Verteidigungsminister Gallant besucht Aserbaidschan

Bei seinem Besuch in Aserbaidschan trifft Israels Verteidigungsminister Gallant Staatspräsident Aliyev. Er warnt vor dem Iran und gibt eine erstaunliche Zahl bekannt.
Von Israelnetz
Der israelische Verteidigungsminister Gallant trifft in Baku den Präsidenten des Aserbaidschan Ilham Alijew

BAKU (inn) – Der israelische Verteidigungsminister Joav Gallant (Likud) hat am Donnerstag den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev in der Hauptstadt Baku getroffen. Die beiden Politiker berieten über die Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Außerdem sprachen sie über internationale Sicherheitsfragen.

Zu Beginn seiner zweitägigen Reise nach Aserbaidschan sicherte Gallant seinem Gastgeber weiterhin Unterstützung und Vertrauen zu. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Die Politiker vereinbarten, die Zusammenarbeit der beiden Staaten auszubauen. Besonders in den Bereichen Sicherheit und Industrie solle es weitere Kooperationen und Vereinbarungen geben.

Dank für Stärkung der Beziehung

Im Gespräch dankte Gallant Präsident Aliyev persönlich für dessen Engagement, die Beziehungen zwischen dem schiitischen und dem jüdischen Staat Schritt für Schritt zu vertiefen. Erst im März eröffnete Aserbaidschan als erster schiitischer Staat eine Botschaft in Israel.

Die beiden Staaten sind nicht nur strategische Partner, sondern auch Handelspartner. Israel gilt als ein wichtiger Waffenlieferant Aserbaidschans. Die Militärbeziehungen waren vor allem während des armenisch-aserbaidschanischen Krieges um Bergkarabach 2020 in den Vordergrund der Aufmerksamkeit gerückt. Darüber hinaus kauft Israel rund 30 Prozent seines Öls in Baku.

Gallant traf nach seinem Besuch im Präsidentenpalast am Kaspischen Meer weitere ranghohe Politiker. Unter ihnen waren der aserbaidschanische Verteidigungsminister und Generaloberst Sakir Hasanov und andere Verteidigungsbeamte.

Gallant: „50 iranische Angriffe vereitelt“

Während seines Besuchs in Aserbaidschan warnte Gallant vor dem Iran. Gegenüber Journalisten sagte er bei seiner Auslandsreise: „In den vergangenen Jahren hat der Iran eine weltweite Terrorkampagne mit beispiellosem Ausmaß gegen Israelis und Juden auf der ganzen Welt geführt.“ Die Islamische Republik befinde sich im Schattenkrieg.

Weiter sagte er, dass Israel und seine Verbündeten in den vergangenen Jahren „mehr als 50 Angriffe“ des Iran vereitelt haben. Die meisten Angriffe hätten kurz bevorgestanden. Dank der Verteidigungsbehörden und der Zusammenarbeit mit anderen Staaten konnten nach Gallants Angaben „Versuche vereitelt und Leben gerettet“ werden.

Auch im Austausch mit Präsident Aliyev sei die Bedrohung des Iran ein Thema gewesen. Baku liegt etwa 100 Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Doch der Aserbaidschan weiß um die Bedrohungen. Aliyev wolle den jüdischen Staat in der regionalen Bedrohung nicht alleine lassen. (joh)

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7 Antworten

  1. Und Iran hat nachsehen. Wie schön. Noch besser wäre wenn die mulas weg waren und iranische Volk wieder atmen kann. Kommt auch ergendwann.bsicher

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    1. Mit Bedrohung sind logischerweise immer die Mullahs gemeint, weil vom unterdrückten Volk keine Bedrohung ausgeht. Viele Iraner sind israelfreundlich gesinnt und Israel dankt es ihnen immer wieder auf vielfältige Weise so gut als möglich. PS.: Regelmässig ohne Vorbehalt Israelnetz lesen hilft!

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      1. MeineMeinung:
        Die Israel-Freundlichkeit, die man auch bei Reisen durch den Iran erlebt, speist sich nach meinem Eindruck aus zwei Quellen:
        1. Perser gucken grundsätzlich auf alle umliegenden Völkerschaften herab. Darin sind sie Israelis und Franzosen nicht unähnlich. Und am meisten gucken Sie auf Araber herab. Und da Israel die Araber bisher immer besiegt hat …
        2. Die Mullahs hassen die Juden. Also muss an Juden etwas Gutes dran sein, nach Meinung der allermeisten Perser.

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      2. Die für Touristen leicht festzustellende Israel-freundliche Einstellung der Iraner bzw. vor allem der Perser speist sich m.E. aus zwei Quellen:
        1. Die Mullahs wollen Israel vernichten. Von der iranischen Bevölkerung wollen ca. 80 die Mullahs los werden. Also muss an Israel nach Meinung dieser 80 % etwas Positives dran sein, wenn die Mullahs da so hasserfüllt sind. Das wird auch durch die israelischen Leistungen auf den Gebieten Wirtschaft, Bildung und Militär bestärkt.
        2. Perser gucken auf alles herab, was um sie herum ist. Am meisten aber auf die 2 – 3 % arabischer Bevölkerungsanteil im Iran sowie auf die arabischen Länder. Wenn ein Land wie Israel immer wieder arabische Staaten besiegt und auch ansonsten in den Schatten stellt – dann kann man als Perser dieses Land nur positiv bewerten.

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  2. Aserbaidschan hat doch Armenien angegriffen!
    Oder?
    Armenien = Christen
    Aserbaidschan = Moslems.

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  3. „Regen ist billiger als Bomben“ ist der Titel einer Rechnung, wonach ein Klimawandel zum Besseren durch die Kopie der Naturmethode – nämlich Verdunstung von salzigem Seewasser durchausnutzung der Sonnenenergie – er folgt. Die Kosten liegen gemäß überschlagsrechnung bei etwa nur einem Zehntel dessen, was konventionelle Meerwasserentsalzung braucht.
    Einzelheiten nach Rückmeldung.

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  4. Ich wünschte, ich könnte es anders empfinden, aber das in letzter Zeit zunehmende Annähern der Feinde von Feinden Israels an den modernen Staat Israel erinnert mich mit Schrecken an die Situation vor der Deportation des damaligen Volkes Israel nach Babylon. So sehr ich mich mit Israel über jede besserwerdende Beziehung zu einem anderen Land freue, umso mehr möchte Israel zurufen: Verlasst euch nicht auf Menschen! Verlass ist einzig auf euren, also unseren gemeinsamen, lebendigen Gott, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. In diesem Sinne wünsche ich Shabat Shalom.

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