JERUSALEM (inn) - Tausende Christen aus 80 Ländern der Erde haben am Dienstagabend am traditionellen Jerusalem-Marsch teilgenommen. Organisiert hatte die pro-israelische Kundgebung die "Internationale Christliche Botschaft Jerusalem" (ICEJ).

 

Die ICEJ hatte wie bereits in den vergangenen Jahren zum Laubhüttenfest in Jerusalem eingeladen. An der Konferenz, die zum 27. Mal stattfand, nahmen 5.000 Menschen teil. Höhepunkt war am Dienstagnachmittag der Marsch durch die Straßen Jerusalems, der von Bürgermeister Uri Lupolianski angeführt wurde. Tausende Menschen schwenkten Fahnen und proklamierten pro-israelische Slogans. Wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" berichtet, kam die größte Gruppe von Christen aus Norwegen. Der Marsch verursachte viele Verkehrsstaus, die Innenstadt wurde für Autos gesperrt.

 

Die "Internationale Christliche Botschaft Jerusalem" zog am Dienstag nach 16 Jahren Bilanz. Seit ihrer Gründung im Jahr 1989 half sie 100.000 Juden aus der ehemaligen Sowjetunion, nach Israel zu emigrieren. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs investierten Christen 40 Millionen Dollar in das Projekt.

 

Es sei "bemerkenswert", was die ICEJ in den 16 Jahren seit ihrer Gründung geleistet habe, "um 100.000 jüdische Menschen in das Land ihrer Vorväter und zur Herrlichkeit Zions zu bringen", sagte Pastor Malcolm Hedding, Direktor der ICEJ, beim diesjährigen Fest.

 

Die Organisation hat ein "Alija-Netzwerk" ins Leben gerufen und 54 Flüge bezahlt, um Juden aus der UdSSR nach Israel zu bringen, meistens von Sankt Petersburg über Finnland. Sie half beispielsweise bei der Emigration von Juden aus Kaliningrad, der Ukraine und aus Usbekistan. Seit 1989 sind über eine Million russischer Juden nach Israel emigriert.

 

Eine der größten christlichen Gruppen, die sich für die Emigration von Juden einsetzt, ist die

"International Fellowship of Christians and Jews" aus Chicago. Sie zahlt etwa der "Jewish Agency" jedes Jahr rund 10 Millionen Dollar für die Hilfe bei der Emigration. Christen steuern etwa 2,5 Prozent des Budgets der "Jewish Agency" bei. Die Unterstützung basiert auf dem Glauben vieler, vor allem evangelikaler, Christen, dass die Juden ins Heilige Land zurückkehren, bevor der Messias (wieder)kommt.

Von: js

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