Hält die Islamisten im Nahen Osten und in Nordafrika für ähnlich gefährlich wie die Nazis: Ron Prosor
Hält die Islamisten im Nahen Osten und in Nordafrika für ähnlich gefährlich wie die Nazis: Ron Prosor
Im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges pflanzten UN-Vertreter einen Baum.
Im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges pflanzten UN-Vertreter einen Baum.

Gedenken an Weltkriegsende: Prosor warnt vor Islamisten

NEW YORK (inn) – Die Islamisten in Nahost sind so gefährlich wie die Nazitruppen, die im Zweiten Weltkrieg Europa überrollten. Diesen Vergleich hat der israelische Botschafter Ron Prosor in einer Ansprache vor der UN-Hauptversammlung gezogen.

Mit einer Baumpflanzaktion hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen am Dienstag an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren erinnert. Anschließend forderte der israelische UN-Botschafter Ron Prosor in einer Rede alle Nationen auf, im Kampf gegen diejenigen an einem Strang zu ziehen, die heute den Weltfrieden störten. Dabei stellte er das hohe Gut der Freiheit in den Mittelpunkt.

„Die Freiheit wird erneut angegriffen“, sagte Prosor laut einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. „Die radikalen Islamisten, die durch den Nahen Osten und Nordafrika marschieren, sind genauso entschieden und gefährlich wie die Nazitruppen, die durch Europa marschierten. Vor 75 Jahren wurden Männer, Frauen und Kinder zusammengetrieben und ermordet wegen ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihres Aussehens und der Ausrichtung ihrer Liebe. Dieselben Verbrechen finden im Nahen Osten statt. Aktivisten und politische Gegner werden zum Schweigen gebracht, Homosexuelle werden erhängt und Christen werden enthauptet.“

Das Böse sei lebendig und wohlauf – und nicht nur im Nahen Osten, ergänzte der israelische Diplomat. „Im Herzen des zivilisierten Europas sind wütende Mobs zu hören, die skandieren: ‚Vergast die Juden‘. Brandbomben sind auf Synagogen geworfen worden, junge Männer haben Angst, mit einer Kippa durch die Straße zu gehen, und ein koscheres Lebensmittelgeschäft wird Ziel eines Angriffes.“

Besonderer Dank an Russland

Prosor lobte den Einsatz der alliierten Truppen im Kampf gegen die Tyrannei der Nationalsozialisten: „Wir schulden unsere Freiheit dem Mut und der Entschiedenheit der alliierten Armeen – den Vereinigten Staaten, Großbritannien, der Sowjetunion, Kanada, Frankreich und anderen Ländern –, die kämpften, um die Freiheit in Europa wiederherzustellen. Die Nationen, die sich zusammentaten, um die Nazis zu besiegen, waren sich nicht immer einig, aber trotz ihrer politischen Unterschiede wussten sie, dass das Böse aufgehalten werden musste.“

In dem Zusammenhang erinnerte der Botschafter an die hohen Verluste während der Kämpfe, vor allem auf russischer Seite. „Die Israelis werden die Tapferkeit und die Opfer des russischen Volkes nie vergessen. Heute ehren wir alle, die den Sieg möglich gemacht haben. Einige dieser Menschen – die Veteranen – sind heute hier bei uns. Wir trauern auch um die Zehnmillionen Opfer der dunkelsten Stunde der Geschichte.“

„Opfer dürfen nicht vergeblich sein“

Für Israelis seien Zweiter Weltkrieg und Holocaust gleichbedeutend, sagte Prosor weiter. „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass jüdisches Leben nie anderen Menschen oder einer anderen Nation anvertraut werden kann. Wir müssen immer in der Lage sein, uns selbst zu verteidigen. Der Staat Israel ist die Erfüllung dieses Versprechens. Nie wieder werden Juden wie Vieh zusammengetrieben und gezwungen werden, in ihren Tod zu marschieren. Nie wieder wird die Welt denken, dass man Juden ungestraft ins Visier nehmen kann.“

Der Israeli kam zu dem Schluss: „Vor 70 Jahren opferte sich eine Generation von Männern und Frauen im Krieg, damit wir Freiheit, Gleichheit und Demokratie erben könnten. Wir können nicht zulassen, dass diese Opfer vergeblich sind. Mit Mut und Überzeugung müssen wir jetzt für die Ideale kämpfen, für die sie lebten und starben.“ Die Nationen müssten sich in Heldenmut vereinen – „damit wir auch die Gaben Freiheit, Gleichheit und Demokratie an unsere Kinder und Enkel weitergeben können“. (eh)

Von: eh

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus