JERUSALEM (inn) – Die israelische Armee hat am Montag eine begrenzte Bodenoffensive gegen Hochburgen der Terrormiliz Hisbollah im Südlibanon begonnen. Ziel sei die Stärkung der Abwehrfähigkeiten durch die Vergrößerung des Defensivbereichs. Die Armee strebt damit an, die Bedrohungen für die Bewohner im Norden Israels zu beseitigen.
Nach Angaben des Militärs sind die Truppen zwischen 7 und 9 Kilometer vorgedrungen. In den Tagen zuvor hatten die Luftwaffe und einzelne Einheiten die Offensive durch Angriffe auf Terrorziele vorbereitet.
Die Armee rechnet damit, dass die Kämpfe im Libanon bis Ende Mai anhalten. Ziel sei es, der Hisbollah im Zuge des Irankrieges einen schweren Schlag zu versetzen.
Defrin: Krieg dauert noch Wochen
Auch der Krieg gegen das iranische Regime wird nach Schätzung der Armee noch einige Wochen anhalten. Armeesprecher Effie Defrin sagte dem amerikanischen Sender CNN am Sonntag, die Einsätze würden noch mindestens drei Wochen andauern. Es seien noch „tausende“ Ziele auszumerzen. Doch es gebe auch „tiefere Pläne“ für die drei Wochen danach.
Indes appellierte US-Präsident Donald Trump (Republikaner) erneut an mehrere Länder, die Schifffahrt in der Straße von Hormus abzusichern. Andernfalls würde die NATO vor einer „sehr schlechten Zukunft“ stehen, sagte Trump in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit der „Financial Times“. Bereits am Wochenende hatte er von europäischen Ländern und auch von China Unterstützung gefordert.
Pahlavi ruft zu Feier des Feuerfestes auf
Der iranische Kronprinz Reza Pahlavi wandte sich indes erneut an die Iraner. Er rief sie dazu auf, das anstehende Feuerfest (Tschahar Schnbe Suri) als Zeichen des Protestes gegen das Regime zu feiern. Exil-Iraner sollten das Fest vor den iranischen Botschaften ihres jeweiligen Landes begehen.
Das Feuerfest findet traditionell am letzten Mittwoch vor dem persischen Neujahr statt, das in diesem Jahr auf den 20. März fällt. Es geht auf den Zoroastrismus zurück und ist damit ein Beispiel für die vorislamische Kultur des Landes. Bereits im vergangenen Jahr war es bei diesem Anlass zu Protesten gegen das Regime gekommen.
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Schulen in einzelnen Gebieten wieder geöffnet
In Israel durften Schulen in einigen Landesteilen am Montag wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehren. Das gilt für Gebiete, die in der offiziellen Gefahreneinstufung als „gelb“ markiert sind, darunter das Bet-Schean-Tal, die Siedlungen oder der Süden. Die Schulen in größeren Städten wie Jerusalem, Tel Aviv und Haifa bleiben vorerst weiter beim Fernunterricht.
Allerdings entschieden sich einige Ortschaften trotz der Lockerung der Schutzmaßnahmen, die Schulen weiter geschlossen zu halten. Die Stadt Aschkelon erklärte etwa, die Gefahr sei angesichts ständiger Raketenalarme noch zu groß. „Wenn es um unsere Kinder geht, gehen wir kein Risiko ein“, sagte Bürgermeister Tomer Glam (Likud).
Israel steht weiter unter Beschuss aus dem Iran. Am Montag fing die Raketenabwehr vier Salven ab. Am Vormittag teilte das Gesundheitsministerium mit, dass in den zwei Wochen seit Kriegsbeginn rund 3.370 Menschen – Zivilisten und Soldaten – wegen Verletzungen oder Angstzuständen behandelt wurden, 81 davon seien weiterhin stationär. (df)
11 Kommentare
Der iranische Kronprinz Reza Pahlavi, der beste von allen, wandte sich erneut an die Iraner. Wir auch, denn der Sturz des Mullah-Regimes muss von innen kommen.
Aktuell aber volle Breitseite von Merz-Bundesregierung. Erst jahrelang mit der EU im Dornröschenschlaf, und jetzt mit allem nichts zu tun haben wollen
(„Die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel haben uns vor diesem Krieg auch nicht konsultiert …“). Gute Nacht.
In der Tat: Es wird für Israel zunehmend einsamer.
Wie sagte Benny Ganz gestern in dt. Fernsehen? Merz hat mal gesagt, wir machen die Drecksarbeit. Und die machen wir bis heute.
Vielleicht ist es die Hoffnung der europ. Regierungen, dass wenn der Krieg vorbei ist man wieder Geschäfte mit den Mullahs machen kann. Ich kann mich noch daran erinnern was passierte als man das Atomabkommen schloss und die Sanktionen beendet wurde. Man konnte sich nicht schnell genug die Klinke in die Hand geben. Allen voran auch D mit dem, der heute im Namen des dt. Volkes den Mullahs für die Machtübernahme gratuliert. Die Abschlachtung des eigenen Volkes verurteilt er nicht.
Ich wünsche der IDF und der US Army weiterhin viel Erfolg, ich glaube an das gute Ende mit dem Regimewechsel. Es werden noch harte Wochen auf diese Welt zukommen, aber der GLAUBE an die Gerechtigkeit Gottes ist unerschütterlich.
Möge das Ziel, die Hisbollah-Terrormiliz zu entwaffnen, erreicht werden.
Viele EU Länder sind dagegen. Merz sieht das sogar als einen großen Fehler. Trump bekommt für seine Hormus Initiative auch wenig Unterstützung. Mal sehen wo das alles enden wird.
@Blub
Wir wissen das: der Sieg ist sicher, die Mullah’s haben diesmal zu hoch gepokert und verloren, sagt unser Bischof, bester Militärstratege von allen.
Wichtig wäre, dass die IDF eine Pufferzone im Libanon schafft, damit der Norden Israels nicht mehr dauernd in Gefahr ist. Dieses (ich höre unsere Kritiker aufschreien) „besetzte Gebiet“ sollte erst dann wieder an den Libanon zurückgegeben werden, wenn die Hisbollah entwaffnet ist.
Ich glaube indessen, dass die iranische Bevölkerung momentan andere Sorgen hat, als ein „Feuerfest“ zu feiern, bei diesem Brauch springen sie über kleine Feuerstellen in den Straßen. Und auch ein Feuerwerk brauchen sie nicht entzünden, sehen sie zurzeit jeden Tag live.
Es soll eine Zeit der Freude, Licht und Hoffnung sein, zurzeit wohl eher eine Zeit der Angst, Gewalt und Verzweiflung.
Trump gefällt’s scheinbar, er möchte die iran. Insel Kharg noch ein „bisschen aus Spaß“ weiter beschießen. 🙈🙈🙈
Herr, erbarme dich! 🛐
Warum beruft Trump nicht seinen tollen „Friedensrat“ ein? Gemeinsam dann die Friedenspfeife rauchen. Aber bei Trump sind ja alle immer auf einem guten Weg und haben gute Gespräche. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die Ukraine hat er auch im Stich gelassen. Fürchte,beim Iran wird es nicht anders werden. Tja,alles anfangen,aber nüscht zu Ende bringen. Das liebe ich an diesem Mann!!
Der Libanon hatte die Möglichkeit, die Terroristen zu entwaffnen nicht genutzt. Jetzt erhält er die Quittung, die teurer ist als die 1. Möglichkeit. Warum erkennt Herr Wedephul die Kriegsziele nicht? Ist ihm im Iran die Schlachtung des Volkes nicht zu Ohren gekommen, obwohl die Führung dort gewarnt wurde, es nicht zu tun. Kann daraus kein Kriegsziel abgeleitet werden. Eigentlich sollten Blinde keine Blinden leiten, weil sie fallen ja ach so bald beide in die Grube. So viel zu Herrn Wadephuls Zukunft und die seiner Kollegen in der EU, die sich ihm anschließen. Meine Empfehlung an Herrn Wadephul: Fragen Sie Herrn Trump, wie Deutschland am besten helfen kann, damit die Kriegsziele bestmöglich erreicht werden, und zwar nachhaltig. Das allein lohnt sich für Deutschland, Europa und die Welt. Alles andere stärkt unseren so lieben Nachbarn fern im Osten, der mit seinen Panzern auf europäischen Boden Fuß fassen will und noch immer nicht genau weiß, was er eigentlich für Kriegsziele hat. Heute die Ukraine, morgen den Rest der EU…Hallo Herr Wadephul, was ist Ihre Antwort darauf?
@Beva
Danke für die aufrüttelnden Worte. Die allerdings nicht ankommen werden beim ehemaligen Berater der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, Herrn Wadephul.
Wer sich wie dieser dort als „Berater“ hat anstellen lassen, hätte niemals zum deutschen Außenminister ernannt werden dürfen. Nun ja, Herr Merz persönlich wollte den Mann unbedingt als sein außenpolitisches Sprachrohr. Wadephul ist Minister von Gnaden des Herrn Merz. Und das weiß er.
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Und Merz? Hat dieser Tage die Verbrecher der Hisbollah dazu aufgerufen, doch bitte die Angriffe auf Israel einzustellen!
Es ist so, als würde z.B. ein politischer Hinterbänkler den Ex-KGB-Mann darum bitten, möglichst die Ukraine nicht mehr zu beschädigen. Fehlte nur noch, dass Merz zu einem „Solidaritätsbesuch“ in den Libanon aufbricht wie kürzlich der führende UN-Antisemit.
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Ich stoppe ab, bevor ich Gefahr laufe, unsachlich zu werden.
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Hoffentlich führt die israelische Bodenoffensive zu einem Ergebnis, das die Sicherheit für die Bewohner des nördlichen Israel spürbar erhöht. Mein Mitgefühl gilt den israelischen Staatsbürgern, mögen es Juden, Drusen oder Araber sein.