GAZA (inn) – Das israelische Militär hat in den vergangenen Tagen mehrere hochrangige Terroristen im Gazastreifen getötet. Am Montag bestätigte die Armee, dass Mahmud Fatair zu den Zielen gehörte. Der Terrorist vom Palästinensischen Islamischen Dschihad (PIJ) sei an der Entführung der Geisel Rom Braslavski beteiligt gewesen. Zuletzt habe er versucht, Angriffe auf die Armee voranzubringen.
Braslavski selbst reagierte auf die Nachricht mit einer Botschaft an die noch lebenden Terroristen: „Die Armee hat einen weiteren getötet, der meine Seele zerstört hat“, sagte er auf Arabisch. „Ihr habt gemacht, was ihr wolltet, aber jetzt sterbt ihr alle nacheinander – und keiner wird übrig sein. Das Volk Israel lebt.“
Seit Samstag hatte die Armee außerdem vier Hamas-Terroristen getötet. Alle seien am Terrormassaker vom 7. Oktober beteiligt gewesen.
Überdies zerstörte das Militär fünf Waffenlager der Hamas. Darin hätten die Terroristen Kalaschnikovs, Sprengsätze, Panzerabwehr-Waffen, Munition und weitere militärische Ausrüstung untergebracht. Ein Lager habe sich neben dem Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus in Deir al-Balah befunden. Die Terroristen hätten es zudem als Rückzugsort verwendet.
Vermittler kritisieren Angriffe
Die Angriffe sorgten bei mehreren Akteuren für Kritik. Ägypten, Katar und die Türkei verurteilten am Montag die israelischen Handlungen in einer gemeinsamen Stellungnahme, besonders den Beschuss medizinischer Einrichtungen und den Tod von Zivilisten. Auch der Gesandte des „Friedensrates“, Nickolay Mladenov, kritisierte die israelischen Militärhandlungen.
Israel hatte dem im vergangenen Jahr vereinbarten umfassenden Plan für den Gazastreifen unterschrieben. Zu dem am Donnerstag vorgestellten „Handlungsplan“ äußerten sich israelische Regierungsvertreter skeptisch. Der Plan sieht unter anderem den Stopp aller militärischen Handlungen vor.
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Mladenov: Jetzt beginnt schwierige Phase
Am Montag traf sich Mladenov mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud). Laut dem Bulgaren besteht Einigkeit über die Ziele für den Gazastreifen: das Gewaltregime zugunsten einer Zivilregierung beseitigen. Zu diesem Zweck solle das Gebiet demilitarisiert werden.
Mladenov betonte weiter, dass sich die Armee erst wieder hinter die Gelbe Linie zurückzieht, wenn die Übergabe aller Waffen vollzogen sei. Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, ein Rückzug der Israelis sei Voraussetzung des Entwaffnungsprozesses.
Mladenov sprach von einem „langen“ Tag. Nun beginne erst die schwierige Phase, erklärte er weiter. „Vieles, was wir nun tun, ist nicht dramatisch. Es ist langsame, zerreibende und technische Arbeit.“ (df)
4 Kommentare
Kann mir nicht vorstellen, dass sich die Hamas freiwillig entwaffnen lässt. Eher wie früher bei Arafat: Vorne die Waffe abgeben und hinten wieder in Empfang nehmen.
@Martin
Genauso wird es sein, Martin. Die verschenken ihre Waffen an ihnen wohlgesonnene Zivilisten, nennt sich dann Privatbesitz, und bekommen sie bei Bedarf wieder zurück. Israel kennt ihre Pappenheimer und wird natürlich kritisiert, dass es Hamas-Rückzugsorte in Krankenhäusern vernichtet. Das ist alles so krank.
Der Peiniger von Braslavski war führend beim Islam.Dschihad. Von ihm ging bis zu seinem Tod große Gefahr aus. Rom muss leben mit seinen Erinnerungen, der Terrorist darf die Tometen von unten anschauen. Für Rom ändert sich nichts, aber der Verbrecher kann niemandem mehr etwas antun. Gratulation Zahal. Am Israel chai. 🙏🎗🇮🇱💙
Das ist die Waffenruhe wie Israel sie eben kennt. Sagt alles über Israel aus. Keine Neuerungen.
@Blub
Massenmörder Fatair ist tot und seine Kumpanen werden niemals die Waffen abgeben, es sei denn sie sind tot.