Jordanisches Gericht verurteilt Israel zu Entschädigung

Vor mehr als fünf Jahren führte ein tödlicher Zwischenfall zu diplomatischen Spannungen zwischen Israel und Jordanien. Nun verurteilt ein jordanisches Gericht die israelische Botschaft zu einer weiteren Zahlung.
Von Israelnetz

Foto: Pablo Gonzalez, flickr | CC BY-NC-ND 2.0 Generic

Ein Gericht in Jordanien sieht beim Kläger berechtigte Ansprüche gegenüber Israel

AMMAN (inn) – Die israelische Botschaft in Amman soll 500.000 US-Dollar Schadenersatz an einen Jordanier zahlen. Dieser wurde 2017 bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einem Wachmann verwundet. Nun verfügte ein jordanisches Gericht die Entschädigung, wie Medien im Haschemitischen Königreich am Wochenende berichteten.

Demnach hat Maher Fares Ibrahim die Botschaft verklagt, weil er infolge seiner Verwundung schwere finanzielle Einbußen erlitten hatte. Bis zu dem Vorfall arbeitete er als Möbelpacker, das ist nun nicht mehr möglich. Er wurde als behindert eingestuft.

Bereits Abfindung an Hinterbliebene gezahlt

Am fraglichen Tag im Juli 2017 lieferte Ibrahim dem Wachmann Siv Mojal Möbel an. Auch ein Schreiner war in der Wohnung nahe des Botschaftsgeländes am Werk. Dieser stach mit einem Schraubenzieher auf den Israeli ein. Bei der darauf folgenden Auseinandersetzung erschoss Mojal in Notwehr den Angreifer – und den unbeteiligten Vermieter. Israel willigte später ein, eine Abfindung von 5 Millionen Dollar für die Hinterbliebenen zu zahlen.

Der Zwischenfall sorgte für diplomatische Spannungen zwischen Jordanien und Israel. Botschafterin Einat Schlein und das gesamte Personal kehrten nach Israel zurück. Ein halbes Jahr gab es keine diplomatische israelische Präsenz in Amman. Dann wurde ein neuer Botschafter ernannt. (eh)

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6 Antworten

  1. Braucht Abdullah wieder Geld?
    Deutschland zahlt sich dumm und dämlich nach Jordanien.
    Erinnere mich an den Vorfall.Der zustechende Schreiner soll bezahlen oder durfte der?
    IL zahlte 5 Millionen guten Willens. Wo ist das Geld? Damit kann man ein lebenlang gut leben.
    OT: Ich könnte ja auch mal Jordanien verklagen, als aus Al Aqsa Molotow Cocktails in meine Richting damals flogen. Und auf unschuldige Touristen, Pilger. Wer rettete? Israelis.🇮🇱

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    1. „Isrselis werden bestraft, wenn… Und das ist richtig“ schrieben Sie doch in einem anderen Kommentar. Warum jetzt wieder Ihre Hetze gegen „Abdullah“? Sind Sie wirklich so sehr vom Hass auf die Araber besessen?

      „Der zustechende Schreiner soll bezahlen“

      Der hat bereits mit seinem Leben bezahlt, wie man dem Artikel entnehmen kann.

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      1. Ich habe arabische Freunde, Martin, sogar Iraner. Die lesen hier mit.👍🥰
        Nicht von sich auf andere schliessen.

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        1. Maria, ich habe sehr viele jüdische, beziehungsweise israelische Freunde.
          Die lesen hier auch mit, die meisten von ihnen schütteln allerdings verständnislos mit dem Kopf.

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  2. Tja, manchmal ist man zur falscher Zeit am falschen Ort. Nochmals zur Erinnerung: der Jordanier wollte den Israeli töten, nicht umgekehrt. Israel hat bezahlt. Hat Jordanien auch bezahlt? Es war ein Jordanier, der der Auslöser des Dramas war. Übernimmt Jordanien die Verantwortung?

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  3. Da bleiben Fragen:
    Hat Jordanien unter Abdullah („Sohn Allahs“) jemals wirklich zu verhindern gesucht, dass arabische Terroristen aus seinem Land über die Grenze nach ISRAEL einsickerten? Ist er je für Schäden aufgekommen, die durch diese verursacht wurden?
    Wird Jordaniens König den Weg seines Vaters Hussein, der nach der Niederlage im 7-Tage-Krieg auf gute Nachbarschaft mit ISRAEL setzte, ganz verlassen?
    Das wäre nämlich ziemlich unklug, denn er würde den Beistand ISRAELS gegen die Fedayin verlieren und möglicherweise auch die Gefolgschaft der Beduinen im Kampf gegen PLO und Hamas.
    Bei archäologischen Ausgrabungen in Arad habe ich etwas von der Todfeindschaft der Beduinen gegen die Terrorbanden der „Palästinenser“ mitbekommen. Sie machten in der Zeit des „Schwarzen September“ im Kampf gegen die Terroristen keine Gefangenen. Das bestätigte sich auch wieder bei Reisen und Aufenthalten bei Beduinen in der Wüste.
    Und auch daran muss ich immer wieder erinnern: unser derzeitiger Präsident hat den Anführer der „Palästinenser“, Arafat, an seinem Grab in Ramallah hoch geehrt mit Kranzniederlegung und militärischem Zeremoniell.
    Er, Franz-Walter Steinmeier, kann es auch nicht lassen, die Mullahs in Teheran zu hofieren. Das macht übrigens auch unsere Kulturstaatsministerin Roth, züchtig mit Kopftuch angetan. Solche Leute werden aber von Moslems in Wirklichkeit verachtet – wie zuletzt Innenministerin Faeser in Qatar. Fehlt diesen Politikern jegliches Fingerspitzengefühl?

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