Neu: Jüdisches Sportmuseum in Israel

In Israel öffnet das erste jüdische Sportmuseum der Welt seine Tore. Zu bestaunen gibt es einmalige Exponate jüdischer Sportler.
Von Israelnetz
Sady Koufax

Foto: University of Southern California | CC BY 3.0 Unported

Sandy Koufax ist Mitglied in der „Baseball Hall of Fame“. Auch seine Geschichte wird im Museum erzählt.

KFAR MACCABIA (inn) – Israel ist reich an Geschichte. Im ganzen Land gibt es unzählige Ausgrabungsstätten und Museen, in denen die jahrtausendalte Geschichte Israels nacherzählt wird. Nun öffnet in Kfar Maccabia, nahe Ramat Gan, ein Museum, das die sporthistorische Geschichte jüdischer Athleten beleuchtet.  

Das erste jüdische Sportmuseum der Welt bietet auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern mehr als 1.000 Exponate des jüdischen Sports. Darunter befinden sich das Surfbrett des ersten israelischen Olympiasiegers Gal Fridman, der Judoanzug von der Olympionikin Yael Arad, oder der Baseball-Handschuh von Sandy Koufax. Der 1935 geborene Koufax ist Mitglied in der „Baseball Hall of Fame“ und gilt als einer der besten Pitcher in der amerikanischen Baseball-Geschichte. Für Aufsehen sorgte er 1965, als er wegen seines Glaubens auf ein Spiel verzichtete, weil es an Jom Kippur stattfand.

Jüdische Sportler aus der ganzen Welt

Das Museum beleuchtet die Geschichte des jüdischen Sports vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Nach Angaben der Museums-Direktorin Osnat Tzur beginnt die Ausstellung mit der Verbindung zwischen jüdischem Sport und der zionistischen Bewegung und den damit einhergehenden ersten Gründungen jüdischer Sportvereine. Das berichtet die „Jerusalem Post“. Auch die Zeit während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Europa wird in der Ausstellung beleuchtet. Erzählt werden die Lebensgeschichten von überlebenden und ermordeten Sportlern.

Ein jüdischer Athlet, der die Schrecken des Holocaust überlebt hat, war beispielsweise der Belgier Noah Klieger. Er überlebte im Vernichtungslager Auschwitz, weil er zu einer Gruppe von Häftlingen gehörte, die die Lieblingsboxer der Lagerkommandanten waren – obwohl Klieger eigentlich kein Boxer war und sich nur als solcher ausgab.

Neben Europa beleuchtet die Ausstellung außerdem jüdischen Sport in Nord- und Südamerika, sowie in Israel bis in die Gegenwart.  

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