Wadephul kritisiert türkischen Außenminister Fidan

Als „Last für die Menschheit“ bezeichnet der türkische Außenminister Fidan Israel. Sein deutscher Amtskollege Wadephul und weitere deutsche Politiker weisen die Rhetorik zurück.
Von Israelnetz
Johann Wadephul

BERLIN / ANKARA (inn) – Kurz vor Beginn des NATO-Gipfels in der Türkei ist es im Verhältnis zwischen Berlin und Ankara zu Verstimmungen gekommen: Der deutsche Außenminister Johann Wadephul kritisierte seinen türkischen Amtskollegen Hakan Fidan scharf. Dessen jüngste Äußerungen zu Israel seien „vollkommen unangemessen“, erklärte der CDU-Politiker in einem am Sonntag veröffentlichten „Bild“-Interview.

Fidan hatte am Donnerstag gegenüber dem Sender „CNN Türk“ gesagt, Israel sei nicht nur ein Problem für die Türkei, sondern das der Welt. Er fuhr fort: „Diese Menschen sind mit ihrer Politik und ihrer Geisteshaltung eine Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann.“ Die Mitarbeiterin von „CNN Türk“, Hande Firat, nickte zustimmend. Anlass der Äußerung Fidans war die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern durch die israelische Regierung.

Wadephul erklärte weiter, er werde am Dienstag auf seinem Weg zum NATO-Gipfel kurzfristig nach Israel reisen. Dort wolle er „einen Beitrag zur Verständigung zwischen Israel und der Türkei leisten“. Er halte es für möglich, dass sich die Beziehungen reparieren lassen.

„Entmenschlichende Rhetorik“

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) sprach in einer Reaktion von einer „lehrbuchhaften Hetze zum Genozid“. „Das jüdische Volk als ‚untragbare Last‘ zu entmenschlichen ist die klassische, schreckliche Sprache der schlimmsten auslöschenden Regime in der Geschichte. Die zivilisierte Welt und die NATO-Verbündeten der Türkei müssen diesen ausdrücklichen Aufruf zur Auslöschung Israels verurteilen.“

Neben Wadephul kritisierten weitere deutsche Politiker die Äußerung, darunter die CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Volkmann und Gitta Connemann. Volkmann erklärte, die Rhetorik „eskaliert ins Entmenschlichende“. „Wer über Israel als ‚untragbare Last‘ spricht, feuert damit auch hierzulande den israelbezogenen Antisemitismus weiter an.“

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Omid Nouripour (Grüne), erklärte am Freitag: „Das ist keine Entgleisung, sondern eine aufwiegelnd eliminatorische Sprache, die nicht tragbar ist. Die Bundesregierung muss das scharf verurteilen.“ Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, erklärte: „Die türkischen Auslöschungssphantasien gefährden den Völkerfrieden. Das ist rhetorisches Säbelrasseln.“

Die Türkei hat unter Präsident Recep Tayyip Erdogan einen anti-israelischen Kurs eingeschlagen. Am 30. März 2025 sagte Erdogan in einer Moschee: „Möge Allah, um seines Namens ‚Bezwinger‘ willen, das zionistische Israel zerstören und verheeren.“ Der türkische Innenminister Mustafa Ciftci träumt indes davon, dereinst einmal Jerusalem zu beherrschen.

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Neue Bedrohung für Israel

Dieser Kurs im Verbund mit der militärischen Stärke führte zuletzt dazu, dass israelische Politiker verstärkt vor der Türkei als neuer Bedrohung gewarnt haben. Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) erklärte mit Blick auf die einschlägige Rhetorik Ende Juni: „Wenn wir eines aus der Geschichte unseres Volkes gelernt haben, dann das: Wenn jemand sagt, er wolle uns zerstören, dann nehmen wir ihn ernst.“

Israel werde die Aufmerksamkeit seiner Freunde auf diese Bemerkungen lenken, fuhrt Netanjahu fort. Damit meinte er offenkundig US-Präsident Donald Trump. Der Republikaner hat sich dafür offen gezeigt hat, der Türkei hochentwickelte F-35-Kampfjets zu verkaufen. Zudem ist ein Verkauf von etwa 40 F110-Triebwerken geplant für Kampfflugzeuge des Typs Kaan, die die Türkei selbst entwickelt hat.

Am 10. Juni sprach eine Journalistin Trump im Weißen Haus auf die problematischen Entwicklungen zwischen der Türkei und Israel an. Damals erklärte er: „Ich mag Erdogan sehr. Er ist stark. Ich denke nicht, dass etwas mit der Türkei passiert. Nicht solange ich Präsident bin, denn Erdogan respektiert mich, und ich respektiere ihn.“

Trump wird diese Woche zum NATO-Gipfel in die Türkei reisen. Zu dem Gipfel Dienstag und Mittwoch in Ankara werden die Staatenlenker des eigentlich westlichen Verteidigungsbündnisses erwartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) führt die deutsche Delegation an. Als Gastländer sind unter anderen Delegationen aus Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei. (df)

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50 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Wadephul, Ihr Wunsch an den Haltungen gegenüber Israel etwas ändern zu können, halte ich für sehr illusorisch. Ihre Klarheit ist wohlklingend.
    Lieber Gruß Martin

  2. Das sagen ausgerechnet türkische Schwätzer, deren Land selber einen nachgewiesenen Genozid an der Backe kleben haben und immer noch missbeliebige Minderheiten verfolgen und drangsalieren. Möchte Herr Fidan mit seinen Äußerungen vielleicht zu einer neuerlichen Shoah anregen, und damit einen weiteren Versuch zu einem Genozid auf sein Land aufbuckeln ?
    SHALOM

    1. „Möchte Herr Fidan mit seinen Äußerungen vielleicht zu einer neuerlichen Shoah anregen, und damit einen weiteren Versuch zu einem Genozid auf sein Land aufbuckeln ?“

      Sie meinen das was man derzeit Israel vorwirft aufgrund von Gaza, WJL, Syrien und Libanon und den „zeitlich besetzten“ Gebieten darin? Das ist schon ziemlich mutig in Ihrer Lage.

      Wie viele haben hier eigentlich ein Glashaus? Keine gute Idee wenn man mit so vielen Steinen wirft.

      1. hallo Blub, Sie haben immer noch nicht den Unterschied zwischen dem wirklichen Genozid an den Armeniern und dem verlogenen Kampf der Hamas, Hisbollah u.ä. recherchiert. Sagen sie mir endlich, warum die IDF die Bevölkerung vor Luftangriffen warnt. Die Islamischen Kämpfer kennen keine Gnade, wenn es darum geht, gegen den Feind die Zivilbevölkerung als Schutzschild einzusetzen. Was zählt im Islam der Andere, wenn ich vor ihm bei Allah im „Paradies“ bin. Wer hat denn die Drusen nach Assads Sturz massakriert? war es Israel? Nein es waren die muslimischen Kämpfer des Djihad. Und mit dem sogenannten WJL, da sollte mal die Geschichte dazu gelesen werden. Aber dass haben Sie ja nicht nötig. Sie antworten ja auch nicht auf sachliche Fragen.
        Mit freundlichen Gruß, Heinrich

        1. Sehr geehrter Herr Heinrich,
          kurz zur Versachlichung:
          Armenien vs. Hamas/Hisbollah: kein sinnvoller Vergleich. Anerkannter Völkermord durch einen Staat vs. laufender Konflikt mit umstrittener Bewertung. Lenkt nur ab.
          IDF-Warnungen: begründet mit der Pflicht zur „Vorsorge beim Angriff“ (Genfer Konvention/ZP I) sowie PR-Erwägungen. Amnesty und UN kritisieren sie angesichts hoher ziviler Opferzahlen als unzureichend.
          „Menschliche Schutzschilde“: Vorwürfe gegen Hamas sind dokumentiert. Das entbindet die angreifende Seite trotzdem nicht von Unterscheidung und Verhältnismäßigkeit zwei getrennte Rechtsfragen, keine Aufrechnung.
          „Was zählt im Islam der Andere“: unzulässige Verallgemeinerung von 1,9 Mrd. Menschen anhand bewaffneter Extremisten. So ließe sich jede Religion über ihre schlimmsten Vertreter diskreditieren. Kein Argument, ein Fehlschluss.
          Drusen-Massaker Sweida (Juli 2025): Informieren Sie sich, bevor Sie pauschal von „islamischen Kämpfern“ sprechen. Laut Amnesty, UN und Syrischer Beobachtungsstelle waren vor allem Kräfte der syrischen Übergangsregierung (ex-HTS) sowie Beduinen-Milizen verantwortlich, mit außergerichtlichen Hinrichtungen. Israel griff zum Schutz der Drusen ein nicht Israel war Täter, aber „islamische Kämpfer“ pauschal ist zu unpräzise: konkrete Gruppen, keine Muslime als Kollektiv.
          WJC: Falls World Jewish Congress gemeint ist bitte konkretisieren.

          1. hallo Ibo, den Vergleich Armenien mit der Hamas habe ich deshalb gewählt, weil Blub lieber Israel als Völkermörder sieht. Das Amnesty und UNO dass als unzureichend sieht ist sowieso hahnebüchen. Andere Länder informieren ja nicht, wenn zivile Objekte angegriffen werden. Aufgerechnet habe ich überhaupt nicht. Es liegt in der Sache der Natur, wenn eine Armee gegen Terroristen kämpfen muss, dass eben menschliche Schutzschilde von Seiten der Hamas verwendet werden. Deshalb zählt für einen streng gläubigen Muslim selbst ein ziviles Leben nicht um für Allah zu kämpfen. Da ist jedes Mittel recht, um vor Allah zu bestehen. Kennen Sie den Koran und seine Auslegungen? Dann sollten Sie es besser wissen was der Islam als Religion bedeutet. Dies wird in den Moscheen gelehrt. Und jeder Mensch, der in einem muslimischen Land geboren wird, ist automatisch Muslim. Ob er will oder nicht. der Koran ist und bleibt eine aggressive Schrift, in der aufgefordert wird, Menschen zu töten wenn sie sich dem Koran nicht unterwerfen. Bei dem Drusenmassacker habe ich nicht islamische Kämpfer geschrieben, sondern die djihadistischen Kämpfer des ex-HTS. die Frage ging ja auch an Blub, der ja alles besser weiß. Und dann habe ich auch das WJL – Westjordanland angesprochen. Wer die Geschichte von Palästina liest, wird feststellen, das es vorher Judäa und Samaria war. Palästina gibt es erst seit den Römern nur als Landschaft und nicht als Volksgruppe. Die Palästinenser gibt es erst seit Arafat. Im osman. Großreich wurden die damals dort schon lebenden Juden Palästinenser genannt.

      2. Blub, ich sitze in keinem Glashaus, also werfe ich mit Steinen, wie es mir beliebt,
        und anscheinend treffe ich gut.

      3. @Blub
        Ach, haben Sie jetzt mein Bildchen mit dem Glashaus übernommen? 🤣🤣

        Aber: wenn Sie schon Beispiele nennen, sollten diese auch sachlich richtig sein, sonst muss man davon ausgehen, dass gerade Sie im Glashaus sitzen (was ich schon des Öfteren geschrieben habe).

        Ich weise nur auf genau 1 wesentlichen Unterschied hin: Israel hat niemals, ich wiederhole: niemals, dazu aufgerufen, die so genannten Palästinenser zu vernichten, weder im Gazastreifen, noch im so genannten Westjordanland. Und was tun Erdagan und Fidan?

        Und sachlich falsch ist es, Genozid mit Libanon oder Syrien zu verknüpfen. Bitte halten Sie sich an Fakten.

  3. Meiner Meinung nach gehört die Türkei weder zu Europa noch zum westlichen NATO-Bündnis.
    Spätestens jetzt, wo ihr Außenminister ein Antisemit ist, der die Rhetorik einer roten Linie überschreitet, indem er das israelische Volk als Kollektiv delegitimiert.

    1. Gideon @ meine Rede ! Die Türkei, die ja auch offen den Nato-Partner Griechenland bedroht, die Hamas und Hisbollah ziemlich offen unterstützt, die mit Putin kuschelt, gehört definitiv nicht zu Europa (na ja, Instanbul ist auf dem Kontinent, aber damit hat es sich auch schon) . Gott sei Dank, sie sind wenigstens nicht in der EU. Die klaren Worte von Wadepul haben mich angenehm überrascht. In der Tat, Fidan kritisiert nicht die Politik Israels (auch da sollte er vor der eigenen Tür kehren), sondern bezeichnet das israelische Volk/die Juden als Belastung für die Menschheit. Unfassbar ! Aber Trump dealt mit Erdogan. Dass die zwei sich mögen, überrascht mich allerdings weniger.

  4. Der türkische Judenhasser Fidan, Vertreter des Schurkenstaates Türkei, sagt was er denkt und denkt was er sagt.

  5. Türkei! Oppositionelle im Gefängnis. Kurden ermorden. Halb Zypern besetzt. Journalisten unter Druck und Verhaftungen.
    Nato Gipfel beginnt dort. Reichen sie sich dann wieder die Hand? Wadephul-Fidan?
    IL weiß, dass sie Erdowahn nicht trauen dürfen, wo er Jerusalem befreien möchte.
    Träum‘ weiter, Sultan!

    1. „ Türkei! Oppositionelle im Gefängnis. Kurden ermorden. Halb Zypern besetzt. Journalisten unter Druck und Verhaftungen.“

      Also ich weis ja nicht wie Sie das sehen, aber ich sehe hier ganz klare Parallelen. Ohne Brille natürlich.

      1. Welche Parallelen denn? Welche Gruppierungen werden in Israel denn ermordet, sind es Araber, Drusen, Beduinen, Christen? Geben Sie mir hier eine Antwort.

      2. Komisch, aber Israel bedient sich nicht solcher Rethorik,wenn man mal von den Ultranationalisten absieht, Sie sehen Parallelen, wo es keine gibt, also brauchen Sie sehr wohl eine Brille.

  6. Die Türkei muss durch Lügen, Lästerungen, Intrigen, Verleumdungen ihren eigenen Schmutz zudecken.

  7. Für die Türkei ist Israel das größte Hindernis zu einem osmanisch-islamistischen Großreich und zugleich ist der AKP jedes Mittel recht um seine Landsleute aufzuhetzen. Erdogan hat auch auf infamste Art und Weise gegen Yesiden und Aleviten gehetzt. Er ist und bleibt eben ein brandgefährlicher Islamist.

  8. Deutsche Aussenpolitik über die BILD-Zeitung.
    Wadepuhl hätte den türkischen Botschafter einbestellen müssen und ihm den deutschen Standpunkt klarmachen müssen, dass wäre dann offizielle deutsche Politik gewesen.
    Was will er in Israel an Verständigung Türkei-Israel erreichen? Vielmehr wird er erklären, warum Deutschland sich so wachsweich gegenüber Erdogan verhält.
    Und…er will sicherlich Kanzler Merz, den NATO-Auftritt in der Türkei verderben!

    1. Na ja, ich hätte mich gefreut, wenn Jean-Noël Barrot ähnlich klare Worte gefunden hätten, sei es auch in einem Interview in Le Monde, Figaro oder meinetwegen auch in der Humanité (kommunistische Parteizeitung);

  9. Jerusalem – Laststein und Taumelbecher für die Nationen; damit hat der türkische Präsident und sein Gefolge eine biblische Prophetie bestätigt und einen weiteren Krieg gegen Israel in Vorbereitung gebracht ( Hes.38).
    Trump ist keine ernstzunehmende Macht mehr, also kann der sich seine Gedanken über sein „respektvolles“ Verhalten sparen. Es wird so kommen – alle Nationen gegen Israel. Grund: Es ist das auserwählte Volk Gottes und Satan hat nicht mehr viel Zeit. Der Siegesheld Jeshua ist auf dem Weg nach Jerusalem und wird seinen Sieg auch hier vollenden.

    1. Prophetie als Ersatz für Analyse
      Wer aktuelle Außenpolitik mit Sacharja und Hesekiel erklärt, hat aufgehört, Politik zu erklären. Das ist bequem: Jede Aussage eines türkischen Außenministers wird zum „Laststein“, jede diplomatische Krise zum Vorboten von Gog und Magog. Damit lässt sich buchstäblich alles beweisen – und genau das ist das Problem. Eine Prophetie, die auf jedes beliebige Ereignis passt, erklärt gar nichts.
      Die Gog Magog Gleichung mit der Türkei ist zudem keine feststehende Lehre, sondern eine spätere geografische Deutung des 19./20. Jahrhunderts, die je nach Ausleger auch schon Russland, dem Iran oder ganz anderen Staaten zugeschrieben wurde. Kaffeesatzleserei mit Bibelversen, keine Exegese.
      Die Rahmenerzählung „alle Nationen gegen Israel“ macht aus einem konkreten diplomatischen Konflikt – türkische Kritik nach der Armenier-Anerkennung – einen kosmischen Endkampf. Wer politische Kritik nicht mehr politisch widerlegen kann, erklärt sie zur Erfüllung heiliger Prophetie und entzieht sie so jeder rationalen Debatte.
      Trump als „keine ernstzunehmende Macht mehr“ abzutun, weil er nicht ins eigene Endzeitschema passt, zeigt: Hier wird nicht mehr argumentiert, hier wird geglaubt.
      Wer Weltpolitik verstehen will, sollte bei Fakten bleiben, nicht bei Jahrtausende alten Texten, die für jede Deutung offenstehen.
      Ich frag mich, was sie in mir sehen. Vermutlich reicht der Pass.
      MfG

      1. @Ibo
        „ Prophetie als Ersatz für Analyse“
        Sie haben es nicht verstanden: Die Prophetie wird benutzt, um einen aktuellen Stand zu beschreiben und zu erklären (wenn möglich). Es ist definitiv kein Ersatz, sondern sie liefert weitere Argumente, die herangezogen werden können.

        Inwieweit das, was in der Bibel steht, wahr ist oder nicht, darüber kann man sich austauschen. Interessant ist aber, dass es eine Vielzahl von Aussagen bzw. Prophezeiungen im Alten Testament gibt, die nachweislich, noch einmal: _nachweislich_, wahr geworden sind. Harren wir der Zukunft, ob es nicht doch zu einem „kosmischen Endkampf“ kommen wird. 😉
        Kritikern, die Vieles im AT als „Märchen“ bezeichnet haben, wurde durch die Archäologie der letzten Jahrzehnte „das Maul gestopft“.

        „ Wer Weltpolitik verstehen will, sollte bei Fakten bleiben, nicht bei Jahrtausende alten Texten, die für jede Deutung offenstehen.“
        Falsch. Wer Weltpolitik verstehen will, muss auch zwischen den Zeilen lesen. Fakten alleine genügen nicht.
        Falsch ist auch, dass diese alten Texte für jede Deutung offen stehen. Manche lassen sich unterschiedlich auslegen. Die wichtigen Aussagen sind aber klar und deutlich. Beispiele: „Meine Gedanken sind höher als eure Gedanken.“ „Ich habe dich immer geliebt.“ „Mein Bund mit Israel wird niemals enden.“ „Aus allen Ländern werde ich euch sammeln.“ …

        1. Ah, die Archäologie hat also „das Maul gestopft“. Interessant, dass ausgerechnet die Wissenschaft bemüht wird, um zu beweisen, das man die Wissenschaft nicht braucht aber nur, wenn’s passt. Wenn die Archäologie mal was findet, das nicht ins Bild passt, ist sie plötzlich wieder „von der Elite gesteuert“?
          Sie schreiben, Prophetie sei „kein Ersatz, sondern liefert weitere Argumente“ für die Analyse aktueller Weltpolitik. Das ist ungefähr so, als würde man dem Wetterbericht ein Horoskop beilegen, „weil es ja weitere Argumente liefert“. Nur dass das Horoskop wenigstens niemand als außenpolitisches Analyseinstrument im Bundestag vorschlägt.
          Und dann dieser Klassiker: „Harren wir der Zukunft, ob es nicht doch zu einem kosmischen Endkampf kommen wird mit Zwinker-Smiley, als sei die Ankündigung der Apokalypse ein netter kleiner Insider-Scherz unter Freunden. Möchten Sie das auch dem Auswärtigen Amt als Briefing vorschlagen? „Lage im Nahen Osten: angespannt, aber laut Kapitel X, Vers Y, Gott hat’s im Griff“?
          Am schönsten aber ist Ihr Fazit: Die Texte seien gar nicht deutungsoffen, sondern glasklar man müsse nur „zwischen den Zeilen lesen“. Zwischen den Zeilen lesen und „glasklar“ schließen sich in etwa so gegenseitig aus wie „ergebnisoffen“ und „ich wusste die Antwort schon vorher“. Aber gut, wer seine Weltpolitik lieber aus einem 2500 Jahre alten Text bezieht als aus UN Resolutionen, dem ist mit UNResolutionen ohnehin nicht zu helfen.
          Ich empfehle: nächstes Mal einfach direkt sagen „ich glaube das, weil ich es glauben will“ spart allen Beteiligten die ArchäologieGirlande drumherum

          1. @Ibo
            Sie wollen nicht verstehen? „Archäologie hat das Maul gestopft“.
            Nur 3 Beispiele:
            1. Es wurde behauptet, dass das Jesaja-Buch aus verschiedenen Zeitepochen kommt, und es 3 verschiedene Schreiber gäbe. Das wurde „wissenschaftlich“ belegt.
            2. Es wurde negiert, dass zu Zeiten Abrahams Tonscherben benutzt wurden, um Verträge festzuhalten.
            3. David existierte angeblich nicht.

            Mit diesen Aussagen und anderen wurde begründet, dass die Bibel ein „Märchenbuch“ sei.
            Alle 3 Aussagen wurden eindeutig widerlegt. Ja, das Maul der „wissenschaftlichen“ Bibelkritiker wurde in diesen Punkten gestopft. Und ich lehne mich zurück und warte, bis die anderen Aussagen ebenfalls wahr werden.

            Sie haben verschiedene Punkte von mir vermischt, die nicht zusammengehören. Das ist aber deutlich im Text erkennbar.
            1. Glasklare Texte und Deutung der Weltpolitik mische ich nicht. Glasklare Texte sehe ich in der Bibel, was Sie nicht glauben. Sie meinen, die Texte könnten beliebig interpretiert werden. Solange Sie die Bibel nicht intensiv gelesen haben, sollten Sie solche Aussagen nicht machen. Das klingt wie nachgeplappert.

            Da Sie die biblischen Texte mit einem Horoskop vergleichen, weiß ich, dass Sie die Bibel überhaupt nicht kennen. Und dann wollen Sie deren Inhalte beurteilen? Unseriös.

            Zwischen den Zeilen lesen habe ich eindeutig auf die Bewertung der Weltpolitik bezogen. Bitte lesen Sie meinen Text nach. Ich behaupte, dass zum Verständnis der Weltpolitik nicht nur Fakten zählen.

            Wenn Sie sich also über meine Texte „hermachen“, sollten Sie diese richtig lesen und verstehen.

          2. @Ibo (noch einmal)
            „Interessant, dass ausgerechnet die Wissenschaft bemüht wird, um zu beweisen, das man die Wissenschaft nicht braucht aber nur, wenn’s passt.“
            Wo habe ich geschrieben, dass ich die Wissenschaft nicht brauche? Und dann noch eine weitere Unterstellung mit „aber nur, wenn’s passt“. Was soll das? Und wo steht etwas wie, sie zitieren angeblich, „von der Elite gesteuert“? Lesen Sie überhaupt die Texte und versuchen Sie diese zu verstehen? Ihre Argumentation ist unpassend.

  10. „Dessen jüngste Äußerungen zu Israel seien „vollkommen unangemessen“, erklärte der CDU-Politiker in einem am Sonntag veröffentlichten „Bild“-Interview.“

    Wadephul hat beim letzten Waschgang zu viel Weichmacher geschluckt.
    Das ist keine klare Abgrenzung, keine klare Kante.
    Wenn schon ein Kommentar von ihm, dann bitte etwa so:
    „Völlig inakzeptabel. Wir verurteilen dies auf das Allerschärfste“.

    Und was seinen (Wadephul’s) Besuch in Israel angeht:
    Er soll nicht reparieren helfen, sondern sich auf die Seite Israels stellen. Nur das wirkt.
    Er macht aus einem Wolf (Türkei) kein Lamm.

    1. @Lothar
      Guter und treffender Kommentar zu Wadephul, lieber Lothar. Sa’ar hat Fidans Aussage (Israel sei zu einer Last geworden, die die Menschheit nicht mehr tragen könne) richtig kommentiert. Dies ist ein Aufruf zum Völkermord! Wadephul hätte schärfer antworten sollen, die Türkei stellt mit Fidans Aussage das Existenzrecht Israels in Frage. Das müsste viel schärfer formuliert werden, als Wadephul es sagt, er ist m.E. zu kleinlaut. Warum? Erträgt Deutschland die Sprache Erdogans, weil er ein wichtiger strategischer Gesprächspartner ist? Ich hätte mir von unserer Regierung eine noch klarere Haltung gewünscht. Die Juden kennen das, was sie hier hören: Erst wird ein Land als Last beschrieben, dann als Problem dargestellt und letztlich als etwas, das ausgelöscht werden soll.

      1. @Ella
        Danke liebe Ella. Die Unterwürfigkeit Deutschlands gegenüber der Türkei finde ich auch befremdlich und sogar abstoßend.

        Und Maria hat den biblischen Hintergrund „Jerusalem – Laststein und Taumelbecher für die Nationen“ gut beleuchtet. Mit dem zweiten Kommen Jesu in Macht und Herrlichkeit werden die feindlichen Heere in Israel von ihm geschlagen. Ein großer Trost unter vielen.

        Auch wenn die Warnung in Offenbarung 3 der Gemeinde von Laodizea galt (und im übertragenen Sinn heute noch gilt), so sieht man heute in einen Spiegel dessen. Ich bin ein Verfechter, vieles auch in Richtung politischer Systeme deuten zu dürfen:
        „15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach dass du kalt oder warm wärest! 16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.“

      2. Zur Fidan-Debatte:
        Wortverdrehung statt Sachargument
        Was Fidan im CNN-Türk-Interview tatsächlich sagte: Israels aktuelle Politik und Geisteshaltung seien „eine Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann“. Eine scharfe, polemische Kritik an einer Politik nicht mehr, nicht weniger.
        Sa’ars Reaktion macht daraus etwas völlig anderes: einen „expliziten Aufruf zur Auslöschung Israels“, ein „Lehrbuchbeispiel für Völkermord-Hetze“. Das ist keine Wiedergabe, das ist eine Umdeutung. Zwischen „diese Politik ist untragbar“ und „dieses Land soll ausgelöscht werden“ liegt ein Unterschied, den man nicht wegdiskutieren kann, nur weil er politisch unbequem ist.
        Diese Reflexbewegung ist bekannt: Jede Kritik an israelischer Regierungspolitik und sei sie noch so undiplomatisch formuliert wird routinemäßig zur Existenzbedrohung hochskaliert. Das entwertet den Begriff „Völkermord-Hetze“ für die Fälle, in denen er tatsächlich zutrifft, und es verschiebt die Debatte weg vom eigentlichen Anlass: Israels Anerkennung des Armenier-Völkermords, offenkundig im Kontext angespannter türkisch-israelischer Beziehungen und kurz vor dem NATO Gipfel in Ankara platziert.
        Wer NATO-Partner zur Verurteilung eines Satzes auffordert, der so nie gefallen ist, betreibt nicht Diplomatie, sondern Eskalation nach eigenem Drehbuch.
        Eben Geisteshaltung zurückgeblieben!

        1. @Ibo
          Wenn Sie etwas „zitieren“, sollte es korrekt sein. Sie schreiben: „Was Fidan im CNN-Türk-Interview tatsächlich sagte: Israels aktuelle Politik und Geisteshaltung seien „eine Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann“. “

          Ich habe dazu mal ein wenig recherchiert. Das Ergebnis:
          1. An einigen Stellen bezog er sich ausdrücklich auf die „israelische Politik und Denkweise“, die zu einer untragbaren Last geworden seien. Anmerkung: das deckt sich mit Ihrer Sicht.
          2. An anderen Stellen sprach er pauschal von „Israel“ als Problem für die Menschheit.

          Nicht zu vergessen in diesem Zusammenhang sind Aussagen von Erdogan und weiteren türkischen Ministern, die Israel von der Landkarte tilgen wollen. Punkt 2 nur auf die aktuelle israelische Politik zu reduzieren, wie Sie es tun, ist sehr abenteuerlich.

          Es gibt daher _keine_ Umdeutung von Sa‘ar, der von Volksverhetzung gesprochen hat. Ihre darauf folgenden Behauptungen („Reflexbewegung“, „entwerten … Völkermord-Hetze“ etc.) sind deswegen nicht zutreffend.

          Ja, auf solche Äußerungen reagiert die Israel-freundliche Welt sehr sensibel und vielleicht auch reflexhaft. Das ist auch verständlich, da der Antisemitismus seit Jahrtausenden vorhanden ist und bis heute existent war und ist.

    2. Auf Seite Israels stellen, dann steht er wohl ganz alleine da. Hahaha!
      Lächerlich

      An Untertan: Diplomatie an einem Interview zu messen ist verfrüht. Wer Deeskalation als „Illusion“ abtut, bietet selbst keine Alternative.
      An Klaus (Genozid): Kritik mit „neuer Shoah“ gleichzusetzen ist Verzerrung. Fidans Wort war unangemessen, aber keine Vernichtungsdrohung.
      An Heinrich (Islam):Muslime für bewaffnete Gruppen verantwortlich zu machen, ist Pauschalisierung bei Juden würde man das Antisemitismus nennen.
      An Klaus (Glashaus): „Ich werfe Steine wie es mir beliebt“ ist keine Debatte, sondern Rechthaberei.
      An Gideon Lahav: Die Türkei ist seit 1952 NATO-Mitglied ein Zitat ändert das nicht.
      An Antonia: „Offene“ Hamas Unterstützung ist unbelegt; auch die USA reden mit Moskau, ohne Putin-Verbündete zu sein.
      An AlbertNola: „Judenhasser“ und „Schurkenstaat“ sind selbst hetzerisch.
      An „Am Israel chai“ (Sultan): Berechtigte Kritik an Erdogan verdient Ernsthaftigkeit statt Spott.
      An „Am Israel chai“ (Brille): Beleidigungen ersetzen kein Argument.
      An Heinrich 2: Gaza-Opferzahlen und B’TselemBerichte existieren ohne sie ist die Debatte unvollständig.
      An Klaus 3: Parallelen abzustreiten ohne Gegenargument ist Verweigerung, keine Widerlegung.
      An Marita: Pauschale Lügenvorwürfe ohne Beleg sind selbst unbelegt.
      An Benett: Kritik an Erdogan ja „Großreich“-Narrativ ist Verschwörungsdenken.
      An manfred westphal: Ein informelles Gespräch ist oft ein erster Schritt, kein Ersatz für offizielle Protokolle.

      Pauschalurteile und Beleidigungen die Debatte ersetzen wer so schreibt, macht sich zum Gespött.

      1. Ibo, solche Worte wie die Fidans sind auch schon von Albanese und von den Nazis auf der Wannsee-Konferenz 1942 geäußert worden, die Ergebnisse werden wohl auch Sie kaum verleugnen. Ferner hat Erdogan Tod, Verwüstung und Elend für Israel erbeten und Ciftci, der Innenminister sich die Herrschaft über Jerusalem gewünscht. Wie sonst soll man das interpretieren, wenn die Mullahs und ihre Proxies das gleiche von sich geben und im Falle von Hamas/Hizbollah auch versucht haben ?
        Wie sonst lässt sich die Brutalität von Hamas welche Parallelen zur Brutalität der Nazis und im Falle des türkischen Genozids an den Armeniern aufweist sonst erklären als mit entmenschlichten Vernichtungsabsichten. Daher nehme ich mir das Recht, auch als Jude, mit Steinen zu werfen, ob Ihnen das passt oder nicht, und Ihr Vorwurf der Rechthaberei läuft bei mir ins Leere, ebenso der Vorwurf eines israelischen Genozids, der immer nur noch ein Vorwurf ist, aber keine Verurteilung, weil von allen Seiten keine belegbaren Beweise vorhanden sind, sondern bestenfalls Beschuldigungen und die auch noch von zweifelhaften Anklägern, die teils selber großkalibrigen Dreck am Stecken haben, wenn auch in anderer Hinsicht, soviel zur Rechthaberei und dem Glashaus. Wenn Sie mit mir diskutieren wollen, dann tun Sie das objektiv und nicht auf der Basis eines wilden Rundumschlages gegen alle möglichen auch nur annähernd proisraelisch positionierten Foristen.

        1. Der Vergleich mit der Wannsee zeigt, wie beliebig Sie mit historischen Kategorien hantieren. Die Konferenz war die bürokratische Planung eines industriellen Massenmords an einem bereits entrechteten, wehrlosen Bevölkerungsteil. Kriegsrhetorik so unangemessen sie ist in einem laufenden bewaffneten Konflikt mit dieser Planung gleichzusetzen, entwertet den Begriff Genozid genau in die Richtung, die Sie mir vorwerfen: inflationärer Gebrauch. Das gilt für „neue Shoah“ ebenso wie für Ihre eigene Verwendung.
          Einzelne PolitikerZitate ob von Erdogan, Çiftci, Albanese oder sonst wem als Beleg für kollektive „Vernichtungsabsicht“ eines ganzen Volkes zu nehmen, ist genau die Pauschalisierung, die ich kritisiert habe. Mit derselben Methode ließe sich aus einzelnen Aussagen israelischer Minister eine kollektive Absicht gegenüber Palästinensern konstruieren. Sie wenden den Maßstab nur in eine Richtung an.
          Dass Sie sich „als Jude“ das Recht nehmen, mit Steinen zu werfen das ist keine Widerlegung meines Einwands, sondern seine Bestätigung. Herkunft oder Betroffenheit verleihen keine Immunität gegen den Vorwurf der Rechthaberei; sie sind auch kein Argument in der Sache.
          Zum Genozid-Vorwurf. Das Vorwürfe keine Verurteilung sind, ist trivial richtig aber genau deshalb sollte man weder den Vorwurf noch das Gegenteil apodiktisch behaupten. Sie tun aber genau das, wenn die Beweislage einseitig als „keine belegbaren Beweise“ abtun, während internationale Gerichte und UN Berichte das Verfahren gerade prüfen. Man kann den ICJ-Prozess ernst nehmen, ohne ihm vorzugreifen in beide Richtungen.

          1. @Ibo
            Vieles hätte ich zu Ihren Äußerungen zu schreiben. Sie werfen anderen vor, sie würden pauschalisieren, tun es aber selbst durch Ihre Angriffe auf die Foristen, bei denen Sie Sätze herausgreifen und den Zusammenhang außer Acht lassen.

            Zu einem Punkt möchte ich aber konkret werden:
            „ Zum Genozid-Vorwurf. Das Vorwürfe keine Verurteilung sind, ist trivial richtig aber genau deshalb sollte man weder den Vorwurf noch das Gegenteil apodiktisch behaupten. Sie tun aber genau das, wenn die Beweislage einseitig als „keine belegbaren Beweise“ abtun, während internationale Gerichte und UN Berichte das Verfahren gerade prüfen. Man kann den ICJ-Prozess ernst nehmen, ohne ihm vorzugreifen in beide Richtungen.“
            Extrakt: „ … in beide Richtungen.“

            Gehen wir zum Beginn der Vorwürfe. Wissen Sie, wann die ersten Vorwürfe, Israel würde im Gazastreifen einen Völkermord begehen, aufkamen? Recherchieren Sie bitte! Es war nur wenige Tage nach dem 7.10.2023, zu einer Zeit, als die IDF die ersten Kampfhandlungen geplant, aber noch nicht ausgeführt hatte. Dieser Vorwurf wurde immer mehr breitgetreten. Sogar Schauspieler und Künstler haben sich schriftlich geäußert und und und. Alle haben den Völkermord Israels an den Gazanern als Fakt bezeichnet. Das geschieht bis heute, auch von etlichen Personen hier im Forum.
            Es wäre gut, wenn die „andere Seite“ mal abrüsten würde. Dann können sich die Israelfreunde auch endlich zurückhalten. Genauso positiv wäre es, wenn die Feinde Israels abrüsten würden; ein friedliches Miteinander wäre dann möglich.

      2. @Ibo
        Was soll das sein? Korrekturlesen? Besserwisserei? Alle von Ihnen genannten Foristen haben Recht. Man muss nur mal die Realität sehen. Und ausgerechnet Untertan anzumachen. Er sieht das aus biblischer Sicht. Und auch da hatt er Recht. Aber das dürfte Ihnen egal sein,oder sind Sie bekennender Christ? Sparen Sie sich das. Wenn es Ihnen nicht passt,Sie müssen hier nicht Ihren Kommentar loslassen. Sie werden auch niemanden „bekehren“.

        1. Mit Verlaub: Wer inhaltliche Fehler oder Widersprüche in Beitrag benennt, betreibt kein „Korrekturlesen“ und keine „Besserwisserei“ das ist die Grundlage jeder ernsthaften Debatte. Wenn Sie das schon als Angriff empfinden, sagt das mehr über die Tragfähigkeit der Argumente aus, die Sie verteidigen wollen, als über meinen Kommentar.

          Und nein, ich will niemanden „bekehren“. Ich widerspreche einer Behauptung das ist etwas anderes als Missionierung. Wenn Ihnen meine Beiträge nicht passen, steht es Ihnen frei, sie zu überlesen. Nur weil mehrere Forianten dieselbe Meinung teilen, macht sie das noch nicht richtig. Auch das gehört zur „Realität“, die Sie einfordern.

          1. @Ibo
            Ihnen ist nicht zu helfen. Auch gut.
            Mein Mann hat übrigens in seinem Objekt kurdische Flüchtlinge. Und die Tochter,10Jahre, spricht einwandfrei deutsch. Fragen Sie das Mädel mal nach Erdogan! Was Sie mit Ihrer Familie erlebt hat. Schlimm. Mit meinem Mann kann sie sich gut unterhalten. Da er Pro-Israel ist. Genau wie sie und ihre Familie. Von der Mutter bekommt mein Mann stets lecker zu essen und zu trinken. Obwohl sie selber nicht viel haben. Aber sie sind froh,daß sie offen reden können. Und bei denen heißt Erdogan auch Erdowahn. Und sie lieben Israel! Nur mal ein kurzes Beispiel.
            Das Mädel möchte Ärztin werden und ist in der Schule sehr fleißig. Sie sagt,sie hat so viel Schlimmes gesehen und erlebt. Da möchte sie etwas tun,wenn sie erwachsen ist. Für 10 Jahre ziemlich schlaues Küken.

  11. Der unvermeidliche Israelhasser „Blub“. Er nutzt jede Gelegenheit, um seine Hetze gegen Israel loszulassen. The same Procedure ,,,

  12. Da hilft nicht zu überlegen, ob die Äußerungen zu verurteilen sind, sondern das Ultimatum bis wann die Äußerungen zurückzunehmen und eine formelle Entschuldigung zu erfolgen hat, ansonsten der Ausschluss von der Nato.

    1. Ausschluss aus der NATO lächerlich und unmöglich. Ein NATO Ausschluss der Türkei ist juristisch praktisch ausgeschlossen. Aber wenn hier gefordert wird „raus aus der NATO“, dann stellt sich die Frage genauso für Deutschland: Warum wird Israel als Partner behandelt und mit NATO Infrastruktur mitversorgt, obwohl es gar kein NATO-Mitglied ist?
      Konkretes Beispiel: Die NATO-Radarstation in Kürecik (Provinz Malatya, Türkei) offiziell ein US-Radar, das 2012 im Rahmen der ballistischen Raketenabwehr der NATO installiert wurde dient nachweislich auch dem Schutz Israels vor iranischen Raketen, obwohl Israel kein NATO-Mitglied ist . Fachanalysen bestätigen: die Radaranlage dient auch dazu, verbündeten oder befreundeten Staaten einschließlich Israel bei einem iranischen Raketenstart Frühwarninformationen zu liefern.
      Ein NATO-Konstrukt, das einen Nicht-Mitgliedsstaat wie Israel de facto mitschützt, während dessen Kritiker moralisch belehrt werden das ist die eigentliche Absurdität, über die man reden sollte.

  13. Wer mit einem „Ausschluss aus der NATO“ droht, sollte zunächst dieses kennen in Artikel 13 lediglich den freiwilligen Austritt einen erzwungenen Ausschluss sieht der Vertrag nicht vor.Die Gründungsstaaten wollten ein Verteidigungsbündnis schaffen, kein Tribunal zur Bewertung der Rhetorik seiner Mitglieder.
    Selbst in Fällen, die weit über verbale Äußerungen hinausgingen, hat die NATO nie ein Ausschlussverfahren eingeleitet:
    Der Konflikt zwischen zwei NATO-Mitgliedern um Zypern seit 1974 keine Ultimaten.
    Der Irak Krieg 2003, den mehrere NATOStaaten ohne UN-Mandat führten keine Rücktrittsforderungen.
    Innenpolitische Entwicklungen in diversen Mitgliedstaaten, die von internationalen Beobachtern scharf kritisiert wurden ebenfalls folgenlos für die Mitgliedschaft.
    Wer nun ausgerechnet bei verbalen Äußerungen ein Ultimatum mit Rücktritts und Entschuldigungspflicht fordert, wendet einen Maßstab an, der bislang bei keinem anderen Mitgliedstaat galt. Das ist keine Prinzipienfrage, sondern selektive Empörung.
    Hinzu kommt die strategische Realität: Die Türkei stellt die zweitgrößte Armee des Bündnisses, kontrolliert mit dem Bosporus einen der wichtigsten maritimen Nadelöhre der Welt und sichert mit Incirlik einen zentralen NATO-Stützpunkt. Wer das ernsthaft zur Disposition stellen will, sollte sich fragen, wessen Sicherheitsinteressen er damit eigentlich dient.
    Meinungsäußerungen auch scharfe sind kein Vertragsbruch. Ein Ultimatum, das das Gegenteil suggeriert, verwechselt politischen Unmut mit einem Rechtsanspruch, den es im Bündnisrecht schlicht nicht gibt.

    1. @Ibo
      Sie schreiben etwas von Rauswurf aus der NATO und bauen dann Ihre Argumentation darauf auf. Bitte zeigen Sie mir den Post, wo das gefordert wird!
      Jetzt nicht mehr als Frage: Sie lesen die Texte nicht richtig; Sie verstehen die Texte nicht. Anstatt nachzufragen hauen Sie mit Worten auf den Autor. Warum tun Sie das?
      Sie schreiben über einen Foristen: „Eben Geisteshaltung zurückgeblieben!“ Andererseits fordern Sie eine seriöse Debatte. Warum tun Sie das? Verstehe ich Sie falsch?

  14. Ich muss etwas Schönes loswerden. Hat zwar nichts mit diesem Thema zu tun,aber es ist mir wichtig! Also: Mein Mann war heute bei der Außenreinigung und da kam eine junge Frau und fragte nach seinem Namen . Dann sagte sie,André,Jesus liebt dich. Und ich würde gerne ein Gebet für dich sprechen. Ob sie das darf. Ja klar,so André. Sie hatte gebetet für ihn. André stand ganz ehrfürchtig da. Sie war nicht von einer Organisation. Keine Flyer,kein bekehren wollen. Als sie fertig war,ist sie einfach gegangen und meinte vorher: Jesus liebt dich! André war ganz geplättet. Das sollte wohl sein. Er denkt da jetzt sehr drüber nach,da er ja eigentlich nicht besonders gläubig ist. Man merkt da,die Gnadenzeit geht zu Ende! An@Untertan: So wirkt der Herr! Und dss ist eine schöne Begegnung.
    Euch einen schönen Abend! Manu

    1. @Manu
      Vielen Dank meine liebe Manu, dass du uns diese Begegnung mitgeteilt hast. Da ist man ja platt, wenn so jemand auf einen zukommt und für einen betet. Das ist das Multikulti in einer Großstadt, würde bei uns nicht passieren, wag ich mal zu sagen. Wäre nett gewesen, wenn sie miteinander ins Gespräch gekommen wären. Aber dafür blieb wohl wenig Zeit. Ich freu mich für deinen André. Ihr habt beruflich da viel mit Leuten zu tun, auch dein Sohn mit Elias. So schön. Auch die Geschichte von dem kleinen Türkenmädchen fand ich berührend. Lasst euch weiter vom Herrn begleiten.
      Liebe Grüße von Ella 🥰🫠

    2. @Manu
      Ihnen ist offenbar nicht mehr zu helfen, da kommen nur noch Lügengeschichten statt Argumente. Ein Kind als politisches Kronzeugenargument zu instrumentalisieren, ist billig aber offenbar reicht das, wenn die Substanz fehlt.
      Übrigens: Woher stammt das Kind genau, und über welches Land ist sie nach Deutschland eingereist? Berechtigte Frage, gerade bei „Flüchtling aus der Türkei“ Route und Herkunftsland entscheiden, ob eine Fluchtgeschichte plausibel ist oder nachträglich politisch aufgeladen wurde.
      Zur Sache: Unter Erdogan erlebten die Kurden die humanitär besten Jahrzehnte der Republik Minderheitenrechte ausgebaut, kurdischsprachiger Rundfunk zugelassen, kurdischer Sprachunterricht erlaubt. Dokumentierte Politik, keine Meinung.
      Und da wir bei Minderheiten sind: Ich spreche nicht vom Rand aus. Ich gehöre selbst einer Minderheit in der Türkei an – der pontischgriechischen. Ich muss mir von niemandem erklären lassen, wie sich Minderheitenpolitik dort anfühlt.
      Wer wirklich Ahnung von türkischer Politik hätte, wüsste Die CHP ist das eigentliche Problem, nicht Erdogan. Der Begriff „Bergtürke“ die offizielle Leugnung der kurdischen Ethnie ist eine Erfindung der CHP, nicht der AKP. Wer mit dem Finger auf Erdogan zeigt und die CHP Vergangenheit ausblendet, betreibt keine Aufklärung, sondern selektive Empörung.

      1. @Ibo
        Lesen Sie überhaupt die Beiträge hier, um sie zu verstehen? Ich habe den Eindruck, dass nahezu jeder Satz durch Sie entweder falsch zitiert oder falsch interpretiert wird oder auch etwas „dazugedichtet“ wird. Wollen Sie einfach nur „draufhauen“.
        „Lügengeschichten“ und „Kronzeugenargument“ sowie „Substanz fehlt“. Haben Sie diesen Text von Manu überlesen? „Hat zwar nichts mit diesem Thema zu tun,aber es ist mir wichtig!“ Warum nehmen Sie dann Manus Post und beziehen ihn auf den Artikel? Warum schreiben Sie „Kind“? Da steht „Junge Frau“. Warum fragen Sie nach der Herkunft dieses „Kindes“? Nirgendwo steht, dass die junge Frau Migrationshintergrund hat.
        … und so weiter

        Sie behaupten, dass Sie falschen Aussagen widersprechen und auf keinen Fall „besserwisserisch“ seien. Dann, bitte, bleiben Sie bei den Fakten, was die Leute geschrieben haben.

        Zur CHP: die CHP der Einparteienzeit ist nicht zu vergleichen mit der CHP der heutigen Zeit. Ihre Worte, dass die CHP und nicht Erdogan das eigentlich Problem sei, ist deswegen nur bedingt richtig.

        1. Besserwisserisch? Ich bin nicht besserwisserisch, ich weiß es einfach besser.
          Zur Herkunft: Sie schreibt selbst „kurdische Flüchtlinge“. Das ist der Migrationshintergrund, das steht da.
          Zur Bezeichnung: Manu nennt sie „Küken“, das ist eine liebevolle Umschreibung, keine Alters- oder Statusangabe. Weder „junge Frau“ noch „Mädchen“ trifft es. Korrekt wäre schlicht „Kind“. Bei einer Zehnjährigen sollte das keine Debatte sein.
          Zu Erdogan/CHP: Ich habe nirgends behauptet, Erdogan sei kein Problem. Ich habe geschrieben, dass die türkische Politik nicht nur AKP ist, und dass die CHP historisch und teils bis heute das größere Problem war und ist. Das ist eine differenzierte Aussage, keine Verharmlosung.
          Was mir in Ihrer Erwiderung fehlt: die Substanz, auf die Sie sich beziehen. Konkrete Belege, nicht pauschale Vorwürfe. Dann könnte ich darauf noch besser eingehen.

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