Cohen und Levy ganz vorne

Die häufigsten jüdischen Familiennamen in Israel haben einen direkten Bezug zum Tempelkult. Daran knüpfen die Christen an.
Der Name „Priester“ ist bei Juden und Christen in Israel verbreitet

Foto: Josh Holmes, flickr

Der Name „Priester“ ist bei Juden und Christen in Israel verbreitet

JERUSALEM (inn) – Die Familiennamen Cohen und Levy sind unter Juden in Israel am meisten verbreitet. Einer von 25 Juden trägt einen der beiden Namen, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ berichtet. Dies hat das Zentrale Statistikbüro in Jerusalem anlässlich des „Tages der Familie“ bekanntgegeben, der in Israel am Sonntag begangen wurde.

Das hebräische Wort „Cohen“ hat bereits in der Bibel die Bedeutung „Priester“. Den Namen tragen etwa 182.000 Juden in Israel. Der priesterliche Mitarbeiter, der Levit, heißt auf Hebräisch „Levi“. Auf diesen Namen hören rund 105.000 Juden. Somit haben die häufigsten jüdischen Nachnamen in Israel einen Bezug zum Tempelkult.

Den dritten Platz belegt der Name Misrachi, was übersetzt „östlich“ oder „Orientale“ bedeutet. Darauf folgt Peretz (Riss), abgeleitet aus der biblischen Geschichte von Juda und Tamar – einer ihrer Söhne erhielt diesen Vornamen (1. Mose 38). Jeder der beiden Namen hat rund 30.000 Träger. Auf Rang 5 findet sich Biton (28.000) – er ist aus dem lateinischen „Vita“ (Leben) entstanden.

Der nun folgende Name Dahan (20.900) leitet sich von einem arabischen Wort ab, das wohl „Ölmaler“ oder „Ölhändler“ bedeutet. Den siebenten Platz nimmt Avraham (20.200) ein, also der Name des biblischen Stammvaters. Friedman heißen ungefähr 19.700 Juden in Israel. Die ursprüngliche Bedeutung des Namens Agbaria (18.900) ist unbekannt. Asulai (18.100) ist unter nordafrikanischen Juden verbreitet – für die Herkunft gibt es keine eindeutige Erklärung. Malka (17.900) bedeutet „Königin“.

Auch Christen lieben Priester

Bei den Muslimen in Israel führt der Name Agbaria mit 1,3 Prozent die Liste an – ihn tragen 19.000 Vertreter dieser Gruppe. Darauf folgen Mahamid (verwandt mit Mohammed), Dschabarin, Chatib (Prediger) und Suabi. Unter den Christen ist der arabische Name Chury am geläufigsten – das Wort bedeutet, wie Cohen, ebenfalls „Priester“. Bei den Drusen führt der Name Halabi – „Bewohner von Aleppo“ – die Statistik an.

Von: eh

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