Zyprische Influencerin will Baby in Israel zur Welt bringen

Untersuchungen prophezeien einen lebensgefährlichen Geburtsfehler eines Babys. Weil ihr die Ärzte auf Zypern zur Abtreibung raten, will eine Influencerin nun in Israel ihr Kind gebären.
Von Israelnetz
In Israel kann der Influencerin Fontanel geholfen werden

Foto: Krankenhaus Beilinson

Die TikTokerin Stephanie Fontanel vertraut dem israelischen Ärzteteam um Juval Gielchinski

PETACH TIKVA (inn) ­– Die TikTokerin und werdende Mutter Stephanie Fontane erwartet eine dramatische Geburt. Ihr Ungeborenes leidet an einem lebensgefährlichen Geburtsfehler. Trotz aller Gefahren möchte die Influencerin ihr Baby bekommen.

Fontane ist in Brasilien geboren und mit 18 Jahren zusammen mit ihren Eltern nach Frankreich ausgewandert. Mit 22 Jahren zog sie schließlich nach Zypern. Dort wollte sie auch ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Doch als die Ärzte sie untersuchten, machten sie ihr deutlich, dass sie ihr nicht ausreichend helfen könnten. Da sie auf Zypern keine angemessene Ausbildung für einen solchen Fall hätten, könne das Ungeborene möglicherweise nicht überleben. „Zwei Ärzte gaben uns eine 50:50-Chance, dass das Baby nach der Geburt überlebt“, sagte die Influencerin, der auf TikTok mehr als 200.000 Nutzer folgen. Ihr wurde zur Abtreibung geraten, doch dies wollte sie nicht.

Fontane in Israel mit gutem Gefühl

Weil ihr Ehemann Israeli ist, beschloss das Paar in der 28. Schwangerschaftswoche, in Israel Hilfe zu suchen. Im Krankenhaus Beilinson bei Petach Tikva fanden sie Hilfe. Auch hier machten ihr die Ärzte deutlich, dass die Überlebenschancen relativ gering sind. Allerdings gaben sie ihr „ein gutes Gefühl, dass sie alles tun werden, damit eine sichere Geburt gelingt“. Sie entschied sich, die Schwangerschaft fortzusetzen und „um das Leben des Babys zu kämpfen“.

Vergangene Woche wurde dann eine wichtige und entscheidende Operation durchgeführt. Der Eingriff soll die Zwerchfellhernie mildern und dem Baby helfen, bei der Geburt zu atmen. Das Problem besteht darin, dass es ein Loch im Zwerchfell des Ungeborenen gibt. Daher heben sich Organe in Richtung Brustkorb und stören die Entwicklung der Lunge. Das Baby ist damit in der Gefahr, bei der Geburt nicht atmen zu können. Die Zwerchfellhernie tritt im Durchschnitt bei einer von 5.000 Geburten auf.

Der behandelnde Arzt, Juval Gielchinski, gilt als Spezialist für solche Operationen. Diese kann heutzutage in einzelnen Zentren weltweit durchgeführt werden. In wenigen Wochen steht die Geburt an, noch ist unklar, wie hoch die Überlebenschance ist. Für die Influencerin und ihren Mann sei die Reise nach Israel allerdings die Richtige gewesen. (joh)

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4 Antworten

  1. Wünsche dem Baby und dir, liebe Stefanie, alles Glück der Welt.
    Du bist in Israel in guten Händen.
    Wir beten für euch.

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  2. Liebe israelnetz-Redaktion, bitte berichten Sie darüber weiter, wenn das Baby zur Welt gekommen ist. Ich werde dafür beten!

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  3. Toll, daß die Mutter sich gegen eine Abtreibung entschieden hat. Jedes Leben ist von Gott gewollt. Und wenn Er das Baby nach der Geburt heimholt, ist es Seine Sache.
    Der Mutter und dem Baby wünsche ich Gottes Beistand und Bewahrung! Bitte berichten Sie weiterhin über den Fall, damit wir die Familie und die Ärzte ins Gebet nehmen kömmen.

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