Knesset-Abgeordnete bei „Marsch des Lebens“ in Berlin

Die Knesset-Abgeordnete Wasserman Lande ruft in Berlin zum Kampf gegen Antisemitismus und Anti-Israelismus auf. In der deutschen Hauptstadt trifft sie auch einen Verbündeten aus der FDP.
Von Israelnetz
Wasserman-Lande bei einer Veranstaltung des „Marsch des Lebens“ in Berlin

Foto: Wasserman-Lande, YouTube; Screenshot Israelnetz

Wasserman-Lande begann ihre Rede in Berlin mit dem jüdischen Bekenntnis zu dem einen Gott

BERLIN (inn) – Die Knesset-Abgeordnete Ruth Wasserman Lande hat in Berlin an dem „Marsch des Lebens“ aus Anlass des israelischen Holocaust-Gedenktags teilgenommen. Die Blau-Weiß-Abgeordnete sprach bei der Veranstaltung am Mittwoch als Vertreterin der Knesset-Gruppe für Beziehungen zu Christen. „Wir müssen zusammen mit geistlichen Führern und Politikern zusammenarbeiten, um die Flut an Antisemitismus einzudämmen und die Unterstützung für Israel in der Bevölkerung und bei Politikern zu stärken“, sagte sie.

Wasserman Lande nahm damit auch Bezug auf „pro-palästinensische“ Demos Tage zuvor. In Berlin waren dabei Wendungen wie „Scheiß Juden“ und „Ihr dreckigen Juden“ gefallen. In Hannover haben die Protestler Gegendemonstranten angegriffen.

„Starkes Israel ist entscheidend“

Ihre Rede begann sie auf Hebräisch mit dem Schma Jisrael, dem jüdischen Bekenntnis zu dem einen Gott. „Ich möchte ein Dankgebet sprechen, dass Gott uns erlaubt, in Berlin öffentlich der sechs Millionen Juden zu gedenken, die im Holocaust ermordet wurden.“ Leider gehöre heute wieder in den großen Städten der Welt wie Berlin oder New York Antisemitismus zur Normalität. Daher sei Israel als sicherer Hafen nötig. „Die Existenz und Stärke des jüdischen Staates ist entscheidend für den notwendigen Kampf gegen Antisemitismus und Fanatismus.“

Müller-Rosentritt: Geldflüsse kontrollieren

In Berlin traf Wasserman Lande auch den FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Müller-Rosentritt. Sie dankte ihm für die feste Freundschaft zu Israel und das jüdische Volk. Müller-Rosentritt betonte die Bedeutung der Sicherheitszusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass mit den Zahlungen an Palästinenser kein Antisemitismus unterstützt wird. Als Beispiel nannte er die deutschen Hilfen für das   UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA).

Der „Marsch des Lebens“ („March of Life“) wurde von Jobst und Charlotte Bittner von der evangelisch-freikirchlichen TOS-Gemeinde in Tübingen im Jahr 2007 initiiert. Inzwischen finden die Märsche weltweit statt, in diesem Jahr in knapp 70 Städten. Ziel ist das Gedenken an den Holocaust, die Versöhnung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration sowie der Einsatz für Israel und gegen Antisemitismus. (df)

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