Netanjahu bekräftigt enge Partnerschaft mit USA

Nach einem Treffen zwischen Netanjahu und Trump betonen beide Seite die produktive Atmosphäre. Einige Themen blieben aber unerwähnt.
Von Israelnetz
Der Iran war Hauptthema bei dem Treffen zwischen dem israelischen Premier Netanjahu und US-Präsident Trump im Weißen Haus

WASHINGTON (inn) – Erstmals seit Beginn des Irankrieges Ende Februar haben sich der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Likud) und US-Präsident Donald Trump (Republikaner) am Dienstag persönlich zu Gesprächen getroffen. Netanjahu war zum Gedenkgottesdienst für den am 11. Juli verstorbenen republikanischen Senator Lindsey Graham nach Washington gereist.

Beide Seiten sprachen im Nachhinein von einem „exzellenten“ und „produktiven“ Gespräch. Anders als sonst üblich gab es keine Fragerunde für Journalisten im Oval Office. Zudem betrat Netanjahu das Weiße Haus durch einen Seiteneingang. Beobachter werden dies als Versuch, den Eindruck zu verhindern, Israel habe Einfluss auf Entscheidungen der US-Regierung.

Trump: Bin der beste Freund Israels

In einem Gespräch mit dem amerikanischen Sender „Fox News“ betonte Netanjahu, das Treffen sei „eines der besten gewesen, das wir je hatten“. Wer nach Rissen im Verhältnis suche, stoße auf eine „Mauer aus Granit“. Israel und die USA hätten das gemeinsame Ziel, einen iranische Atombombe zu verhindern.

Gesprächsteilnehmer berichteten, die Chemie zwischen Trump und Netanjahu stimme. Trump soll darauf bestanden haben, dass er der beste Freund Israels sei, nachdem Netanjahu Senator Graham so beschrieben hatte. Graham kommt nach Ansicht von Trump in dieser Kategorie auf den zweiten Platz.

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Ausgesparte Themen

Nach Darstellung der israelischen Regierung blieben in dem 80-minütigen Gespräch einige Themen auch unerwähnt, so etwa der mögliche Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei. Netanjahu hatte Trump zuvor auf die damit verbundene Gefahr für Israel aufmerksam gemacht.

Auch die Frage eines palästinensischen Staates war demnach nicht Teil der Gespräche. Dieses Thema kam zuletzt im Zusammenhang mit der Ankündigung einer nuklearen Partnerschaft zwischen den USA und Saudi-Arabien auf. Trump hatte betont, Bedingung dafür sei eine Normalisierung mit Israel. Saudi-Arabien sieht hingegen die Anerkennung eines Palästinenserstaates als Bedingung für eine Normalisierung.

Graham gewürdigt

Vor dem Abflug in die USA hatte Netanjahu betont, er wolle mit der Reise nach Washington Graham die letzte Ehre erweisen. Vor Ort hob er bei einem Dinner zum Gedenken an den Republikaner dessen Verdienste im Verhältnis zwischen Israel und den USA hervor. Er sei „von ganzem Herzen der Sicherheit der USA, der Sicherheit Israels und dem unerbittlichen Kampf gegen Antisemitismus verpflichtet gewesen“.

Der Iran nahm das Treffen zwischen Netanjahu und Trump offenbar zum Anlass für weitere Angriffe in der Region. In der Nacht zum Mittwoch beschoss die Revolutionsgarde amerikanische Stützpunkte und saudische Energieanlagen. Das US-Militär sprach von einem „versuchten Überraschungsangriff“. Es habe alle ballistischen Raketen abgefangen. Die US-Streitkräfte erwiderten den Beschuss im Verbund mit dem saudischen Militär. (df)

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