Unterhaltszahlungen künftig für mehr pflegebedürftige Holocaust-Überlebende

Israel und Deutschland sind sich einig: Pflegebedürftige Holocaust-Überlebende sollen künftig mehr Finanzhilfe bekommen. Der Kreis der Empfänger wird ausgeweitet.
Von Israelnetz
Das vernichtete Geld wurde von der Bank ersetzt

Foto: Israelnetz/mh

Rund 14.000 weitere pflegebedürftige Holocaust-Überlebende erhalten künftig rund 350 Euro als Unterhalt aus Deutschland

BERLIN / JERUSALEM (inn) – Israel und Deutschland haben sich auf eine Vereinbarung über zusätzliche finanzielle Unterstützung von pflegebedürftigen Holocaust-Überlebenden geeinigt. Dies gab die israelische Sozialministerin Meirav Cohen (Jesch Atid) am Donnerstagmorgen auf Twitter bekannt. Gemeinsam mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) führte sie die Verhandlungen an.

Monatlich 350 Euro mehr

In Berlin unterzeichneten beide Länder einen Vertrag. Er sieht vor, dass jährlich rund 58 Millionen Euro mehr für pflegebedürftige Holocaust-Überlebende in Israel gezahlt werden. Nun erhalten weitere 14.000 Holocaust-Überlebende jeden Monat rund 350 Euro als Unterhaltsgeld. Sie gehören einer anderen Pflegestufe als die bisherigen Empfänger an und erhielten daher bislang diese Zahlungen nicht.

2019 zahlte Deutschland rund 475 Millionen Euro, um Israel bei den Unterhaltskosten zu unterstützen. Seit 1952 hat die Bundesregierung rund 90 Milliarden Euro an Einzelpersonen für Leiden und Verluste gezahlt, die durch den Holocaust entstanden sind, wie die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“ schreibt.

Dies sei ein „historisches Abkommen“, schrieb Cohen auf Twitter. Das Ergebnis erzielten die Politiker nach monatelangen intensiven Verhandlungen. Neben dem israelischen Sozialministerium war auch das Außenministerium und die „Jewisch Claims Conference“ beteiligt. Letztere wurde 1951 gegründet, um die Armut von Holocaust-Überlebenden zu lindern. Anfang 2022 lebten 165.800 Holocaust-Überlebende im jüdischen Staat. 90 Prozent sind älter als 80 Jahre.

Neben den zusätzlichen Finanzhilfen vereinbarten die israelisch-deutschen Partner, das Holocaust-Gedenken vermehrt in den Vordergrund zu stellen. Vor dem Hintergrund des Wissensrückgangs über den Holocaust sei es geboten, einen strategischen Plan zu entwickeln, um das Erinnern wach zu halten. Hierfür wollen die beiden Länder im Jahr 2023 25 Millionen Euro bereitstellen. Für das Jahr 2024 sind weitere 30 Millionen Euro für Holocaust-Aufklärung vorgesehen. (joh)

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13 Antworten

  1. Was ist das für ein Land, das die Pflege seiner alten Bürger von einem anderen Staat zumindest mitfinanzieren läßt? Nicht zu fassen! Und die deutsche Regierung zahlt, und zahlt, und zahlt, und zahlt…

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    1. @Bjoern
      Sie wissen, dass es um Holocaust-Überlebende geht? Diese Menschen wurden durch Deutsche von ihrer Heimat, ihrem Besitz, ihren Freunden und Verwandten vertrieben. Die meisten Juden sind jedoch bestialisch ermordet worden – durch Deutsche.
      Nicht zu fassen, dass Bjoern, ein Historiker (sagt er jedenfalls) diese Zusammenhänge nicht korrekt einzuordnen vermag.

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    2. Was ist das für ein PA Gebiet, die sich sich Jahrzehnten an unseren Steuern bereichern,
      d.h. die Führer. Das Volk muss ja Terror ausüben, damit sie von unseren Steuern finanziert werden für
      Juden-Mord.
      Im Übrigen, unsere 6 Millionen Ermordeten durch Deutschland…. nachdenken….
      die Überlebenden haben es verdient, denn der Schmerz bleibt haften in den Gedanken,
      was sie erleben mussten durch Ihre Vorfahren.
      DE finanziert doch die halbe Welt.
      Was haben Sie dazu zu sagen? Nichts!

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    3. Das sind nicht einfach “alte Bürger”, sondern Menschen, denen man alles genommen und z.T. sogar die Seele unheilbar verletzt hat. Dass Sie den Holocaust beschönigen passt zu Ihnen und dass Sie in Ihrem Hass auf Juden (woher eigentlich?), jede Gelegenheit zum Hetzen wahrnehmen, verwundert niemanden hier.

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  2. Unterhaltszahlungen und Unterstützung für Holocaustüberlebende sind richtig. Die Vergangenheit können wir nicht ändern aber die Gegenwart und Zukunft.

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  3. D zahlt vor allem für die Häftlingsgehälter und Märtyrerenten, denn Abbas gibt ja offen zu, dass er das Geld der Staatengemeinschaft dafür verwendet. Ich habe Ihnen x mal die Frage gestellt, ob dies für Sie ok ist. Es kommt keine Antwort.

    Warum sind die Holocaustüberlebenden denn in der Situation? Vielleicht weil ein größenwahnsinniger DEUTSCHER Diktator sie ausrotten wollte. Einfach weil sie Juden waren. Ganz im Sinne derjenigen, die heute Siedler als Freiwild erklären, die man töten darf. Und fordern, dass die Terroristen endlich zielgenau Tel Aviv bombardieren sollen. Schande!

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  4. Man muss sich doch fragen, warum sind diese Zahlungen überhaupt notwendig. Wer hat denn das Leid derjenigen verursacht, die es betrifft. Das war doch unsere Eltern- und Großelterngeneration. Davon haben viele gelernt, dass sie Mitschuld getragen haben. Die bereit waren Buße zu tun, umkehren. Leider gab es auch die, die ihren Kindern und Enkeln eingetrichtert haben, dass alles richtig war, was passierte. Leider treibt ein Teil dieser Generation von Kindern und Enkeln bis heute ihr braunes Unwesen. Da werden bei Konzerten jüdische Musiker gezwungen, sich von Israel zu distanzieren. Türkischen Musikern wird dies nicht zugemutet. Gegen türkische Besatzung haben diese Gestalten keine Einwände. Sind ja keine Juden, die Türken.

    Da fordert man den Friedennobelpreis für Terrorist Barghouti. Da erklärt man, dass Siedler ermordet werden dürfen, da fordert man die zielgenaue Bombardierung von Tel Aviv, Haifa oder Jerusalem. Und fühlt sich dabei großartig, man hat es ja in der Jugend eingetrichtert bekommen, dass Hitler richtig gehandelt hat, denn die Juden sind ja das Unglück der Welt. Bis heute gibt es Menschen, die nicht gelernt haben ihren Verstand zu benutzen und man fragt sich warum? Muss man die Eltern oder Großeltern schützen, die sonst Täter wäre und doch die Opfer der bösartigen, mordenden dt. und europ. Juden waren?

    Doch: diese Generationen waren die Tätergenerationen und wir als Nachkommen haben die Pflicht das Unrecht zu sühnen, auch wenn manche es lieber sehen, dass Abbas mit ihrem Geld für Judenmord zahlt. Es sind die, die nichts aus der Vergangenheit gelernt haben.

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  5. Wie man auf die Idee kommt, dass die Menschen, die durch ein Verbrechen, das so unfassbar ist, in diese Situation kamen, von dem Staat allein unterstützt werden soll, der aus Bürgern besteht, die zum Großteil dieser Hölle entkommen konnten, ist absolut schleierhaft.

    Überall in der Welt gibt es Wiedergutmachungen und dies ist gut so. Diejenigen, die die Verbrechen begangen haben, können nicht so davon kommen. Warum regt man sich nur so auf, wenn die Wiedergutmachung Juden betrifft?

    Warum fordert man das Rückkehrrecht der Palästinenser, aber über das Rückkehrrecht der Juden in ihre arabischen Heimatländer verliert man kein Wort?
    Wurde für die vertriebenen Juden aus diesen Ländern auch eine UNRWA gegründet? Die Personenzahlen die es betraf, die waren fast identisch. Was hat man für diese Menschen getan? Nichts. Es war ganz selbstverständlich, dass Israel dies allein stemmen wird. Hätten die Nachbarländer dies nicht auch stemmen können? Jordanien, Ägypten, Irak, Syrien, Libanon? Ne, man sperrte die Glaubensbrüder in Flüchtlingslager gegen die ein Schweinestall eine Villa ist. Wo bleibt die Wiedergutmachung für die aus den arabischen Ländern geflohen und vertriebenen Juden?

    Ja, die Zahlung durch Deutschland ist richtig, denn auf dt. Boden geschah diesen Menschen das Unheil, das sie traf und das sie nicht zu verantworten hatten. Deutsche Juden waren friedlich. Die schlachteten keine Deutsche ab. Sie wollten nur deutsche Juden sein und das war für Deutschland zu viel. Tod den Juden war das Programm. Bei machen Deutschen leider bis heute. Schande!

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  6. Nach Angaben israelischer Quellen (!) leben mehr als die Hälfte der in Israel lebenden Holocaustüberlebenden UNTERHALB DER ARMUTSGRENZE!
    Das meine ich, ist ein Skandal. Der Staat, der sich als Anwalt der Holocaust-Überlebenden aufspielt, ist nicht mal in der Lage, für diese Menschen menschenwürdig zu sorgen.
    Wer mir mit dieser Aussage unterstellen will, ich würde in irgendeiner Weise den Holocaust leugnen oder Deutschland als Verursacher dieses Weltverbrechens exkulpieren wollen, kann entweder nicht lesen oder ist derartig mit einem Tunnelblick und Vorurteilen behaftet, dass er bzw. sie mir leid tut.

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    1. Der Skandal ist, dass diese Menschen in die Situation kamen, weil ein völkermordender Diktator sein Unwesen trieb und der Meinung, dass Juden – heute Israelis ausgerottet werden dürfen – sind auch heute immer noch gewisse Menschen. Das sind die, die Häftlingsgehälter großartig finden, Mord an Siedlern legitimieren und fordern, dass Tel Aviv zielgenau bombardiert werden soll. Wer diesen Tunnelblick und das Vorurteil, dass Juden an allem Schuld sind noch verinnerlicht, sollte sich in Grund und Boden schämen, vor allem, wenn sie sich noch als aufrechte Deutsche bezeichnen. Sie können einen aus tiefstem Herzen leid tun, denn deren Seele ist verfressen vor Hass, Hass, Hass.

      Hätten Sie die Güte sich zu den Häftlingsgehältern zu äußern, Herr Luley?

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