Israel verzeichnet stärkstes Wirtschaftswachstum der OECD-Staaten

Verglichen mit dem zweiten Quartal des vergangenen Jahres erreicht Israels Wirtschaft das stärkste Wachstum aller OECD-Länder. Der Tourismus spielt dabei eine wichtige Rolle.
Von Israelnetz
Der 200-Schekel-Schein ist die Banknote mit dem höchsten Wert

Foto: Israelnetz/mh

Nachdem Israels Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft war, ist im zweiten Quartal ein deutliches Plus erkennbar

JERUSALEM (inn) – Noch im Frühjahr rechneten Wirtschaftswissenschaftler damit, dass Israels Wirtschaft auch im zweiten Quartal schwächelt. Denn im ersten Quartal schrumpfte die Wirtschaftskraft um 2,7 Prozent. Doch sie entwickelte sich zum Positiven: Am Ende des zweiten Quartals steht ein Wachstum von 6,8 Prozent. Dies gab das Zentrale Statistikbüro am Dienstag bekannt.

Wie das israelische Wirtschaftsportal „Globes“ berichtet, erlangt der jüdische Staat mit den starken Zahlen das stärkste Wirtschaftswachstum der OECD-Staaten. Das sind die Staaten, die Mitglied in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sind. Grundlage ist dabei der Vergleich der Zahlen es zweiten Quartals dieses Jahres mit denen vom vergangenen Jahr.

Israels Wirtschaftskraft ist demnach um 7,4 Prozent gewachsen. Dahinter folgen im OECD-Vergleich: Portugal mit 6,9 Prozent und Spanien mit 6,3 Prozent. Die Vereinigten Staaten von Amerika verbuchen 1,6 Prozent Wachstum, Deutschland 1,5 Prozent.

Entspannung durch Wegfall von Einschränkungen

Mit den Zahlen lieferte das Zentrale Statistikbüro erste Erklärungen für das deutliche Wachstum. Hauptgrund sei der Wegfall von Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Tourismus konnte sich demnach wieder erholen. Im Juli besuchten 249.000 Menschen das Land, während im Juli 2021 nur 49.000 Touristen nach Israel kamen. In weiteren wichtigen Branchen erholten sich die Wirtschaftszahlen voraus im Gastgewerbe, der Gastronomie und in der Luftfahrt.

Israelis gaben im zweiten Quartal auch privat mehr Geld aus. Hier stieg der Konsum um 8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Auch die Exporte von Waren und Dienstleistungen erhöhten sich in den Monaten April bis Juni um 13,9 Prozent.

Ungeachtet der zunehmenden Wirtschaftskraft hat das Zentrale Statistikbüro am Montag bekannt gegeben, dass die Inflation in Israel auf 5,2 Prozent gestiegen ist. Allein im Juli nahm sie um 1,1 Prozent zu. Die Immobilienpreise stiegen im vergangenen Jahr um 18 Prozent. (joh)

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