Tempelberg: Mehr als 50.000 jüdische Besuche

Der Tempelberg ist bei jüdischen Besuchern beliebter denn je. Mehr als 50.000 Juden besuchten den heiligen Ort im vergangenen jüdischen Jahr. Dies führt vermehrt zu Konflikten.
Von Israelnetz
Immer wieder leugnet die UNO direkt oder indirekt eine jüdische Verbindung zum Tempelberg

Foto: Israelnetz/Elisabeth Hausen

Noch nie kamen so viele Juden zum Tempelberg, wie im vergangenen jüdischen Jahr

JERUSALEM (inn) – Im abgelaufenen jüdischen Jahr, also seit dem 7. September 2021, haben mehr als 50.000 Mal Juden den Jerusalemer Tempelberg besucht. Dies teilte eine Gruppe von Tempelberg-Aktivisten mit dem Namen „Beyadenu“ bereits Mitte September mit. Sie setzen sich für Juden ein, die zum Tempelberg pilgern.

Noch nie gab es so viele jüdische Besuche am Tempelberg. Im vergangenen Jahr zählte die Gruppe 25.582 Besuche. Somit verdoppelten sich fast die Besuchszahlen der Juden. Der bisherige Rekord wurde im jüdischen Jahr 5779 nach Erschaffung der Welt, also 2018/2019, aufgestellt: 29.420 Besuche. Für „Beyadenu“ sind diese Zahlen ein Gewinn, denn die Gruppe will erreichen, dass Juden den Tempelberg nicht nur besuchen, sondern auch dort beten dürfen.

Tempelberg immer wieder Ort von Konflikten

Die Online-Zeitung „Times of Israel“ berichtet, dass die Anzahl der Besuche nicht gleichzusetzen ist, mit der Anzahl der jüdischen Besucher. Dies gehe aus der Statistik nicht hervor. Dennoch ist zu vermuten, dass auch die Anzahl der jüdischen Pilger gestiegen ist. An wichtigen jüdischen Feiertagen kamen zumindest mehr Juden zum Tempelberg.

Da der Tempelberg als heiliger Ort für Juden und Muslime gilt, ist dieser besonders von Arabern und Juden umkämpft. Immer wieder gibt es gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen muslimischen und jüdischen Gläubigen, sowie mit der israelischen Polizei.

Wegen der jüdischen Feiertage im September und Oktober erhöht die Polizei in Jerusalem die Präsenz. Rund 2.000 Polizisten sollen dafür sorgen, dass es zu keinen Unruhen kommt und die Terrorgefahr klein gehalten wird. Die Sicherheitskräfte schrecken vor Präventionsmaßnahmen, wie das Erteilen von Platzverweisen, nicht zurück, hieß es von der Jerusalemer Polizei. (joh)

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3 Antworten

  1. Die Besucher sollten vor Betreten der Stätte dafür unterschreiben, dass sie die aktuelle Situation des Geländes respektieren und sich respektvoll zurückhalten. Zum Streiten gehören immer Zwei.
    Wenn dann der große Tag kommt, wo die Situation sich wendet und der Tempel Salomos den alten Kuppelbau in drei Tagen ersetzt kommen werden diese wertvollen Personen ebenfalls respektvoll zum Beten kommen, ohne Schadenfreude und ohne Genugtuung, sondern in tiefer Freude über die wunderbare Möglichkeit an dem Ort des Gebetes in Frieden und Freiheit beten zu können, wie es einst Jakob tat, als er dort unterwegs war.
    Wünsche das dieser Tag bald komme!

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  2. “im jüdischen Jahr 5779 nach Erschaffung der Welt, also 2018/2019”. Die Welt wurde also vor 5779 Jahren erschaffen. Welcher vernünftige Mensch, dem die Erkenntnisse der Wissenschaften nicht ganz fremd sind, glaubt an solchen Unsinn? Es bleibt dabei: glauben heißt: nicht wissen!

    0
    1. @H.Luley – Wuerde Ihnen gerne diesbezgl. die Literatur, bzw. “You tube”-Kanal
      von Prof. Dr. Werner Gitt (ehemalg. Direktor des. “Physikal.-Techn. Instituts Braunschweig”
      empfehlen, was “Wissen” u. “Glauben” im Zusammenhang, bedeutet!! –

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