UN-Botschafter besichtigen Israel

Zerrbilder über Jerusalem und Israel lassen sich am besten vor Ort korrigieren. Das dachte sich der israelische UN-Botschafter Danon und lud neun seiner Amtskollegen zu einer Tour durch das Heilige Land ein.
Diplomaten als Touristen: Neun UN-Botschafter erhalten Einblicke in die Gegebenheiten des Landes

Foto: Danny Danon, Facebook

Diplomaten als Touristen: Neun UN-Botschafter erhalten Einblicke in die Gegebenheiten des Landes

JERUSALEM (inn) – Der israelische UN-Botschafter Danny Danon hat am Montag neun seiner Amtskollegen durch Jerusalem geführt. „Um den Lügen über unsere Hauptstadt etwas entgegenzusetzen, ist für meine Amtskollegen nichts wichtiger, als die Wahrheit über Jerusalem zu lernen und die Schönheit der Stadt mit eigenen Augen zu sehen“, begründete Danon die Tour.

Auch der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat schlüpfte in die Rolle des Touristenführers. Er zeigte den Diplomaten die Stadt Davids südlich der heutigen Altstadt mit den vielen archäologischen Funden. Barkat betonte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“, diese seien Beleg für die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und Jerusalem.

Crashkurs Israel

Jerusalem ist die erste Station der UN-Botschafter auf ihrem fünftägigen Aufenthalt in Israel. Dort haben sie sich bereits mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu getroffen. In den kommenden Tagen sind unter anderem Besuche an der Nordgrenze des Landes und in Tel Aviv geplant.

Daneben steht ein Treffen mit dem Regierungschef der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Rami Hamdallah auf dem Programm. In der Gegend werden sie auch ein Industriegebiet besichtigen, das Israel, die PA und Jordanien gemeinsam betreiben.

Größere Unterstützung im Blick

Die Organisation „Amerikanisch-Jüdisches Komitee“, die sich für den Staat Israel und für Juden in Amerika einsetzt, hat die Reise organisiert. Mit dabei waren die Botschafter von Australien, Estland, Gabun, Kenia, Lesotho, Malawi, Papua-Neuguinea, Polen und Togo.

Bereits im Dezember hatte Danon 14 seiner Amtskollegen nach Israel gebracht und ihnen das Land gezeigt. Im März erklärte auch die stellvertretende Außenministerin Zippi Hotovely einer Gruppe von UN-Botschaftern die Lage in Jerusalem.

Israel wirbt bei solchen Touren um Verständnis für die Gegebenheiten vor Ort. Dem jüdischen Staat ist es auch daran gelegen, auf diese Weise mehr Unterstützung bei den Vereinten Nationen zu erhalten. Die Regierung setzt dabei insbesondere auf afrikanische Länder.

Von: df

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