POTSDAM (inn) – Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck, hat den Parteitagsbeschluss der Linken zum Nahen Osten scharf kritisiert. Der gesamte Text sei „eine einzige Delegitimierung Israels“, sagte er in einem Gespräch mit „Welt TV“, das am Samstag veröffentlicht wurde.
Der Beschluss vom Parteitag in Potsdam trägt den Titel: „Für gleiche Rechte im Nahen Osten / Westasien – gegen jeden Rassismus und Antisemitismus“. Darin heißt es: „Internationale Organisationen, Menschenrechtsorganisationen und zahlreiche Völkerrechtler*innen (sic!) sprechen von einem Völkermord an den Palästinenser*innen in Gaza. Wir schließen uns dieser Einschätzung an.“
Beck erklärte weiter, das Dokument erwähne nicht die Gründe, weshalb Israel in Kriege gezogen werde: „dass Israel nicht nur nicht anerkannt wird von seinen Nachbarn, damit könnte man ja gut leben – sondern dass Israel regelmäßig beschossen und attackiert wird und die Bevölkerung sich wehren muss, weil sie ansonsten im Meer landet oder in Bunkern elendig verendet“.
Der Parteitagsbeschluss „erwähnt lippenbekenntnishaft zwar den 7.10., dass es ein Verbrechen war“, führte der DIG-Präsident aus. Er „sagt aber dann, das Ganze hat mit der Nakba 1948 begonnen, also mit der Vertreibung von Arabern aus dem israelischen Staatsgebiet“.
Dabei verschweige er die Massaker der arabischen Seite, wie das Hebron-Massaker 1929. Der arabische Aufstand in den 30er Jahren oder das Massaker in Bagdad, wo 1941 Hunderte von Juden ermordet wurden, blieben ebenfalls unerwähnt. Beide hätten sich unter dem Befehl des Großmuftis von Jerusalem ereignet, „der später mit dem Führer und Himmler gemeinsame Sache gemacht hat“.
„Israel ist für die Leute das Erzböse“
Beck kam zu dem Schluss: „All das blenden sie aus. Israel ist für die Leute des Erzböse.“ Er habe das Gefühl, bei vielen der jungen Leute, zumindest der Deutschstämmigen, „da jubelt das innere Herz, weil der Opa oder Uropa doch vielleicht gar nicht so ein böser Mann war, weil er diese bösen Zionisten und diese bösen Juden umgebracht hat“.
Der Parteibeschluss endet mit mehreren Forderungen. Eine ist: „Jüdisches Leben in all seiner Vielfalt in Deutschland schützen und stärken!“ Als nächster Punkt folgt direkt: „Palästinensisches Leben in Deutschland schützen und stärken!“ Und weiter: „Wir setzen uns für Dialogprojekte sowie politische und kulturelle Initiativen ein, die der palästinensischen Kultur und Geschichte mehr Sichtbarkeit im deutschen öffentlichen Diskurs verschaffen und verdeutlichen damit, dass palästinensisches Leben auch zu Deutschland gehört.“
Damit würden alle Juden als Äquivalent der Palästinenser behandelt, kritisierte der DIG-Präsident. Das heiße: „Die deutschen Juden und die deutsch-jüdische Geschichte hat es überhaupt nicht gegeben. Das sind alles Leute, die hinzugekommen sind, und zu denen wollen wir lieb und nett sein.“
Die Linke schreibt überdies zum Schutz demokratischer Grundrechte: „Wir fordern den konsequenten Schutz der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und stellen uns entschieden gegen staatliche Angriffe sowie die strukturelle Unterdrückung palästinasolidarischer Positionen, etwa durch Versammlungsverbote, Polizeigewalt oder politische Einschüchterung. Palästinasolidarische Positionen dürfen nicht zur Ausbürgerung oder zu Problemen bei der Einbürgerung führen.“ Dass auf solchen Versammlungen immer wieder antisemtische Parolen zu hören sind, findet keine Erwähnung.
Boykottaufe als legitim
Ferner heißt es in dem Papier: „Boykott- und Sanktionsaufrufe sind keine Selbstverständlichkeit, sondern bedürfen besonderer politischer Begründung.“ Sie seien legitim, sofern sie wirksam und zielgerichtet Unterstützer und Verantwortliche „von Diskriminierung, Besatzung, Angriffskriegen und Kriegsverbrechen, aber nicht unterschiedslos die israelische Bevölkerung treffen“. Die Initiative der hessischen Landesregierung, die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe zu stellen, lehnt die Partei ab.
Es geht auch um die Diskussionen innerhalb der Linken: „In der Partei wird über den Zionismus als politische Ideologie, als Reaktion auf den radikalisierten und extrem gewaltvollen Antisemitismus insbesondere in Europa, über die Charakterisierung des Staates Israel als siedlungskolonial, über das Verhältnis von Antisemitismus und Antizionismus sowie über Formen legitimen politischen Widerstands kontrovers diskutiert. Diese Debatten sind notwendig.“
Zentralratspräsident: „Für Juden nicht wählbar“
Indes äußerte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, ebenfalls Kritik: „Statt sich mit dem wachsenden Antisemitismus zu befassen, der gerade auch von linken Gruppen forciert wird, nutzt die Linke ihren Bundesparteitag für Lippenbekenntnisse zum Schutz jüdischen Lebens, die zwischen Boykottunterstützung und ‚Genozid‘-Vorwürfen gegen Israel jede Glaubwürdigkeit verlieren“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Die Linke leiste mit ihrer Beschlussfassung dem wachsenden Antisemitismus weiteren Vorschub.
Schuster vertrat die Ansicht, für Juden sei die Linke damit nicht mehr wählbar. Dem schloss sich der Antisemitismusbeauftragte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Sigmount A. Königsberg, an. Er schrieb in der „Jüdischen Allgemeinen“: „Die Positionierungen der Linken seit dem 7. Oktober 2023 haben diese Partei für die allermeisten Juden genauso unwählbar gemacht wie BSW und AfD.“
Der im Vorfeld dreier wichtiger Wahlen verabschiedete Beschluss richte sich „nicht so sehr an die jüdische Bevölkerung Deutschlands als vielmehr an die politische Konkurrenz, die man nach den Wahlen, insbesondere in Berlin, für Koalitionen gewinnen will“, fügte Königsberg hinzu. „Er ist ein Persilschein, der den Antisemitismusvorwurf entkräften soll.“ (eh)
54 Kommentare
Linke sind link! Passen in die antisemitische Welt. Ich sah im Fs, dass welche Hamastücher umgelegt hatten. Sowas könnte man als Volksverhetzung, pro Terror, einstufen. Justiz blind? Oder in BRD Meinungsfreiheit?
Linke sind link, und die Menschen sind alle Sünder!
Lieber Gruß Martin
@Untertan
Auch unser Bischof, bester Bibelkenner von allen?
„Hamastücher“. Diese Angst vor Tüchern ist echt nicht verständlich. Erst sind es die Kopftücher, die Frauen freiwillig tragen, das Problem. Jetzt sind es Halstücher.
Was haben euch diese Tücher getan? Wer gibt einem das Recht sich in die Kleidungsordnung anderer einzumischen?
Würde es morgen heißen, keine Kippas mehr in Deutschland, wäre die Hölle aber los. Dann käme sofort die Antisemitismus Keule zum Einsatz und Schlagwörter wie „Einschränkung der Religionsfreiheit“ würden sofort in den Nachrichten und Medien widerhallen.
@Die wenigsten Frauen tragen gerne Kopftücher. Und von denen,die behaupten,sie tragen diese freiwillig, die tun es auch nur wegen ihrem direkten Umfeld. Ich sage nur ,,Handyhüllen“. Kann sich auch nur ein Mann ausdenken!!!
Wer hat Angst vor Hamastüchern? Wir bestimmt nicht, nur unpassend in Deutscher Politik. Rest ihres Kommentars polemisch, Blubbi.
@ Blub:
„Was haben euch diese Tücher getan?“
Die Tücher tun weder mir noch anderen etwas,die Träger schon eher.Haben Sie in Deutschland schon einmal erlebt,dass sich „Kippa-Träger“(sofern sie sich überhaupt noch trauen,in D. eine Kippa zu tragen) ähnlich aggressiv,oder meinetwegen offensiv,verhalten,wie „Hamas-Tücher-Träger“?Wenn Sie die Nachrichten,Medien,auch Lokalzeitungen verfolgen,kann Ihnen ein gewisses Ungleichgewicht,bei objektiver Betrachtung auffallen.Möglicherweise halten Sie es aber auch einfach für von „…“ gesteuerte Berichterstattung.
Falls Sie diese nicht bereits lesen,möchte ich Ihnen die taz empfehlen.Eine durch und durch linke Zeitung und somit für „Pro-Palästinenser“ unverdächtig.In den Artikeln zwischen den Zeilen zu lesen und teilweise auch in den Kommentaren,ist meiner Meinung nach lehrreich und interessant.Bemerkenswert fand ich beispielsweise die Gaza-Tagebücher in Hinblick auf das Leben in Gaza vor dem Krieg.Aber machen Sie sich selbst ein Bild,wenn Sie möchten.(Spoiler-Alarm: Was viele Pro-Palästinenser und Linke über das „furchtbare,qualvolle“ Leben in Gaza vor dem Krieg berichtet haben,stimmt evtl. nicht.Nun ja,Frauen,gefangene Juden,LGBTQIA+ und Oppositionelle ausgenommen.Ich wiederhole,taz ist links,pro-palästinensisch und der Israelfreundlichkeit unverdächtig.)
„Erst sind es die Kopftücher,die Frauen freiwillig tragen,das Problem.“
Ich weiß nicht,ob Sie m/w/d sind,dies vorab.Ich scheine w zu sein;von Geburt an weiblich gelesen (ob das mein „richtiges“ Geschlecht oder nur anerzogen ist,weiß ich,ehrlich gesagt nicht.)
Keine Zeichen mehr.
Was haben euch die Kippot und die Davidsterne getan, könnte die Gegenfrage lauten
@Klaus
Ja,und wieviel trauen sich noch Kippa zu tragen? Unmöglichen Kommentar von Blub.
@ Blub
Tun Sie doch nicht so naiv! Oder verstehen Sie wirklich nicht die unterschiedlichen Argumente, warum man das eine tun und das andere sein lassen sollte?!
Die Kippa ist eine Kopfbedeckung, die im Judentum getragen wird, um Respekt und Ehrfurcht vor Gott auszudrücken.
Die Kufiya diente zwar traditionell in Nahost auch als Schutzbekleidung, die schwarz-weiße Variante der palästinensischen Kufiya wird aber seit längerem fast ausschließlich als politisches Symbol, insbesondere für die palästinensische Identität bzw. als Solidaritätsbekundung mit deren Kampf (Hamas) gegen Israel getragen.
Ist dieser Unterschied so schwer zu erfassen? Oder glauben Sie, dass bei uns im europäischen Raum die klimatischen Verhältnisse zum Tragen einer Kufiya zwingen? Selbst jetzt, bei dieser brütenden Hitze, würde wohl kaum ein Hamas-Fan hierzulande als Sonnenschutz eine Kufiya um den Kopf binden.
Und wenn Sie nicht verstehen, welche Argumente gegen das Tragen der Kopftücher muslimischer Frauen, vor allem hier bei uns, sprechen, sind Sie nicht nur uninformiert, ignorant und rückständig, sondern patriarchalisch und frauenfeindlich!
Ja, ich würde auch sagen Volksverhetzung, aus mehreren Gründen.
Selbst Herr Khan vom IStGH musste bei diesem Vorwurf zurückrudern. Aber dieses Eingeständnis, komplett falsch gelegen zu haben, darf sich die Linke natürlich nicht leisten…da bleibt man doch lieber bei den einmal ausgesprochenen Lügen! Diese Partei ist wirklich nicht wählbar!
Danke!
Volker Beck hat recht was er sagt, allerdings glaube ich dass die Linke „ehrlicher“ ist als manche andere Partei! Alle menschliche Weisheit egal welcher Prägung führt ins Dunkel!
Lieber Gruß Martin
Nein, Martin, Linke sind nicht ehrlicher. Ein WM Fussballspieler betete nach Abpfiff. Linke äusserte sich negativ mit “ Platzverweis für Jeshua“. ( Jesus ) Das ist dermaßen dümmlich.
Liebe Maria, bewusst setzte ich ehrlicher in Anführungszeichen! Sie werden sich noch wundern wie antisemitisch andere Parteien sich äußern werde.
Lieber Gruß Martin
Hallo, Martin, wundern, nein. Sie wissen schon, dass wir rechtzeitig BRD verlassen haben. Das nie mehr
längst überschritten. Siehe Übergriffe.
Wobei, ich sollte mich nicht mehr über BRD Politik äußern. VG
Hallo Maria, wir kennen uns ja nun schon viele Jahre, vieles hat Ihnen nicht gefallen, was ich geschrieben habe, und doch möchte ich Ihnen versichern, dass ich jedes Wort sehr ernst gemeint habe. Erlauben Sie mir Ihnen noch (aus meiner Sicht etwas sehr wichtiges) etwas mitzuteilen. Ich glaube, dass noch sehr starke Zerstörung auch in Israel geschehen wird, große Not und Hoffnungslosigkeit wird sich breit machen. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, alles Gute, und dass Sie, die Zeichen der Zeit erkennen können.
Lieber Gruß zu Ihnen Martin
@Untertan
Also ganz erhrlich, Sie schreiben Am Israel chai ,es wird noch sehr starke Zerstörung stattfinden. Auch in Israel. Große Not und Hoffnungslosigkeit wird sich breit machen. Und dann wünschen sie ihr „Gottes Segen“ und alles Gute. Sie möge die Zeichen der Zeit erkennen. Für mich klingt das sehr makaber.
@Israelnetz, ihr hättet im Text auch erwähnen können dass die innerparteilichen Auseinandersetzungen um Israel und Antisemitismus zum Austritt bekannter Politiker (wie Klaus Lederer) sowie von Antisemitismusbeauftragten auf Landesebene führten.
Auch Urgesteine wie Gregor Gysi und Dietmar Bartsch wehren sich vehement gegen Aktivisten in den eigenen Reihen, die den Staat Israel von der Landkarte verschwinden lassen wollen.
LG Gideon.
Dann sollen auch die rausgehen oder zumindest lauthals damit drohen. Aber die wissen selbst ganz genau, dass sie nur mit Linksradikalen und Israelfeinden wieder über die 5% gekommen sind. Macht ist wichtiger als Moral.
Ja,Herr Dobat, und die Historiker der kommenden Jahrhunderte werden über diese Epoche urteilen:,,Wie konnten die angeblich so aufgeklärten Menschen des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts auf diese mittelalterliche Verdammungsscharlatanerie solch verlogener Vogelfänger hereinfallen, einschließlich falscher Propheten und Heilsversprecher?“
Lieber Klaus, Sie wissen schon, dass die Juden in Deutschland, sehr begeistert waren von den so aufgeklärten Deutschen (vor der Nazizeit), die großen Denker und Philosophen (Hegel, Goethe, Schopenhauer, Fichte, Hegel u.a.), die kurz später wie „Tiere“ die Juden erbarmungslos vernichtet haben.
Die Bibel ist und bleibt das Kursbuch für Israel und die Nationen.
Lieber Gruß Martin
Ja,einschließlich jahrhunderte vorher Luther. Ja es betrifft alle diese großen Denker und Dichter, denn sie waren Kinder ihrer Zeit, so wie auch Sie, Herr Dobat, denn auch Sie unterscheiden zwischen Menschen, Juden und Heiden, was ist das anderes als religiös fundierter Rassismus? Ich hab Sie schon mal gefragt, ob Juden und Heiden Menschen in Ihrem Sinne sind.
Lieber Klaus, na klar sind wir Kinder unserer Zeit, Sie natürlich auch. Nein ich muss Sie enttäuschen, ich mache keinen Unterschied zwischen Menschen! Der allmächtige Gott hat alle Menschen geschaffen, und zur Rettung aller Menschen, seinen Sohn Jesus in die Welt und ans Kreuz gesandt, damit alle Menschen (Juden und Heiden) gerettet werden können, die das Opfer Jesu annehmen und anerkennen, dass sie Sünder sind.
Alle Menschen sind Sünder und brauchen das Liebesangebot Gottes, der Jesus von den Toten auferweckt hat. Dieser Jesus wird wiederkommen und von Jerusalem alle Nationen regieren. Lieber Gruß Martin
Sie trennen ja schon wieder !
Sagen Sie doch einfach nur ALLE Menschen.
Und mit dem Ewigen habe ich meine eigene Abmachung, die werde ich Ihnen aber nicht unter die Nase reiben. Im übrigen brauche ich keine Belehrungen, Torah, Bibel und Koran kenne ich gut genug, um mich nicht leimen zu lassen.
Ja auch ich bin ein Kind dieser Zeit, aber anders als viele andere Zeitgenossen lasse ich mich nicht eintüten. Wissen Sie, was ein Otrovertierter ist ?
Schlagen Sie es nach, dann wissen Sie, was ich bin.
Lieber Klaus, jetzt enttäuschen Sie mich aber! Zählen Sie doch mal, wie oft ich alle Menschen geschrieben habe, und alle Menschen sind nach der Bibel Juden und Heiden. Diese Liebe vom Kreuz wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen, lieber Gruß Martin
Lieber Klaus, ich bin ein gegen den Strom Schwimmer – möchte zur Quelle kommen! Jesus ist die Quelle des Lebens, er hat lebendiges Wasser – herrlich.
Lieber Gruß zu Ihnen Martin
„Schuster vertrat die Ansicht, für Juden sei die Linke damit nicht mehr wählbar.“ Damit hat er recht.
Aber ebenso sollten auch gläubige Christen diese Partei nicht wählen. Wer diese Partei wählt, wählt Juden- und Israelhasser.
JK
Gläubige Christen segnen keine Waffen, gläubige Bischöfe werden nicht zu Militärbischöfen, „Christ“-Demokraten bereiten keine Weltkriege vor sondern tun alles, alles um Kriege zu vermeiden, gläubige Priester lassen ihre Hände weg von….
Und nun JK, Verzeihung: Faire Menschen werfen den Wählern Die Linke keinen Judenhass- und keinen Israelhass vor. Ich wähle die Partei übrigens nicht, aus anderen Gründen.
@Brigitte
Unser Bischof, bester Militärbischof von allen, redet immer von Frieden, die Soldaten lieben ihn und weinen bei jeder Rede und küssen ihm die Hand.
Die LINKE ist nicht nur für Juden nicht wählbar ! Vorne der sprechende Lippenstift Reichineck, hinten die SED ! Volker Beck, einsamer Rufer in einer Wüste von Dummheit, hat vollkommen Recht. Palästinensisches Leben in Deutschland „STÄRKEN“ auf gleicher Ebene wie jüdisches Leben , Geht’s noch ? August Bebel, komm‘ zurück ! Es gilt immer noch „Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerls“. Und Kerl’innen, Depp’innen, geschichtsvergessenen Idiot’innen ! OT Bei uns hat gestern, bei brütender Hitze, die LFI das Musikfest in eine antisemi-äh, pardon, anti-zionistische Hetzveranstaltung umfunktioniert. Tausende junger Vollpfost’innen haben gejubelt.
@ Antonia
Mir fällt zum zweiten Mal auf, dass Sie sich bei der Verwendung des Begriffs „antisemitisch“ korrigieren und anstatt dessen „antizionistisch“ schreiben. Ist „antizionistisch“ Ihrer Meinung nach legitimer, weniger anstößig, eher „salonfähig“? Oder ist das ein ironischer Seitenhieb? Was wollen Sie damit sagen?
Ich meine, dass Antizionismus genauso judenfeindlich ist wie Antisemitismus. Vielleicht sogar noch schlimmer, weil er dem Staat Israel sein Existenzrecht abspricht.
Caja @ IRONIE, Gott im Himmel, Sie sollten mich wirklich besser kennen. Es ging mir darum , über die angeblichen Antizionisten und echten Antisemiten zu ironisieren. Ich darf noch kurz zitieren, was ein israelischer Soldat einmal lachend zu mit sagte (en français dans le texte, ich spreche leider nicht Hebräisch) :’tu es plus sioniste que Ben Gourion“.
@ Antonia
Danke für die Erklärung! Das beruhigt mich! Mittlerweile vermute ich allerorten – und selbst aus jeder bisher unverdächtigen Ecke – unterschwellig anti-semitische oder -zionistische Tendenzen. Das wird langsam bedenklich.😅 Ist aber auch insofern erklärbar, da sich die seit dem 7.10. offenbarten Abgründe in den Gesinnungen des sozialen Umfelds teilweise aufs schrecklichste offenbarten.
Antisemitismus und Antizionismus sind ein und das selbe, ersteres lehnt uns Juden ab, zweiteres den mit uns Juden verbundenen Staat Israel und dessen für uns so wichtiges Existenzrecht. Ich denke es ist als ironischer Seitenhieb gedacht, aber gegen wen?
SHALOM
@ Klaus
Sie haben recht, es ist ein und dasselbe!
Aber in jüngster Zeit versuchen sich die Judenhasser darin, diese Begriffe zu differenzieren, um ihren Antisemitismus zu kaschieren.
Gerade in der Partei der Linke verbiegen sie sich bis zum Äußersten, um diesen Spagat irgendwie hinzukriegen. Wenn sie sich als Antizionisten bezeichnen, versichern sie im selben Atemzug, sich nur den angeblich imperialistischen Bestrebungen des postkolonialen Israels entgegenzustellen, aber keinesfalls antisemitisch zu sein.
Das hört sich für deren Gefolgsleute gut an, ist aber völliger Unsinn. Denn damit spricht man Israel , dem einzigen möglichen Rückzugsort und Schutzraum aller Juden vor Ausgrenzung und Verfolgung, das Existenzrecht ab.
Nach deren Wünschen verdienen Juden keinen eigenen Staat. Sie sollen sich lieber weiter herumschlagen in Staaten, in denen sie, wie seit tausenden Jahren, als „Gäste“ in zweiter Reihe der Gesellschaft behandelt werden können. Für diese Leute sind Juden in Wahrheit keine gleichwertigen „Mitbürger jüdischen Glaubens“. Und für Palästinenser haben sie in Wahrheit auch nichts übrig. Sonst hätten sie schon längst eingestanden, dass Hamas deren wirklicher Totengräber ist.
Alle halbwegs vernünftigen Menschen in dieser Partei und darüber hinaus müssten dies erkennen können, wollen sie aber nicht. Sie überschlagen sich im Eifer ihres Retorten-Denkens, um künstlich Unterschiedlichkeiten zu konstruieren, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Und das allein mit dem Ziel, neue Wählergruppen aus den unterschiedlichsten Communities zu generieren..
Parteitag der Rattenfänger: junge Leute werden manipuliert, Klassenkampf und Antisemitismus als Parteiprogramm. Linke und AfD verbieten? Ja.
@Albert
Oder besser beidseitige Brandmauer, damit sich die demokratischen Kräfte noch bündeln und die SPD und Grünen nicht immer weiter mit den Linken kuscheln können. Das ist natürlich komfortabel, so wie es jetzt ist.
Na, Albert von uns Proforisten werden die wohl keinen fangen, denn wir sind ja keine Ratten, nicht wahr?
SHALOM
Nein, Klaus, die jungen Leute auch nicht, aber die Geschichte wiederholt sich immer: Linke (KPD) und AfD (NSDAP) als Ausdruck Radikalisierung der jungen und alten Generationen.
Leider hat sich die Gesinnung der Linken nicht geändert. Nachfolgepartei der SED. Und die war der große Freund von Arafat und der PLO. Und damit der Freud der Judenvernichter. Die Linke ist zu Ihren Wurzeln zurück gekehrt.
Es ist für mich ein mehrfacher Zorn, wenn ich an die „Linke“ denke: Die SED hätte vor dem 3.10.1990 aufgelöst werden müssen. Die Linke in Niedersachsen und im Bund hat heute mehr Judenhass als in den 80er Jahren, wo sich Erich Honecker Israel angenährt hatte. Erich Honecker ist besser als die „Linke“ heute.
Ausnehmen möchte ich die Linke Thüringen, dort ist Linke ein Gegenpart zu Hoecke.
Das Wochenende hat jedenfalls noch mehr Judenhass in die Gesellschaft getragen als bisher. Meinungsfreiheit ist das nicht, wenn „Völkermord“ behauptet wird, A.Hitler würde sich über die LInke sehr freuen. Hitler war stets ein großer Freund der Araber, und viele Islamisten verehren ihn als „Bruder Allahs“.
Wenn den wenigstens Kanzler Merz Charakter hätte, aber das hat er nicht, er redet NICHT mehr gegen Judenhass.
SPD, Grüne und Bundespräsident haben kein Problem mit der Hetzrede von „Jan van Aken“ (Interwiew WELT nach Abschiedsrede Bundesparteitag) ??
„Völker Beck ist einfach ein Hetzer, das wissen Alle, …“ sagte Jan van Aken unter anderem.
Ich bin einfach nur noch entsetzt, auf welcher Talbahn sich unser Land und unsere Demokratie befinden.
Empfehle die Lektüre Dürrenmatts „Zusammenhänge“ (Essay über Israel , 1980) u.a.: „..Schämte man sich nach dem Zweiten Weltkrieg, Antisemit zu sein, wurde man mit Stolz nach dem Sechstage-Krieg Philosemit, wagt man nun erleichtert nach dem Jom-Kippur-Krieg, Antizionist zu werden. Kein Mensch ist heute mehr Antisemit, man versteht nur die Araber….“ ……“Wo das Existentielle de Ideologischen gegenübersteht, nimmt das Ideologische gegen das Existentielle Stellung….“So lehnt man den jüdischem Staat als faschistisch ab….die marxistische Tradition will es so, gab es doch innerhalb des Marxismus nicht einst, sondern gibt es auch heute noch eine unbewußte Abneigung gegen das Judentum, durchaus der geheimen Abneigung, die immer noch im Christentum herumgeistert.“…
Meine persönlich Anmerkung: habe mich über Jahrzehnte als freier „Linker“ verstanden, doch mit diesem „Genozid“-Beschluss hat sich die Partei „Linke“ für mich als unwählbar positioniert und eine erstaunliche Geschichtsvergessenheit oder Unwissenheit demonstriert. Lehne selbst die verworrene, so viele Opfer kostende Kriegspolitik der radikal-extremen Nathanjau-Regierung, die viele Israeli nicht schützen konnte (7. Oktober!) und Israel in eine katastrophale kriegerische Situation und Isolation geführt hat und aus innenpolitisch taktischen Gründen (Machterhalt) die demokratische Substanz von Gesellschaft und Institutionen seit geraumer Zeit aushöhlt. Unsere kritische Solidarität gilt den Tausenden friedlich und demokratisch orientierten Menschen in Israel.
Und das, obwohl selbst Marx stockjüdisch war, und Engels ,,zum Juden gemacht“ wurde, als er sich mit Marx eine freundschaftlich scheinende Kabbelei zum Thema Antisemitismus lieferte .
(Entnommen aus Schuberths ,,Vom Antisemitismus, der keiner sein will“)
SHALOM
@ Peter Reik
Ich weiß, dass es innerhalb der Linke auch eine Splittergruppe gibt, die sich gegen Antisemitismus und Antizionismus engagiert. Leider hat diese immer weniger zu sagen.
Liegt wohl auch daran, dass sich diese Partei seit einiger Zeit sehr darum bemüht, neue Wähler zu generieren aus dem muslimisch-antisemitischen Spektrum.
Um als antifaschistische Partei nicht die Glaubwürdigkeit zu verlieren, versucht man mit aller Macht, Israel als faschistischen Staat zu brandmarken. Auf diese Weise, so glaubt man innerhalb dieser Partei, könne man dem Vorwurf von partei-internen Antisemitismus-Tendenzen entgegen treten. Was ein lächerliches, hilflos dummes Herumgeeiere! Die Wahrheit wird verbogen bis sie bricht.
Antisemitismus hat zwar schon immer im linken Milieu eine Rolle gespielt, jetzt aber eskaliert diese Gesinnung in unerträglicher Dimension. Wer gegen Antisemitismus und Antizionismus ist, kann diese Partei nicht mit gutem Gewissen wählen, schon gar nicht Parteimitglied sein.
Die Linke läuft unter der Parteienlogik und muss um Ihre Positionen ringen. Es ist dezent unfair das zu ignorieren, wirklich viele Genossis setzen sich dafür ein, inklusive mir. Aber es hilft uns nicht wenn es egal ist was wir machen in der Partei es nicht reicht und nicht anerkannt wird. Die PaliSoli ist ein Problem keine Frage, aber dann braucht die Partei Unterstützung und nicht immer auf den Deckel. Es ist unsere Aufgabe keine Frage, es funktioniert aber nicht wenn uns immer wieder Stöcke zwischen die Beine geschmissen werden. Wir kämpfen innerhalb der Partei weiter mit allen mitteln gegen den Antisemitismus, jeden Tag, aber die Linke ist keine Top-Down-Partei, das macht es schwer.
Die Knüppel, die zwischen euren Beinen landen, bestehen doch in erster Linie aus eurem trotz versuchten Beschönigen breit gefächerten und zu großen Teilen eingefleischten Antisemitismus und den linksfaschistischen Tendenzen eurer Partei, insbesondere aber den stalinistischen Anwandlungen eurer Parteijugend.
Ihr solltet besser darauf achten, bevor die in Teilen zu potentiellen Terroristen mutieren.
@ Rùn
Auf den Demos und Veranstaltungen nach dem 7.10. habe ich verschiedene Linke aus Frankfurt und Umgebung kennengelernt, die sich zu meiner großen Freude entgegen dem Mainstream ihrer Partei gegen Antisemitismus engagieren. Ich weiß, dass ihr es nicht leicht habt! Bitte nicht aufgeben, dieser völlig falschen Ausrichtung auch innerhalb der Partei zu trotzen! Und laut aufzuklären! Es gibt mittlerweile viele, gerade junge Menschen, die sich von der Antisemitismus-Linie täuschen und vereinnahmen lassen!
Werbung für die Linke? Angekommen!
@ Ach, jetzt erst aufgewacht und gemerkt, wo Sie sich parteipolitisch verorten können? Spricht nicht gerade für Ihre Ausgeschlafenheit!
Gut geantwortet, Caja, besser hinzukriegen wär mir nicht leicht gefallen.
SHALOM
Ich glaube, dass die Gottlosigkeit in dieser Partei so groß ist, wie in keiner anderen, was sich hier in ungeniertem Israelhass und Antisemitismus manifestiert hat.
Viele jugendliche Hinzugekomme in der Partei soll ja auch die Betonung des Existenzrechts Israels noch stören.
Daran ändern auch die paar „Anständigen“ nichts. Verharmlosung.