Herzog: Echte Gelegenheit für Partnerschaft

Herzog reist nach Kasachstan und trifft Amtskollge Tokajew zu Gesprächen über die Stärkung von Kooperationen. Während der Reise nimmt er an einer Feier zum 78. Unabhängigkeitstag Israels teil.
Von Israelnetz
Israelischer Präsident Herzog in Astana

ASTANA (inn) – Israels Präsident Jizchak Herzog hat bei seinem Staatsbesuch in Kasachstan die Entscheidung des Landes gelobt, den Abraham-Abkommen beizutreten. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit, schrieb er am Montag auf X. Kasachstan trat den historischen Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel im November 2025 bei. Zuvor hatten schon die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Sudan und Marokko ihren Beitritt erklärt.

Herzog trat seine zweitägige Reise in die zentralasiatische Republik auf Einladung des kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew (Amanat) am Montag an. Einer Pressemitteilung Herzogs zufolge wollten die beiden Staatsoberhäupter über den Ausbau der bilateralen Partnerschaft sprechen. Dabei lag der Schwerpunkt auf Kooperationen in den Bereichen Technologie, Innovation, Künstliche Intelligenz sowie der Land- und Wasserwirtschaft.

Treffen mit jüdischen Vertretern

Am Montagabend besuchte Herzog eine Veranstaltung zur Feier des 78. israelischen Unabhängigkeitstags in der kasachischen Hauptstadt Astana. Geleitet wurde sie von dem israelischen Botschafter in Kasachstan und der kirgisischen Republik Joav Bistritsky. Auch Vertreter des kasachischen Senats wohnten den Feierlichkeiten bei. In einer Stellungnahme zeigte sich Herzog bewegt darüber und sprach von einer echten Chance für „Partnerschaft, Mut und eine gemeinsame Vision von Stabilität und Wohlstand“. 

Zudem traf sich der israelische Präsident am Dienstag mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Kasachstan und Zentralasien. Er lobte die „herzlichen Beziehungen“ zwischen den muslimischen, christlichen und jüdischen Gemeinschaften in dem mehrheitlich von Muslimen bewohnten Land.

Nach Angaben der kasachischen Nachrichtenseite „Kazakhstan Today“ hatte Tokajew dem israelischen Präsidenten ein Telegramm zu Jom HaSchoa geschickt. Darin verurteilte er jede Aufstachelung zur Gewalt und betonte Kasachstans Rolle als Zufluchtsort für Juden während des Zweiten Weltkriegs. „Heute ist die jüdische Gemeinschaft ein integraler Teil unserer multinationalen Gesellschaft“, führte er weiter aus.

Herzog hob die jahrzehntelange Freundschaft zwischen Kasachstan und Israel hervor. Im Jahr 1993 besuchte sein Vater, der frühere Präsident Chaim Herzog (Avoda), erstmals den Nachfolgestaat der Sowjetrepublik, nachdem er im Jahr zuvor diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen hatte. (mw)

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2 Kommentare

  1. Es gab im zweiten Weltkrieg Araber, die Juden das Leben gerettet haben. Zum Beispiel in Paris haben Imame Juden falsche Pässe besorgt, die marokkanische oder algerische Botschaft hat damals geholfen und Imame haben das mit ihrem Leben bezahlt. Es gibt eine jüdische blinde Sängerin aus Algerien, die dort den Holocaust überlebt hat und rechtzeitig aus Frankreich geflohen ist. Bis zur Machtergreifung eines brutalen Islam leitete sie eine Musiksendung im algerischen Radio. Wenn Israel und seine Freunde nicht lernen zu differenzieren gibt es keine Hoffnung im Heiligen Land. Wir leben auch hier auf Erden und wir dürfen auch das Glück anstreben. Zuallererst die Holocaust-Überlebenden sind Beispiele für gelungenes Leben nach der Katastrophe! Im Gebet verbunden bleibe ich. *SHALOM
    Vielfältig sind die Nöte des Gerechten, aber aus dem allen rettet ihn der HERR. (Hi 5,19; Ps 37,39; 2Petr 2,9)

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  2. Danke für den Bericht ! Dieser bringt Hoffnung in diese Welt. Die Abraham-Abkommen erhalten neues Leben, und auch die Entscheidung der VAE, aus den OPEC auszutreten, sind Beleg, dass die Abraham-Abkommen viel wert sind. Möge diese Welt doch wieder vernünftiger werden, Abraham ist das beste Idol für eine Verständigung der drei Religionen. „Die Liebe gewinnt alles “ (Chiara Lubich).

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