NEW YORK (inn) – Zehntausende Menschen haben am Sonntag in New York an der jährlichen Israel-Parade teilgenommen.Bürgermeister Zohran Mamdani (Demokraten) war allerdings beim „Israel-Tag auf der Fünften“ nicht zugegen, wie internationale Nachrichtensender berichteten; der Name bezieht sich auf die Fifth Avenue in Manhattan. Mamdami ist damit der erste Bürgermeister der Stadt, der der Veranstaltung seit ihrer Gründung im Jahr 1965 fernblieb.
Der Sohn der renommierten Filmemacherin Mira Nair hatte einen möglichen Boykott bereits während seines Wahlkampfs angekündigt. Mamdani gilt als bekennend pro-palästinensisch und kritisierte in der Vergangenheit die israelische Regierung wiederholt scharf.
Die Besucherzahl des „Israel-Tags“ war indes so hoch wie selten zuvor. Die Veranstalter schätzen allein die Zahl der Teilnehmer des Festumzugs auf rund 50.000. Neben dem Straßenumzug, der sich tanzend, singend und feiernd den Weg auf der „Manhattan Fifth Avenue“ bahnte, säumten zahlreiche Israelfreunde die Bürgersteige.
Auch mehrere einflussreiche amerikanische Politiker nahmen an der Veranstaltung teil, darunter die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul (Demokraten). Ebenfalls vor Ort waren Mamdanis Vorgänger Eric Adams und Michael Bloomberg. Neben amerikanischen Vertretern reiste außerdem eine Delegation israelischer Politiker an. Angeführt wurde sie vom Knesset-Sprecher Amir Ochana (Likud). Der rechtsnationale israelische Finanzminister Bezalel Smotritsch (Religiöser Zionismus) erschien unangekündigt.
Das wahrscheinlich größte Polizeiaufgebot
Der „Israel-Tag“ feiert die jüdische Identität und die Existenz des Staates Israel. New York ist mit mehr als einer Million jüdischen Einwohnern die Stadt mit der größten jüdischen Bevölkerung außerhalb Israels. Erik Goldstein, Geschäftsführer der größten jüdischen Spendenorganisation New Yorks, der „UJA-Federation of New York“, betonte in einem Interview des amerikanischen Senders „Fox 5“ mit Bezug auf Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud): „Wir feiern nicht die Politik Israels oder den politischen Kurs Netanjahus. Wir feiern das Wunder der Existenz des Staates Israel.“ Das Motto der Veranstaltung lautete: „Proud Americans, Proud Zionists“ (Stolze Amerikaner, stolze Zionisten).
Obwohl in den vergangenen Monaten international vermehrt antisemitische Angriffe Schlagzeilen machten, kam es beim Festumzug auf der „Manhattan Fifth Avenue“ zu keinen Ausschreitungen. Die New Yorker Polizeipräsidentin Jessica Tisch erklärte: „Es ist wahrscheinlich das größte Polizeiaufgebot, das die Stadt bei einer Veranstaltung dieser Art je gesehen hat.“ Die jüdische Polizeichefin nahm ebenfalls am Umzug teil. Sowohl Juden, als auch Christen und Muslime beteiligten sich an der Veranstaltung. (cb)
Ein Kommentar
Der Judenhasser Mamdani nicht dabei.