Tempelberg soll unter jordanischer Kontrolle bleiben

Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde starten eine Initiative, um eine Änderung des Status quo auf dem Tempelberg zu verhindern. Dies soll vor allem ein Appell an die künftige israelische Regierung sein.
Von Israelnetz

Foto: israelnetz/mh

Jordanier und Palästinenser rufen Muslime mit Koranrezitationen zu stärkerer Präsenz in Felsendom (goldene Kuppel links) und Al-Aqsa-Moschee (graue Kuppel rechts) auf

AMMAN / RAMALLAH / JERUSALEM (inn) – Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) wollen auf internationaler Ebene und besonders in arabischen und islamischen Ländern verstärkt vor der „Gefahr“ warnen, dass die künftige „rechtsgerichtete Regierung“ den Status quo auf dem Tempelberg ändern könnte. Außerdem wollen sie mehr Muslime ermutigen, dort täglich den Koran zu rezitieren.

Die neue Initiative richtet sich einerseits an die kommende israelische Regierung und soll andererseits die Verwaltung Jordaniens über die muslimischen heiligen Stätten in Jerusalem untermauern. Dies berichtet die israelische Zeitung „Jerusalem Post“.

Nach den Wahlen vom 1. November äußerten jordanische und palästinensische Politiker ihre Besorgnis, dass die neue israelische Regierung unter Lukud-Chef Benjamin Netanjahu dafür sorgen könnte, das Gelände auf dem Tempelberg zeitlich und räumlich für Muslime und Juden zu trennen. Bisher steht das Gelände unter Aufsicht der islamisch-jordanischen Religionsbehörde Waqf.

„Palästinensische Brüder sollen gestärkt werden“

In den vergangenen Jahren haben Jordanien und die PA immer wieder Israel verurteilt, weil es Juden den Zutritt auf den Tempelberg erlaubte. In jüngster Zeit hat Jordaniens König Abdullah II. daher die Initiative gestartet, dass der Koran in der Al-Aqsa Moschee und dem Felsendom rezitiert werden soll und möglichst viele muslimische Gläubige daran teilnehmen. Dies soll die muslimische Präsenz deutlich machen.

Neben dem König und hochrangigen Politikern reiste zum ersten Treffen auch PA-Präsident Mahmud Abbas (Fatah) nach Amman in den Husseinija-Palast. Gemäß von der „Jerusalem Post“ zitierter jordanischer Presseberichte sei die neue Initiative „eines von vielen Projekten zum Schutz der Al-Aqsa-Moschee/Haram Al-Scharif (das ehrwürdige Heiligtum) und soll seine islamische Identität, sowie die Widerstandsfähigkeit der Muslime unterstützen“.

Der jordanische Waqf-Minister Mohammed al-Chalaile erklärte, dass der König die Initiative als Teil seiner „Unterstützung für die Standhaftigkeit der Brüder in Palästina im Allgemeinen und Jerusalem im Besonderen“ ins Leben gerufen habe.

Die Initiative bekräftige „die historische und religiöse Verantwortung von König Abdullah bei der Pflege und dem Schutz der islamischen und christlichen heiligen Stätten in Jerusalem, der Etablierung der arabischen Identität Jerusalems und seiner Bevölkerung und der Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit in ihrem Land“.

Palästinenser unterstützen jordanischen Waqf

Die PA-Führung hat immer wieder ihre volle Unterstützung für die besondere Rolle Jordaniens in Jerusalem zum Ausdruck gebracht. Al-Chalaile sagte, die Initiative „festigt und stärkt den Status der gesegneten Al-Aqsa-Moschee in den Herzen der Muslime aus aller Welt und schafft ein Umfeld, um den Koran zu lernen“. Die Politiker riefen die Regierungen der anderen arabischen Staaten dazu auf, die Bemühungen des jordanischen Monarchen zu unterstützen und „die Moschee gegen die Gewalt der israelischen Sicherheitskräfte zu schützen“-

Abbas dankte König Abdullah für die Initiative, „die darauf abzielt, die Präsenz von Muslimen in der Al-Aqsa-Moschee zu stärken“. Die beiden diskutierten Möglichkeiten zur Verbesserung der Koordination und gemeinsamen Zusammenarbeit in der kommenden Zeit, insbesondere im Hinblick auf die Bildung einer neuen rechtsgerichteten israelischen Regierung. (mh)

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7 Antworten

  1. Nur nebenbei: – Dieses „ehrwuerdige Heiligtum“, die Al-Aqsa-Moschee, (um 500 als christl.
    Kirche v.d. byzantinischen Kaiser Justinian gegruendet), sind genau wie die Omar-Moschee
    (Felsendom), jued.Tempel-Areal, u.a., bei der osman. Eroberung einfach konfisziert worden!! –
    D.h.: 1-mal Sieg ueber d. Christentum – u. als Zweites: Dasselbe ueber d. Judentum!! –
    Aber historische Ereignisse, die f.d. heutigen Benutzer ein Negativum darstellen wuerden,
    existieren i.deren Gehirnen einfach nicht!! –

    25
    1. Ich weis nicht was diese komischen Abkürzungen sollen. Sind sie nicht in der Lage einen normalen Kommentar zu Schreiben?

      3
  2. Schalom !!!
    der Tempelberg ZION gehört HaSchem…
    Die Al-Aqsa-Moschee ist ein Götzentempel und wird keinen Bestand haben…
    Baruch HaSchem…

    10
  3. Noch immer zertreten die Ungläubigen und die Nationen das Heilige Land und die Heilige Stadt Jerusalem. Ich hoffe, dass dies bald der Vergangenheit angehören wird!

    8
    1. Wen betiteln sie mit „Ungläubige“? Wer gibt ihnen das recht zu Unterscheiden wer Gläubig oder Ungläubig ist?

      1
  4. Bei Jerusalem und Israel kommt man nicht an der Bibel vorbei.
    Gott demonstriert an Israel seine Macht vor der Welt, indem er Fakten schafft.
    Auch wenn man das nicht glaubt, alles Infrage stellt, oder Israel dämonisiert,
    werden noch viele Dinge einfach Wirklichkeit werden, die dann einfach akzeptiert werden müssen,
    weil sie halt dann Fakt sind.
    Ob die neue Regierung dazu etwas beitragen wird, wird sich zeigen.
    Sogar die Feinde Israels werden zur Verwirklichung bestimmter Dinge ihren Beitrag leisten.
    Das betrifft den Tempelberg, Ostjerusalem und alle umstrittenen Gebiete.
    Ich bin ein nüchterner Mensch und kein religiöser Fantast oder so und mir ist es egal,
    wenn ich hier auseinandergenommen werde.
    Aber als Theodor Herzl sagte; heute habe ich den Judenstaat gegründet, in 5 oder 50 Jahren wird es
    ihn geben und alle haben gelacht,
    Was ist heute Fakt? der Staat existiert real.
    In der Bibel steht außerdem.“ den Seinen gibts der Herr im Schlaf „

    15

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