Lapid hofft auf Ende der Bedrohung

Israel rechnet weiterhin mit Terroraktionen durch den „Islamischen Dschihad“. Premier Lapid versichert, das Land werde sich notfalls wehren. Unterdessen traf sich der Generalsekretär der Dschihadisten mit dem iranischen Präsidenten.
Von Israelnetz
Premier Lapid bei der Sicherheitsbewertung

Foto: GPO

Premier Lapid (r.) lässt sich die Lage im Süden Israels schildern

TEL AVIV / TEHERAN (inn) – Inmitten der Spannungen am Gazastreifen hat Premier Jair Lapid (Jesch Atid) am Donnerstag in Tel Aviv eine Sicherheitsbewertung abgehalten. Armeechef Aviv Kochavi und weitere hochrangige Militärs erläuterten Lapid und Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) die Lage. Seit Tagen sperrt Israel Straßen und Einrichtungen in der Nähe des Gazastreifens, da Angriffe der Terrorgruppe „Islamischer Dschihad in Palästina“ (PIJ) unmittelbar bevor stehen könnten. In der Nacht auf Dienstag hatte Israel dort einen Anführer der Gruppe festgenommen.

Gemeinsam mit den Armeevertretern diskutierte Lapid unterschiedliche Szenarien, wie sich die Lage entwickeln könne. Lapid erklärte: „Wir verstehen die Schwierigkeiten für die Bewohner des Südens. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit darauf, ihr Leben zu schützen und die Sicherheit Israels zu gewährleisten.“

Die Sperrungen und weiteren Sicherheitsvorkehrungen seien aktuell notwendig. Jedoch versprach er, dass man langfristig nicht akzeptieren werde, dass der PIJ den Alltag der Bürger beeinträchtige. Er zeigte sich entschlossen, notfalls auch Gewalt gegen die Terror-Organisation anzuwenden. „Wir werden unsere Politik der Verhaftung von Terroristen in Judäa und Samaria nicht ändern“, erklärte er.

Zuvor telefonierte Lapid mit den Leitern der südlichen Kommunalbehörden und setzte sie über die Lage in Kenntnis. Dies teilte das Büro des Premiers mit. Er versprach, dass die Regierung auf alle Szenarien vorbereitet seien. Man werde die Bürger Israels beschützen. Außerdem erklärte sich der Premier bereit, die Kommunalbehörden kurz- und langfristig stärker zu unterstützen.

Gemeinsame Drohungen aus dem Iran

In Teheran traf sich unterdessen der Generalsekretär der PIJ, Siad al-Nachala, mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi. Dies berichtet der libanesische Fernsehsender „Al-Majadin“. Raisi betonte, dass Israel die Normalisierungen mit arabischen Staaten niemals Sicherheit bringen würde. Statt sich dem zionistischen Staat anzunähern, können islamische Länder Israel lediglich hassen. Die iranische Republik stehe hinter der Palästinischen Autonomiebehörde (PA) und sehe sich weiter im „Widerstand“ gegen Israel.

Al-Nachala untermauerte die Position des Iran. Der „Islamische Dschihad in Palästina“ hoffe auf weitere Unterstützung des Iran bei eigenen Zielen. Gemeinsam wolle man den palästinischen „Widerstand“ gegen Israel stärken. Konkrete Aussagen zur gegenwärtigen spannungsvollen Situation am Gazastreifen wurden nicht bekannt. (joh)

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Eine Antwort

  1. Ende einer Bedrohung aus Gaza/Hamas und Dschihad ist der Beginn einer neuen Bedrohung.
    OT
    Auf IN News gelesen: Salami/Iran sagte, dass 100 000 Raketen im Libanon auf Israel gerichtet sind.
    Wie gut, dass ich keine Salami esse. Ironie off.
    UNO/EU taube Ohren, wenn Iran Israel bedroht.

    11

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