Mohammed nicht zu schlagen

Zwar bilden Muslime in der Gesellschaft des jüdischen Staates eine Minderheit. Aber die Liste der beliebtesten Jungennamen führen sie auch dieses Jahr an.
Von Israelnetz
Neugeborene Babys haben in Israel derzeit gute Chancen, den Namen Mohammed oder Mirjam zu erhalten – aber auch Ariel und Tamar sind beliebt

Foto: Pixabay

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind in Israel den Namen Mohammed erhält, ist hoch

JERUSALEM (inn) – Mohammed behält den Spitzenplatz bei den Namen für neugeborene israelische Jungen. Dies gab das Zentrale Statistikamt angesichts des Neujahrsfestes Rosch HaSchanah bekannt. Auch in der Rangliste seit der Staatsgründung im Jahr 1948 ist Mohammed mit Abstand der häufigste Name – und das, obwohl der Anteil der Araber an der Bevölkerung nur etwa 20 Prozent beträgt.

Hinter Mohammed oder auch Muhammad belegt Adam in der Liste für das jüdische Jahr 5782 den zweiten Rang. Darauf folgen Josef oder Jussuf und David. Ariel, Omer, Lavi, Daniel, Rafael und Uri vervollständigen die Liste der zehn beliebtesten Jungennamen.

Jüdische Kinder: Biblisches Ehepaar vorn

Bei den jüdischen Jungen liegt David vor Ariel und Lavi. Den vierten und fünften Platz nehmen Uri und Rafael ein. Danach nennt die Statistik Noam, Eitan, Ari, Daniel und Jehuda. David ist bereits sechs Jahre in Folge bei den Juden ganz oben.

Eine der Frauen des biblischen Königs David trug den derzeit beliebtesten Mädchennamen in Israel: Avigail. An zweiter Stelle liegt Miriam oder Mariam, auf Rang 3 findet sich Tamar. Jael, No’a und Sara belegen die folgenden Plätze. Zum Abschluss der Top Zehn sind Maja, Adel, Ila und Lia zu finden.

Auch in der Aufstellung der Namen für jüdische Mädchen behielt Avigail im Jahr 5782 die Oberhand, gefolgt von Tamar und Jael. Die Plätze hinter ihnen nehmen No’a, Adel und Maja ein. Sara, Libi, Ila und Lia gehören ebenfalls zu den zehn häufigsten Namen, die neugeborenen Jüdinnen gegeben wurden. Bei den nicht-jüdischen Mädchen ist Mariam ganz oben zu finden.

Seit der Staatsgründung: 115.356 Jungen namens Mohammed

David war nicht nur im vergangenen Jahr Spitzenreiter bei den jüdischen Jungen. Der Vorname des ersten israelischen Premierministers David Ben-Gurion erreicht auch in der Rangliste seit 1948 den ersten Platz. Nach Angaben des Statistikbüros haben bis Mitte September 66.415 Babys diesen Namen erhalten. Mosche und Josef belegen die nächsten beiden Plätze. Dann kommen Abraham, Ja’akov, Jitzchak, Daniel, Uri, Noam und Itai.

Bei den jüdischen Mädchen führt No’ah die Liste an, der Name wurde an 47.398 Neugeborene vergeben. Rachel und Jael finden sich an zweiter und dritter Stelle. Auf sie folgen Sara, Michal, Esther, Tamar, Schira, Chana und Miriam.

Einen Mohammed gibt es in fast jeder muslimischen Familie in Israel. Seit 1948 haben 115.356 Jungen in Israel den Namen des für Muslime besonders wichtigen Propheten erhalten. Die beiden folgenden Namen, Ahmad (44.047) und Mahmud (22.256), sind mit Muhammad verwandt. Auf dem 4. bis 10. Rang liegen Abdu, Jussuf, Ali, Ibrahim, Omar, Amir und Adam.

Der häufigste Vorname für muslimische Mädchen in den vergangenen 74 Jahren war Fatma, so wurden 15.073 Babys genannt. Mariam und Malak nehmen den zweiten und den dritten Rang ein. In der Aufstellung folgen Aja, Nur, Jasmin, Amal, Iman, Hala und Lian. (eh)

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