WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – US-Präsident Donald Trump hat die Frist für eine Einigung mit dem Iran erneut verlängert. Zugunsten der „sehr gut laufenden Gespräche“ bleibe ein Angriff auf Kraftwerke bis zum 6. April, 20 Uhr Ostküstenzeit aus, erklärte der Republikaner am Donnerstag. Im Iran ist das der frühe Morgen des 7. April.
Trump hatte am Samstag Angriffe auf Kraftwerke binnen zweier Tage angekündigt, die Frist dann aber aufgrund „guter Gespräche“ bis Freitag verlängert. Die Angriffe auf militärische Ziele führten Israel und die USA indes ungemindert weiter.
Bericht: Pentagon erwägt Entsendung weiterer Truppen
Beide Seiten haben ihre Forderungen vorgelegt, die aber auf der Gegenseite keine Akzeptanz finden. So verlangen die USA ein vollständiges Ende der Uran-Anreicherungen im Iran, Teheran besteht auf ein Raketenprogramm ohne Einschränkungen.
Die USA verstärken bereits ihre militärische Präsenz in der Region. Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Donnerstag erwägt das Pentagon die Entsendung von zusätzlich 10.000 Soldaten. Ziel sei es, mehr Handlungsoptionen zu haben, etwa zur Eroberung der Insel Kharg, des zentralen Umschlagplatzes für die iranische Ölwirtschaft. Offiziell bestätigt ist dieses Vorhaben jedoch nicht.
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Armee: Produktionsstandort für Seeminen angegriffen
Die Angriffe auf Ziele des Regimes gingen in der Nacht zum Freitag weiter. Wie die israelische Luftwaffe mitteilte, beschoss sie die am zentralsten gelegene Produktionsstätte für Raketen und Seeminen in der Stadt Jasd. Der Standort sei genutzt worden für die Entwicklung, Herstellung und Lagerung hochentwickelter Raketen für den Einsatz auf hoher See.
Dies sei nach der Tötung des Marinekommandeurs der Iranischen Revolutionsgarde ein weiterer Schlag gegen die maritimen Fähigkeiten des Iran, erklärte das Militär weiter. Zusätzlich habe die Luftwaffe wieder landesweit Luftabwehrstellungen, Standorte der Raketenproduktion und weitere militärische Ziele wie ein Übungslager angegriffen.
Iran: Freie Fahrt für spanische Schiffe
Die Revolutionsgarde erklärte indes, dass Schiffen keine Passage erlaubt sei, die an Häfen von „Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde“ anlegen. Im Gegensatz dazu erlaubt das Regime offenbar die Durchfahrt spanischer Schiffe. Spanien sei dem Völkerrecht verpflichtet, daher sei der Iran offen für derlei Anfragen, teilte die iranische Botschaft in Madrid mit.
Der spanische Premier Pedro Sánchez (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) hatte den Angriff auf den Iran als „völkerrechtswidrig“ und „unmenschlich“ abgelehnt. Zum Dank brachte der Iran auf einer Rakete ein Plakat mit einem Foto von Sánchez und einem entsprechenden Zitat an. Bilder davon machten am Montag die Runde.
🇪🇸 Pedro Sánchez – Iran’s mullah regime is thanking you by putting your words on the missiles it fires at civilians in Israel and the Arab world.
— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) March 23, 2026
How does it feel knowing your face & words are on these missiles?
Keep in mind that Europe – including Spain – is within range of… pic.twitter.com/emDyJPokkh
Die Außenminister der G7 beraten bei ihrem Treffen nahe Paris am Donnerstag und Freitag unter anderem die Lage in Nahost. Im Vorfeld hatte die britische Außenministerin Yvette Cooper (Labour) auch mit Blick auf die Straße von Hormus eine „schnelle Lösung“ gefordert. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte: „Die Straße von Hormus muss so schnell wie möglich wieder passierbar werden.“
Der amerikanische Außenminister Marco Rubio (Republikaner) betonte bei einer Kabinettssitzung in Washington, der Iran handele schon jetzt mit dem Angriff auf zivile Ziele wie Botschaften fanatisch. „Stellen Sie sich vor, was diese Leute machen würden, wenn sie eine Kernwaffe hätten. Das ist ein inakzeptables Risiko für die Welt.“
Mann in Naharia durch Rakete getötet
Indes hat ein Israeli in Naharia am Donnerstag tödliche Verletzungen nach dem Einschlag einer Rakete der Terrormiliz Hisbollah erlitten. Der 43-jährige Uri Perez war gerade mit seinem Fahrrad unterwegs, schaffte es beim Alarm aber nicht rechtzeitig in einen Schutzraum. Er hinterlässt seine Frau und drei Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren. Ein weiterer Mann wurde bei dem Einschlag schwer verletzt.
Uri Peretz was killed in a Hezbollah rocket strike on Nahariya earlier today.
— Israel Foreign Ministry (@IsraelMFA) March 26, 2026
He is survived by his wife, Hagar, and three children – a son (8) and two daughters (6 and 4).
Hezbollah and the Iranian regime target civilians.
May his memory be a blessing. pic.twitter.com/VLgIkC7wvU
Israel beklagt zudem einen weiteren Gefallenen im Südlibanon: Avia‘ad Elchanan Volansky ist bei einem Angriff der Hisbollah durch ein Panzerabwehrgeschoss getötet worden, wie die Armee am Donnerstagabend mitteilte. Der 21-Jährige ist der vierte Gefallene im Südlibanon seit dem 8. März. Mitte März hatte die Armee dort eine begrenzte Bodenoffensive gestartet.
Am Freitagmorgen meldete die Armee, zwei Soldaten hätten bei Kämpfen im Südlibanon schwere Verwundungen erlitten. Ihre Familien seien benachrichtigt worden. (df)
14 Kommentare
Ein Foto von Pedro Sanchez auf einer iranischen Rakete : sage mir, wer Dich lobt, ich sage Dir, wer Du bist. Que verguenza !
Frage an Israelnetz „fortschrittliche Raketen“ ? Im Gegensatz zu konservativen Raketen ? Ich gehe davon aus, dass damit hochentwickelte Raketen gemeint sind; oder irre ich mich ?
Danke, Antonia, das trifft es eher. Ist geändert.
@Antonia
Foto von Sanchez auf Rakete. Da sieht man mal, wie geistesgestört das iranische Regime ist. 🙈
Gut Schabbes!
Ella
Ella damit ist eher der Antisemit Sanchez gemeint der sich unter Berufung auf das ach so innig beschworene, aber ebenso innig missbrauchte Völkerrecht an die Mullahs heranschleimt in der Hoffnung auf wirtschaftliche Vorteile gegenüber seinen Nachbarn, eben jener Sanchez der sich eine Atombombe wünscht, um eine angebliche Eroberung Europas durch Israel zu verhindern.
Also übt er nicht nur Verrat an den gemeinsamen europäischen Zielen, er ist
auch noch ein Opportunist und damit
käuflich.
SHALOM
@Klaus
Ich weiß, dass der Spanier gemeint ist. Er schleimt sich an den Vernichtungsstaat Iran an. Wie blöd muss man sein. Und die setzen dann sein Bild auf eine Rakete. Einfach irre.
Gut Schabbes allerseits !
Dir auch, Antonia, Pessach steht vor der Tür und ich muss noch koscheren Wein für Seder besorgen, aber nicht den klebrigen Fusel, den man ausser am Sederabend kaum runterkriegt, sondern ein richtig guter Tropfen, den ich im Laden gleich neben der Synagoge in Köln bekomme. Die einzige Gelegenheit (mehr oder weniger)wo ich die Halacha beherzige.
SHABBAT SHALOM
Prosit und Pessach sameah
Ich wünsche Ihnen ein schönes Pessach-Fest. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Weinbesorgung. Der verstorbene Mann meiner Tante hat früher immer guten Wein selber gemacht. Aber er ist schon fast 23 Jahre tot.
Es waren einmal vier Freunde in einem Kibbuz – Gideon Pauker, Gadi Mozes, Chaim Peri und Yoram Metzger – , die vor etwa 25 Jahren damit begonnen hatten, sich freitags zu treffen und gemeinsam Wein zu trinken. …
Sicherlich kommen einigen zumindest die zu letzt genannten drei Namen bekannt vor. Alle drei wurden in den Gazastreifen verschleppt, lebend zurückgekehrt ist leider nur Gadi Mozes. In der aktuellen Ausgabe der „NEULAND“ des JNF – KKL ist darüber zu lesen, dass die Pauker-Familie das Vermächtnis des am 7. Oktober 2023 ermordeten Großvaters – den Weinbau – fortführt, dass die Arbeit ihnen hilft das Geschehene zu verarbeiten und wie aus dem Hobby Gideon Paukers ein kleiner Betrieb erwächst. Es ist eine ermutigende Geschichte, die ich an dieser Stelle empfehlen möchte. 🙂
Ich wünsche allen eine gesegnete Kar-Oster- und Pessachzeit.
im Sinne der Feiertage: L’chaim – auf das Leben
Das nächste Bild wird dann vielleicht von Steinmeier sein. Es ist nicht nur das Mullahregime gestört, leider auch die, die anbetend das Mullahregime lobhuldigen.
Verbrecher-Banden und Diebe loben immer Ihre Zusammenarbeit, wenn die Juwelen in der Tasche klingeln. So auch der Iran mit dem spanischen Premier Pedro Sánchez. Aber bald sind sie beide hinter Gitter 🙂 Man müsste mal schauen, ob die ganzen Drogengeschäfte und Geldwäschen nun in Spanien Zwischenstopp machen. Wahrscheinlich so ganz wertvoll das Geschäft, lieber guter Herr Pedro Sánchez? Sind sie wach??
@Beva
10.10.2025, Trump droht Schurkenstaat Spanien mit NATO-Rauswurf. Auch Rauswurf aus der EU wäre nicht schlecht.
@Landluft
Vielen Dank für diese Geschichte. In der Tat sehr ermutigend.
Auch Ihnen gesegnete Osterfeiertage.
Lg Ella