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Europäisches Parlament verurteilt antisemitische Inhalte in palästinensischen Schulen

Die schulische Bildung in den palästinensischen Autonomiegebieten liegt in den Händen von PA und UNRWA. Die EU unterstützt sie seit vielen Jahren finanziell, trotz wiederholter Kritik wegen Israelfeindlichkeit. Eine neue Resolution droht mit der völligen Streichung der EU-Gelder.
Von Israelnetz

STRASSBURG (inn) – Das Europäische Parlament hat in einer Resolution am Donnerstag vergangener Woche gedroht, die jährlichen finanziellen Hilfen für die palästinensische Schulbildung auszusetzen. Die Parlamentsmitglieder verurteilen, dass Lehrer des UN-Hilfswerkes für Palästina-Flüchtlinge in Nahost (UNRWA) Hass und Gewalt verbreitet haben. Sie sehen eine Verbindung zu dem Massaker vom 7. Oktober.

Die Förderung der Schulmaterialien müsse daran gekoppelt sein, dass sie den UNESCO-Standards für Frieden und Toleranz entsprechen. Die Abgeordneten verweisen in der Resolution auf einen Bericht des Georg-Eckert-Instituts, das sich in einer Studie mit palästinensischen Schulbüchern auseinandergesetzt hat. Auch ein Bericht der israelischen Organisation IMPACT-SE, die sie sich seit ihrer Gründung mit dem Inhalt von Schulbüchern befasst, wurde thematisiert und wird weiter untersucht.

Schwere Vorwürfe

In dem Bericht erheben die Autoren gegen die UNRWA und ihre Lehrer schwere Vorwürfe. Diese sollen gezielt Antisemitismus und Hass in den Schulen verbreitet haben. Die Studie setzte sich intensiv mit den genutzten Schulbüchern auseinander und zeigte auf, dass diese Antisemitismus verbreiten, zum „Märtyrertum“ und gewaltsamen Dschihad aufrufen, selbst in Mathematik Gewalt zum Thema haben und zur Auslöschung Israels aufrufen.

IMPACT-SE sammelte zudem Social-Media-Profile von UNRWA-Mitarbeitern, die den Terrorismus unterstützen. Zu ihnen gehört Abu Adhm. Er teilte auf Facebook einen Post, in dem zu lesen ist: „Dieses Land ist nicht groß genug für zwei Nationalitäten. Entweder wir oder wir.“ Außerdem sollen mehr als 100 Absolventen von UNRWA-Schulen dem militärischen Flügel der Hamas beigetreten sein.

Im Parlament ging es außerdem um die Frage, ob die Gelder anderen Hilfsorganisationen zugeführt werden sollten. Es gab aber auch Unterstützer der UNRWA, die die Organisation in einer neutralen Position wahrnehmen und deren Mitglieder als „Opfer einer andauernden humanitären Katastrophe“ sehen.

Kann es Veränderung unter der UNRWA geben?

Die UNRWA ist der größte Schulträger in den palästinensischen Autonomiegebieten, mit knapp 300 Schulen, 300.000 Schülern und etwa 10.000 Lehrern. Marcus Sheff, Generaldirektor von IMPACT-SE, äußert sich in einem CNN-Interview folgendermaßen: „Der Lehrstoff der UNRWA-Schulen führt die palästinensischen Kinder an Gewalt und ‚Märtyrertum‘ heran.“ Man habe die UNRWA Jahr für Jahr auf diese Probleme hingewiesen, sie seien aber ignoriert worden. Die Bildung in Gaza brauche einen Neuanfang, die UNRWA sei unfähig, dies zu leisten.

Schon im Jahr 2022 war die Förderung von UNRWA-Schulen um 40 Prozent gesenkt worden, wegen des Antisemitismus im Lehrplan. Sheff sieht die Schulbücher als Schlüssel zu einer Veränderung, da diese die Grundlage der Bildung seien. Sie könnten als eine Art Barriere gegen die Radikalisierung dienen. Dies funktioniere in anderen Staaten des Nahen Ostens bereits. Die jüngsten Entwicklungen zeigen nach seiner Auffassung, dass die Staaten die Indoktrination an UNRWA-Schulen nicht länger ignorieren und sich dieser entgegenstellen. (tko)

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19 Antworten

  1. Ich wünsche Israel und allen Israel-Freunden, dass Europa umkehrt und nun einen anderen Kurs einschlägt als Borrell.
    Das Europäische Parlament hat wichtige Dinge zur Sprache gebracht, und hoffentlich werden nun die UNRWA und die „Palästinensischen Schulen“ mit Terror-Ausbildung mehr an den Pranger gestellt.
    „Denn der Herr wird Seinem Volk Recht schaffen und über Seine Knechte wird er sich erbarmen.“
    Es wird die Zeit kommen, da werden wir alle mehr Hochachtung vor Israel erlangen, die Feinde Israels werden ihre Antwort erhalten !

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  2. Die EU unterstützt seit vielen Jahren finanziell Judenhass und Israelfeindlichkeit
    der schulischen Bildung von PA und UNRWA. Das Europäisches Parlament droht mit der völligen Streichung der EU-Gelder. Eine leere Drohung.

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    1. Heute habe ich gelesen, dass die EU nach den USA nun Sanktionen verhängt gegen radikale israelische Siedler im West Jordanland. Und nun?

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  3. Unerhört, das die Besetzten den Besatzern nicht freundlich gesinnt sind.

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      1. Welche Sprachregelung hätten Sie den gerne, die „Umstreiter“ und die „Umstrittenen“?

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      2. Rechenaufgaben wie ein toter Juden und zwei tote Juden ergeben wie viele toten Juden leider nicht. Scheint nicht jeden zu stören.
        Haifa als pal. Stadt scheint auch nicht jeden zu stören.

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    1. Ach, Britta, Ihre Kommentare sind dümmlich. Suchen Sie sich ein anderes Forum. Hat Hamas oder BDS kein
      Forum? Im Iran wären Sie auch willkommen, noch besser bei Nasrallah. Sie wissen schon, falsche und negative Gedanken schaden der Gesundheit. Ärztlicher Rat.

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    2. Israel hält kein Land besetzt. Sie besitzen es (1. Mose 15, 18-21). Gott hat es ihnen anvertraut.

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    3. Glauben Sie wirklich, was Sie schreiben?
      Das Märchen, der armen vom bösen kolonialistischen Israel unterdrückten Palästinenser, denen ihr Land gestohlen wurde?
      Kehren Sie um.
      Noch ist Zeit.
      Israel wird bleiben. In Ewigkeit. Weil es immer noch Gottes Eigentum ist. Aber seine Feinde wird es irgendwann nicht mehr geben.

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  4. Leider bestimmt nicht das Parlament, sondern die Kommission über die Gelder für UNRWA. Das Parlament kann über den Rat Einfluss nehmen, hat aber auch eine große Anzahl seeehr israelkritischer Abgeordneten.
    Und der Rat, mit Israelhasser, wie Spanien, Irland, wird da nicht viel unternehmen.
    Und…..die UN und UNRWA schon gar nicht.

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  5. Borrell geht dagegen bestimmt nicht an.
    Trotzdem, endlich kapiert mal jemand den Judenhass in Schulbüchern.

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  6. Über den Juden-Hass und Israel-Hass an UNWRA-Schulen wissen wir seit 20 Jahren. Schön, daß das EU-Parlament das jetzt auch entdeckt hat…

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    1. Liebe Maria, EU wacht nicht auf. Bisschen Augen öffnen und wieder schließen.
      Solche Meldungen wie Israelnetz sie veröffentlicht gelangen selten in unsere Medien.
      Angepasste sind es. Halten UNO für was grundgütiges, EU für human.
      OT: Die EU Dame mit einer Million im Köfferchen von Katar, da redet oder berichtet niemand mehr drüber.
      Die Frauenärztin stellt sich erneut zur Wahl. Als Verteidigungsministerin versagt, danach zur EU.
      Borrell, der span. Sozialist, hat vergessen, wie Spanien Juden ermorden ließ. Die haben alle geschichtliche Gedächtnislücken.
      Schönen Abend und ein gesegnetes Wochenende.

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  7. Es kann in der unwra nur eine Veränderung geben: Schließung
    Die unwra ist über Jahre verantwortlich für „Erziehung zum Terror“ und für den Raub so vieler unbeschwerter Kindheiten. Verantwortlich für Verbrechen an Kindern, die keine Chance erhielten, frei von Indoktrination mit Hass aufwachsen zu können.

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  8. Es muss nicht gedroht werden, sondern ausgeführt ! Unerhört, dass auch unser Land Steuergelder benutzt um Rassismus zu unterstützen! Die UNRWA mit mit dem schweiz. Direktor Lazzarini kennt diese Sachen auch wenn er bei anderen Dingen äussert, “ nicht auf dem Laufenden zu sein, was im Hause ablaufe“. Man stelle sich vor in unserem Land würden Religionen noch gegeneinander agieren!

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  9. Oh, hat man sich endlich durchgerungen ja? Musste es dafür erst zu einem blutigen Überfall, wie am 07. Oktober kommen? Es ist ja nicht so, daß die UNRWA erst seit gestern am Pranger steht.

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