Abbas: Al-Aqsa-Moschee bleibt palästinensisch

Auf einer Konferenz betonen palästinensische Politiker ihre historische Verbindung zu Jerusalem. Belege für einen israelischen Bezug sehen sie nicht.
Von Israelnetz
Erhielt die Glückwünsche diesmal auf direktem Wege: Mahmud Abbas (Archivbild)

Foto: Kreml

Abbas führte den Koran als Beleg an (Archivbild)

RAMALLAH (inn) – „Jerusalem und Palästina stehen nicht zum Verkauf.“ Das betonte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas (Fatah) am Mittwoch auf einer Konferenz in Al-Bireh bei Ramallah. Sie trug den Titel: „Dokumentation von Eigentum und dem historischen Status der heiligen Al-Aqsa-Moschee“. Veranstaltungsort war der Hauptsitz der Palästinensischen Roter-Halbmond-Gesellschaft.

Abbas sagte laut der Nachrichtenseite WAFA: „Alle historischen Belege und Dokumente bekräftigen die (palästinensische) Identität Jerusalems und der Al-Aqsa-Moschee und aller islamischen und christlichen heiligen Stätten in unserer heiligen Hauptstadt.“

Als Beweis führte er den Koran an. In Sure 17, Vers 1 heißt es: „Ehre sei Ihm, der Seinen Diener nachts von Al-Masdschid al-Haram zu Al-Masdschid al-Aqsa brachte, die wir gesegnet haben.“ Der Ausdruck „al-Masdschid al-Haram“ heißt „die heilige Kultstätte“, während „al-Masdschid al-Aqsa“ mit „ferne Kultstätte“ übersetzt werden kann. Eine genaue Ortsbezeichnung ist damit nicht verbunden, Jerusalem kommt im Koran nicht vor. Doch die Deutung auf die erst nach der Entstehung des Koran errichtete Al-Aqsa-Moschee ist unter Muslimen verbreitet.

Abbas ergänzte, die Konferenz stehe „gegen die falsche Darstellung der Besatzung, die keine Grundlage hat, weder in der Geschichte, noch in der Wirklichkeit, noch im internationalen Recht“. Die Palästinenser würden unter keinen Umständen Änderungen des „legalen und historischen Status quo zulassen oder akzeptieren“.

Schtaje: In 55 Jahren kein Beweis für Tempel entdeckt

Der palästinensische Premierminister Mohammed Schtaje (Fatah) machte sich über die Israelis lustig: Israel habe in „55 Jahren Ausgrabungen und Tunnelgraben“ nicht bewiesen, „dass es einen Tempel in der Stadt gibt“. Damit bezog sich der Fatah-Politiker auf den Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967, in dem Israel Ostjerusalem von Jordanien eroberte.

Die Konferenz solle die palästinensische Darstellung zu Jerusalem stärken und sich der israelischen entgegenstellen, sagte Schtaje weiter. In dem Zusammenhang kritisierte er eine „systematische Fälschung unserer Geschichte und der arabischen, islamischen und christlichen Präsenz in der Stadt“.

Es gebe keinen politischen Horizont noch eine internationale Initiative, fügte der Premierminister hinzu. „Im Gegenteil: Wenn es eine internationale Initiative für einen politischen Horizont gab, ging sie im Schatten der ukrainischen Krise und der verminderten Rolle des Nahostquartettes verloren.“ Das Nahostquartett aus der UNO, der EU, den USA und Russland hat sich in der Vergangenheit um eine Lösung für den palästinensisch-israelischen Konflikt bemüht. (eh)

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15 Antworten

  1. Doch man hat Beweise gefunden. Die gesamte Altstadt ist voll von Beweisen was mal war.

    Vielleicht sollte sich mal Schtaje mal im pal. Nationalmuseum umsehen. Außer ein paar Mäusen hält sich dort leider nichts auf. Es müsste ja voll mit Exponaten sein, so wie er angibt. Wo ist die Kultur der Palästinenser? Nichts ist bislang ausgestellt. Wer so wenig zu bieten hat, sollte sich nicht lustig machen über die, die Millionen Exponate zur Verfügung haben. Um beim Sprachgebrauch von Luley zu bleiben: nennt sich wohl Schizophrenie, die den Herrn da getrieben hat.

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    1. Wann verabschiedet sich dieser politische Greis endlich ins Museum in Ramallah? Sorry, seit Jahren klebt er an seinem Präsidentenamt und bringt nichts zu Stande ausser Hetze gegen Juden und Millionen von Hilfsgeldern kassieren.
      Wer will schon das Waffenlager Al Aqsa?
      Der Tempelberg war Jüdisch.
      Mittlerweile heidnisch wegen Randalen der Pal- Araber nach ihren Gebeten.
      Hat nichts mit G’TT zu tun.

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  2. Jerusalem war über (osmanische) Jahrhunderte schlicht ein verstaubtes Provinznest. Die verarmte jüdische und arabische Bevölkerung lebte von Almosen der Pilger. Aufwärts ging es erst mit dem Beginn der jüdischen Aliya, aber wirklich erst seit Ende des 1.Weltkrieges (Errichtung der Hebräischen Universität etc.pp.).

    Die Muslime interessierte Jerusalem die ganze Zeit einen feuchten Kehricht. Erst nach Staatsgründung, Hauptstadterkärung und natürlich der Befreiung im 6-Tage-Krieg und Jerusalemgesetz entdeckten die Palis unter Kairo-Pali Arafat die Bedeutung der Stadt für den Islam.

    Wenn der tüttelige Pali-Opa nun den Koran, indem Jerusalem nun wirklich nicht auftaucht, zu Beweis des Gegenteils anführt. Dann zeigt dies nur, dass ihm keine realen Argumente zur Verfügung stehen.

    Christin obig pflichte ich ausdrücklich bei.

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    1. Ja, und der Tempelberg war jahrhundertelang eine Müllhalde. Da hat es nicht interessiert. Erst als der Tempelberg in die Hände der Israelis fiel, da wurde er interessant. Ist eine rein politische Stimmungsmache, die Abbas betreibt.

      Angeblich ist doch der gesamte Tempelberg Al Aksa. Mit dieser Aussage geht auch eine Hecht-Galinski hausieren, wenn sie wieder mal von faselt, dass die Israelis die Al Aksa betreten haben sollen. Wenn diese aber alles so heilig sein soll, warum nutzen ihn dann die pal. Jugendlichen als Krawallberg und Fußballplatz? Meine Zeit, was für ideologisch versaute Menschen gibt es eigentlich?

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  3. Wie schön, dass die Bibel so klar von Jerusalem als der Hauptstadt Israels berichtet-sogar namentlich erwähnt.
    Wie anmaßend, dass sich Abbas als Verteidiger der Christenheit einsetzt-wo es doch keine Christen ohne Juden gäbe, die eine Hauptstadt Jerusalem hatten und deshalb weiterhin haben.
    Geschichte beginnt eben nicht erst 600 n.Ch.
    Wahrheit setzt sich immer durch, auch wenn man die Jahrzehnte verdrängt-habe ich selbst erlebt-komme aus der ehemaligen DDR .
    Wie schön aber auch, dass auch der größte Gegner das einmal erkennen wird-vielleicht dauerts ja gar nicht mehr lange😉.Herzliche Grüße
    Heinrich

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  4. „Abbas: Al-Aqsa-Moschee bleibt palästinensisch.“
    Diese Aussage ist falsch, weil die Al-Aqsa-Moschee nie palästinensisch war. Die ‚Oberhoheit‘ besitzt Jordanien und finanziell aber Katar.
    Aber was soll mich Abbas Aussage ärgern. Die Al-Aqsa-Moschee ist eine Moschee mit Verfallsdatum. Jedoch wird der Tempelberg immer zu Israel gehören, dessen Gott der Herr, Yahwe, ist.

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  5. Die historische Entstehung der unterschiedlichen monotheistischen Religionen ist nicht strittig. Die jüngste ist die mohammedanische in allen Variationen. Das „neue“ Religionen immer gerne die Kultplätze der älteren besetzt haben, um ihre Vorgänger im Gedächtnis der Völker auszulöschen ist historische Banalität. Hier geht es nicht um Religion, sondern um Machtmätzchen – wie gehabt.

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  6. Legendenbildungen zum eigenen Ruhm haben bei den Mohammedanern eine lange Tradition!
    Die el-Aqsa wird erst nach 1967, nach der Rückgewinnung Jerusalems durch die israelische Armee, zum vermeintlich drittwichtigsten Heiligtum des Islam, weil damals der Terrorist Arafat dafür die Werbetrommel schlug.
    Tatsächlich war auch diese Moschee einst eine christliche Kirche! Erbaut im 6. Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian war die dreischiffige Basilika Santa Maria – noch heute zeugen die mächtigen Säulen im Innern von einer Basilika – ca. 150 Jahre ein christliches Gotteshaus, ehe es von den arabischen Eroberern Anfang des 8. Jh. zu einer Moschee entweiht wurde. Übrigens 70 Jahre nach Mohammeds Tod! (Einzelheiten siehe im Blog der Islamwissenschaftlerin Dr.Hiltrud Schroeter.
    Auch der Felsendom dürfte zumindest die christliche Bauweise zum Vorbild gehabt haben, wenn er nicht auch auf dem Fundament eines Oktadons errichtet wurde.
    Nachweislich hat vor 1967, als der Tempelberg – die heiligste Stätte Israels – von den Jordaniern widerrechtlich annektiert worden war, kein islamischer Würdenträger die unheiligen Stätten auf dem Tempelberg besucht. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war der Tempelplatz überdies verwahrlost und von hohem Gras zwischen den großen Bodenplatten bewachsen. Erst unter König Hussein wurde der verfallende Felsendom mit seinen antichristlichen Suren restauriert und erhielt die vergoldete Kuppel, die überall in Jerusalem zu sehen ist. Das belegt, dass die beiden Moscheen den Mohammedanern völlig unwichtig waren. Interessanterweise hat sie auch nach 1967 kein islamischer Würdenträger besucht.
    Nur die Araber, die sich seit etwa 1964 „Palästinenser“ nennen, bestehen darauf, dass ihnen der Tempelberg gehört, obwohl dieser Platz und die Stadt Jerusalem und das Land Erez Israel seit mehr als 3.000 Jahren den Juden als Wohnstätte und zu „ewigem Besitz“ von GOTT selbst zugesagt wurde. Viele Male wird dieses kleine Land in der Bibel auch als „Eigentum GOTTES“ bezeichnet. Und alle Weissagungen und Verheißungen weisen darauf hin, dass sich an diesem Zustand nichts mehr ändern wird, bis der HERR in Macht und Herrlichkeit wiederkommen wird. Hierzu bitte lesen die Propheten Jesaja, Jeremia und Sacharja – aber auch die Endzeitreden des HERRN JESUS u.a.

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  7. Auch das noch einmal zur Erinnerung: Nicht einmal Abbas kennt den Koran – oder er verdrängt Texte, die ihm nicht passen.

    In der Sure „der Wall“ (aus der mekkanischen Zeit) steht es Schwarz auf Weiß: „Und zum Erbe gaben wir (Allah u. Mohammed?) dem Volk, das für schwach erachtet war, den Osten und Westen der Erde (gemeint ist das Land östlich und westlich des Jordan), die wir gesegnet hatten, und erfüllt ward das schöne Wort deines Herrn an den Kindern Israel, darum dass sie standhaft geblieben. Und wir zerstörten die Werke und Bauten Pharaos und seines Volkes“ (Sure 7:137). In den nachfolgenden Versen stehen dann noch weitere Details aus der Sicht Mohammeds/Allahs: So u.a. dass Allah das Volk Israel vor aller Welt bevorzugt (Vers 140)!

    Im Koran geht ja vieles durcheinander, Allah wird in Sure 3:54 sogar als der „beste Ränkeschmied“ bezeichnet.

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  8. FLUGTICKET FÜR Hr. STAJE und ABBAS : Dann können Sie zur Nachschulung nach London in das BRITISCHE MUSEUM fahren und sich die keilschrifttexte / Tontafeln ( Chicago-Tayler Prismen ) genau anschauen, die vom 3ten Feldzug Sanheribs gegen Israel berichten. Darin wird Hiskia erwähnt, König von Juda. Juda mit der Hauptstadt Jerusalem. Soviel zur jüdischen Präsenz.

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  9. Was redet Abbas übrigens für einen Stuss zusammen? Die Al Aksa ist palästinensisch? Sie ist nicht das Staatseigentum von Abbas. Sie gehört dem Islam. Der Größenwahn von Abbas ist wirklich kaum noch zu toppen.

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  10. Das kommt davon wenn man laut OECD auf einen Durchschnittsverbrauch von 0, 7 Bücher im Jahr kommt. Der Durchschnitt für Israel ist ca. 23 Bücher im Jahr. ( alte Daten !!! )

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  11. Es hört sich so an, dass man zukünftig keinen Zankapfel in der Stadt haben will.
    Egal um was man auch zanken will.

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