewegende Erfahrung“, sagte sie. Es sei wichtig, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um die Zukunft zu gestalten.

Ehrung für Geiger Perlman

Mirren befindet sich nicht nur in Jerusalem, um einen Preis entgegenzunehmen. Am Donnerstagabend wird sie den „Genesis“-Preis an den Geiger und Dirigenten Jitzhak Perlman überreichen. Der „Genesis“-Preis gilt als der „jüdische Nobelpreis“. Perlman erhält die Auszeichnung für seine „außergewöhnlichen Beiträge als Musiker, Lehrer, Anwalt für Menschen mit Behinderung, Einsatz für jüdische Werte und den Staat Israel“.

Perlman gilt als einer der bedeutendsten Geiger der Gegenwart. Er kam 1945 in Tel Aviv als Sohn polnischer Einwanderer zur Welt. Im Alter von vier Jahren erkrankte er an der Kinderlähmung Polio; heute benutzt er Gehhilfen, seine Konzerte spielt er im Sitzen. Im Laufe seiner Karriere erhielt er 16 „Grammy“-Auszeichnungen. Er hat angekündigt, das Preisgeld von einer Million US-Dollar für die Förderung von Behinderten zu verwenden. (df)

Von: df

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