Zwischen glückseligem Jubel und blankem Entsetzen

Arje Deri (61), Innenminister, Schass. Deri ist in Marokko geboren. Er diente bereits in der vorhergehenden Regierung als Innenminister, zudem schon einmal unter Jitzchak Schamir in derselben Position. Er ist Mitbegründer der ultra-orthodoxen, sephardischen Schass-Partei. Im Jahr 2000 wurde er zu einer vierjährigen Haftstrafe wegen Korruption verurteilt. Auch in den vergangenen Jahren gab es wieder Betrugsvorwürfe gegen ihn, zu einer Anklage kam es jedoch bislang nicht.

Israel ist aus seiner Wahl-Dauerschleife aufgetaucht. Das Land erhält eine stabile Regierung. Doch noch nie lagen die Geschicke in Händen einer so deutlich religiös und überdies rechts-national orientierten Koalition. Nicht nur das Antlitz der Regierung verändert sich massiv, sondern auch das der Knesset.

Israel in der Wahl-Dauerschleife

Am heutigen Dienstag steht für israelische Staatsbürger zum fünften Mal in kurzer Folge eine Knesset-Wahl an. Zweifellos ist Israels Wählerschaft der andauernden Wahlkampfperioden überdrüssig. Das heißt allerdings nicht, dass Langeweile aufkommt, denn dieses Mal wird das Wahlergebnis mit besonders großer Spannung erwartet.

„Israel, bekenne dich endlich zur Ukraine!“

Wurde in New York geehrt: Natan Scharanski

Seit Beginn des Krieges in Osteuropa vollzieht Israel diplomatische Manöver, um es sich weder mit Russland zu verscherzen, noch die Ukrainer zu verärgern. Doch immer mehr einflussreiche Stimmen fordern, dass der jüdische Staat endlich eindeutig an der Seite der Ukraine Stellung beziehen sollte.

Solange die Grenzen noch offen sind …

Israel plagt seit Monaten die Sorge, dass für Juden in Russland wieder der Eiserne Vorhang fallen könnte. Dieses Szenario nimmt immer mehr Gestalt an. Gegenwärtig führt die sich zuspitzende Lage dazu, dass so viele Russen wie noch nie nach Dokumenten suchen, die ihre jüdische Herkunft belegen.

Geteilte Bedenken

Sitzung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit im September 2022

Israel nimmt wahr, dass sich Deutschland in Sicherheitsfragen anders aufstellt. Ein Anzeichen hierfür ist die offizielle Haltung zur Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit. Israel hegt die Hoffnung, dass Bundeskanzler Scholz nicht nur die türkischen Beitrittsbestrebungen „sehr irritieren“, sondern auch die bereits erfolgte Aufnahme des Iran als Vollmitglied.

Gaza-Eskalation bringt interessante Konstellationen

Es war ein kurzer, aber intensiver militärischer Schlagabtausch, den Israel mit dem Palästinensischen Islamischen Dschihad austrug. Die Konfrontation legt interessante Konstellationen offen, die nicht unbedingt neu sind, aber dennoch teilweise überraschen.

Israels Zivilisten wieder einmal unter Raketenbeschuss

Feuriger Himmel über Aschkelon: Das Raketenabwehrsystem Eisenkuppel fing viele Geschosse aus dem Gazastreifen ab

Zuletzt war es in Israels Süden relativ ruhig. Am Wochenende aber verbrachten wieder mehr als eine Million Israelis viel Zeit in den Schutzräumen. Diese Eskalation in Gaza hatte einen ungewöhnlichen Ursprung: Dschenin im Westjordanland.

Erfolgsgeschichte mit angeschlagenem Image

Der Beduinenort Hura im Negev

Das erste Attentat in der jüngsten Serie von Terroranschlägen in Israel rückt eine kleine Negev-Regionalverwaltung ins Zentrum des Misstrauens der jüdischen Gesellschaft. Dabei gilt sie als Vorzeigemodell des Wandels in der beduinischen Gesellschaft.

Ukrainische und russische Israelis

Der russische Überfall auf die Ukraine verändert die Wahrnehmung nationaler Identitäten. In Israel leben Ukrainer wie auch Russen; unter ihnen sind Juden wie auch Nichtjuden. Wie kommen sie in so turbulenten Zeiten miteinander aus?

Israels Haltung zu den Vorgängen in der Ukraine

Wochenlang manövriert Israel vorsichtig zwischen der Ukraine und Russland, tunlichst bedacht, zugleich seinen US-Bündnispartner nicht zu verprellen. Für das Leisetreten sind Interessen verantwortlich, die nun miteinander kollidieren und Israel zu diplomatischen Drahtseilakten zwingen.

Israels „verlorene“ Nobelpreise

Durch die hohe Abwanderung hat Israel mehrere Nobelpreise verloren

Der Nobelpreis für den US-Wissenschaftler Joshua Angrist hätte eine weitere Auszeichnung sein können, die Israels Preisträgerliste aufstockt. Der Wirtschaftsexperte ist nur ein Beispiel für unzählige Akademiker, die dem jüdischen Staat verlorengehen.