TEL AVIV (inn) – Erstmals erhält eine Frau das Kommando über ein israelisches Raketenschiff. Die Korvettenkapitänin tritt ihren Dienst am heutigen Donnerstag an, wie das Militär am Mittwoch bekanntgab. Sie wird nur mit ihrem Rang und dem hebräischen Anfangsbuchstaben ihres Namens, „Resch“, bezeichnet.
Im Jahr 2016 kam „Resch“ als Marinekadettin zur Armee. Sie war unter anderem stellvertretende Kommandantin eines Raketenschiffes und Kommandantin eines Patrouillenbootes der Klasse Dvora.
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Das Schiff, das sie kommandieren soll, gehört zur Klasse „Sa’ar 4,5“. Es sei an mehreren „komplexen“ Operationen der vergangenen Jahre beteiligt gewesen, hieß es aus der Armee. Dazu gehöre die Zerstörung der syrischen Marineflotte im Dezember 2024 ebenso wie die Tötung des Hamas-Führers Ismail Barhum im März 2025. Zudem habe es im November 2024 beim tödlichen Angriff auf einen ranghohen Kommandeur der Hisbollah-Luftwaffe im Libanon mitgewirkt.
Auf dem Schiff befehligt „Resch“ Dutzende männliche und weibliche Marinesoldaten. Die Armee sprach von einem „bedeutsamen Meilenstein in der operativen und Befehlsaktivität“ der Marine.
Deren Chef David Sa’ar Salama nannte die Ernennung „eine professionelle Entscheidung, die Exzellenz, Führungsqualität, Verantwortung und Mut widerspiegelt“. An „Resch“ gewandt sagte er: „Du hast sie immer wieder auf stürmischer See demonstriert. Die Marine, die israelische Armee und das Volk Israel sind stolz auf dich.“
Zahl der Frauen in Kampfeinheiten deutlich gestiegen
Nach einer Statistik von 2025 leisten etwa 8.500 Soldatinnen Dienst in Kampfeinheiten, auch bei der Marine. Die Zahl ist im Vergleich zu 2015 um fast 240 Prozent gestiegen. Frauen stellen 21,2 Prozent der Kampftruppen.
Kritiker bemängeln unter anderem, dass Soldatinnen öfter durch Stress in Mitleidenschaft gezogen würden als ihre männlichen Kollegen. Doch das heldenhafte und effiziente Verhalten beim Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 und im dadurch ausgelösten Krieg habe offenbar ein starkes Argument dafür gebracht, mehr Frauen in Kampfrollen zu integrieren, analysiert die Nachrichtenseite „Times of Israel“.
Zudem ist die Rekrutierungsquote bei Frauen hoch. Die Armee teilte unlängst mit, sie benötige angesichts der aktuellen Belastung durch den Krieg 12.000 zusätzliche Rekruten – die meisten in Kampfeinheiten. (eh)
15 Kommentare
Sie ist also ein Seren, Captain eines Kampfschiffes, alle Achtung.
Meinen Respekt und ihr eine gute Hand und viel Erfolg.
SHALOM
Ahoi, Frau Korvettenkapitänin, gut Wind und Welle.
So wie die Hamas weibliche isralische Geiseln behandelt hat, kann man nur wünschen, dass niemals eine weibliche israelische Militärangehörige in arabische Gefangenschaft gerät, jedenfalls nicht lebend
Es waren einige weibliche IDF-Soldaten in der Hand von Hamas, z.B. die Armee Scouts aus Nahal Oz, Agam Berger und mehrere andere ,
schon vergessen ?
SHALOM
Guter Hinweis von Ihnenn.
@Klaus
Wenn Laurent schreibt „So wie die Hamas weibliche isralische Geiseln behandelt hat…“, dann hat er es doch offensichtlich nicht vergessen.
Ich vermute, er meint, …dass NIEMALS MEHR eine weibliche israelische Militärangehörige in arabische Gefangenschaft gerät.
Eine Frau befehligt die Besatzung eines israelisches Raketenschiffes. Frauen an die Macht… Meine Ehefrau ist begeistert.
Franziska Brandner, die Vorsitzende der deutschen Grünen, vertrat kürzlich die Ansicht:
Wehrpflicht für Frauen braucht als Voraussetzung die vollständige Gleichberechtigung für Frauen.
Für mich ist das Rosinenpickerei.
Und darüber hinaus, die israelischen Frauen treiben die Gleichberechtigung durch ihre Leistungen in der Armee voran.
Ich bewundere ihren Mut und ihre starke Liebe zu ihrem Heimatland.
So etwas gibt es hier in Deutschland nur noch ganz selten.
Oder sieht das jemand anders ?
@Marianne
Starke Liebe zum Heimatland gibt es nur in der Mitte. Extreme Linken und Rechten, sagt meine Ehefrau, beste Politologin von allen, sind in der Regel Landesverräter, Putinversteher .
Marianne @: zu Ihrer Frage : ich denke umgekehrt wird ein Schuh draus. Man kann nicht Gleichberechtigung fordern und gleichzeitig alles Lästige den Jungs überlassen.
Es begeistert mich, was diese junge Frau leistet und zurecht nun zur Kommandantin des Rakentenschiffes ernannt wurde.
Wenn es um die gute Sache geht, sind Frauen nicht weniger geeignet als Männer. Daher Vorbild nehmen. Das wird gut.
Glückwunsch Captain Resch zur Beförderung und zur neuen Verantwortung. Die Frauenquote steigt in Israels Armee. Meinen tiefen Respekt und Dank zum Dienst haben Sie. Gott schütze Sie!
Bevor sich jemand beschwert, ich weiß, dass alle Frauen Armeedienst machen. Ich meinte, die Frauenquote in hohen, verantwortlichen Posten steigt. 🤗
Ohne Frauen kein Israel!
Hochachtung für die starken Frauen – spez. hier Frau Resch – Israels! Vergleiche ich mit anderen Frauen aus D, F, I, A, CH et al., dann ist die Haltung der Israelinnen bewundernswert.