EU-Außenminister stimmen für Sanktionen gegen Siedler

Die EU-Außenminister befürworten erneute Sanktionen gegen Siedler. Israel verurteilt den Schritt scharf. Derweil erwägt die EU, den Handel mit Siedlungsprodukten einzuschränken.
Von Israelnetz
Die EU-Außenbeauftragte Kallas stellte am Montag den Sanktionsbeschluss der EU-Außenminister vor

BRÜSSEL (inn) – Bei ihrem Monatstreffen haben die Außenminister der Europäischen Union am Montag erneut für Sanktionen gegen „extremistische Siedler und Einrichtungen“ gestimmt. Damit machte das Gremium den Weg frei für eine formelle Umsetzung; die Zustimmung des EU-Rates steht noch aus. Die EU hatte bereits im Juli 2024 fünf Personen und drei Organisationen Sanktionen auferlegt.

Die Außenbeauftragte des Staatenverbundes, die Estin Kaja Kallas, begründete den Schritt mit einem Anstieg der Siedlergewalt. Zugleich habe die EU neue Sanktionen gegen Führungsfiguren der Terror-Organisation Hamas verhängt.

Blockade überwunden

Kallas erklärte, mit dem Schritt habe das Gremium eine politische Blockade überwunden. Bislang hatte sich Ungarn unter Regierungschef Viktor Orbán (Fidesz) dagegengestellt. Die neue Regierung von Péter Magyar (Respekt- und Freiheitspartei) stimmte nun mit den anderen Ländern. Kallas betonte: „Gewalt und Extremismus bringen Konsequenzen mit sich.“

Derweil erwägt der Staatenverbund auch, den Handel mit Produkten aus Siedlungen zu begrenzen. Wie Kallas mitteilte, hätten dies viele EU-Mitgliedsstaaten gefordert. „Wir arbeiten weiter mit der Kommission daran, Vorschläge vorzulegen.“

Siedlungsaktivisten betroffen

Eine Liste der betroffenen Akteure hat Kallas nicht vorgelegt. Laut Medienberichten ist aber die Organisation Regavim sowie deren Geschäftsführer Meir Deutsch betroffen. Ziel der Sanktionen ist demnach auch Daniella Weiss, eine der bekanntesten Siedleraktivistinnen in Israel, mitsamt ihrer Organisation Nachala („Erbe“). Gegen Weiss haben bereits Kanada und Großbritannien Sanktionen verhängt.

Betroffen sind auch Avichai Suissa und seine Organisation HaSchomer Josch („Wächter von Judäa und Samaria“), die nach eigenen Angaben Landwirte im Westjordanland beschützt. Auf der Liste steht zudem die Organisation Amana („Bund“), die sich seit 1976 für den Siedlungsbau starkmacht.

Folgen Sie uns auf Facebook und X!
Melden Sie sich für den Newsletter an!

Israel: „Moralischer Bankrott“

Israel kritisierte die Entscheidung der EU-Außenminister scharf. Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) warf der EU „moralischen Bankrott“ vor. Mit Blick auf das Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm sagte er, dass Israel und die USA die „Drecksarbeit“ für Europa täten. Die EU verhänge hingegen Sanktionen gegen Juden, weil sie in ihrem Heimatland – Judäa und Samaria – lebten. Dies sei inakzeptabel.

Außenminister Gideon Sa’ar (Neue Hoffnung) warf der EU vor, sie habe die Sanktionen erhoben, weil ihr die politische Haltung der Betroffenen nicht passe. Indes werde Israel weiter für das Recht von Juden eintreten, in ihrem Heimatland zu wohnen. „Kein anderes Volk hat ein so lange zurückgehendes und belegbares Recht auf sein Land wie die Juden hinsichtlich des Landes Israel.“

Ebenso wie Netanjahu kritisierte Sa‘ar die zugleich vorgenommene Sanktionierung von Hamas-Terroristen. Dies belege eine „völlig verzerrte moralische Gleichstellung“ seitens der EU.

Die EU betrachtet Siedlungsbau als illegal und sieht die „Zwei-Staaten-Lösung“ als einzigen Weg zum Frieden. Die Knesset hat sich im Juli 2024 infolge des Terrormassakers vom 7. Oktober jedoch gegen die Schaffung eines palästinensischen Staates ausgesprochen. Dabei steht die Befürchtung im Raum, dass die Terror-Organisation Hamas in einem solchen Staat die Macht ergreift und Angriffe auf Israel verübt, ähnlich wie es mit Blick auf den Gazastreifen der Fall war.

Regavim: Für uns eine Ehre

Die Organisation Regavim gab sich in einer Reaktion auf die angekündigten Sanktionen selbstbewusst: „Für uns ist es eine Ehre, dass die Europäische Union uns für die Liste herausragender Verteidiger des Landes Israel ausgewählt hat.“

Regavim erklärte weiter, sie weise seit zwei Jahrzehnten darauf hin, wie die EU Millionen Euro – das Steuergeld der Europäer – für die „Errichtung eines palästinensischen Terrorstaates“ ausgebe. Die EU fördere illegale Bauten auf Staatsland und unterstütze das palästinensische Bildungssystem, das aber Hass und Hetze gegen Juden verbreite.

„Aufgebauschtes Phänomen“

In einem Bericht vom April 2025 befasste sich Regavim mit dem Vorwurf der Siedlergewalt. Darin betonte die Organisation: „Siedlergewalt verdient Verurteilung und gerichtliche Befassung.“ Zugleich werde das Phänomen aufgebauscht und so getan, als seien alle Siedler gewalttätig. Da es sich um eine Kampagne handele, sei dies eine „moderne Ritualmordlegende“.

Regavim beklagt in dem Bericht unter anderem, dass die Vereinten Nationen, auf deren Angaben sich viele stützen, viele Vorfälle falsch einstuften. So gälten schon der Besuch des Tempelbergs durch Juden oder „Gebietsübertretungen“ von Wanderern als „Gewaltakt“. Zudem würden oftmals Araber als Opfer von Siedlergewalt gelistet, die die Vorfälle selbst durch Angriffe provoziert hätten.

Wachsendes Problem

Nichtsdestotrotz sehen Regierung und Armee Gewalt von Siedlern als wachsendes Problem. Die Armee räumte zu Jahresbeginn ein, dass sie es nicht hinreichend schaffe, Siedlergewalt einzudämmen. Bereits im November betonte Regierungschef Netanjahu, Israel müsse die Täter mit aller Härte verfolgen. Auch Rabbiner und Siedler verurteilten zuletzt die Gewalt.

Zu den Gewaltakten zählt etwa das Anzünden einer Moschee oder einer Fabrik mitsamt Fahrzeugen. Auch zu Straßenrandalen mit Todesfolge ist es gekommen. (df)

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

74 Kommentare

  1. Vorsicht Foristen, bevor ihr im Zorn explodiert.
    Der Ansatz ist in meinen Augen ganz okay, aber da steht die Frage im Raum, wie will man von Brüssel aus feststellen, wer im WJL unter den Siedlern als Extremist zu verstehen ist und wie das definiert wird. Wer hat denn in dieser Sache in Brüssel die Definitionshoheit?
    Betrifft das nur die ungenehmigten,wilden Siedlungen und die Aussenposten oder auch die vor der Genehmigung stehenden Siedlungen, und wie will man die sanktionieren?
    SHALOM

    18
    1. @ Klaus

      Ach, und du glaubtest, dass eine EU dazu in der Lage sei, dies zu differenzieren?!

      Du und viele andere andere hier haben sich doch selbst eifrig am pauschalen Siedler-Bashing beteiligt, ohne Differenzierungen vorzunehmen! Ich habe davor gewarnt, sich dieser Gießkannen-Rhetorik zu bedienen, weil sie eine willkommene Steilvorlage für die Narrative der Israel-Hasser ist.

      36
      1. Deswegen, Caja, hab ich ja auch diese Fragen gestellt. Und ja, ich bashe die aggressiven illegalen Siedler und ihre Ableger, die Noar haGvaot, die Hügeljugend. Gegen die legalen Siedler, die mit ihren Nachbarn in friedlichem Einvernehmen leben, habe ich nichts, insofern geht Ihr Vorwurf indifferenter Verurteilung an die falsche Adresse. Und wenn ich die Angriffe der Palästinenser nicht oder nur selten erwähne, so liegt es daran daß ich nicht relativiere, wenn es sich vermeiden lässt und ich zeige nicht mit dem Finger auf die Anderen ,um mein Verhalten mit deren Taten zu rechtfertigen. Die sollten nicht unsere Lehrer sein.
        SHALOM

        10
  2. Da muss ich mal die EU Loben dass hier die Sanktionen nicht Kollektiv gegen das gesamte Israelische Volk gerichtet ist, sondern nur Personen sanktioniert werden, die direkt an Gewalt oder illegalem Siedlungsbau beteiligt sind. Diese Methode ist sowohl präziser und ethisch vertretbarer als pauschale Wirtschaftssanktionen gegen Israel.
    Angesichts zunehmender Siedlergewalt und seltener strafrechtlicher Verfolgung innerhalb Israels sehe ich gezielte Sanktionen als notwendiges Mittel, um Menschenrechtsverletzungen zu unterbinden.

    Damit es klar ist, es geht darum radikale Akteure, die Frieden behindern, zu bestrafen (durch Einreisesperren und das Einfrieren von Vermögenswerten), anstatt die gesamte israelische Bevölkerung wirtschaftlich zu schwächen.
    Denn weder ich noch viele andere Juden möchten pauschal mit diesen radikalen Siedlern im Westjordanland in einen Topf geworfen werden.

    13
    1. @Gideon Lahav
      Sanktionen gegen Israel gibt es schon, von Schurkenstaaten wie Spanien, Irland, Slowenien, Belgien. Ist das nicht genug?

      43
      1. Albert, es geht nicht um Israel als ganzes, sondern um ein paar Siedleraktivisten. Ein Einreiseverbot an Personen wie Daniella Weiss, Smoritsch und Ben Gvir (die für mich einen sehr schlimmen menschlichen Charakter haben) halte ich für legitim.

        Mir ist es ganz wichtig dass wir sowohl innerhalb des Judentum, als auch in Israel als Individuen gesehen werden, und nicht als Gruppe mit festen Eigenschaften.

        7
        1. @ Gideon Lahav

          Ob diese Feinheiten der Details im Bewusstsein der Europäer auch ankommen? Ich habe derlei Aufklärung und Differenzierung unseren Mainstream-Medien (ARD, ZDF) nicht entnehmen können.

          So wird also letztlich auch durch diese Maßnahme das schlechte Image gegenüber der israelischen Gesellschaft, Regierung und des Staates allgemein europaweit befördert werden.

          Israel-Hasser sind Judenhasser und scheren sich einen Dreck um Differenzierungen von Menschen mit „Insider-Wissen“.

          Es ist immer dasselbe: Der Jude meint, wenn er sich anständig verhielte, sich von anderen Volksgenossen abgrenze, die Falsches tun, würden sie von pauschalen Verurteilungen verschont bleiben. Ein tragischer Irrtum, damals wie auch heute!

          Die Wahrheit ist: Der Jude wird gehasst nicht für das, was er tut, sondern was er ist! Wann wird sich diese bittere Erkenntnis endlich Jedem offenbaren?

          Und deshalb: Israel, seine Regierung und alle Juden innerhalb und außerhalb dieses Judenstaates müssen alleine und unbeirrt vom Rest der Welt ihre Sicherheit verteidigen und Ziele verfolgen!

          Es ist ehrenhaft, zu differenzieren, aber sinnlos, wenn es sonst niemand tut.

          27
          1. Liebe Caja, ich lese deine Kommentare sehr gerne und nehme deine Bedürfnisse auch sehr ernst. Ich stimme dir zu 100 % zu, dass Israel-Hasser und Judenhasser sich einen Dreck scheren um Differenzierungen von Menschen mit „Insider-Wissen“. – und dessen bin ich mir auch selbst sehr bewusst.

            Ich mag es jedoch nicht, dass meine Identität pauschalisiert wird oder dass mir eine spezifische politische Meinung (insbesondere eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Regierungspolitik) vorgeschrieben wird.
            Stattdessen versuche ich im Alltag die Vielfalt innerhalb des Judentums und zu betonen, um der Komplexität meiner Identität gerecht zu werden.
            Für mich ist Jüdische Identität facettenreich – sie umfasst Kultur, Geschichte, Zugehörigkeit und Weltanschauung, ohne dass dies auf eine einzelne Eigenschaft reduziert werden muss.

            (Und deshalb: Israel, seine Regierung und alle Juden innerhalb und außerhalb dieses Judenstaates müssen alleine und unbeirrt vom Rest der Welt ihre Sicherheit verteidigen und Ziele verfolgen!)

            Bei aller Liebe, diese Aussage ist für mich Illusorisches Denken.

            Zu hoch sind die Differenzen zwischen säkularen und religiöser Juden.

            Zu hoch sind die Differenzen zwischen Linke und Rechte Juden.

            Zu hoch sind die Differenzen zwischen Pro-israelischen und Anti-israelischen Juden.

            Deshalb wird das Judentum und Israel nie ein einheitliches Volk werden – eine bittere Erkenntnis, mit der ich mich längst abgefunden habe.

            3
          2. @ Gideon Lahav

            Ich möchte keine Wortklauberei betreiben, aber es wäre sicher treffender, nicht von meinen „Bedürfnissen“, sondern meinen Ansichten oder meiner Meinung zu sprechen.

            Was meinst du mit „meine Identität pauschalisiert wird“? Oder dass dir „eine spezifische politische Meinung (insbesondere eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Regierungspolitik) vorgeschrieben wird“?

            Von mir? Verstehe nicht, wo ich das mit meinem Statement ausgesagt haben sollte!

            Dass die israelische Gesellschaft und das weltweite Judentum ungemein pluralistisch und in den Ansichten teilweise sogar zutiefst zerstritten ist, weiß ich seit frühester Jugend. Ist auch verständlich, da es sich beim seit Jahrhunderte in alle Welt verstreuten Judentum nicht um eine aus einer homogenen Kultur hervorgehende Glaubensgemeinschaft handelt. Und der Glaube zudem bei vielen Juden heute gar keine Rolle mehr spielt, obgleich sie immer noch unabhängig davon als „Juden“ gelten. Sehr komplex also.

            Insofern, es geht mir darum, dass, bei aller Unterschiedlichkeit, nicht aus dem Blick kommt, dass es einen kleinsten gemeinsamen Nenner geben sollte (Orthodoxe ausgenommen), wenn einem daran gelegen ist, dass der Staat Israel trotz seiner vielfältigen Feinde überlebt.

            Wenn ich also schreibe, dass Israel, seine Regierung und alle Juden innerhalb und außerhalb dieses Judenstaates alleine und unbeirrt vom Rest der Welt ihre Sicherheit verteidigen und Ziele verfolgen müssen, ist das mein frommer Wunsch, keine Doktrin, die ich anderen aufoktroyieren möchte.

            25
          3. @ Gideon Lahav

            Jetzt greife ich doch noch mal meine von dir als solches bezeichneten „Bedürfnisse“ auf.

            Wie du wahrscheinlich weißt, bin ich eine sog. „Vater-Jüdin“, was nach der Halacha bedeutet, dass ich keine Jüdin bin.

            Allerdings bin ich mit der Leidens- und Verfolgungsgeschichte meines Vaters, seiner Familie und seinem Freundeskreis von frühester Jugend an vertraut.

            Ich bin damit aufgewachsen als Selbstverständlichkeit und hatte mit den Lehren aus dem DR, aber auch mit den damit verbundenen Lasten in meinem Lebensumfeld zu leben. Die Lebensgeschichten meines Vaters, seiner jüdischen Freunde und weitläufigen Verwandtschaft in Israel haben mich nicht verbittert werden lassen, sondern stolz und widerständig.

            Ich habe erfahren, wie Nachbarn, die mir freundlich entgegenlächelten, später untereinander raunten „Da ist Juden-Blut drinnen“. Ich wurde von anderen Kindern als „Juden-Sau“ beschimpft oder ausgegrenzt. Denen war es egal, dass ich getauft und später konfirmiert wurde. Die haben nicht differenziert.

            Ich habe mich davon nicht beirren lassen, denn ich wusste, dass sie arme Kleingeistige sind, weil ich gestärkt wurde durch meine starken Eltern!

            Ich bin als Christin geboren und als solche will ich auch irgendwann sterben, aber ich fühle mich dem Judentum sehr verbunden und werde es immer bleiben.

            Und als solche erlaube ich mir, überall und vor jedem das zu vertreten, was ich für richtig halte, auch Juden gegenüber, die anderer Meinung über Manches sind als ich. Zumal ich weiß,
            … (Fortsetzung folgt)

            34
          4. @ Gideon Lahav

            (Fortsetzung)

            , dass „das Judentum“ als homogene Masse mit einheitlicher Deutungshoheit über die unterschiedlichsten politischen, gesellschaftlichen oder religiösen Belange nicht existiert.

            34
          5. Caja, (Was meinst du mit „meine Identität pauschalisiert wird“? Oder dass dir „eine spezifische politische Meinung (insbesondere eine bedingungslose Unterstützung der israelischen Regierungspolitik) vorgeschrieben wird“?)

            Meine Aussagen beschreiben typische Mechanismen von Stereotypisierung, Gruppenzwang und Vorurteilen. Sie fallen oft im Kontext von Debatten über nationale, religiöse oder ethnische Identitäten.

            Das ist wie als würde Jemand annehmen, dass alle Menschen aus einem bestimmten Land exakt gleich denken, dieselbe Kultur leben oder dieselben Werte teilen.

            Bei Israel betrifft diese Erwartung oft jüdische Menschen außerhalb Israels oder israelische Staatsbürger. Es wird fälschlicherweise angenommen, dass „jüdisch sein“ oder „israelisch sein“ automatisch bedeutet, mit der aktuellen Politik einer Regierung übereinzustimmen, obwohl das nicht stimmt.

            3
          6. Es tut mir leid, dass Ihre Nachbarn Sie antisemitisch beleidigt haben. Unsere Nachbarn sind verschlossen und beschweren sich ständig bei uns wegen Kleinigkeiten.

            1
  3. Das frage ich auch.
    Wer entscheidet, wer gewalttätig ist?
    Was ist mit der Gewalt der Palästinenser untereinander? Wer verurteilt und sanktioniert die? Oder nennt das die EU Riten im Namen der Religionsfreiheit des Islam?
    Außerdem schaden die Sanktionen zum großen Teil allen Bewohnern im Westjordanland.

    51
    1. Nein, eben nicht, sondern endlich eine Konsequenz gegen über den ungesühnten und grösstenteils von der israelischen Armee geduldeten Gewaltverbrechen von fanatischen Siedlern, religiöser Fanatismus ist in keiner Religion zu dulden und manchmal macht es Sinn erst zu reflektieren und dann zu kommentieren

      11
    2. @ Jürgen Weinberg
      “ Mitglieder der SA (Sturmabteilung) stellten sich vor Eingängen auf, schüchterten Kunden ein und klebten Plakate mit Aufschriften wie „Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Juden!“ an Schaufenster.
      Ist es etwa DAS, worüber Sie 2026 so frei sprechen?

      0
      1. @ Brigitte

        Ich antworte mal stellvertretend, da es hier im Forum einen offenen Diskurs gibt:

        Genau dieses von Ihnen geschilderte Szenario aus dem DR findet heute seine Entsprechung vor vielen jüdischen Cafés, Restaurants, Geschäften und Einrichtungen. Ist das freie Sprechen darüber, dass derartige Parallelen auch 2026 zu beobachten sind, so unverständlich?

        33
        1. Caja Ist das so?? vor vielen jüdischen Cafés, Restaurants, Geschäften und Einrichtungen stehen Menschen mit Plakaten um den Hals: Kauft nicht bei Juden ein!

          Sie haben ja von Entsprechung gesprochen, also von Modifizierung, eine Übertragbarkeit od. Anpassung an 2026.
          Sie erwarten nun meine Relativierung. Warum erwarten Sie diese Genauigkeit nicht von Weinberger?

          2
          1. @Brigitte
            Auf der Grundlage,das wir auf einer besseren Basis kommunizieren wollen folgendes: es müssen nicht immer die genauen Sätze sein und sich die Leute mit Plakaten vor die Geschäfte stellen. Aber wie oft wurden hier schon Scheiben eingeschmissen von jüdischen Restaurants? Mit wirklich widerlichen Sprüchen die Wände beschmiert? Und denken Sie nur an die Begebenheit mit meinem Sohn als Busfahrer. Nur weil ein Typ der Meinung war,in diesem Bus darf man nicht jüdisch sein,oder auf hebräisch telefonieren. Das einzig Gute daran: Kevin hat einen neuen Freund gefunden. Und im Sommer feiert Elias Hochzeit. Aber Kevin ist jetzt so etwas von sensibel dafür geworden. Man muss nur hingucken. Das ist ihm nur vorher nie so wirklich aufgefallen.
            Grüße aus Berlin
            Manu

            28
        2. @Caja
          Offener Diskurs? Herzlichen Dank für diesen einladenden Hinweis. 😉

          Sie haben für das Fremdwort „Analogie“ (gr. u. lat analogia) in diesem Fall die geeignetste „Eindeutschung“ gewählt: ENTSPRECHUNG (u.a. im Sinne der Ähnlichkeit von Verhältnissen).
          Nun ist es sicherlich zu viel verlangt vorauszusetzen, dass eine Foristin wie diejenige, die hier als @Brigitte in die Erscheinung tritt, dies zu würdigen verstünde.

          Eine Sprache wandelt sich; Wort-„Bedeutungsfelder“ verschieben sich; unsere Alltagssprache ist in vielerlei Hinsicht unpräzise.
          Und nicht jede oder jeder ist fähig, die andere oder den anderen zu verstehen. Das mag an mangelnder Intelligenz liegen oder an Unbildung oder an oberflächlichem Recherchieren oder . . .
          Das ist in diesem Fall allerdings nebensächlich. Entscheidend ist: der Foristin @Brigiite entgeht, dass sie sich schlicht und einfach lächerlich macht, wenn sie meint, das Bild von „Menschen mit Plakaten um den Hals: Kauft nicht bei Juden ein!“ 1:1 ins Jahr 2026 transponieren zu müssen. Hetze heute ist anders.
          Das anschließende Etymologisieren ist gar nicht so übel. Gefolgt von einer Fehlleistung; ich zitiere: „Sie erwarten nun meine Relativierung.“ – Vor Jahren ist ein Buch erschienen unter dem Titel: „Am Abgrund des Relativismus“.

          OT: Übrigens hat diese Foristin letzthin durch einen „Insider“-Kommentar geglänzt, in welchem sie behauptete, die sogenannten Siedler in Judäa und Samaria erhielten ihre Mordaufträge direkt von Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich. Aber dazu habe ich an entsprechender Stelle Entsprechendes angemerkt.

          38
      2. @Brigitte
        Haben wir diese Vorfälle nicht schon gehabt? Wie Caja schon geschrieben hat. Alles fängt mal ganz klein an. Und das kann man nicht leugnen.

        24
  4. Ich gebe meinen (Vor-) Kommentatoren in vielen Punkten recht. Wir dürfen jedoch auch nicht übersehen, dass die Haltung der EU immer weniger „Israelfreundlich“ wird, inklusiv der Berichterstattung in den europäischen Staaten. Der Antisemitismus ist stark ansteigend auf dem Vormarsch.
    Lieber Gruß Martin

    16
    1. @Untertan
      Der Antisemitismus auf dem Vormarsch… Nicht in der Toscana, lieber Untertan, seien Sie beruhigt, meine Ehefrau, ich selbst, unser Hauspersonal, unser Bischof, werden wir uns heldenhaft entgegenstellen!

      17
  5. Shalom,endlich macht jemand etwas gegen die“Radikalen Siedler“(Gemeint sind hier nur die Problemmacher!!!)Eigentlich wäre dies ja die Arbeit der IDF und dieser radikalen Regierung.Wenn ich Personalien von solchen Radikalen Siedlern hätte,würde ich diese an die EU Ministerin weiter leiten! Das sind keine Israelis,das sind Terorristen mit Kippa und Zizit! Jerusalem

    13
    1. @Jerusalem
      Wenn ich Personalien von solchen Radikalen Siedlern hätte… Schade, wir hätten gern Name und Adresse.

      2
  6. „…sehen Regierung und Armee Gewalt von Siedlern als wachsendes Problem. Die Armee räumte zu Jahresbeginn ein, dass sie es nicht hinreichend schaffe, Siedlergewalt einzudämmen. … Zu den Gewaltakten zählt etwa das Anzünden einer Moschee oder einer Fabrik mitsamt Fahrzeugen. Auch zu Straßenrandalen mit Todesfolge ist es gekommen.“
    Die IDF „schafft es nicht“!!! Man will es kaum glauben… Spricht das nicht für eine gwisse Unfähigkeit?

    5
    1. Auch wenn es jetzt relativierend erscheinen mag, was ich normalerweise ablehne, so ist es die gleiche Unfähigkeit hierzulande bezüglich des Antisemitismus.
      SHALOM

      17
    2. @Matti Goldschmidt
      Ist Ihnen die Bedeutung des Wortes „hinreichend“ hinlänglich bekannt? Sie geben vor, (nochmals) zu zitieren, unterschlagen dabei aber dieses Wort? Unglaublich. Und da helfen auch die drei Ausrufezeichen nicht; im Gegenteil: Das alles spricht für eine gewisse Absicht, nicht wahr?
      —–
      „Man will es kaum glauben…“ – MAN? Wer oder was ist MAN? Verstecken Sie sich dahinter?

      33
  7. Kauft nicht bei Juden, pardon heute heißt es Zionisten (Zynismus Ende), auch wenn die Geschichte sich nicht immer wiederholt, reimt sie sich.
    Europa meint einmal mehr seine moralische Überlegenheit, die eigentlich nur eine Heuchelei von Moral, unter Beweis zu stellen, indem sie sogenannte „gewalttätige“ Siedler mit der Hamas gleichsetzt.
    Aber Israel und die Siedler werden auch dies überstehen, weil Gott über Israel wacht, während dies von der EU, diesem europäischen Turmbau nicht gewiss ist.

    56
    1. @ Doreen
      Kauft nicht bei Juden… Das einfachste Wissen kann ich heute nicht mehr voraussetzen? Die damaligen jüdischen Bürger hatten mit dem Zionismus erstmal so gut wie nichts überein oder lehnten ihn ab.
      Israelische rabiate Siedler sind für ihr Tun selbst zu verantworten, sie sind vermummte bewaffnete Terroristen, worin unterscheiden sie sich mit der damaligen SA? Die konnten damals genauso bedrohen, Eigentum verkleistern, plündern, vertreiben u. töten.
      Genauso wenig wie die damalige Schupo können IDF die Siedler nicht in Schach halten. Und wieso soll die EU über Israel wachen?
      Ja, die „so genannten“ gewalttätigen Siedler sind nicht im Legoland als Spielfiguren.

      4
      1. @Brigitte
        „Israelische rabiate Siedler, worin unterscheiden sie sich mit der damaligen SA?“ 1932/1933 zählte die SA 427.000 Mann. Noch ein Beweis, mit solchen Vergleichen, dass unsere Brigitte die falschen Bücher liest und linksradikale Thesen vertritt.

        41
        1. @ AlbertNola
          Gut, das Wort SA mag am falschen Platz genannt sein! Die Sturmabteilung diente der NSDAP, um alle Schranken gegenüber der jüdischen Bevölkerung fallen lassen zu dürfen und sie als vogelfrei zu erklären.
          Das ist in Israel nicht so. Dafür gibt es in IL noch eine Zivilgesellschaft, allerdings kommen aus genau dieser ZG solche Siedler.
          P.S. Ich würde Ihnen nicht unterstellen, rechtsradikale Bücher gelesen zu haben.

          1
          1. @ Brigitte

            „P.S. Ich würde Ihnen nicht unterstellen, rechtsradikale Bücher gelesen zu haben.“

            Wieso denn auch?

            27
      2. Brigitte bitte seien Sie vorsichtig mit der Verwendung des Begriffes Zionismus in negativem Kontext.
        Der Zionismus steht nämlich in direktem Zusammenhang mit dem Wunsch ,,nächstes Jahr in Jerusalem.“
        Wissen Sie denn, was Zionismus heißt bzw. bedeutet? Wissen Sie, was Zion ist?
        Zion ist der höchste Berg des Plateaus, auf dem Jerusalem thront.
        Der Zionismus selbst geht auf Theodor Herzl zurück, einen säkularen ungarischen Juden, der als Journalist dem Dreyfus-Prozess beiwohnte. Dieser Mann hatte nach diesem Prozess den Gedanken, dem heimatlosen jüdischen Volk eine Heimstatt zu verschaffen,wo sie als Juden unbehelligt, selbstbestimmt und souverän leben konnten.
        Er selbst erlebte die Umsetzung seiner Idee nicht mehr, aber andere Juden, unter anderen Chaim Weizmann griffen diese Idee auf und machten eine große Bewegung daraus.
        Wenn Sie das nicht wussten, ist Ihnen kein Vorwurf zu machen, aber die Begriffe Zionismus und Zionist werden missbräuchlich als Beschimpfung und Beleidigung verwendet. Es stimmt, daß der Zionismus eine heterogene Bewegung mit vielen Strömungen ist, aber es stimmt nicht, daß die meisten Juden den Zionismus abgelehnt hätten. Das Gegenteil ist der Fall, obwohl es auch eine ganze Reihe nichtzionistischer Juden gibt und gab.
        Aber wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie bei Wikipedia oder in GEO EPOCHE nach, oder aber in einem Lexikon.
        Ich bin ebenfalls Zionist, da meine Aliya, meine Auswanderung nach Israel vorbereitet ist und ich nur noch auf den richtigen Zeitpunkt warte. Meine Leute dort warten bereits auf mich.

        44
        1. @Klaus
          Danke,du hast das wirklich gut erklärt. So habe ich das nämlich auch mitbekommen. Zionist gilt als Schimpfwort. Ist aber nicht so. Gelesen im Buch “ Zeichen der Zeit“ von Karin Lorenz. Da steht noch viel mehr Interessantes drin. Aber genau so hatte sie das auch erklärt. Super!👍👍👍

          19
        2. @ Klaus
          Als ich heute Mittag Ihren Kommentar und Ihre Empfehlungen an mich las, blieb bei uns zu Hause die Spucke weg. Klaus, Sie sind nicht gönnerhaft aufgetreten!
          Sie wissen nur nichts über mich.
          Pkt. 1 Zionismus negativ verwendet? An welcher Stelle?
          Pkt. 2 Kennen Sie die lange Geschichte, die über jahrzehntelangen innerjüdischer Diskussionen, kennen Sie sich mit dem Diskussionspunkt „Assimilation“ (anpassen +bleiben oder weg gehen?) aus? Haben Sie schon mal von den zionistischen Kongressen ab 1896 gehört, kennen Sie die Rede von Th. Herzl auf Kongress I 1897, in dem er offen über die „Kolonisation Palästinas“ sprach? Oder vielleicht doch nach Südafrika?
          Dass es insgesamt 8 zion. Kongresse gab, bis etwa 1910 solche Ergebnisse in die jüdische Bevölkerung vordrangen aber erst ab 1920 sich die jüd. Bevölkerung damit zurückhaltend befasste, weil ein Großteil von ihnen sich als Deutsche, als patriotische Deutsche verstanden, die wie selbstverständlich in Kriege mitzogen. Die nicht zu den „Eingeborenen“ nach Araberland wollten? Übrigens: es wurde nur der anerkannte Begriff Palästina auf allen Dokumentationen und Beschlüsse der Deutschen Zionistenvereinigung verwendet! 1908.
          Dazu benötige ich kein Wiki oder GEO, ich greife ins Regal; falls Sie Fragen (ich grenze das auf die Zeiten ab 1807 ein) zum Zionismus haben fragen Sie mich.
          P.S. wussten Sie, dass ca. um 1807 eine dt. zion. Delegation zum Sultan in die Türkei reiste und ihre regelrechte Aufwartung machte? Der war von der Idee angetan.

          1
          1. Brigitte, zu Punkt eins fragen Sie mal die Linken, die Kommunisten,die grüne Jugend ,Kontraforisten, die Mullahs Palästinafreunde ,Palästinenser, linksgrünwoke Studenten, Hamas und Hizbollah, die Muslimbruderschaft,die Houthi usw.
            Zu Punkt zwei, da können Sie sicher sein, ist mir bereits seit langem alles bekannt, auch hinsichtlich der Assimilationsbestrebungen und der Widerstände gegen die Idee des Zionismus, desgleichen die alternativen Ideen, die möglichen Orte der Ansiedlung betreffend. Ich brauche mich dahingehend nicht belehren zu lassen .
            Und wenn ein gewisses Entgegenkommen im Sinne einer von Vernunft bestimmten Diskussion als Gönnerhaftigkeit interpretiert wird, so ist das Ihr Problem, nicht meines. Dann bleibt es eben bei der Unvereinbarkeit unserer Standpunkte.

            40
          2. @ Brigitte

            Ich verstehe beim besten Willen nicht Ihre Empörung über die Erklärungen von Klaus und dass Ihnen deswegen „die Spucke wegblieb“. Wo genau befinden sich denn die diametralen Gegensätzlichkeiten in den Kommentaren von Ihnen beiden, die so derart aufwühlen?

            Und Klaus hat doch alles sehr wohlwollend und freundlich an Sie adressiert.

            Oder geht es Ihnen allein darum, den Nachweis zu führen, dass Sie sehr wohl über profundes Wissen über die Begrifflichkeit des „Zionismus“ verfügen? Dazu hätte es diesen barschen Ton in Ihrer Erwiderung nicht gebraucht. Ein Dankeschön und eine anschließende Demonstration Ihrer Kenntnisse wäre doch auch ausreichend gewesen.

            Immer wieder beklagen Sie sich, wenn ich Ihnen angeblich zu aggressiv kontere. Dass Sie genauso „scharf schießen“, bei diesmal in meinen Augen banalem Anlass, haben Sie hier mal wieder bewiesen.

            Und überhaupt, Ihr Beitrag und der von Klaus bieten doch eine durchaus wertvolle Gelegenheit für viele der hier Lesenden, noch einmal genau etwas zum Begriff „Zionismus“ zu recherchieren, der aktuell leider zum beliebtesten Schimpfwort aller Israel- und Judenhasser geworden ist.

            Also wo liegt das Problem?

            35
      3. @ Brigitte

        Verstehe Ihren Ansatz der Kritik an Doreens Kommentar nicht.

        Sie hat doch lediglich darauf hingewiesen, dass sich Antisemitismus heute sehr viel eleganter hinter dem abwertenden Gebrauch der Begrifflichkeit „Zionismus“ versteckt, welcher in den Augen der Israel- und Judenhasser mit post-kolonialem Denken und imperialen Bestrebungen gleichgesetzt und insofern verurteilt wird.

        Wie Sie als belesene Kennerin der Geschichte des Zionismus sicher wissen, erfuhr die Bewegung des Zionismus ihre wahre Blüte insbesondere erst nach dem 2.WK, weil sich tragischerweise bis dahin viele Juden gerade in Deutschland und weiten Teilen Europas so weit glaubten assimiliert zu haben, dass ihnen dort keine Feindseligkeiten oder Bedrohungen mehr entgegengebracht werden würden.

        Vor allem in Deutschland waren die meisten Juden anhand ihrer Erscheinung, Kleidung, Sprache, ihres Auftretens etc. äußerlich gar nicht mehr als „jüdisch“ erkennbar. Im Gegensatz zu dem „Ost-Judentum“, wo sich viele Juden in den „Städeln“ mit traditioneller Lebensweise versammelten (meist gezwungenermaßen).

        Der Zionismus beinhaltete also gerade für die Verfolgten und Überlebenden der Shoah eine Perspektive auf ein neues Leben in Freiheit und Selbstbestimmung. Um so bösartiger, wenn heute dieser Begriff als ideologische Diffamierung missbraucht wird. Zumal die arabische Welt damals in den Teilungs-Beschlüssen der UN sogar noch insofern bevorteilt wurde, als dass den sog. „Palästinensern“ ein weitaus größeres Gebiet zugestanden worden war – was sie aber ablehnten.

        39
  8. Auch ich kann in den bisherigen Kommentaren wertvolle Ausgewogenheit im positiven Sinn des Wortes erkennen. Allerdings ist es mir schleierhaft, wie die EU präzise und korrekt individuell gegen die verschwindend geringe Minderheit innerhalb der überwiegend friedlichen Siedlergemeinschaft mit Sanktionen vorgehen will.
    Noch viel dramatischer ist der geplante Waren- und Dienstleistungsboykott gegen Produkte aus Judäa und Samaria: „Derweil erwägt der Staatenverbund auch, den Handel mit Produkten aus Siedlungen zu begrenzen. Wie Kallas mitteilte, hätten dies viele EU-Mitgliedsstaaten gefordert. ‚Wir arbeiten weiter mit der Kommission daran, Vorschläge vorzulegen.‘ “. Damit werden zugleich die Friedliebenden unter den Siedlern und den benachbarten Arabern in Judäa und Samaria völlig zu Unrecht in Haft genommen. Hat man nichts aus dem Soda stream – Fall gelernt.
    Letztlich bleibt die Frage: Wäre es nicht viel vernünftiger die Handlungsfähigkeit des israelischen Rechtssystems zu stärken, damit die notwendigen Urteile gegen die Gewalttäter aller im Land Israel lebenden Ethnien zügig (und gut kommuniziert) vorankommen? Sanktionen, zumal im Orient, waren bisher stets zweifelhafte Werkzeuge und werden es auch in Zukunft sein.

    23
    1. @little brother
      Auch uns ist es schleierhaft, „wie die EU präzise und korrekt individuell gegen die verschwindend geringe Minderheit innerhalb der überwiegend friedlichen Siedlergemeinschaft mit Sanktionen vorgehen will“.
      Unser Vorschlag: Jerusalem soll im Westjordanland extremistische Siedler ausfindig machen, Name und Adresse.

      6
  9. Ach, diejenigen, die alle Palästinenser unter Generalverdacht stellen, Hamas-Mitglieder zu sein, fragen jetzt, wer entscheiden soll, wer ein extremistischer Siedler ist?

    Ich würde mir wünschen es so zu handhaben wir Zionisten jeden Palästinenser wahrnehmen!

    Das reicht bei weitem nicht aus, aber es ist ein Anfang!

    7
    1. Ludovico
      „Ach, diejenigen, die alle Palästinenser unter Generalverdacht stellen, Hamas-Mitglieder zu sein, fragen jetzt, wer entscheiden soll, wer ein extremistischer Siedler ist?“

      Na ja, man kann auch plötzlich sehr sensibel werden….

      1
      1. So ist es, Brigitte, es ist nur schade, daß es vielen erst jetzt zu Bewusstsein kommt, daß längst nicht alle zionistischen Juden mit dem einverstanden sind, was da von Seiten der Siedlungspolitik ihrer Regierung geschieht, das WJL betreffend, und das schon seit längerem.
        Und an Ludovico gerichtet, lernen Sie mal zu
        differenzieren, anstatt zu pauschalisieren.
        Die Kontraforisten Blub und Brigitte sind da schon ein bisschen weiter. Zwar werden auch diese beiden nicht die Seiten wechseln,
        dazu sind die Meinungsunterschiede zu groß, aber sie sehen das Ganze nicht so verbissen und sind vernünftigen Argumenten zugänglich. Einige Proforisten sind durchaus bereit, dies mit einer Diskussion zu honorieren anstatt mit Anwürfen.

        4
  10. Shalom,-Albert Nola@-Danke für den Vorschlag!Werde es mir überlegen!!! Habe damit kein Problem. Gerechtigkeit und Strafe muss sein!!! Jerusalem

    3
  11. Ich bin für einen friedlichen Nahen Osten, in Judäa und Samaria ist es möglich, wenn mehr Sicherheitskräfte vor Ort kommen sollten. Die Sanktionen sind ein Zeichen, dass die EU einseitig Israelis bestraft. Wer bestraft die Palästinensischen Terroristen ?
    Die EU muss endlich mehr tun gegen den anti-israelischen Mainstream in Europa. Dieser ist auch Gewalt.

    8
    1. @Martin Sechting
      Sie schreiben am Ende Ihres Kommentars: „Die EU muss endlich mehr tun gegen den anti-israelischen Mainstream in Europa. Dieser ist auch Gewalt.“
      —–
      1. Was konkret sollte Ihrer Meinung nach von der EU getan werden?
      2. Ist es überhaupt denkbar, dass die EU „mehr tun“ wird (bzw. tun könnte)?
      3. „Mehr tun“? Und was genau wird gegenwärtig von der EU bereits getan?
      4. Gehört Sánchez‘ Spanien für Sie auch zur EU?
      5. Müssen Beschlüsse, mehr zu tun, einstimmig gefasst werden?
      —–
      Ich bin mit meiner Fragerei noch längst nicht am Ende, wäre Ihnen aber sehr dankbar, wenn Sie diese wenigen Fragen beantworteten. Im Voraus vielen Dank.

      25
    2. @Martin Sechting
      Gehören Sie auch zu den Foristen, die Sachfragen nicht beantworten? – Dann erlauben Sie mir die Schlussfolgerung, dass Sie es zwar verstehen, Forderungen an die EU zu stellen, aber nicht im geringsten wissen, von wem sie wie und wann zu erfüllen wären. Dergleichen gehört in die Rubrik GESCHWÄTZ.

      12
      1. @Alida
        Sorry,wenn ich mich einmische. Du gehst ja ganz schön ins Gericht mit Martin Sechting. Sei nicht so streng. Er ist gläubig und ich verstehe ihn. Die EU tut wirklich wenig für Israel. Nur Forderungen. Statt mal gegen Hamas und Co. vorzugehen. Vielleicht mal die Milliarden an diese Leute einstellen? Vielleicht mal Forderungen an Pal-Terroristen stellen? Ich denke mal,so meint er das. Du erinnerst mich ein wenig an meinen Papa.😆😆Er hat auch immer alles auseinander genommen. Jedes Thema. Sieh es aus dem Blickwinkel eines ganz einfachen und normalen Menschen wie mich z. B. Nicht böse sein. Sei nachsichtig.😘😘
        Liebe Grüße Manu

        1
  12. Ich zitiere einenZeitungsartikel der Jüdischen Rundschau: „Während die grün-linken westl. Medien unermüdlich das Narrativ der angebl. eskalierenden „Siedlergewalt“ bedienen, verschweigen sie systematisch die tagtägl. mörderische Realität, der Israels Bürger in Judäa und Samaria ausgesetzt sind. Natürlich müssen diese israel. Täter verurteilt werden, aber sie dienen der EU als willkommenes Feigenblatt, denn nicht die israelischen Siedler bedrohen den Frieden, sondern jene, die ihre systematische Gewalt verbergen und ihre Opfer entmenschlichen. Videoaufnahmen zeigen solche Vorfälle, bei denen Araber gewalttätige Angriffe auf Israelis starten, die darauf angesetzt sind, Gegenwehr zu provozieren.Diese Reaktion wird von linksradikalen Protagonisten, z.T. aus dem Westen eingeschleust, gefilmt und selektiv so geschnitten, dass die Provokation nicht zu sehen ist, um dann das Video trotz des Wissens, das es eine vorsätzliche Fälschung ist, wissend um seinen wahren Charakter, den Vereinten Nationen oder westlichen Medien zur Verfügung stellen.“ Das ist Delegitimierung und Dämonisierung Israels und von Judäa und Samaria. Es wird Zeit, dass diese Lügen korrigiert werden und nicht unwidersprochen bleiben.

    24
    1. @Elisabeth Martha
      Ich finde es gut und richtig, dass Sie aus einem Artikel zitieren, der in der „Jüdischen Rundschau“ veröffentlicht wurde,

      Allerdings fehlen mir folgende Hinweise: Der Artikel, aus welchem Sie (nicht immer ganz exakt) zitieren, ist in der „Jüdischen Rundschau“, Nr. 12, Dezember 2025, S. 30 erschienen; Überschrift:
      >> Lügenmythos „Siedlergewalt“: Eine Lüge verdeckt tausend arabische Angriffe <<

      Nach einer ausführlichen Einleitung, signiert wie üblich mit "(JR)", ist der vierspaltige Text zu lesen, verfasst von der nicht unumstrittenen Melanie Phillips (74). Beim Text handelt es sich um eine Übersetzung. Der Originaltext ist im "Jewish News Syndicate" (JNS.org) erschienen.

      Melanie Philipps' Text ist faktenbasiert und höchst kritisch gegenüber der Regierung Israels. – Vielleicht sollte ich das durch Zitate belegen? Hier sind sie;

      "Auf jeden Fall greifen Araber die jüdischen Einwohner von Judäa und Samaria 60 Mal häufiger an als Juden sie angreifen. Zwischen 2019 und 2022 verzeichnet der israelische Sicherheitsdienst Shin Bet 25.257 'palästinensisch'-arabische Angriffe auf jüdische Bewohner dieser Gebiete.
      Im Jahr 2024 griffen 'palästinensisch'-arabische Terroristen laut Zahlen von Rescuers Without Borders mindestens 6.343 Mal Juden in Judäa und Samaria an, töteten 27 Israelis und verletzten mehr als 300 weitere."
      [. . .]
      "Israel erzählt der Welt diese Dinge zum Teil deshalb nicht, weil es diese umstrittenen Gebiete als ein heikles Thema betrachtet, das es nicht ansprechen möchte. Diese feige Haltung [. . .]"

      Wird fortgesetzt . . .

      28
    2. Fortsetzung (Zitate) . . .

      „Diese feige Haltung trägt wiederum zu dem umfassenderen Problem bei, dass die israelische Regierung die Notwendigkeit, ihren Ruf in der Welt zu schützen, einfach nicht ernst genug nimmt.“
      [. . .]
      „Das Ergebnis ist, dass Lügen unwidersprochen bleiben, dass viele wohlmeinende Menschen im Westen davon überzeugt sind, dass die ‚gewalttätigen Siedler‘ den Frieden im Nahen Osten verhindern – und dass auch zu viele Juden in der Diaspora dieser Lüge aufgesessen sind.
      Das Versäumnis, gegen seine gewalttätigen Extremisten vorzugehen, ist an sich schon ein Schandfleck, der die israelische Gesellschaft befleckt. Es ist auch strategisch dumm – von einem Land, das nicht einmal eine Strategie hat, um seinen Ruf gegen existenzielle Angriffe zu verteidigen.
      Das Ergebnis ist, dass sowohl die in der ‚Westbank‘ lebenden Israelis als auch die bedrängten Juden, die in einer bösartig feindseligen Diaspora leben, bei dem Versuch, mit der Flut bösartiger Lügen fertig zu werden, im Stich gelassen wurden. Es ist höchste Zeit, dass sich das ändert.“

      So endet Melanie Phillips‘ Artikel. Eine bemerkenswerte Darstellung der Fakten. Zudem eine Deutung und Bewertung der Situation. Widerspruchslos ist das wohl nicht hinzunehmen. Allerdings sehe ich mich außerstande zu analysieren bzw. zu argumentieren. Der Grund? Meine Kenntnisse sind zu lückenhaft. Vielleicht kennt sich jemand besser aus?

      28
  13. Ja,Ludovico, wir Zionisten fragen.
    In der Absicht, uns zu beleidigen, ehren Sie uns in Wirklichkeit, auch ich bin Zionist und fühle mich durch Ihre Anteilnahme geschmeichelt.
    Ich habe nichts dagegen, wenn die gewalttätigen illegalen Meschuggim unter den Siedlern zur Sau gemacht werden,ebensowenig wie man es in Israel den Hamas Terroristen zukommen läßt .
    Was die Millionen unschuldiger Palästinenser im Gazastreifen und im WJL betrifft so dürfen die sich bei Amin Al Husseini, bei Arafat und bei Sinwar für ihren Ruf bei uns Zionisten bedanken. Wir wollten das nicht, aber diese Dreifaltigkeit des Terrors hat dafür gesorgt, und es ist klar, daß die Antisemiten dieser Welt ihr dreckiges Kapital daraus schlagen wie Hyänen und Aasgeier, um ihren Hass auf die Juden zu mästen.

    17
  14. Ich finde Sanktionen gegen die Siedler falsch, da es sich meiner Meinung nach um Privatpersonen handelt, von denen manche Verbrechen begehen, die allerdings von der dortigen Gesetzgebung zu ahnden sind, nicht von „uns“.

    Allenfalls könnte „man“ auf die dortige Regierung Einfluss nehmen, die Gesetzgebung entsprechend anzupassen. Das würden wir in Deutschland uns jedoch verbitten und wo auf der Welt sollte „man“ dann damit anfangen und aufhören? Für mich wäre es auch klar antisemitisch, da wir anderen Ländern ja auch nicht vorschreiben, wie sie mit ihren tatsächlichen und vermeintlichen Kriminellen umzugehen haben. (Da wäre es mir lieber, wenn wir Länder „mahnen“ würden, die erlauben, dass kleine Mädchen zwangsverheiratet werden.)

    Die Sanktionen gegen die Mitglieder der gazanischen Regierung/Hamas finde ich richtig, da es sich um die Mitglieder einer gewählten Regierung handelt.

    26
    1. Nein Emma: Extremistische Milizen im Westjordanland dürfen nicht straffrei agieren. Solche Personen dürfen weder geschützt noch toleriert werden – Punkt.
      Und da Bibi sich weigert, darauf zu drängen, dass die Täter von den israelischen Sicherheitskräften konsequent festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden – weil seine Koalitionspartner die Gewalt im Westjordanland durch politische Rückendeckung anheizen –, müssen nun ausländische Akteure einschreiten, um gegen diese gewalttätigen Straftäter vorzugehen.

      6
      1. @ Gideon:

        Aber weshalb nur (jüdische?) Kriminelle im/aus dem Westjordanland? Auf der ganzen Welt gibt es Kriminelle, die wir mit Sanktionen und mit Einreiseverbot nach Europa belegen könnten. Das tun „wir“ nicht gleichermaßen.

        37
        1. Emma, es handelt sich nicht ausschließlich um Sanktionen gegen jüdische Siedler, sondern um ein Paket, das extremistische Siedlergewalt adressiert und gleichzeitig Maßnahmen gegen Hamas-Vertreter enthält.

          Außerdem stehen auch militante palästinensische Gruppen aus dem Westjordanland seit Jahrzehnten auf der offiziellen Terrorliste der EU.

          2
      2. Sowie das Wort „Siedler“ ausgesprochen oder gedruckt erscheint, gerät die westliche, zutiefst antiisraelische, antijüdische, antisemitische Gesellschaft aus allen Fugen. Das fängt damit an, dass Israel die „Westbank illegal besetzt“ hält und es erklärt natürlich auch niemand, dass die gewalttätigsten Teile dieser Gebiete unter der Kontrolle der „Palästinensischen Autonomiebehörde des Herrn Abbas“ stehen. Hat dieser „seinen Laden“ im Griff? Natürlich nicht, entweder er kann nicht, oder er will nicht, daher ist die Anwesenheit israelischer Truppen bisher unvermeidlich. Als eine Schwangere in Samaria kürzlich auf dem Weg zur Entbindung erschossen wurde, auch ihr Baby starb, fand man nichts in den westlichen Medien. Es ist Israelis nach israelischem Recht verboten, einige dieser Gebiete zu betreten, weil die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die „palästinensischen Araber“ sie lynchen und ermorden würden. Von den inzwischen rund 800 000 Menschen, die in 156 Siedlungen in der „Westbank“ und 12 in Ost-Jerusalem leben und 196 in kleineren „Outposts“, sind 99 Prozent friedliebend und haben sich klar von den 1% Gewalttätern distanziert. Da diese 99% von dem Westen und der EU nichts mehr erwarten, sind sie inzwischen immun gegen deren verlogenen Anklagen. Zehntausende „Palästinenser“ arbeiten außerdem im Bauwesen bei Israelis, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Boykottmaßnahmen wie der von Obama initiierte „settlement freeze“ oder Strafzölle gegen israelische Produkte aus der „Westbank“ schaden zuallererst den „palästinensischen Arbeitern“ und ihren Familien. (s.Soda)

        15
        1. @Elisabeth Martha
          Ich habe den Eindruck, Sie zitieren wild durcheinander, ergänzen hier und da. – Der Text ist wichtig. Bitte künftig die Quelle(n) angeben.

          25
    2. Genau aus diesem Grund, den Sie nennen, hat Israel den Iran angegriffen… ich dachte Sie seien mit dem Krieg einverstanden? Interessant wie sich das Blatt wendet wenn es um das eigene Land geht oder? Dann heißt es auf einmal, man sollte sich nicht in dir Politik und alles andere von außen einmischen.

      3
  15. EU-Sanktionen und Menschenrechte
    Es gibt kein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren mit Recht auf rechtliches Gehör für die Sanktionierten.
    Inwiefern ist die EU zuständig als Betroffene, die Rechtsmittel zur Gewaltprävention geeignet sowie die Verhältnismäßigkeit gegenüber „einfachen“ Bürgern gewahrt?
    Nicht nur hierbei werden die EU-Sanktionen als politisches Mittel unter Verletzung der Menschenrechte und Würde missbraucht – auch Straftäter haben Rechte.
    Warum werden nicht der JNF-KKL und seine „gemeinnützigen“ europäisch/deutschen Sammelstellen sanktioniert?
    Warum dürfen die Hamas-Indianer jede Woche den Hitler-Jihad gegenüber der Topographie des Terrors tanzen?
    Warum werden die Bundeszentrale für politische Bildung, Haus der Kulturen der Welt und Rosa Luxemburg Stiftung oder die Blockfreien mit ihren postkolonialen „Free Palestine from German Guild“ als Erlösungs-Antizionismus für den Weltfrieden der Völker nicht sanktioniert?

    26
    1. @ Erkus

      Super Fragen! Warte gespannt auf die Antworten der Ludovico-Blub-etc.-Fraktion!

      22

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen