Meinung

Jude 151

Bezüglich des offenen Briefes von „150 Berliner Juden“ wegen der Antisemitismusvorwürfe gegen die Linke ist Skepsis angesagt. Denn nicht alle Unterzeichner leben in der Bundeshauptstadt. Ein Gastartikel von Michail Kantor.
Von Israelnetz

Nach den Abgeordnetenhauswahlen in Berlin haben 150 Juden einen offenen Brief unterschrieben. Darin heißt es sinngemäß, die Warnungen vor der Berliner Linken seien überzogen und die Antisemitismusvorwürfe gegen die Partei zum Teil politisch instrumentalisiert. In vielen Medien wurde daraus schnell eine griffige Formel: „150 Berliner Juden“.

Ich teile ihre Einschätzung nicht. Damit sind wir 151.

Meine Stimme ist nicht mehr wert als ihre. Aber schon eine einzige Gegenstimme zeigt, wie wenig eine Zahl über „die Juden“ verrät.

Ich habe mehr als 45 Jahre in Berlin gelebt. Ich bin dort in den Kindergarten und zur Schule gegangen, war im Jugendzentrum der Jüdischen Gemeinde und bin mit dieser Stadt und ihrem jüdischen Leben bis heute tief verwurzelt.

Inzwischen wohne ich in Düsseldorf. Gerade deshalb würde ich mich nicht als „Berliner Jude“ auf eine Liste setzen lassen, die für die Juden dieser Stadt sprechen soll. Ich lebe nicht mehr dort, und für die jüdische Gemeinschaft Berlins spreche ich ohnehin nicht. Die 150 tun das aber auch nicht. Einige von ihnen haben mit Berlin deutlich weniger zu tun als ich.

Berliner Juden aus Chemnitz und Canterbury

Man muss dafür nicht lange suchen. Unter Nummer 111 steht Robert Rotifer auf der Liste, Musiker und Musikjournalist aus Wien. Er lebt seit 1997 in England, inzwischen in Canterbury. Unter Nummer 133 findet sich die Schauspielerin und Sängerin Nirit Sommerfeld. Sie hat früher einmal in Berlin gewohnt, lebte dann viele Jahre in der Nähe von München und ist 2024 nach Chemnitz gezogen.

Beide dürfen sich selbstverständlich zur Berliner Politik äußern. Aber wer sie zu „Berliner Juden“ erklärt, hat nicht nachgesehen. Dabei hätten ein paar Minuten genügt, denn beide Wohnorte stehen in ihren öffentlich zugänglichen Biografien. Andere Unterzeichner sind erst vor kurzem nach Berlin gezogen oder haben mehrere Wohnsitze.

Das ist keine Spitzfindigkeit. Das Etikett „Berliner Juden“ gibt dem Brief ein Gewicht, das er nicht hat. Es klingt nach der Stimme einer Gemeinschaft. Tatsächlich ist es die Stimme von 150 Einzelpersonen, und längst nicht alle von ihnen sind Berliner. Die Redaktionen haben dieses Etikett offenbar ungeprüft übernommen, weil es gut in die Geschichte passte.

Ebenso wenig weiß man darüber, wie der Brief überhaupt entstanden ist. Wer hat ihn geschrieben? Wer hat die Unterzeichner angesprochen, und über welche Netzwerke? Wie lange wurde gesammelt, und wer wurde gar nicht erst gefragt? Auch das hätte man klären können, bevor man daraus die Stimme einer ganzen Gemeinschaft machte.

Antisemitismus ist keine Abstimmung

Mein eigentliches Problem sind nicht die Unterzeichner, sondern das, was aus ihrem Brief gemacht wird. Aus 150 Namen wird im Handumdrehen ein Argument: Wenn so viele Juden kein Problem mit der Linken haben, kann es mit dem Antisemitismus dort ja nicht weit her sein.

Seit wann aber entscheidet die Zahl jüdischer Unterschriften darüber, ob eine Aussage antisemitisch ist? Antisemitismus wird nicht dadurch real, dass 150 Juden ihn erkennen. Und er verschwindet nicht, weil 150 Juden ihn nicht sehen.

Wer der Berliner Linken vorwirft, dass einzelne Funktionäre, Gruppen oder Positionen die Grenze zwischen Israelkritik und israelbezogenem Antisemitismus überschreiten, muss genau das prüfen. Was wurde gesagt? Mit wem hat man sich verbündet, auf welchen Demonstrationen stand man? Welche Antisemitismusdefinition erkennt die Partei an und welche nicht? Und wie reagiert sie, wenn aus den eigenen Reihen problematische Sätze fallen? Auf keine dieser Fragen gibt ein offener Brief eine Antwort.

Wer fehlt auf der Liste?

Jüdisches Leben in Berlin ist vielfältig. Da sind Familien, die seit Jahrzehnten hier leben, und Menschen mit Wurzeln in Polen. Da sind die vielen, die seit den Achtziger- und vor allem Neunzigerjahren aus der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten gekommen sind. Israelis, Amerikaner, Fromme und Säkulare, Gemeindemitglieder und solche, die mit der Gemeinde nichts zu tun haben.

Auf der Liste stehen dagegen vor allem Schriftsteller, Publizisten, Künstler, Musiker und Wissenschaftler. Wo sind die Unternehmer, die Ärztinnen, die Anwälte, die Lehrer? Die Rentner, die Angestellten, die Eltern jüdischer Schulkinder, die Menschen, die jeden Schabbat in der Synagoge sitzen?

Vielleicht denken viele von ihnen wie die 150. Vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht, weil sie niemand gefragt hat. Ein Brief ist keine Umfrage

Ein offener Brief sagt etwas über die aus, die ihn unterschreiben. Über eine ganze Bevölkerungsgruppe sagt er nichts. Wenn 150 Ärzte eine Gesundheitsreform ablehnen, käme niemand auf die Idee, damit sei die Meinung „der Ärzteschaft“ ermittelt. Warum sollte das bei Juden anders sein?

Juden sind keine politische Einheit. Sie wählen unterschiedlich, sie sehen Israel unterschiedlich, und sie bewerten Antisemitismus unterschiedlich. Das ist keine Schwäche, sondern schlicht normal.

Auch Juden können irren

Dass Juden auch irren können, zeigt nicht zuletzt die deutsche Geschichte. Der „Verband nationaldeutscher Juden“ um Max Naumann war radikal deutschnational und bekämpfte den Zionismus. Teile dieses Milieus unterschätzten die Gefahr durch die Nationalsozialisten auf eine Weise, die heute fassungslos macht.

Damit setze ich die Berliner Linke nicht mit der NSDAP gleich. Das wäre absurd. Es geht allein um das Argument: Auch Angehörige einer bedrohten Minderheit haben keinen unfehlbaren politischen Instinkt. Jüdisch zu sein macht eine Analyse weder richtig noch falsch.

Deshalb überzeugt mich der Satz „150 Juden sagen, die Linke ist keine Gefahr“ nicht. Ich bin Jude 151, und ich sehe es anders. Das beweist nicht, dass ich recht habe. Es beweist nur, dass die 150 nicht für alle sprechen.

Mehr sollte man aus diesem Brief nicht machen. Und schon gar keine „150 Berliner Juden“.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. 

Schreiben Sie einen Kommentar

32 Kommentare

  1. 150 linke Berliner Juden, die nichts merken, gegen 15.000 Juden in Berlin, die täglich den real existierenden aggressiven Antisemitismus erleben.

  2. Herr Kantor hat es auf den Punkt gebracht. Muss ich wissen,ich lebe in Berlin. Bin zwar Christin,aber ich kann jeden Tag erleben,wie es hier ist. Wird einigen Foristen wahrscheinlich wieder nicht gefallen. Und wie gesagt,Berlin war schon immer linkslastig. Und was sagt die Linksjugend? Polizei ist ein krimineller Clan. Mal sehen,vielleicht wird ja Remmo Finanzminister? Möglich ist hier in diesem Irrenhaus ja alles.🙈🙈🙉🙉🙉

    1. Manu @ Die Lage ist ernst, aber über Deinen Kommentar musste ich doch schmunzeln. Remmo Finanzsenator 🤣🤣🤣 Es ist ein Witz. Noch.

      1. @Antonia
        War auch ironisch gemeint.😅😆 Hätte ich kennzeichnen sollen. Aber man weiß ja nie….

      2. @Antonia
        Und danke,du hast das mit dem Finanzsenator korrigiert. Hatte mich verschrieben. Aber auch da kann man ja noch dran feilen. Wenn sich der Sumpf erstmal ausgebreitet hat……

      3. Ich würde Justizminister vorschlagen. Irgendjemand muss ja die Clan-Kriminalität legalisieren. Zynismus Ende. Und ein Job für Ibrahim findet sich bestimmt auch noch. Vielleicht Innenminister?

        1. @Christin
          👍👍👍 Also keiner kann sagen wir hätten keine Ideen und Vorschläge. 😆😆

    2. Liebe Manu, das extreme ist, dass dieses Irrenhaus sich ausbreitet. Ob Remmo für Linke spendeten? Auf Wahlparty waren diese Verbrecher. Vom Kanzler hört man davon nichts. Gib acht auf dich. Obwohl wir in Deutschland nicht mehr wohnen, es lässt einem nicht kalt was aus diesem Land geworden ist. Es war mal Heimat. Vielleicht….war es das für Juden nie? Sei lieb gegrüsst. Shalom

      1. @Am Israel chai
        Ja,es ist grausam. Wird immer irrer! Pass du auch gut auf dich auf! Bist ja bald wieder in DE,oder?
        Sei auch lieb gegrüßt. 😘😘

        1. Ja, ich bleibe 4 Tage. Haben noch eine Immobilie in MZ behalten. Möchte ausser Buchmesse noch Städel Museum. Maria von Magdala Ausstellung. Viele Grüsse. Shalom

  3. Alles was mit den Berliner Linken und Elif zu tun hat, glaube ich kein Wort.
    Wer die Jüd. Unterschreiber sind….keine Ahnung. Die Mehrzal hat Angst.
    Wenn Grüne/ SPD mit Linken verhandeln, verraten sie Demokratie. Wochenende war Pal- Demo in Berlin gegen Israel. Riefen: Kriminelle Polizei. Schande BRD.

  4. Wunderbar treffender Kommentar von Michail Kantor! Genau das musste mal gesagt werden und zwar genau in dieser Deutlichkeit, damit endlich alle mal verstehen, dass die Anzahl der sich einer bestimmten Gruppierung/Meinung Anschließenden nicht per se die Authentizität ihrer Position belegt.

    Vielen Dank an Herrn Kantor, für das Zusammentragen dieser schlüssigen Argumentationsstränge!

  5. Wenn ich die Namen lese die da unterschrieben, brauche ich nicht mehr zu wissen.

  6. Ich bin erschütternd, dass aus diesen 150 ein Argument gemacht wird, während alle jüdischen Kritiker GEGEN die Linke wenig zu sagen haben. Da ist die CSU schon gewichtiger: Und: Es gibt VIELE, in Berlin und anderswo, die etwas Anderes an der Linken Berlin schlecht finden: Der ABBAU der POLIZEI ! Berlin hat nachweislich VIEL Gewalt, deren Abbau schafft noch mehr Gewalt, gegen Juden, gegen Frauen und alle, die zufällig zur falschen Zeit an einem falschen Ort sind. Berlin MUSS KENIA probieren !!!

    1. Wie begründen die Unterzeichner ihre Stellungnahme und warum sagen sie, sie wären “ Berliner“? Hat jemand nachgefragt ????

  7. Wieviel an der Blauäugigkeit dieser ,,150 Juden “ dran ist, wird man sehen, sobald die Linken das rote Rathaus übernehmen. Dann werden sie ihr wahres Gesicht zeigen, wie immer das auch aussehen mag.
    SHALOM

  8. Ein wirklich guter Meinungs-Artikel.

    Ich übertrage das mal auf Nicht-Juden: Wenn Politiker aus dem (breiten) linken Spektrum und ein Teil ihrer Wähler es okay finden, wenn auf linken Demos „Deutschland, du mieses Stück S******!“ oder „Deutschland, verrecke!“ gebrüllt wird, was durch viele Artikel in der Mainstreampresse dokumentiert ist, und „Schwarz, Rot, Gold“ als pfui und igitt gilt, ist das dann ein Beleg dafür, dass es gut, richtig und wichtig ist, Deutschland zu hassen und gänzlich voller Verachtung abzulehnen? – Sicher nicht, oder?

    Auch dass eigentlich alle Redaktionen diesen „Brief“ übernommen haben, ohne die Hintergründe zu prüfen, kann ich auf so vieles übertragen, denn in der heutigen Zeit ist wirklich Vorsicht geboten, ohne zu prüfen Behauptungen, Meldungen und Sachverhalte einfach so zu glauben. So weiß ich durch investigative Artikel bei „Welt“ und „Nius“, dass es zum Beispiel Richter und Richterinnen gibt, die sich neben ihrer Tätigkeit an den jeweiligen Gerichten privat links-aktivistisch in Social Media betätigen, was ein Skandal ist – da bekommt so manches Urteil dann doch ein politisches „Geschmäckle“ und ist somit mit Vorsicht zu betrachten. Ebenso diverse Studien, Erhebungen oder Umfragen, die auf den ersten Blick seriös und glaubwürdig scheinen, bei näherer Betrachtung aber dann ersichtlich ist, welche Parteien, NGOs oder aktivistische Netzwerke daran mitgearbeitet oder sogar die Finanzierung übernommen haben.

    Ich kann auf Jüdinnen und Juden aus der Kunst-, Kultur-, Film-, Musik- und Politik-Blase mit ihrer oft völlig realitätsfernen Art verzichten.

    1. Wie es scheint, hat man sich eifrig bemüht, alle diese 150 Leute aus allen Ecken Europas zu kontaktieren oder zusammen zu karren um deren Unterschrift zu bekommen.
      Aber es sind nicht DIE JUDEN, mit denen man gerne hausieren geht, sondern eine kleine Gruppierung, deren wahre Beweggründe ich nicht kenne und daher nicht bewerten oder beurteilen werde.
      SHALOM

    2. @chris

      Ja lieber Chris. Dein Kommentar trifft punktgenau. Wie schaffen es dieser offene Brief und andere so leicht in die öffentlich rechtlichen Medien? Oft sind sie geeignet, Israel zu diskreditieren oder linken Ansichten eine Bühne zu bieten. Andersherum, Israel zu entlasten oder ein politisches Gegengewicht zu transportieren, das ist sehr selten bis gar nicht der Fall.

      Hattest Du auf ARD/ZDF von dem Brief gehört, in dem sich Tausende Kreative und Wissenschaftler gegen den Genozid-Vorwurf an Israel gestellt haben? Ich finde nichts, oder habe ich das übersehen? Hatte hier Jemand davon gehört?

      Israelnetz berichtete:
      „Tausende Kreative und Wissenschaftler stellen sich gegen Genozid-Vorwurf –
      Israel wird des Genozids beschuldigt. Tausende Unterzeichner sehen darin eine Lüge und weisen den Vorwurf zurück. Die Beschuldigung fördere Antisemitismus.“
      (Von Israelnetz
      11. September 2026)

      Für einen Hinweis, ob ARD und ZDF auch über den letzt genannten offenen Brief berichtet haben, wäre ich Mitlesenden dankbar. Dann würde ich mir den Beitrag nachträglich gerne genauer anhören. Hattest Du etwas gesehen, Chris?
      Viele Grüße

      1. Zehn Prinzipien der Propaganda (nach Baron Arthur Ponsonby und Anne Morelli; vgl. Wikipedia):

        1. Wir wollen den Krieg nicht
        2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung
        3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel
        4. Wir kämpfen für eine gute Sache
        5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen
        6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich
        7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm
        8. Künstler und Intellektuellen unterstützen unsere Sache
        9. Unsere Mission ist heilig
        10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.

        GENAUSO arbeiten ARD und ZDF in ihrer Berichterstattung bzgl. Israel !!!
        Und es steckt ABSICHT dahinter.
        Man soll ja seinen Feinden niemals Absicht unterstellen,
        wenn Unfähigkeit als Erklärung vollkommen ausreicht.
        Indes:
        In Fall der kontinuierlich (anti-) israelischen Berichterstattung spricht eine statistische Wahrscheinlichkeit so deutlich dagegen – dass man vom Gegenteil ausgehen muß!
        Schaun Sie dazu das neueste Video von Sarah Maria Sander (Shorts)!

      2. Lieber Lothar,

        zuallererst bitte ich dich um Entschuldigung, dass ich mich erst jetzt melde – ich hatte so viel um die Ohren. 😉 Vielleicht liest du diese Antwort ja noch.

        Also ich habe im ÖRR nichts mitbekommen, was aber auch daran liegt, dass ich tatsächlich die Nachrichten bei ARD, ZDF und den Dritten meide. Ich kann bei so vielen Themen einfach nicht mehr dieses Gerede, das sich Journalismus nennt, in Wahrheit aber politisch einseitiger Aktivismus ist, einfach nicht mehr hören. Ich bin ein zu empfindsamer Mensch, der sich davon wiederum zu sehr und zu oft runterziehen lässt. Ich möchte nicht gleich am Morgen übellaunig in den Tag starten und mit „denen“ dann auch noch zum Schlaf ins Bett gehen. 🤭😏

        Ich würde mich aber sehr, sehr wundern, wenn die ÖRR mal etwas Positives zugunsten Israels berichten würden – Israel ist doch der „jüdisch-weiß-kolonialistische Dämon“, der „unschuldige Menschen“ natürlich „ganz bewusst“ tötet … Da gibt’s nichts Positives … 🙄😬😳(Sarkasmus)

        Dir, Klaus und Caja eine gute Zeit!
        Chris 🇩🇪🇮🇱

        PS: vor einigen Tagen habe ich nach langer Zeit mal wieder einen der Israelis gesehen, die direkt gegenüber meinem Apartment wohnen. Als ich gerade auf den Balkon trat, um eine zu rauchen, winkte er mir, was ich erst gar nicht verstanden habe, warum er das macht, um dann ein „Daumen hoch“ zu machen und mit dem Finger auf mein Küchenfenster zu zeigen – da ist nämlich eine kleine israelische Flagge. 😀 Vor Jahren hatte er das schon mal gemacht, ist mur dann eingefallen; eine Frau aus Israel, die auch dort wohnt, machte sogar mal ein Foto … 🤭

      3. PS: ich weiß, dass sie Israelis sind, weil wir uns damals vor Jahren kurz über den Balkon hinweg unterhalten haben. Die Frau hatte mich übrigens um Erlaubnis gefragt, ob sie das Foto machen darf.

        Überhaupt höre ich hier in Ffm Ginnheim häufig Leute, die Hebräisch sprechen – um im Bus 64, auf dem Gehweg oder im Lidl in der Stefan-Zweig-Straße … Finde ich schön …

        1. @chris

          Lieber Chris,
          Vielen Dank. Nichts zu entschuldigen. Ich schau manchmal 1-2 Wochen nicht in meine Emails, außer ich erwarte Wichtiges. Aber hier ist ja Alles im Rahmen.
          Habe gerade hier reingesehen. Ich sehe es genau so.
          @Caja hatte in den ÖRM zum Protestbrief auch nichts gesehen. Dann werden sie das tatsächlich nicht gebracht haben.
          Ich empfinde zunehmend Mitleid mit den Journalisten dort, müssen sie offensichtlich so berichten, wie es ihnen vorgegeben oder erwartet wird. Anders kann ich es mir nicht mehr erklären.
          Daher ziehe ich die Verbindung zu Römer 12,21:
          „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten!“
          Auch in dem Sinne, dass es uns nicht zerfressen darf. Gott steht letztlich über Allem.

          Deine interessante Schilderungen mit dem Apartment gegenüber erinnern mich übrigens immer ein bißchen an den Hitchcock-Triller
          „Das Fenster zum Hof“ mit James Stewart.
          Da verlief ja auch alles recht romantisch und unterhaltend, zumindest im Anfang.
          Dir auch eine gute Zeit!

        2. Hallo Chris (Chrissen),

          falls du es noch nicht gelesen haben solltest, habe dir unter dem Artikel „Laubhüttenfest: Christen bekunden Solidarität mit Israel“ zwei Veranstaltungshinweise geschickt.

          Liebe Grüße!

    3. @ Lothar

      Auch wenn die Frage nicht direkt an mich gestellt wurde, erlaube ich mir von meiner Seite aus zu sagen, dass ich nichts über diesen Protest-Brief bei unseren ÖRM gehört, gelesen oder gesehen habe.

      Ist aber auch nicht verwunderlich, geht nicht konform mit deren politischer/weltanschaulicher Ausrichtung.

      1. @Caja
        Vielen Dank. War auch an Mitlesende gerichtet. Genau das hatte ich befürchtet. Es passte denen nicht in den Kram.
        Erbärmlich, aber ich empfinde langsam eher Mitleid als Wut.

  9. Brisante Enthüllungen vor etwa einer Stunde bei WELT (12:16 Uhr) und BILD. Die Kollegen dort können beweisen, daß Vertreter und Aktive weiterer Clans und Terror-Freunde der PFLP beim Linken Wahlsieg mitgefeiert haben. Etwa 300 Vertreter es sogenannten Barbakh-Clans (polizeibekannt, sicherheitsrelevant usw.) leben in Berlin und stammen – aus dem Gaza-Streifen. Eingewandert sind die meisten von ihnen 2024.
    Man wird man feststellen dürfen:
    Die Clan-Strukturen in Berlin, die organisierte Kriminalität in Berlin, judenhassende Pali-, Gaza- und Anti-Israel-Aktivisten und große Teile der Berliner Linkspartei (Ausnahmen ggf. vielleicht ausgerechnet im dunklen Osten: Pankow, Marzahn, Hellersdorf) sind verschiedene Mäntel eines IDENTISCHEN Milieus.
    Und die Berliner Linkspartei ist auch nicht mehr die „Nachfolge-Partei der SED“ wie noch bis Ende der 201x-er Jahre und sie hat auch nicht „problematische Kontakte“ ins Clan-Milieu =>
    in Neukölln und Kreuzberg IST diese Links-Partei selber der Clan bzw. politisch, personell und programmatisch von diesen Clans nicht mehr zu unterscheiden!
    Es gibt in diesem Land keine größere Gefahren als den gewalttätigen militanten Islamo-Gauchismus (Paris, London und Stockholm) und (überwiegend öffentlich-unredliche) Medien, die zum einen diese TÖDLICHE Gefahr verleugnen, beschweigen und verharmlosen, und zum anderen durch ihre gezielt anti-israelische und anti-jüdische Berichterstattung fördern.
    So „wächst zusammen, was zusammen gehört“!
    Schauen Sie das brand-neue Video von Sarah Maria Sander
    zur aktuellen anti-israelischen Kampagne des ZDF!

  10. Liebe Kommentarschreiber und Kommentarschreiberinnen, ich möchte euch allen meinen Dank aussprechen für eure Beiträge. Natürlich kann man nie mit allem Geschriebenen einig sein. Immer wieder lese ich eure Kommentare und sehe mich oft bestätigt, manchmal bereichert, sodass ich immer wieder mit neuen Hinweisen und Interpretationen konfrontiert werde, die mein Verständnis vertiefen helfen.
    Freunden (es wurden seit dem 7.10.23 ein paar weniger) stelle ich immer wieder gern die Frage: was hättest du in der Position Netanyahus getan, angesichts der Bedrohung aus so vielen Richtungen? Es scheint schwierig, sich in das jüdische Schicksal hineinzuversetzen. Oft kommt keine Antwort, allenfalls fällt das Wort Genozid.
    Zu meiner Person: Ich arbeitete im Kibbutz Yftah nahe Libanon, Regavim nahe Cäsarea, Magen nahe Gaza, Maale Hachamisha nahe Jerusalem während ca 2 Jahren. In Regavim lernte ich im Ulpan etwas Hebräisch, verliebte mich dort in eine Einwanderin (Olah Chadascha) aus Barcelona, deren Vater Rabbiner war. Auch bereiste ich das Land vom Norden bis zum Süden. Ich verlebte eine tolle Zeit, an die ich mich noch heute gern erinnere. Ich bin weder Jude, noch Christ oder sonstwie religiös. Ich bin zusammen mit meiner italienischen Frau viel gereist und interessiere mich für das Weltgeschehen. Ich bin schockiert, was mit den Juden seit dem 7. Oktober geschieht.
    Ich verstehe die Welt nicht mehr und vor allem die Linken nicht, die nicht merken, mit welchen Mächten sie sich eingelassen haben.

    1. @Peter Schmid

      Vielen Dank für Ihre interessante Geschichte. Viele hier sehen es ähnlich. Netanjahu konnte nicht anders reagieren. Es war ein Angriffskrieg durch Hamas am 7. Oktober. Die öffentlich rechtlichen Medien und manche NGO schreiben, Israel habe den Krieg im Gazastreifen begonnen, nach dem Massaker. Das stellt eine Verzerrung der Fakten dar.
      Israel musste sich verteidigen, nachdem es angegriffen wurde. Wer das
      Infrage stellt, ist der Meinung, Netanyahu hätte die entführten Geiseln „opfern“ sollen und sein Land weiter von der Hamas terrorisieren lassen sollen. Kein Staat auf dieser Erde hätte das getan, es sei denn, er wäre feige.

      Und mit der Linken in Berlin in Deutschland, die dort gerne regieren möchte, haben auch hier Viele ihre Probleme. Das hätte schlimme Folgen. Juden würden hier noch unsicherer, da gegen Israel und Netanjahu gehetzt wird (und noch weitere schlimme Folgen).
      Ich bin gläubiger Christ, praktiziere aber organisatorisch nicht nach außen (Kirche, obwohl ich Mitglied bin (ev.)), habe aber noch Kontakt zu ein paar guten christlichen Freunden von früher, die zwischenzeitlich wie ich auch älter geworden sind. Da sehen es viele auch so mit Israel.
      Bleibt mir nur, Ihnen alles Gute und Gottes Schutz zu wünschen.
      Würde mich freuen, hier öfter von Ihnen zu hören. Und ich glaube, Einige hier auf Israelnetz würden das auch so sehen.
      Vielleicht schauen Einige auch noch in den Artikel hier. Er ist schon ein paar Tage alt.

      1. @Lothar

        Ich schließe mich dir an und denke, dass viele von uns sich freuen würden, wenn sich Peter Schmid bei uns einreihen würde.

        @ Peter Schmid

        Herzliches Willkommen, Peter Schmid! Hier kann man sich manchmal die Rückendeckung und Bestätigung für den Kampf gegen Israel- und Judenhass holen, den man ansonsten kaum noch in unserer deutschen Öffentlichkeit findet.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen