Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges hunderte verletzte Syrier medizinisch behandelt.
Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges hunderte verletzte Syrier medizinisch behandelt.

Netanjahu besucht Feldlazarett für verletzte Syrer

MADSCHDAL SCHAMS (inn) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag ein Feldkrankenhaus auf den Golanhöhen besucht, in dem verletzte Syrer behandelt werden. Der Besuch ist Teil einer Kampagne, die der Welt „das wahre Gesicht des Iran“ zeigen soll.

„An dem Tag, an dem die Weltmächte die Gespräche mit dem Iran in Wien beginnen, ist es wichtig für die Welt, Bilder von diesem Ort zu sehen.“ Dieser Ort trenne Gut und Böse voneinander, sagte Netanjahu laut einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums.

Der gute Teil sei, dass Israel Leben derjenigen rette, die in Syrien verletzt wurden. Dies sei das wahre Gesicht Israels. Der schlechte Teil sei, dass der Iran diejenigen bewaffne, die für das Schlachten in Syrien verantwortlich seien. Netanjahu betonte: „Von hier möchte ich der Welt mitteilen, während die Gespräche zwischen den Weltmächten und dem Iran laufen, dass der Iran seine aggressive Politik nicht geändert hat. Der Iran hat seinen brutalen Charakter nicht verändert, der Iran unterstützt weiter das Assad-Regime, das seine Bürger abschlachtet. Das ist das wahre Gesicht des Iran, und die Welt darf das nicht vergessen.“

Israel hat seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien hunderte Flüchtlinge aus dem Nachbarland medizinisch versorgt. Erst am Sonntag hatten sieben verletzte Zivilisten an der Grenze zu Israel um Hilfe gebeten. Tariff Bader, ein drusischer Offizier, der das Feldkrankenhaus an der syrischen Grenze leitet, sagte dazu: „Der ethische Code der medizinischen Abteilung bei der israelischen Armee besagt klar, dass Soldaten jedem helfen müssen, der krank oder verletzt ist – ungeachtet, ob dieser mit dem Feind verbunden ist oder nicht.“

Netanjahu nahm zusammen mit Israels Verteidigungsminister Mosche Ja‘alon und Generalstabschef Benny Gantz an einer Tour durch die Golan-Höhen teil. An einem Punkt mit guter Aussicht auf die syrische Grenze informierte Generalmajor Jair Golan den Premierminister über die Präsenz globaler dschihadistischer Kämpfer in Syrien sowie über Israels Bemühungen, den Grenzzaun zu verstärken.

Wenige Stunden nach dem Besuch Netanjahus auf dem Golan schlugen zwei Granaten aus Syrien in der Region ein. Sie landeten auf freiem Feld. Verletzte oder Sachschaden gab es nicht.

Von der Golan-Tour gibt es ein Video auf YouTube: www.youtube.com/watch

Von: dn

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