Acht Gaza-Journalisten als Terroristen enttarnt

Seit dem 7. Oktober erhebt Israel den Vorwurf, dass Hamas-Terroristen unter dem Deckmantel des Journalismus agieren. Ein Ausschuss bestätigt dies nun in acht Fällen und streicht die Namen von der Liste der getöteten Reporter.
Von Israelnetz
Hussam Schabbat

NEW YORK (inn) – Das „Komitee zum Schutz von Journalisten“ (CPJ) hat Ende Mai acht Palästinenser von seiner Liste der im Krieg getöteten Reporter entfernt. Als Grund gibt die Organisation ihre Beteiligung „an Kämpfen“ an. Damit entsprächen sie nicht der Definition eines Journalisten.

Das CPJ wurde 1981 in New York gegründet und setzt sich für Pressefreiheit und die Rechte von Journalisten weltweit ein. Seit 1992 führt das Komitee eine Liste über getötete Journalisten. Nach eigenen Angaben werden nur jene Medienvertreter gelistet, die „in Verbindung mit ihrer Arbeit“ getötet wurden, oder deren Tod zumindest „möglicherweise arbeitsbedingt“ war. Namen würden im Nachhinein gelöscht, wenn sich herausstelle, dass die betreffenden Personen an „Feindseligkeiten“ beteiligt oder keine Journalisten waren.

Terroristen als Pressevertreter „verkleidet“

Israel hat Anschuldigungen, Journalisten gezielt anzugreifen, wiederholt zurückgewiesen. Zudem verwies die israelische Armee immer wieder auf Fälle, in denen Pressevertreter in Terrorhandlungen involviert waren oder Verbindungen zu terroristischen Organisationen hatten.

Die kürzlich erfolgte Aktualisierung der CPJ-Liste bestätigt nun die Angaben in acht Fällen – ohne jedoch auf Israels Vorwürfe einzugehen. Stattdessen erneuert das Komitee seine Anschuldigungen gegenüber dem jüdischen Staat. So wirft das Komitee Israel vor, das Leben von Journalisten zu „missachten“ und damit gegen die Genfer Konventionen zu verstoßen.

Das Militär habe mindestens 258 Journalisten und Medienvertreter seit dem 7. Oktober 2023 getötet, allein 206 von ihnen im Gazastreifen. (mw)

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13 Kommentare

    1. Alberto : Na ja, so brutal würde ich das nicht formulieren. Ich erinnere mich indes an einen ganz konkreten Fall, wo ein „palästinensischer Journalist“, der für ein französisches Pressehaus „arbeitete“ , bei einer israelischen Verkehrskontrolle mit Waffen im Kofferraum angetroffen wurde…

      1. @Antonia
        Die Hamas war in der Presselandschaft sehr aktiv und hat viel Personal. Wir erinnern uns: Die Süddeutsche Zeitung teilte sich 2014 den Islam-Medienpreis (4,7 Mio. Euro) mit dem Sender „Hamas24“ mit Sitz in Gaza-Stadt.

  1. Hatte ZDF nicht auch ein Pal als Journalist bezahlt und gehörte zur Hamas?

    1. Alle “ Journalisten“, die während des Krieges aus Gaza berichteten, waren dort wohnhafte Palästinenser. Ist es vorstellbar, dass auch nur einer von ihnen auch nur einen Tag überlebt hätte, wenn er auch nur ansatzweise kritisch über die Hamas und ihr Vorgehen berichtet hätte?

      Wie können sich ARD/ZDF auf die Aussagen und Berichte dieser „Journalisten“ verlassen, die entweder Hamas-Mitglieder oder zumindest Sympathisanten sein müssen (!), um ihrer Korrespondenten-Tätigkeit innerhalb des Hamas-Terror-Regimes in Gaza nachgehen zu dürfen?

      Für wie naiv und verblödet müssen ARD/ZDF uns Zuschauer halten, wenn sie versuchen uns zu vermitteln, die Infos und Statements dieser „Journalisten“ entsprächen glaubhaft den Anforderungen einer realitätsgerechten, unabhängigen Berichterstattung!?

      Schon allein aufgrund dieses Umstandes steht für mich schon seit Langem fest, dass ich auf die Berichte dieser „Journalisten“ nicht vertrauen kann. Dazu brauche ich keine Bestätigung durch irgendwelche Listen nach vorgenommenen „Untersuchungen“ irgendwelcher Verbände oder Organisationen!

      1. Caja : das gilt auch für Reuter, AP, AFP, CNN, New York Times etc… ein sériöser palästinensischer Journalist aus Gaza ist entweder im Exil, im Gefängnis (der Hamas) oder tot.

  2. Wenn man die verbliebenen noch mal gründlich siebt und durchforscht, werden es mit Sicherheit noch mehr sein. Ist kein Generalverdacht, nur finde ich, wenn man Israel schon genau auf die Finger schaut, dann gilt das auch für die darüber berichtenden Journalisten.

  3. Das ist wenigstens konsequent, Terroristen nachträglich von der Liste zu streichen.
    Die Fake-Nachrichten über angeblich durch IDF getötete „Journalisten“ sind freilich in der Welt und schwerlich zurück zu holen.

    Wann erfährt die PA endlich notwendige Konsequenzen, wegen deren Terrorförderung?
    Schluss mit finanzieller Hilfe, die bei Terror-Unterstützern als „Märtyrer“-Renten ankommt

  4. Heute habe ich in der Zeitung gelesen, dass Karim Khan vom Dienst suspendiert wurde wegen sexueller Übergriffe in seiner Funktion als Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC). Das ist doch erfreulich. * SHALOM

  5. Der Bericht zeigt das wahre Ausmaß der kriminellen Eigenschaften der Hamas. Die Hamas ist doppelt brutal, zum Einen als Terroristen, zum Anderen als getarnte Reporter und Verbreiter von Israel-feindlichen Lügen.

  6. „…Stattdessen erneuert das Komitee seine Anschuldigungen gegenüber dem jüdischen Staat. …“
    Haben die jetzt tatsächlich nichts dazugelernt? Unglaublich.
    Wenn die nur 8 gefunden haben, heisst das ja noch lange nicht, dass alle andern eine reine Weste haben.

  7. Der diesjährige Europäische Pressepreis in der Kategorie »Ausgezeichneter Bericht« geht an die Recherche »Was uns die Wunden sagen« der niederländischen Journalist*innen Maud Effting und Willem Feenstra von der Zeitung »De Volkskrant«. Die Auszeichnung wurde vergangene Woche in Lissabon verliehen, der besagte Artikel erschien bereits im September 2025. Darin dokumentierten Effting und Feenstra mindestens 114 Fälle, in denen Kinder getötet oder verletzt worden waren – vermutlich von Scharfschützen oder Gewehren, die an senkrecht startenden Drohnen montiert sind.

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