Außenministerin Huitfeldt: Norwegen glaubt weiter an „Zwei-Staaten-Lösung“

Beim Besuch der norwegischen Außenministerin Huitfeldt in Israel kommen auch schwierige Themen zur Sprache. Die Sozialdemokratin wirbt indes für die „Zwei-Staaten-Lösung“.
Von Israelnetz
Israels Außenminister Cohen begrüßte seine norwegische Amtskollegin Huitfeldt in Jerusalem

JERUSALEM (inn) – Der israelische Außenminister Eli Cohen hat am Mittwoch betont, dass Israel bei der Frage des Konfliktes mit den Palästinensern keine „ausländische Intervention“ akzeptiere. Die Äußerung machte der Likud-Politiker bei einem Treffen mit seiner norwegischen Amtskollegin Anniken Huitfeldt. Anlass des Treffens ist der Jahrestag des ersten Oslo-Abkommens, bei dem die norwegische Regierung vermittelt hatte.

Erst im Juli hatte sich das Außenministerium ungehalten wegen einer Äußerung Huitfeldts gezeigt. Die Politikerin der sozialdemokratischen Arbeiterpartei hatte nach einem Drohneneinsatz „Gewalt gegen Zivilisten“ beklagt. Das Außenministerium kritisierte, Huitfeldt habe dabei Terrorangriffe in Tel Aviv und Nablus unerwähnt gelassen.

Cohen erklärte weiter, Norwegen sei eingeladen, an der Erweiterung der Abraham-Abkommen teilzunehmen. Diese würden das Angesicht der Region verändern und für mehr Stabilität und Wachstum sorgen.

Hoffnung auf erneuerten Dialog

Huitfeldt sagte ihrerseits, sie habe mit Cohen über die „Möglichkeiten eines erneuerten Dialogs“ mit den Palästinensern gesprochen. Sie habe außerdem ihre Besorgnis bezüglich des Siedlungsbaus geäußert.

Zum Start ihres Aufenthaltes in Israel hatte Huitfeldt zunächst zunächst das „ANU – Museum des Jüdischen Volkes“ in Tel Aviv besucht. „Anu“ bedeutet „wir“ auf Hebräisch. Huitfeldt traf sich außerdem mit dem Leiter des Peres-Friedenszentrums, Nechemia „Chemi“ Peres. Dessen Vater Schimon Peres, nach dem das Zentrum benannt ist, war zur Zeit der Oslo-Abkommen israelischer Außenminister.

Huitfeldt: Friede und Sicherheit durch „Zwei-Staaten-Lösung“

Nach dem Treffen mit Cohen kam Huitfeldt auch mit Staatspräsident Jitzchak Herzog zusammen. Dabei sagte sie: „Norwegen glaubt noch immer, dass eine Zwei-Staaten-Lösung Frieden und Sicherheit für beide Völker bringen wird.“ Sie ergänzte, dass die regionalen Entwicklungen neue Hoffnung mit sich brächten.

Zusammen mit Herzog traf Huitfeldt Leah Goldin, die Mutter des 2014 im Gazastreifen gefallenen Hadar Goldin. Die Terror-Organisation Hamas hält bis heute seinen Leichnam zurück. Das Treffen nannte Herzog „ergiebig“, ohne weitere Details zu nennen. (df)

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9 Antworten

  1. Was Ausländer alles wollen, wobei sie keine Lösung zur Sicherheit ILs haben.
    Reden nur UN nach., dem UNrechtsverein, die nicht mal Kriegstreiber stoppen bzw. den Hunger weltweit in den Griff bekommen.
    Erdogan prahlte vor Jahren, dass er sich einsetzt, dass Goldin der Mutter überstellt wird von Hamas. Der Vater starb vor Kummer.

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  2. Mir tun die Politiker immer Leid, die gute Miene zum bösen Spiel in Israel machen müssen. Wohlwissend das Israel sich einen Teufel um das Völkerrecht schert und nicht die geringsten Anstalten unternimmt, die Zweistaatenlösung wirklich in Angriff zu nehmen.

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    1. Bettina, es ist umgekehrt.
      Mir tun BRD Politiker nicht leid. Gespaltene Zunge……ebenso viele andere, obwohl ich zur Koalition IL nicht stehe. Und schon überhaupt nicht zu menschenrechtsverletzenden Arabern.
      Kritisieren Sie bitte öffentlich bin Salam. All die Ermordeten an der Grenze. Sie sehen weg und
      schauen nur auf IL. Wie UN, EU.
      Erheben Sie Ihre Stimme pro Mädchen weltweit, die als Kinder verheiratet werden im Islam. Wollten Sie das für Ihr Leben?
      Kritisieren Sie China, Tibet, Uiguren. Russia, Iran usw.
      Nein, n u r IL im Blick

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  3. Israel ist selbstständig und hat einen starken Gott auf seiner Seite. Was soll die Einmischung ausländischer Staaten? Die ausländischen Staaten sollen zuerst vor Ihrer eigenen Haustüre für Sicherheit und Ordnung sorgen, bevor sie auf arrogante Weise Israel seine Zukunft diktieren wollen… So wie es aussieht haben Sie in Europa genug eigene Probleme zu bewältigen…

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  4. Frau Huitfeldt hat leine Ahnung davon, dass gemäss islamischer Lehre (einst) islamisches Gebiet (dar al-Islam) wie das Heilige Land (Israel) niemals von nicht-Muslimen beherrscht werden darf. Es muss um jeden Preis wieder die alte islamische Ordnung hergestellt werden. Deshalb der 100-jährige Kampf der Muslime gegen die legale Präsenz der Juden. Die gültige Charta der PLO hat die Vernichtung Israels zum Ziel. In den paläst. Schulbüchern gibt es kein Israel. Der Begriff „Zweistaatenlösung“ ist eine Illusion, usw, ein Palästinenserstaat würde Israel noch mehr Terror bringen.

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  5. Maria, WAS möchtest Du eigentlich? Also bezüglich Israel und 1-Staat oder 2-Staaten oder was auch immer.
    LG
    Agnes
    PS. Ich meine die Frage wirklich ernst.

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    1. Zuerst mal schöne Grüsse zu Dir.
      OT: Ich verliebe mich immer mehr in France.
      Zu deiner Frage. Zwei- Staaten wäre auch in meinem Sinne aber es geht nicht mit all den Terroristen und teils verlogenen Ländern und Organisationen weltweit.
      Sei gewiss, IL darf man kritisieren und ich stehe nicht zur Koalition dort, aber es läuft alles auf einen Vernichtungskrieg Israels hinaus.
      War es nicht immer so? Seit tausenden von Jahren: Judenverfolgung, Vernichtung, Verschwörungen.
      Darüber müssten wir reden, nicht hier schreiben. Shalom
      ,

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  6. Politiker, Menschen und auch Christen vergessen all zu oft, dass der allmächtige Gott, der Herr aller Herren ist. Der Prophet Hosea sagt: “ … denn dein Heil steht allein bei mir.“ Hosea 13

    L.G. Martin

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  7. Wer von der 2 Staatenlösung und dem dadurch entstehenden Frieden träumt, hat die Situation nicht verstanden. Mit Sicherheit wird es Krieg geben mit vielen Opfern.
    Der Messias Jesus wird, wenn er wiederkommt die Welt richten und den Frieden bringen den wir so sehr wünschen. Frieden Weltweit. Alles Nachzulesen in der Bibel. Zum Thema besonders aktuell, die Bücher der Propheten Joel, Sacharja ab Kapitel 10 und Hesekiel Kapitel 36, 37, 38 und 39. Aber in der ganzen Bibel finden wir wichtiges zu den Plänen Gottes.

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