Sicherheitslage bereitet Israelis Sorgen

Viele Juden und Araber fühlen sich angesichts der Terrorwelle unsicher in Israel. Bei der Wahrnehmung der Präsenz der Sicherheitskräfte besteht zwischen den beiden Gruppen ein großer Unterschied.
Von Israelnetz

Foto: Israelnetz/mh

Juden und Araber in Jerusalem: Die Sicherheitslage macht beiden Gruppen zu schaffen

JERUSALEM (inn) – Fast zwei Drittel der Israelis sind besorgt wegen der Sicherheitslage in ihrem Land. Das geht aus einer Umfrage von „Israels Forum für Verteidigung und Sicherheit“ (IDSF/Habithonistim) hervor. Von den Teilnehmern gaben unter dem Eindruck der jüngsten Terrorwelle 61 Prozent eine entsprechende Antwort, wie die „Jerusalem Post“ berichtet.

Der Anteil derjenigen, die ängstlich sind, beträgt bei den befragten Juden 69 Prozent. Bei den Arabern zeigten sich 43 Prozent besorgt.

Dass die Sicherheitskräfte zu wenig Präsenz zeigen, meinten etwa 47 Prozent der Teilnehmer. Vor allem die Araber vertraten mit 71 Prozent diese Ansicht. Unter den Juden lag der Anteil hingegen bei 44 Prozent.

Die Studie förderte auch ein allgemeines Misstrauen gegenüber der Polizei zutage. Von den Befragten sagten 66 Prozent, sie hätten kein Vertrauen zu ihr. Diese Antwort gaben 73 der Araber.

Ein Viertel der Araber für jüdische Souveränität in Israel

Eine weitere Frage bezog sich auf die Berichterstattung über Gewalt. Dass jüdische Gewalt gegen Araber mehr in Medien vorkomme als arabische Gewalt gegen Juden, meinten 70 Prozent der Juden. Von den Arabern nahmen dies nur 33 Prozent so wahr.

Der Aussage, dass ein jüdisches Recht auf Souveränität in Israel, also westlich des Jordans besteht, stimmten 25 Prozent der Araber zu. Bei der theoretischen Frage nach dem Verhalten in einem Krieg zwischen Israel und einem arabischen Land gaben 51 der Araber an, sie würden auf keiner Seite teilnehmen. 23 Prozent sprachen sich für das arabische Land aus, 26 Prozent für den Staat Israel. (eh)

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8 Antworten

  1. Gewalt in arabischen Orten bzw. Vierteln kennt seit Wochen keine Grenzen.
    Teils sind es arabische Clans, die sich untereinander ermorden.
    Verlockend sind die Terrorgehälter von Abbas für Judenmord.
    Das ist alles nicht gut für friedliebende Menschen.
    Und die gibt es im Israel und PA- Gebieten.
    Shalom. Salam.

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  2. Das die jüdische Bevölkerung verängstigt ist, kann ich vollinhaltlich verstehen. Schließlich sind wir in Deutschland auch so weit, keine israelische Fahnen in Gärten aufzustellen und Aufkleber auf Autos zu kleben. Die Meinungsfreiheit wird mit Füßen getreten, oder man muss mit Gewalt rechnen. Wie viel mehr fühlen sich die Israelis verunsichert. Ich fände es ratsam, dem durch Polizei- und / oder Militärpräsenz entgegen zu wirken. Es geht in erster Linie darum, die Israelischen Bürger zu schützen. Und das wird von der Regierung vernachlässigt.

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    1. Dass es in D.-schland behördlicherseits untersagt wird, eine Israel-Fahne am Fenster aufzuhängen.
      Da hatte ich auch einige mal eher Schnappatmung, bis ich es internalisierte.

      Ihren eher radikalen Schlussfolgerungen obig möchte ich nicht beitreten (In Jerusalem schlägt man
      nicht). Aber ich kann sie nachvollziehen.

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  3. Dass pro-israelische Demonstrationen in Deutschland verboten werden, davon habe ich noch nie gehört. Das passiert leider zunehmend nur bei pro-palästinensischen Demonstrationen.

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    1. Israel ein ist ein Staat
      Demonstrationen pro Pal. oft eine Verherrlichung von Terror. Und genau das wird verboten.
      Versuchen Sie es mit differenziertem Betrachten der Situation.

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  4. Mich wundert der Artikel insgesamt.
    Warum lässt man die Arbaber nicht als Fremdlinge im Land wohnen und stellt sicher, dass Sie integriert sind in die landeseigenen Gesetzte und Standards lieben und fördern. Die sich nicht dafür interessieren, dürfen doch gerne in Ihr arabisches Land umsiedeln, wo Sie Ihre Ansichten vertreten sehen oder sich darin dort zu Hause fühlen.
    Wir brauchen kein arabisches Kalifat in Israel und solche, die am Tage der Not der Landesbevölkerung den Dolch in den Rücken stoßen. Nur Einheit macht stark.
    Viel Erfolg bei entsprechenden Programmen und systemgesteuerten Mechanismen für eine moderne Innenpolitik.

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