Sechs Mitglieder einer IS-Terrorzelle festgenommen

Sechs israelische Araber schließen sich dem Islamischen Staat an und planen Anschläge. Doch die Sicherheitskräfte kommen ihnen auf die Spur.
Von Israelnetz

Foto: Israelnetz/Elisabeth Hausen

Die Mitglieder der Terrorzelle schmiedeten ihre Pläne in Nazareth

NAZARETH (inn) – Israelische Sicherheitskräfte haben in Nazareth sechs Mitglieder der Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ festgenommen. Dies teilten der Inlandsgeheimdienst Schabak und die Polizei am Sonntag mit. Die Festnahme sei bereits vor ein paar Monaten erfolgt. Die Araber planten nach Erkenntnis der Ermittler unter anderem einen Anschlag auf eine muslimische Schule in der galiläischen Stadt.

Einer der Verdächtigen, der 25-jährige Muhammad Ihab Suleiman, war den Sicherheitskräften bereits wegen früherer Aktivitäten im Kontext des IS bekannt. Festgenommen wurden zudem A-Dschafar Suleiman (21), Noaman Nidscham (20), Ahmed Belal Suleiman (18) und Dschahad Bakr (20). Hinzu kommt ein Minderjähriger, dessen Name nicht veröffentlicht wird, schreibt die Nachrichtenseite „i24news“.

Demnach wurden die sechs arabischen Israelis durch terroristische Inhalte im Internet radikalisiert. Sie trafen sich heimlich. Als Inspiration für ihre Pläne dienten auch Anschläge, die IS-Terroristen im März in den israelischen Städten Be’er Scheva und Hadera verübten.

Oberschule operiere in der Weise der „Ungläubigen“

Hauptangriffsziel war dem Bericht zufolge eine muslimische Oberschule in Nazareth. Aus Sicht der Verschwörer „operiert sie in der Weise der ‚Ungläubigen‘“. Eine belebte Bushaltestelle, eine Polizeistation und ein Park, den Juden gern aufsuchen, standen ebenfalls im Visier der Terrorzelle. Die Mitglieder erwarben Waffen und versuchten, andere für ihre geplanten Aktivitäten zu rekrutieren.

Nun sollen die sechs Verdächtigen wegen Verschwörung zum Terror und der Vorbereitung einer terroristischen Tat angeklagt werden. Ein weiterer Punkt lautet auf die Mitgliedschaft in einer Terror-Organisation. (eh)

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Eine Antwort

  1. Gesamtheitlich eine gute Nachricht. Ins Auge sticht bei diesem Bericht jedoch dieser Minderjährige, welcher bei diesen Festnahmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davor gerettet wurde, als Suizid-Bomber verwendet zu werden.

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