PARIS (inn) – Der Stadtrat der französischen Hauptstadt Paris hat der palästinensischen Zivilbevölkerung am Mittwoch die Ehrenbürgerschaft zuerkannt. Das gilt auch für „Journalisten“, die in den Konfliktgebieten des Nahen Ostens aktiv sind. Die Verleihung versteht der Stadtrat als „Akt des Friedens“.
Hamas-Zahlen übernommen
Ein Anlass für die Maßnahme sei die prekäre humanitäre Lage im Gazastreifen und im Westjordanland. Mit Blick auf den Gazastreifen beklagt der Stadtrat, dass die Lage von Hunger, Rattenplagen und Krankheiten geprägt sei. Im Westjordanland seien seit Oktober 2023 mehr als tausend Palästinenser von der Armee und von Siedlern getötete worden.
Die israelische Zivilverwaltung in den Gebieten (COGAT) erklärte am Freitag, dass in Hilfsküchen im Gazastreifen täglich 1,7 Millionen Mahlzeiten angeboten und 3,6 Millionen Pita-Brote gebacken werden. COGAT beruft sich auf Angaben internationaler Hilfsorganisationen. Zudem verbessere sich das Marktangebot, so dass die Lebensmittelpreise sinken würden. „Diese Zahlen zeigen, dass es keinen Lebensmittelmangel im Gazastreifen gibt.“
In der Resolution übernimmt der Stadtrat auch die Zahl des Gesundheitsministeriums der Hamas. Demnach sind rund 72.800 Menschen im Gazastreifen seit Beginn des Krieges getötet worden. Weder die Hamas noch die Stadt Paris nehmen eine Unterscheidung zwischen Terroristen und Zivilisten vor.
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Medienschaffende im Dienst von Terrorgruppen
Der Stadtrat spricht in seiner Resolution von 252 „Journalisten und Medienschaffenden“, die seit Oktober 2023 getötet worden seien. Die Mehrheit sei palästinensischer Herkunft. Das Gremium beruft sich dabei auf das „Komitee zum Schutz von Journalisten“ (CPJ). Die in New York ansässige Organisation wirft Israel vor, Journalisten gezielt zu töten und damit zu „ermorden“.
Die CPJ listet allerdings auch Medienschaffende als „Journalisten“ auf, die für Terror-Organisationen Hisbollah und Hamas arbeiteten. Das bleibt in der Mitteilung der Stadt Paris unerwähnt. Mohammed al-Bardawil war für die Hamas aktiv und spielt laut israelischer Armee eine Schlüsselrolle in der Produktion von Hamas-Propaganda-Aufnahmen von Geiseln.
Der Fall des getöteten Anas al-Scharif hat für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Er galt gemeinhin als „Journalist“ des katarischen Staatssenders „Al-Dschasira“. Die israelische Armee legte zwar Dokumente vor, die belegen sollen, dass er zugleich Hamas-Mitglied war und eine Terrorzelle anleitete. Die CPJ weist diese Dokumente aber als unglaubwürdig zurück.
Israelis als Ehrenbürger
Im Stadtrat hat die Sozialistische Partei bei den Wahlen im März mit 53 Sitzen die Mehrheit erlangt. Unter Bürgermeister Emmanuel Grégoire regiert sie zusammen mit den Grünen und den Kommunisten.
Bereits im Februar 2024 hatte der Stadtrat israelische Geiseln der Terror-Organisation Hamas die Ehrenbürgerschaft verliehen. Das Rathaus stellte ihre Porträts aus. Im Jahr 2008 machte die Stadt die damalige Hamas-Geisel Gilad Schalit zu einem Ehrenbürger. Schalit, der die israelische und französische Staatsbürgerschaft hat, kam 2011 nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft frei. (df)
Ein Kommentar
Das ist nur eine logische Konsequenz des weltweit anwachsenden Antisemitismus! Mein Gebet, dass Nachfolger Jesu aufwachen, und in den geistlichen Kampf einsteigen.
Wir brauchen eine Dringlichkeitssitzung für ChristiFreunde.
Lieber Gruß Martin