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Ultra-Orthodoxe beten für Rückkehr der Entführten

Ultra-Orthodoxe beten an der Klagemauer für Einheit des Volkes und die Entführten. Anlass ist der Beginn des jüdischen Monats, in dem sich der Schmerz in Freude verwandeln soll.
Von Israelnetz
Gur Haredim Klagemauer

JERUSALEM (inn) – Zu Beginn des jüdischen Monats Adar haben sich Zehntausende von Haredim, ultra-orthodoxen Männern, an der Klagemauer versammelt. Zu der Gebetskundgebung zum Rosch Chodesch aufgerufen hatten der sephardische Oberrabbiner Israels, Jitzchak Josef, und der geistliche Leiter der chassidischen Gur-Dynastie „Admor Ja’akov“, Arije Alter.

„Aktuell befindet sich das Volk Israel in einer schwierigen Zeit“, schrieben die geistlichen Leiter im Vorfeld. „Ein grausamer Feind fordert Zerstörung, Tötung und Verlust.“

Am Donnerstagnachmittag erbaten die Teilnehmer der Kundgebung „die Gnade des Himmels für das Volk Israel“. Weiter sagte der Oberrabbiner: „Wir beten für eine Rückkehr der Geiseln. Wir beten für die Heilung der Verwundeten an Körper und Seele. Wir beten um den Erfolg der Sicherheitskräfte und um Trost für die trauernden Familien.“ Außerdem kamen die Gläubigen „in Erwartung der baldigen Erlösung Gottes und einer baldigen barmherzigen Erlösung“ zusammen.

Ein Monat der Freude

Der Monat Adar ist der Monat, in dem in Gedenken an die Königin Esther das Purimfest gefeiert wird. Das Thema des Monats ist Freude. Die Gläubigen seien wegen des „großen Feldzuges im Süden und im Norden“ zusammengekommen. Sie flehten den Arzt an, „der die zerbrochenen Herzen heilen könne“. Die Gläubigen beteten Psalmen und Teile der Bußgebete.

Das jüdische Jahr 5784 ist ein Schaltjahr. Den Monat Adar gibt es deshalb zweimal. Am Donnerstag begingen die Betenden den Beginn des Adar I. Das Purimfest wird erst im Adar II gefeiert – am 24. März.

Die Gur-Bewegung ist aschkenasisch, Josef ist hingegen Sepharde und Sohn des Jahrhundertrabbiners Ovadia Josef. „Die Kombination der beiden Gemeinschaften ist interessant. Seit wann kooperiert die Gur-Bewegung mit dem Oberrabbiner Jitzchak Josef?“, fragt ein Sepharde, der selbst in einer ultra-orthodoxen Familie aufwuchs, nach der Veranstaltung. „Wo waren die litauischen Juden bei dieser Gebetskundgebung?“, fragt er weiter.

Die litauischen Juden sind Aschkenasen, aber keine Chassiden. Beantwortet wurde diese Frage an der Klagemauer nicht, doch Josef betete, dass sich zeigen würde, was bereits im Buch Esther geschrieben sei: Die Juden in allen Provinzen sollten die Feiertage als die Tage halten, „an denen die Juden zur Ruhe gekommen waren vor ihren Feinden und als den Monat, in dem sich ihr Schmerz in Freude und ihr Leid in Festtage verwandelt hatten“ (Esther 9,22). (mh)

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11 Antworten

    1. Ich fürchte es hilft nicht. Wie sollte es auch? Der innere Dialog eines Menschen hatte noch nie Auswirkungen auf äußere Umstände.

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          1. Lieber Gerd, der allmächtige Gott ist sehr real! Er hat seinen Sohn Jesus ganz real für alle Menschen (Juden und Heiden) zur Rettung in die Welt gesandt. Er ist wie ein liebender Vater, unbegreiflich wertvoll. Lieber Gruß Martin

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          2. @Gerd
            Real sicherlich nicht, aber Untertan kann Ihnen ein Foto zeigen, er hat bestimmt welche auf Lager.

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  1. Die Gebete sind wichtig, auch wir sollten dafür beten, dass sich der Schmerz in Freude verwandelt.
    Die Einheit des Jüdischen Volks ist wichtig, und die eingepfropften Zweige sollten in dieser Welt dafür kämpfen, dass das Jüdische Volk niemals alleine ist.
    Gott ist mit Israel, und wir alle leben in einer „Hiobsgeschichte“, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht kannten.
    Es wird sich alles zum Guten wenden für Israel, wir müssen alle dafür kämpfen, mit dem Glauben an Gott und an die Bibel.

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  2. Die Quersumme des jüdischen Jahres 5784 ist 24. Sie steht in der Bibel für die 12 Söhne Jakobs im AT und die 12 Apostel im NT. In der Offenbarung Jesu an den Apostel Johannes werden ebenfalls 24 Älteste, die vor Gottes Thron niederfallen und Gott anbeten, erwähnt. Sie preisen die Allmacht Gottes. Militärische Stärke ist von Nöten, aber noch mehr ein Beten zu Gott, das aus dem Herzen kommt. Nicht auswendig gelerntes und laut ausgesprochenes Rezitieren bewegt den Arm Gottes. ER schaut in unser Herz und weiß, was unser Sehnen ist und kennt unsere Motivation. Wenn unser Herz JA zu Gott sagt, wird ER antworten.

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  3. In Damaskus und Teheran stand ich in vorderster Front, unerkannt für die Sache Israels und stehe auch heute noch voll und ganz hinter Israel ! Ich habe mich aber nie mit dem Religionsgedusel und Gesäusel abfinden können – auch heute nicht. Für mich ich das eine Gehabe, das Moslems jederzeit an den Tag legen und in vielen Fällen vorteilhaft – vom Nichtgläubigen oder Heide – ausgenutzt werden kann!

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