Massensegnung an der Klagemauer

JERUSALEM (inn) – In Jerusalem haben sich am Sonntagmorgen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zehntausende Juden zum Empfang des aaronitischen Segens an der Klagemauer versammelt. Laut der jüdischen Nachrichtenagentur JTA wurden sie von einigen hundert Nachkommen Aarons gesegnet.
Zehntausende Juden versammelten sich an der Klagemauer, um den Priestersegen zu empfangen.

Foto: mh, Israelnetz

Zehntausende Juden versammelten sich an der Klagemauer, um den Priestersegen zu empfangen.

Unter der Menge waren die neuen Oberrabbiner des Landes Israels, David Lau und Jitzhak Josef, sowie der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat. Auch der Rabbiner der Klagemauer, Schmuel Rabinowitz, war bei der Massensegnung dabei. Er sagte, dass die große Menschenmasse vor der Klagemauer ihn an die Zeiten erinnere, als es den Tempel noch gab. Sie sei ein beeindruckendes und ehrfurchtgebietendes Zeugnis der Verbundenheit des jüdischen Volkes mit den Überresten der zerstörten Tempelanlage.
In einem besonderen Gebet wurde an die israelischen Soldaten und die Sicherheitskräfte gedacht.
Die Massensegnung durch die Priester an der Klagemauer wird seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973 zwei Mal jährlich während Pessach und Sukkot durchgeführt. Der chassidische Rabbi Menachem Mendel Gefner hatte diese Idee; daraus entwickelte sich eine Tradition. Der priesterliche Segen ist möglicherweise der älteste Teil der Torah. In 4. Mose 6,23-27 gebietet Gott seinem Diener Mose:
„Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:
Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.“
Vor allem Juden aus der Diaspora kommen zu der Massensegnung nach Jerusalem. Eigentlich findet sie stets am zweiten Halbfeiertag von Sukkot statt. Da dieser Tag in diesem Jahr jedoch auf einen Schabbat fiel, wurde die Segnung auf Sonntag verschoben.

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