Der „die Plebejer zur Macht führte“

Benjamin Netanjahu hat eine umfangreiche Autobiographie geschrieben. Es geht um wichtige Familienmitglieder, schwierige US-Präsidenten und seinen historischen Platz in der Geschichte Israels und des Zionismus.
Von Sandro Serafin

Foto: Threshold Editions; Israelnetz/mh

Kurz vor der Wahl erschienen: Netanjahus Autobiographie

Nach anderthalbjähriger Regierungsabstinenz lenkt Benjamin „Bibi“ Netanjahu seit der vergangenen Woche wieder die Geschicke Israels. Bereits kurz vor den Wahlen am 1. November hatte er seine Autobiographie „Bibi: Meine Geschichte“ auf Hebräisch und Englisch veröffentlicht. Geschrieben hat er sie während der Monate in der Opposition – wohl um sich selbst zu vergewissern, aber auch um anderen ins Gedächtnis zu rufen, warum es ihn auch nach 15 Jahren an der Spitze der Macht noch braucht.

Foto: Benjamin Netanyahu - בנימין נתניהו, Facebook
Netanjahu und Frau Sara werfen einen Blick in die Autobiographie: Hier steht drin, wie er gesehen werden will

Auf über 650 Seiten (englische Version) schildert Netanjahu sein Leben von der Geburt bis in die Gegenwart, wobei der größte Teil auf seine Jahre als Regierungschef entfällt. Wenn er zuletzt Bilder von sich verbreiten ließ, lag das Buch oft gut sichtbar auf seinem Schreibtisch im Büro: Hier steht drin, wie er gesehen werden will. Sieben Stichworte nach der Lektüre:

1. Jonis Bruder

Netanjahu beginnt mit einem Kapitel über einen seiner Einsätze als Elitesoldat bei der Befreiung eines entführten belgischen Flugzeugs auf dem Flughafen Lod 1972. Damals zog er sich eine Verletzung am Arm zu. Dass er diese Episode an den Anfang stellt, ist kein Zufall: Netanjahu, der heldenhafte Soldat Israels. Auch an anderen Stellen – ob beim Kampf gegen das Ertrinken im Suezkanal oder dem Kampf gegen das Erfrieren im Hermon-Gebirge – taucht diese Erzählung wieder auf.

Wichtiger dürfte ihm indes ein anderer Aspekt gewesen sein: sein Bruder Jonathan, genannt Joni, der auch an der Befreiungsaktion teilnahm und später, bei der Beendigung einer Geiselnahme in Entebbe 1976, ums Leben kommen sollte. Immer wieder bezieht sich Netanjahu auf ihn zurück. Joni erscheint als Modell, an dem er sich orientiert, als ein „Polarstern, der uns durch das Labyrinth des Lebens führte“, wie Netanjahu an einer Stelle für sich und seinen jüngeren Bruder Ido schreibt.

Foto: Haim Zach/GPO
Netanjahu und Frau Sara am Grab von Joni: Der Bruder als Grundmythos einer politischen Karriere

Mehr noch: Joni ist das Vorbild, das ihn dazu brachte, sich dem Kampf gegen den Terror zu widmen und schließlich sogar Premierminister zu werden. So wird er zum Grundmythos von Netanjahus politischer Karriere. Als weitere prägende Kräfte erscheinen Netanjahus Vater Benzion, ein rechter Zionist und Historiker. Und seine dritte Frau Sara, von den Medien gehasst, von Netanjahu umso mehr verehrt. An Jonis Rolle scheinen gleichwohl weder Ehefrau noch Vater heranzureichen.

2. Amerikas schwieriger Freund

Netanjahu ist ein Sabre, in Israel geboren. Und doch wurde er von einem zweiten Land stark geprägt: den Vereinigten Staaten. Hier verbrachte er große Teile seines Lebens: zunächst in zwei Phasen, in denen seine Eltern mit den Kindern in die USA gingen, später dann als Student und an ersten Arbeitsstellen und schließlich an der israelischen Botschaft in Washington und als Botschafter bei den Vereinten Nationen.

Wie israelisch ist er wirklich?, haben politische Gegner gefragt. Im Buch geht Netanjahu auf Distanz: Baseball habe er nicht gemocht, in der Schule Probleme gehabt. Trotzdem haben die USA ihn geprägt. Als Kind kam er hier etwa erstmals mit einem TV-Gerät in Berührung, als Mitarbeiter an der israelischen Botschaft trat er später im Fernsehen auf und lernte die Logik der amerikanischen Mediendemokratie kennen. Sie prägt seinen politischen Stil bis heute.

Derweil ist das Verhältnis des Staatsmanns Netanjahu zu den USA immer wieder von Belastungen gezeichnet: US-Präsident Bill Clinton habe 1996 alles dafür getan, ihn aus dem Amt des Premierministers fernzuhalten, klagt er im Buch. Von Barack Obama fühlte er sich respektlos behandelt. Wie tief der Riss ging, zeigt sich darin, dass Netanjahu seinen Auftritt vor dem US-Kongress 2015, als er Obama offen konfrontierte, in Anlehnung an eine Kriegsrede Winston Churchills als seine eigene „finest hour“ (beste Stunde) bezeichnet.

Foto: Caleb Smith | CC BY-NC 2.0 Generic
„Finest hour“: 2015 zog Netanjahu vor dem US-Kongress gegen Obamas Iran-Politik ins Feld

Selbst die Beziehungen zu Obamas Nachfolger Donald Trump nehmen sich im Lichte des Buches überraschend gedämpft aus. Trump habe ihn für ein Friedenshindernis gehalten, wie viele andere zunächst zudem zu stark auf die Palästinenser geschielt und sich von der Theorie beeinflussen lassen, dass der regionale Frieden vor allem von der Lösung dieses Problems abhänge, kritisiert Netanjahu.

3. Israels Steuermann und Baumeister

Dass Trump am Ende doch zur Erfolgsgeschichte für Israel wurde, schreibt Netanjahu sich auf seine Fahne: Er habe ihn von der Doppelzüngigkeit der Palästinenser überzeugen können, woraufhin Trump umgehend Mahmud Abbas mit einem von Netanjahu überreichten Video konfrontiert habe. Netanjahu, der erfolgreiche Taktiker und politische Steuermann – auch das ist ein Bild, das das Buch vermittelt.

Netanjahu weiß Vieles besser und Vieles früher als andere: Das Afghanistan-Desaster von 2021 will er vorhergesagt, 1989 den baldigen „Kollaps“ der DDR prognostiziert haben. Er sieht sich als einen Politiker mit Visionen, der planvoll handelt und seine Überzeugungen gegen den falschen Widerstand zahlreicher Kleingeister durchsetzt. Damit tritt er auch dem Bild entgegen, eine bloße Machtmaschine zu sein – was ihn gleichwohl nicht davon abhält zu erwähnen, dass er schon in jungen Jahren „heißhungrig“ Machiavelli verschlungen habe.

Israel sieht er als eine kleine Supermacht, mit ihm als Baumeister. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Wirtschaftsreformen, die er verstärkt als Finanzminister in den 2000ern anstieß und mit denen er Israel seiner sozialistischen Gründungsfundamente entledigte. Hierin vergleicht er sich mit Großbritanniens Margaret Thatcher. Grundsätzlich schielt er aber mehr auf Churchill. So wie dieser will er als einer der ganz Großen in die Geschichte eingehen.

4. Israels PR-Anwalt

Dass Netanjahu so ausführlich seine Konflikte mit verschiedensten US-Präsidenten darstellt, hat den Vorteil, dass er sich so als tapferer Anwalt einer von mehreren Seiten in die Ecke gedrängten kleinen Nation präsentieren kann. Sein politisches Wirken als Verteidiger Israels – vor allem im Bereich der öffentlichen „Erklärung“ (Hebräisch: Hasbara) – erscheint im Buch direkt als Fortführung seiner Zeit in der Armee, als er ebenfalls Israel verteidigte, nur eben mit anderen Mitteln.

Die Anwaltsrolle konstruiert Netanjahu auch aus seinem familiären Hintergrund: Gemeinsam mit dem Führer des rechten Zionismus, Wladimir „Se’ev“ Jabotinsky, habe schon der Vater Öffentlichkeitsarbeit in den USA betrieben. Netanjahu selbst stieg nach dem Jom-Kippur-Krieg in den „Hasbara-Krieg“ ein, wie er es nennt. Später holte ihn der israelische Botschafter in den USA für den Kampf um die Öffentlichkeit nach Washington, mitten im Jahr 1982, als Israel in den Libanon einrückte.

Er tingelte durch TV-Sendungen, argumentierte gegen die internationale Welle der Kritik und den Ansehensverlust Israels an. Auch, als er selbst Botschafter bei den UN wurde, verstand er Diplomatie für Israel oftmals als PR. Von hier reicht eine direkte Linie unter anderem zu seinen späteren legendären Auftritten vor UN-Generalversammlungen, so als er 2012 eine rote Linie auf ein Schaubild einer (iranischen) Bombe zeichnete.

Foto: UN Photo/J. Carrier
Öffentlichkeitswirksamer Auftritt: Plakative und klare Sprache hat sich Netanjahu schon vor der Politik angeeignet

Hinter der Fähigkeit zum öffentlichkeitswirksamen Auftritt steht neben Netanjahus biographischer und politischer Prägung sowie menschlichen Anlagen auch sein vorpolitischer beruflicher Werdegang. Nach dem Studium von Architektur und Management fing er bei einer großen Consulting-Firma in Boston an, wo er nach eigenem Bekunden lernte, unkompliziert und einfach zu kommunizieren. Später sollte es ihn dann als Marketingdirektor zu einem Möbelunternehmen in Jerusalem verschlagen.

5. Volkes Stimme

Die so trainierte Fähigkeit zum plakativen Auftritt ist es auch, die Netanjahu in der israelischen Innenpolitik besonders zugutekommt. Sein ganzes Leben habe er einen Krieg gegen Regierungsjargon geführt, schreibt er an einer Stelle. Eine gewisse Verachtung für alles Bürokratische erscheint als Erbe seines Vaters. Netanjahu sieht sich als Vertreter der einfachen Leute – ein Nimbus, der durch seine einfach klare Sprache bestärkt wird.

Er habe „die Plebejer zur Macht geführt“, erklärt Netanjahu selbstbewusst. Ins Blickfeld rücken damit auch die sephardischen, also orientalisch-jüdischen Bevölkerungsteile, die traditionell eher zu den unteren Schichten gezählt werden. Auch zu ihnen konstruiert Netanjahu – selbst ein Aschkenase – eine besondere Verbindung: Schon der Urgroßvater habe sich gegen öffentlichen Widerstand für den Bau einer Synagoge für jemenitische Juden eingesetzt. „Ich identifizierte mich mit allen zwölf Stämmen Israels“, schreibt Netanjahu.

Damit präsentiert er sich auch als Gegenbild zu einer abgehobenen – und vielfach aschkenasisch geprägten – Linken. Deren Angriffe auf Netanjahu werden gleichsam zu Angriffen auf das einfache Volk. Die „Hexenjagd“, die Netanjahu gegen sich und seine Familie ausmacht, spielt im Buch eine große Rolle: An der Wahlurne gescheitert, versuche die Linke seit langem, ihn über öffentliche Kampagnen zu stürzen, erklärt er.

6. Jabotinskys Erbe

Angesichts des Brusttons der Überzeugung von sich selbst, mit dem Netanjahu an vielen Stellen formuliert, überrascht es, dass er seine eigene Einzigartigkeit auch immer wieder relativiert, indem er sich in größere Linien einordnet. Das gilt auch für seine erfolgreiche Friedenspolitik gegenüber der arabischen Welt und die Formel „Frieden für Frieden“ (Schalom tmurat Schalom) anstatt „Land für Frieden“, die von ihm immer wieder zu hören ist.

Netanjahu konstruiert Überzeugungen wie diese – auch, dass nur Stärke zu Frieden führt – nicht als seine eigene Erfindung, sondern zieht vielmehr eine direkte Linie vom einstigen Führer des rechten Zionismus, Jabotinsky, über dessen Mitstreiter Benzion Netanjahu zu sich selbst. So erscheint er als Umsetzer und Verwirklicher, als Erbe der Ideen Jabotinskys, die er lediglich zu ihrer „Kulmination“ gebracht habe.

Foto: GPO
Netanjahu mit Vater Benzion: direkte Linie zum Führer des rechten Zionismus, Jabotinsky

Auch die Feindschaft der israelischen Linken ihm gegenüber verortet er in diesem größeren Kontext, indem er etwa daran erinnert, dass David Ben-Gurion Jabotinsky einst als „Vladimir Hitler“ bezeichnete. Die israelische Linke, glaubt Netanjahu, habe noch immer nicht überwunden, dass sie die Macht an die Rechte abgeben musste. Ihr Furor treffe heute ihn, Netanjahu. Aber eben nicht nur als Person, sondern auch und vielleicht sogar in erster Linie als Jabotinskys Nachfolger, als nicht-sozialistischen Zionisten.

7. Irans Gegenspieler

Netanjahu hat im Verlauf seiner politischen Karriere viele Posten bekleidet und viele Probleme bearbeiten müssen. Eines aber sticht heraus: die existenzielle Bedrohung durch den Iran. Aus ihr scheint sich in Netanjahus Darstellung fast alles andere abzuleiten. Die Wirtschafts- und Finanzreformen etwa waren demnach nötig als „eine entscheidende Komponente meiner Vision, Israels Macht zu sichern im Angesicht der Vernichtungsdrohung durch den Iran“.

Die Entscheidung, im Austausch für den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit hunderte palästinensische Gefangene freizulassen? Nötig, um „politisches Kapital“ für den Kampf gegen den Iran zu gewinnen. Die Bereitschaft zu einem Siedlungsbaustopp 2009? Nötig, um international den Rücken frei zu bekommen für den Kampf gegen Iran. Es ist eine Erzählung, die es Netanjahu nicht zuletzt ermöglicht, Entscheidungen wie den Siedlungsstopp gegenüber der eigenen Anhängerschaft als notwendiges Übel im Sinne der höheren Aufgabe zu begründen.

Dass der Kampf gegen den Iran in der neuen Amtszeit Netanjahus ganz oben auf der Agenda stehen wird, steht davon unabhängig aber fest. Bereits 2010, so schreibt Netanjahu im Buch, habe er einen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm durchsetzen wollen. Der Sicherheitsapparat habe dies verhindert, die Kleingeister aus den eigenen Reihen fielen ihm in den Arm, meint er wohl. Ob sie es auch weiterhin tun werden? Die kommenden Jahre werden es zeigen, vielleicht auch schon die nächsten Monate.




Wäre sein Buch das Werk eines Dritten, der über Netanjahu schriebe, so würden die Rezensenten es wohl als eine „Hagiographie“ zerreden, als eine Heiligenerzählung, die den Beschriebenen in allzu hellem Licht erstrahlen lässt. Für eine Autobiographie ist diese Art der Selbstdarstellung indes wenig verwunderlich oder gar verwerflich: Natürlich zeigt „Bibi: Meine Geschichte“ vor allem, wie Netanjahu selbst gesehen werden will.

An einer Stelle im Buch schreibt der alte und neue Premierminister einen Satz, der auf einige historische Ausführungen folgt und den er nicht auf sich bezieht. Und doch bekommt man den Eindruck, dass er vielleicht auch an sich selbst – als den Steuermann, Anwalt und Baumeister Israels – denkt. Der Satz lautet: „Manche Menschen sind unersetzbar.“

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6 Antworten

  1. Gratulation…und viel Geschick für die weitere Amtszeit. So wie ich las, wird Bibi sich verstärkt um die jüdische Besiedlung der ur-biblischen Gebiete kümmern wollen. Schaun wir mal, was daraus wird.

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  2. Jeder Mensch ist ersetzbar, meine Meinung, um viele weint man, um andere weniger.
    Ich kaufe mir das Buch nicht.
    Selbstdarstellung?
    Einst tat er viel für sein Land, wegen s e i n e n Machtansprüchen, spaltete er es.
    Er ist alt genug, Jüngeren den politischen Vortritt zu geben.
    Was arbeitet eigentlich seine 3. Frau pro Volk?
    In vielen Ländern haben Ehefrauen von Politikern Ehrenämter inne.
    Wenn er das Hohe Gericht in Israel mindert, wie es hieß, wird es dann nur geschehen, dass er nicht weiter angeklagt wird? Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überraschen.
    @Redaktion
    Danke für den ausführlichen Artikel.

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  3. Ich mag ihn. Nach meiner Meinung hatte Israel bisher noch keinen besseren Premierminister. Welcher Mensch macht keine Fehler? Er hat bisher für Israel viel erreicht und wird für die Zukunft noch so einiges für sein Volk erreichen. Der Segen Jahwes möge ihn begleiten, dafür bete ich.

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  4. Er hat auch für mich was Sympatisches und er möge für seinen Plan, die Bibel israelweit „ins Rennen zu schicken“, Gottes gnädige Hand und Macht erleben…ich bete jedenfalls dafür, denn nur mit dem Allmächtigen an seiner Seite kann Israel das werden, was in den SChriften steht.

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  5. Dass sein Bruder ihn stark geprägt hat, ist wohl nachvollziehbar.

    Bei der Flugzeugentführung durch pal. Terroristen war er der einzige, der dabei starb (von der Passagierin abgesehen, die ins Krankenhaus verlegt wurde und dort „verschwand“) . Flugzeugentführungen waren ein paar Jahre die Waffen der Palästinenser ihren Terror auszuüben. Auch um ihren dt. Kollegen der RAF zu helfen. Und logistisch unterstützt von der DDR-Regierung, die Rückzugsraum, Ausbildung für die Terroristen bereitstellte.

    Ich verstehe, dass Netanjahu dies geprägt hat. Er hat sich auch sehr intensiv mit Terror beschäftigt, ich habe ein Buch von ihm über Terrorismus. Ich habe auch mal aus Yad Yashem ein Buch mit Schriftwechel der Familie Netanjahu mit.
    Die Frage ist halt immer ist es noch im gesunden Rahmen oder nicht. Das müsste aber ein Psychologe beurteilen. Tatsache aber ist, dass Netanjahu das Land viele Jahre geführt hat und einen guten Job gemacht hat. Der Terror ging unter ihm zurück, nicht unter linken Regierungen. Er war es, der als Finanzminister die Weichen gestellt hat, die den Schekel stark machte. Er war es, der 20 Jahre im Hintergrund die Arbeit für die Abrahamsabkommen leistete. Dass dies denen nicht passt, denen die Auslöschung des Staates Israel wichtig ist, ist schon klar.

    Ich bin immer dafür, dass Amtszeiten auf zwei Legislaturperioden begrenzt werden. Würde ich mir auch für Israel wünschen, da die Kräfte doch leiden unter dem Job. Aber vielleicht hat ja die Oppositionszeit wieder Regeneration geschaffen. Ich wünsche ihm ein gutes Händchen für die nächsten Jahre.

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  6. Ich glaube, das Buch muss man selbst lesen, um sich ein Bild zu machen. Was eigentlich auf jede Biographie zutrifft. Zudem ist es übersetzt, da geht immer auch ein Teil verloren, die hebräische Sprache ist nicht einfach zu übersetzen. Das Buch hat 700 Seiten, da ist eine Zusammenfassung ein arges Stückwerk. Ist keine Kritik, kann aber einfach nicht mehr bieten.

    Nicht nur er hat seine Probleme mit Politikern anderer Staaten-zieht sich durch die Geschichte und ist auch menschlich.
    Vor ein paar Tagen bin ich über eine Auseinandersetzung zwischen Begin und Biden gestolpert. Wenn es nicht traurig wäre, müsste man eigentlich drüber lachen.

    Immer wieder sind sich Politiker verschiedener Staaten nicht einig in ihrer Einschätzung. Aber bei Israel wird es immer hochgepuscht. Warum eigentlich? Obama und Netanjahu mochten sich nicht. Merkel mochte auch nicht jeden und nicht jeder mochte sie. Und nu?

    Israel hat seit seiner Gründung immer damit gekämpft, dass es Staaten gab, die es auslöschen wollten. Bis in die heutige Zeit hinein. Und mit Menschen, die diese Einsicht mittragen. Der israelische Regierungschef hat dafür Sorge zu tragen, dass diese Auslöschung nicht erfolgt. Und Netanjahu steht genau dafür. Zurück zu Begin, der sagte: „Ich bin kein Jude mit zitternden Knien. Ich bin ein Jude mit 3700 Jahren zivilisierter Geschichte. Niemand kam uns zur Hilfe, als wir in den Gaskammern und Öfen starben. Niemand kam uns zur Hilfe als wir uns bemühten unser Land aufzubauen. Wir haben dafür bezahlt, gekämpft, sind dafür gestorben“.

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