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Palästinensischer Aktivist: „Nur Frieden wird uns befreien“

Ahmed Fouad Alkhatib ist ein palästinensisch-amerikanischer Friedensaktivist. Auf der Plattform X beschreibt er sich als „Stolzer Amerikaner aus Gaza-Stadt; pro-palästinensisch, gegen die Besatzung, gegen die Hamas, für den Frieden; verlor 31 Familienmitglieder im Krieg“.
Von Israelnetz

Seine Hoffnung auf Frieden ist unerschütterlich. Der Palästinenser Ahmed Fouad Alkhatib reist um die Welt und wirbt für ein friedliches Miteinander, für ein Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts. Am wenigstens Anklang findet er damit bei Palästinensern. Einen nach dem anderen will Alkhatib umstimmen.

Kindheit in Gaza

Alkhatibs Familie stammt ursprünglich aus dem Gazastreifen. Seine Großeltern flohen während des israelischen Unabhängigkeitskriegs. Ihr Sohn, Alkhatibs Vater, war später in Saudi-Arabien bei den Vereinten Nationen als Arzt angestellt. Dort wurde Alkhatib am 25. April 1990 geboren.

Im Jahr 2000 kehrte die Familie nach Gaza zurück. Der Oslo-Friedensprozess schien das Zusammenleben von Israelis und Palästinensern vorerst geregelt zu haben. Doch noch im selben Jahr begannen im Zuge der Zweiten Intifada erneute Gewaltausschreitungen. Alkhatib war 11 Jahre alt, als drei seiner Freunde bei einem israelischen Luftangriff getötet wurden und er selbst einen bleibenden Hörschaden erlitt.

Allein in den USA

2005 reiste Alkhatib im Rahmen eines einjährigen Kulturaustauschprogramms nach Kalifornien. Dort sprach er zum ersten Mal in seinem Leben mit Juden und Israelis. In San Mateo nahm er an Treffen von „Living Room Dialogue“ (Wohnzimmer-Dialog) teil, einer jüdisch-palästinensischen Gruppe für Konfliktlösung.

Nach Abschluss des Programms wollte Alkhatib nach Gaza zurückzukehren. Doch aufgrund der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit am 25. Juni 2006 waren alle Grenzen geschlossen. Alkhatib blieb monatelang in Ägypten, ohne in den Gazastreifen einreisen zu können. Schließlich kehrte er in die USA zurück und beantragte politisches Asyl. In San Francisco machte er seinen Schulabschluss und studierte danach Marketing. Später erwarb er einen Master-Abschluss in Geheimdienststudien an der Amerikanischen Militär-Universität. 2014 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Schlechte Erfahrungen mit Israel

Drei Jahre später bot sich Alkhatib die einmalige Gelegenheit, seine Familie in Israel zu besuchen. Sein Vater wurde in einem israelischen Krankenhaus behandelt. Seine Mutter begleitete ihn. Seine Schwester hatte ein Stipendium für die Hebräische Universität erhalten und studierte in Jerusalem. Alkhatib freute sich auf die Reise und plante sie akribisch.

Als er in einem vermeintlich harmlosen Post auf Facebook von seinen Plänen berichtete, brach ein regelrechter Shitstorm über ihn herein. Über Nacht verlor er Hunderte seiner pro-palästinensischen „Freunde“, weil er Israel beim Namen genannt hatte. Umso mehr freute er sich, in Israel einige arabische und jüdische Friedensaktivisten zu treffen, mit denen er auf einer Wellenlänge war.

Das Drama begann am Internationalen Flughafen Ben Gurion. „Soweit es die israelischen Datenbanken betraf“, berichtete Alkhatib später in einem Leitartikel der Jerusalem Post, „war ich immer noch ein ‚aktiver palästinensischer Bürger‘.“ Obwohl er amerikanischer Staatsbürger war und nie einen palästinensischen Pass besessen hatte, wurde er nach einer demütigenden Befragung und Leibesvisitation aus Israel abgeschoben.

„Beide Seiten brachten mich an einen Punkt, an dem ich aufgeben wollte“, sagt Alkhatib am Ende seines Artikels. „Aber das werde ich nicht. Ich werde nicht hasserfüllt oder verbittert sein. Ich vergebe den israelischen Beamten, die mich schlecht behandelt haben.“

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Pro-palästinensisch ohne Wenn und Aber

Alkhatib ist ohne Einschränkung pro-palästinensisch. „Ich bin leidenschaftlich, eindeutig und ohne Zweifel ein Befürworter der gerechten Bestrebungen des palästinensischen Volkes nach Selbstbestimmung, Befreiung, Souveränität und Sicherheit,“ sagt er. „Ich bin in Gaza aufgewachsen, wo ich israelische Gewalt und Bombardierungen erlebt habe. Mich motiviert der aufrichtige Wunsch, dass mein Volk seine legitimen und unbestreitbaren Rechte erhält, die es seit Jahrzehnten nicht mehr hatte.“

Diese Ansicht teilt Alkhatib mit wohl allen Unterstützern der palästinensischen Sache. Mittlerweile zählt er mehr als 30 im Zusammenhang mit dem Krieg getötete Familienmitglieder im Gazastreifen. Seiner Ansicht nach müssten die Kampfhandlungen sofort eingestellt werden. Was ihn von anderen unterscheidet, ist sein realistischer, empathischer Blick auf die Situation des israelischen Staates und sein schonungslos selbstkritischer Blick auf die Palästinenser und ihre Unterstützer.

Antisemitismus schadet der palästinensischen Sache

Antisemitismus in Form wütender Proteste und der Boykottbewegung BDS findet Alkhatib nur hinderlich. Statt „Spaltung zu schüren und Feindseligkeit gegenüber Unterstützern Israels und der jüdischen Gemeinschaft zu fördern“, sollte der pro-palästinensische Aktivismus sich neu ausrichten und pragmatisch nach friedlichen Lösungen suchen. „Ich mache radikale, hasserfüllte und fehlgeleitete Organisationen, Aktivisten und Stimmen dafür verantwortlich, dass sie eine historische Chance vertan haben, Unterstützung für das palästinensische Volk zu mobilisieren und sich für einen unabhängigen Staat einzusetzen, der Seite an Seite mit einem sicheren Israel existiert – diese beiden Dinge müssen sich nicht gegenseitig ausschließen“, sagt Alkhatib.

Um den Antisemitismus offenzulegen, begab er sich mit einem Freund auf ein pro-palästinensisches Protestcamp an der Universität von Kalifornien, bevor die Polizei das Lager auflöste. Auf seinem T-Shirt prangte die Aufschrift: „From the River to the See, only Peace will set us Free“ (Vom Fluss zum Meer wird nur Frieden uns befreien).

Die Atmosphäre nahm er als feindlich wahr. Er könne verstehen, dass sich jüdische Studenten unsicher fühlten, sagte er im Anschluss an sein Experiment. Die meisten Studenten seien vermummt gewesen. „Es war seltsam, sich unwohl zu fühlen, nur weil man ein T-Shirt trug, das für den Frieden warb“, sagte er. Niemand habe ihn angegriffen oder etwas gesagt, aber er sei von „so ziemlich jedem aggressiv angestarrt“ worden. Gespräche über pragmatische Lösungsansätze seien ausgeschlossen gewesen. „Ich hatte wirklich Angst, von maskierten Studenten angegriffen zu werden, nur weil ich eine andere Meinung äußerte.“

Palästinenser in der Verantwortung

Alkhatib fordert das palästinensische Volk heraus, seine Opfernarrative zu hinterfragen und Verantwortung für seine Zukunft zu nehmen. „Koexistenz und Frieden“ statt „Märtyrertum und bewaffnetem Widerstand“. Palästinenser und ihre Führung sollten sich als handelnde Subjekte wahrnehmen, die „trotz der Asymmetrie der Machtdynamik“ in Verantwortung und Rechenschaftspflicht stehen.

Alle Palästinenser und ihre Unterstützer sollten laut Alkhatib „verstehen, dass die Hamas rücksichtslos palästinensische Leben gefährdet und die Menschen in Gaza erheblich geschädigt hat. Die Gruppe setzt auf das palästinensische Leid als Teil ihrer Strategie, Israel weltweit zu delegitimieren und gleichzeitig den Konflikt ohne sinnvolle Lösung fortzusetzen.“

Palästinenser in Deutschland

Im laufenden Jahr reiste Alkhatib nach Deutschland und traf viele dort lebende Palästinenser. Die Gespräche waren zum großen Teil ernüchternd. „Einige drohten buchstäblich, mich zu verprügeln, wenn ich nicht aufhöre zu reden“, berichtete er im Anschluss. Manche hörten ihm zu, Zustimmung erhielt er kaum. „Die Widerstandserzählung der Hamas wird von großen Teilen der palästinensischen Diaspora-Gemeinschaft weitgehend akzeptiert“, stellt er fest.

„Opposition gegen die Hamas, und meine Ansichten und Gefühle wurden sofort mit Verrat, Schwäche, Feigheit und der Befürwortung ‚zionistischer Lügen und Propaganda‘ in Verbindung gebracht“, erzählt Alkhatib von seinen Beobachtungen. „Unbeirrt argumentierte ich, dass wir uns teilweise in diesem Schlamassel befinden, weil wir mitschuldig schweigen und der islamistischen Propaganda und den destruktiven Narrativen der Hamas zustimmen, die den Palästinensern mehr geschadet haben, als es sich ein Zionist je erträumen könnte.“

Unermüdlich konfrontierte Alkhatib auch in Deutschland Boykottbewegungen und Märtyrerkult. „Eine Person drohte mir mit körperlicher Gewalt, wenn ich nicht aufhöre, das Märtyrertum zu verunglimpfen“, berichtet er.

Steter Tropfen höhlt den Stein

Der palästinensische Friedensaktivist gibt die Hoffnung nicht auf. Ihm fiel auf, dass die Leute im Einzelgespräch viel eher ins Nachdenken kamen als in Gruppengesprächen.

Alkhatib will der stete Tropfen sein, der den Stein höhlt. Er ist fest entschlossen, sich weiter mit israelischen und palästinensischen Aktivisten für Frieden einzusetzen. „Doch ich und viele andere, haben Mühe, in der heutigen pro-palästinensischen Bewegung eine politische Heimat zu finden“, klagt er. Besonders meint er damit die vielen unsichtbaren Friedenswilligen auf palästinensischer Seite, „die schweigen oder zum Schweigen gezwungen werden“. Aber auch Menschen wie den Palästinenser Hamsa Hawidi, den er im Juni bei einer Konferenz in Oslo traf.

Hawidi und Alkhatib lassen sich nicht zum Schweigen bringen. Sie wissen, dass sie einer verschwindenden Minderheit angehören. Aber beide glauben, dass eine Mehrheit der Palästinenser von ihrer Vision eines Friedens mit Israel überzeugt werden kann. (cs)

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22 Responses

  1. Ein mutiger Mann, der nach einer friedlichen Lösung sucht. Aber obwohl er selbst Palästinenser ist, von den Fanatikern unter ihnen eher als Feind und Verräter angesehen wird. Es ist fast unmöglich mit Radikalen und Extremisten sachlich zu diskutieren, da sie keine andere Meinung tolerieren. Deshalb erkennen sie auch nicht, dass der Antisemitismus, der Hass und die Gewalt nichts Gutes bewirkt. Und die Hamas auch nur ihrem eigenen Machtinteressen folgt und keineswegs nur das Wohl des palästinensischen Volkes in Gaza im Auge hat.

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    1. Dass es solche Menschen wie ihn gibt, freut mich! Danke für den Bericht über ihn! Das gibt Hoffnung und ich weiss, dass es auch viele moderate und differenzierend- denkende Palästinenser/innen gibt! Ob Alkhatib die Worte von Paulus weiß: Jagt nach dem Frieden? Das passt zu ihm!

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  2. Frieden kann nur entstehen, wenn Finanziers und Waffenlieferanten an Terror Organisationen
    eingedämmt würden. Sie rüsten alle auf gegen Israel. Und der Rest ist antisemitisch, wie UNO, teils EU, teils BRD.
    Der neue sogenannte Premier im Iran sagte, er rüstet Hisbollah weiter auf.
    Der Emir von Katar beherbert Hanije und zahlt an Hamas. Baerbock finanziert UNRWA und Abbas. Nichts mit Frieden. Abkassieren. AA, sind die noch glaubwürdig pro Frieden? Deutsche sind bequem geworden, hinterfragen nicht. Rannten gegen AfD und Rechts, nicht gegen Polit. Islam. OT: Morgen ist in Wiesbaden
    eine pro Israel Demo, vorab Gebet.Von ICEJ.
    Heute, 18.30 h, in Bad Kreuznach, Michel Fridman: Wir müssen reden. ( Ja, Schweigen, nein. Never again is now.)
    Shalom

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    1. Und dann haben wir noch England und Frankreich, wo die Antisemiten die Wahlen gewonnen haben. Aus beiden Ländern hört man Judenhass von gewissen Politikern. In Frankreich ist es der Wahlgewinner, der seinen Hass nur so versprüht und in England sind es eine ganze Reihe von Politikern, die nun von „from the river to the sea“ träumen.

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      1. Liebe Christin, manchmal krieg ich diesen weltweiten, offenen Hass auf uns Juden nicht in meinen Kopf. Die Pals/ Gaza, WJL, sind nur ein Vorwand. Oma hatte Recht. Sie hat Deutschen nie nach der Shoa geglaubt, weil ja keiner was wusste, dabei machten alle mit. Es kann nur Neid sein. Neid auf unseren EWIGEN. Auf unser fleißiges Volk.
        Aber die BRD kriegt ihr Päckchen noch. Siehe Kriminalität. Fazer fern jeglicher Realität. Sie ist ja bewacht. Siehe allein in der BRD der gestiegene Missbrauch an Kindern. Ekelhafte Erwachsene.
        Kastrieren wäre angesagt. Sorry, Christin, Kinder darf man nicht sex. anfassen.
        Und deutsche Studentinnen feiern Hamas Vergewaltiger. Sei trotz allem lieb gegrüßt.
        Danke, dass es dich gibt. Shalom

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      2. Die französische Linke ist nicht religiös, deshalb glauben sie an die Zwei-Staaten-Lösung, nebenbei tut das auch die deutsche Linke mit ihrem Wackelkurs gegenüber Israel. Ihr Credo – Glaubenbekenntnis ist nun einmal dass so der Frieden kommt – ein Frieden, den es so nie gab?! … Wieso sind die anderen Antisemiten? … Die Guten leben alle in der BRD … ein Paradies auf Erden?

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  3. Das ist das Ergebnis von jahrelanger Untätigkeit der UNO und dem Weltsicherheitsrat. Warum lässt man die Terrororganisationen walten und schalten und schickt dort noch die UNWRA hin, fördert diese Landstriche, als würden sie die Unterstützung für etwas nützliches gebrauchen. Nun sind die Gelder in Waffen geflossen, die Bürger sind über Jahre falsch informiert und nun sagen sie, „Wir haben es euch doch schon immer gesagt, die Israelis sind der böse Feind“. Das ist genauso wie in Russland. Putin und sein Apparat hat das Volk schon immer gegen den bösen Feind im Westen aufgebracht. Jetzt liefert er seine Bomben in die Richtung und wenn eines Tages die Retoure kommt, dann war es der böse Feind im Westen. Netanjahu muss die Terroristen ausschalten und dann müssen die übrigen Leute von „null“ anfangen. Die Leute, die dann immer noch als Sympatisanten von den Terroristen herumlaufen, sind danach auch nicht zu gebrauchen. Sie müssen im Zaum gehalten werden und können das „Danach“ nicht demokratisch mitgestalten.

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    1. Leider denke ich, dass ist nicht das Ergebnis der Untätigkeit der UN, sondern – ganz im Gegenteil – der „Tätigkeit“ der UN. In der UN haben schon lange die Feinde Israels das Sagen, sie betreiben aktiv die Vernichtung Israels.

      Leider erfährt Israel auch aus den USA nicht die nötige Unterstützung, solange Biden und seine Administration dort noch an der Macht sind. Hoffen wir darauf, dass Trump im November gewählt wird. Das ist wichtig – und zwar nicht nur für Israel, sondern für die Welt. Andernfalls droht der 3. Weltkrieg.

      Die Trump-Gegner seien daran erinnert, dass kein Krieg in der Welt begonnen hat, als Trump Präsident der USA war. Es sei daran erinnert, dass Obama noch versichert hatte, es werde noch Jahre dauern, bis der IS besiegt sei. Drei Monate nach Amtsantritt Trumps war der Krieg gegen den IS beendet.

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      1. @ liebe Cornelia, Sie scheinen vom Artikel etwas abgerutscht zu sein. Ich schlage dennoch vor, Sie würden sich mit der Geschichte der UN= Vereinte Nationen, noch beschäftigen. Dessen Arbeit könnte besser sein, falls sie nicht ständig von Interessen-Vertretern speziell zweier Staaten daran gehindert würden. Deshalb ist die UN im Grunde machtlos, aber es entwickelt sich was.
        „Trump hat keine Kriege geführt“ – dieses falsche Argument hörte ich bereits von Leuten, die sich gerne als eher rechts-(konservativ) betrachten.
        Als Trump aufhören MUSSTE aber kurz davor es für normal hielt, wenn sein präferierter Mob das Kapitol stürzen wollte? Finden Sie das für einen der wichtigsten Repräsentanten des Staates normal?
        Wenn ein Trump mittlerweile mehrfach vor einem Höchsten US-Gericht erscheinen musste und verurteilt wurde – auch für seine sexistischen Handlungen und vermutlichen Bilanzfälschungen seines Unternehmens?
        Für mich ist Trump einschl. seiner Familie die Wiederauferstehung der peinlichen amerikanischen Seifenoper „Dallas“ der 1980-ziger Jahre. Die waren auch korrupt und mussten sich im Film nicht mal dafür schämen

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  4. „Die Worte hör‘ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“. Frieden hat in der arabisch-islamischen Welt eine anderen Definition als in Euopa, Amerika oder in Israel. Ein wenig so wie in Zeiten des kalten Krieges das russische Mir etwas anderes bedeutete als Frieden, Paix, oder Shalom.
    Wie Palästinenser und ihre Freunde ticken, konnte man Sonntag abend auf der place de la République in Paris hören : da brüllten die entfesselten Horden „Juif casse-toi, la France n’est pas à toi“ (Jude hau ab, Frankreich gehörte Dir nicht) und ähnliche Scheusslichkeiten. Mein Mann, dessen Familie aus Tunesien flüchten musste, hat seither Albträume.

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    1. der palästinensische Krug wird am Brunnen Israel zerbrechen, nicht weil der Brunnen so hart ist, sondern weil der Krug aus weichem Material und rissig ist

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  5. Alkhatib ist ein „Palästinenser“, der Brücken bauen will. Auch wenn ihm das in dieser Welt vielleicht nicht gelingen sollte, so hat er doch Wohlgefallen beim lieben Got. „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen, selig sind die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihnen wird Gerechtigkeit zuteil werden.“ Die Radikalen setzen sich derzeit durch, aber es gibt immer die guten Menschen, auf allen Seiten. So wie Nawalny ein guter Mensch ist, dem Gott danken wird…!
    Es ist eine Zeit der Finsternis, es wird irgendwann besser, wir wissen nicht, wann…!

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  6. …Alle Palästinenser und ihre Unterstützer sollten laut Alkhatib „verstehen, dass die Hamas rücksichtslos palästinensische Leben gefährdet und die Menschen in Gaza erheblich geschädigt hat…
    Ich glaube, dass Alkhatib es gut meint und für den Frieden wirbt. Das ist ihm als Palästinenser schon hoch anzurechnen. Und doch vermisse ich, dass er beim Namen nennt, dass Hamas nicht nur die Menschen in Gaza geschädigt hat, sondern dass er den 7.10.explizit verurteilt und auch das Leid der Israelis benennt. Er ist in Gaza aufgewachsen und hat die Bomben der Israelis und ihre Gewalt mitbekommen. Kein Wort davon, dass Israel nie angefangen hat, sondern immer nur auf pal. Raketen reagiert hat. Er sagt, die Kampfhandlungen müssten sofort aufhören. Kein Wort davon, dass die Geiseln sofort freigelassen werden müssen.
    Sorry, mir ist das zu wenig. Eine Vision des Friedens hat Israel auch. Mit einem Tshirt wird er ihn nicht schaffen, aber natürlich ist er ein friedliebender Mensch.

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  7. Genau so ein naiver Träumer wie letzlich beim Bericht über den Israelisch arabischen Staat. Das Leben wird eben von den harten Realitäten bestimmt, das ist nun mal so. Außerdem müsste er in den Palästinensergebieten die Menschen überzeugen, friedlich mit den Israelis zusammenzuarbeiten, was ihm wahrscheinlich den Kopf kosten würde. Dagegen ist die Episote am Flughafen Ben Gurion nur ein Klacks.

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  8. Ehrlich gesagt glaube ich dennoch, wenn Israel zu militaristisch und radikal mit den Arabern im eigenen Land umgeht, so definiere ich Palästinenser – sie sind Teil des israelischen Staates mit Sonderregeln – es auch Hass und Ressentiment sät und Israel sollte vielmehr dankbar sein, dass es solche Muslime gibt. Die werden in diesem Forum nur schnell mundtot gemacht und dann gibt es wieder die Militärkeule „Traue keinen Araber und Muslim“ … Wo soll der Friede herkommen? … Wie sollen die Geiseln befreit werden? … „NUR“ durch das Militär? Que les cieux vous bénissent! Möge der Himmel das Heilige Land segnen und wieder zum Abglanz des himmlischen Jerusalem machen! * SHALOM

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  9. @Martin Sechting
    Wir wissen wann: nie. Und der nette Ahmed Fouad Alkhatib wird als „Verräter“ wie alle friedliebenden Palästinenser im Grab enden.

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    1. Nein, er wird NICHT Verräter sein, sondern ein von Gott gesegtner Mensch. So wie auch El Saddat, der für
      den Frieden mit Israel zum Märtyrer wurde.
      Wenn es in Deutschland viele intelligente Politiker/innen GÄBE(Konjunktiv 2 !), dann wären diese willens, solche Israel-freundlichen Muslims zum Anlass nehmen, unsere deutsche Gesellschaft zu retten.
      Aber im Indikativ: Es gibt sie wenig, und der arabische Antisemitismus wird nicht bekämpft in Deutschland, sondern durch eigenen linken od. rechten Antisemitismus ergänzt.
      Wir können uns sicher sein, dass alle Menschen, die für Israel kämpfen von ganzem Herzen und im Sinne des Herrn, am Ende die Sieger/innen sein werden, es gibt das Neue Jerusalem, das ist das große Ziel.

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  10. Vielleicht gibt es die schweigende Mehrheit in Gaza, welche die Vision für Frieden mit Israel von Hawidi und Alkhatib teilen. Ungewisse Spekulation ändert freilich nichts an den unerträglichen Tatsachen.
    Weder wird von der schweigenden Mehrheit – so sie existieren möge – die brutale Herrschaft der hamas in Frage gestellt, geschweige denn nennenswerte Unterstützung für die beiden Friedens-Vorkämpfer offenbar.
    Zitat: „„Ich mache radikale, hasserfüllte und fehlgeleitete Organisationen, Aktivisten und Stimmen dafür verantwortlich, dass sie eine historische Chance vertan haben, Unterstützung für das palästinensische Volk zu mobilisieren und sich für einen unabhängigen Staat einzusetzen, der Seite an Seite mit einem sicheren Israel existiert“ dazu Aufforderung Opfernarrative zu hinterfragen, ist hinsichtlich der Fakten unangemessen.
    Mir persönlich fehlt Verurteilung der hamas für deren Verbrechen, um dem Wort „Frieden“ Glaubwürdigkeit zu geben.
    Die hamas-Schandtaten, in purer Verachtung von Leben, am 7. Oktober mit deren Menschenraub friedlicher, unschuldiger Zivilisten, um so inhaftierte Schwerkriminelle mit Menschenhandel freizupressen, sind abstoßend mafiöser jihad. Damit ist kein Staat zu machen!
    Einsatz für Frieden bedeutet aus meiner Sicht unter anderem mindestens die Nennung der Tatsache, dass hamas mit deren abscheulichen Verbrechen diesen Krieg zu verantworten hat.
    Dieser „Krieg“ bedeutet auf Seiten Israels absolut legitimes Ausüben der Staatsräson „Schutz der Bürger vor Terror durch Verbrechensbekämpfung“ Lobenswert wie Israel für humanitäre Hilfe in Gaza sorgt!

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  11. @Gisele
    Nein, in Gaza gibt es nur eine schweigende Mehrheit von 99,99%, welche die Vision eines permanenten Kriegs gegen Israel teilt.

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    1. Das befürchte ich freilich auch @AlbertNola
      Solch realistisch-erwartbares Ergebnis von religiöser Ideologisierung hat sich auch in Afghanistan offenbart.
      Wo über 90 Prozent der Bevölkerung pro sharia eingestellt ist und die taliban-Verbrecher widerstandslos an die Macht gelassen wurden.

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