Juden und Araber tragen Spannungen laut Arbeitgebern auch am Arbeitsplatz aus, wie eine Studie zeigt.
Juden und Araber tragen Spannungen laut Arbeitgebern auch am Arbeitsplatz aus, wie eine Studie zeigt.

Studie: Angst vor arabischen Kollegen

HAIFA (inn) – Immer mehr israelische Arbeitgeber haben in einer angespannten Sicherheitslage Angst, Araber einzustellen. Das zeigt eine aktuelle Studie der gemeinnützigen Organisation Kay Maschwe.

Etwa 52 Prozent der befragten Arbeitgeber haben Angst, arabische Arbeitnehmer einzustellen. Das sind 32 Prozent mehr als im Jahr 2013. Es ist bereits die vierte Studie der in Haifa ansässigen Organisation Kay Maschwe, berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Diese setzt sich für die Vermittlung arabischer Hochschulabsolventen in Israel ein.

Als Grund gaben die Arbeitgeber an, ihre jüdischen Angestellten fürchteten die gemeinsame Arbeit mit Arabern. Dies sei bedingt durch die Operation „Starker Fels“ in Gaza im vergangenen Sommer. Für die Studie wurden hauptsächlich Unternehmen untersucht, in denen sowohl Juden als auch Araber arbeiten. Etwa 85 Prozent der Befragten gaben jedoch an, keine Schwierigkeiten unter den betroffenen Gruppen verspürt zu haben. 75 Prozent sagten aber, dass die Spannungen während der militärischen Operation stärker gewesen seien. Allerdings seien sie schnell wieder abgeklungen.

Landesweit beteiligten sich 100 Unternehmen an der elektronischen Umfrage, die kurz nach der Operation „Starker Fels“ durchgeführt wurde. Intensivbefragungen wurden nur unter 20 Managern von Firmen durchgeführt, die Juden und Araber beschäftigen. Die Studie zeigt bei Arbeitgebern, die keine Araber angestellt haben, eine größere Skepsis gegenüber diesen. Kay Maschwe geht daher davon aus, dass die Einstellung Vorurteile abbauen kann. (ak)

Von: ak

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