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Ist Jordanien „Palästina“?

Die Mandatsmacht Großbritannien trennte Transjordanien im März 1923 vom Mandatsgebiet Palästina ab. War das die Verwirklichung einer „Zwei-Staaten-Lösung“ und ist Jordanien mit seiner mehrheitlich palästinensischen Bevölkerung quasi „Palästina“?
Von Carmen Shamsianpur

Das arabische Narrativ des israelisch-palästinensischen Konflikts besagt, dass das gesamte israelische Staatsgebiet einst „Palästina“ war und von den Zionisten geraubt wurde. Einige im pro-israelischen Lager behaupten, dass ursprünglich Israel und Jordanien als jüdische Heimstätte vorgesehen waren. Ein Blick in die Geschichte.

Vorgeschichte

Einen palästinensischen Staat hat es in der Geschichte nie gegeben, weder im Gebiet des heutigen Staates Israel noch sonst irgendwo. Kaiser Hadrian verwendete im 2. Jahrhundert nach Christus den Namen eines lange ausgestorbenen Seefahrervolkes aus der Ägäis, „Philister“, um das jüdische Andenken nicht zuletzt aus dem Namen der römischen Provinz „Judäa“ zu tilgen.

Die Grenzen des als „Philistaea“ bezeichneten Gebiets sind schwer zu definieren. In der Spätantike lässt sich nachweisen, dass auch Territorium östlich des Jordans darunterfiel. Das ist auch naheliegend angesichts der ursprünglichen Fläche Israels. Das in der Bibel verheißene Land erstreckte sich nicht über den Jordan. Es beinhaltete Gaza, aber keinen Zugang zum Roten Meer. Das laut Überlieferung von Josua eroberte und an die Stämme Israels verteilte Land hatte davon abweichende Grenzen. Es umfasste große Teile jenseits des Jordans.

Der Begriff „Palästina“ verschwand nach der Römerzeit allerdings wieder für mehrere Jahrhunderte. Unter islamischer Herrschaft, zuletzt unter den Osmanen, hieß der verwahrloste Streifen „Dschund Urdun“, etwa „Provinz Jordan“. „Palästina“ kommt weder in der Bibel noch im Koran vor, ebenso wenig wie ein „drittheiligstes“ islamisches Heiligtum oder die Bezeichnung „Palästinenser“ für ein arabisches Volk. Letzteres bildete sich erst offiziell im 20. Jahrhundert Mitte der Sechzigerjahre im Zuge der Gründung der „Palästinensischen Befreiungsorganisation“ PLO.

Britisches Mandat für Palästina

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges teilten die Briten und Franzosen auf der Konferenz von San Remo im April 1920 das zusammengebrochene Osmanische Reich unter sich auf. Das Land diesseits und jenseits des Jordanflusses ging an Großbritannien. Der Völkerbund legitimierte die Entscheidung 1922, indem er den Briten ein offizielles Mandat erteilte.

Unter dem britischen Mandat gab es zum ersten Mal in der Geschichte eine  Art palästinensische „Bürgerschaft“ – wenn auch keine „Staatsbürgerschaft“ –, die durch die Vergabe palästinensischer Pässe dokumentiert wurde. Juden und Araber waren gleichermaßen Staatenlose, die Identifikationspapiere von „British Palestine“ erhielten. Die spätere israelische Premierministerin Golda Meir war eine der ersten ausgewiesenen Palästinenserinnen der Menschheitsgeschichte. Schwieriger war es für „Feindvölker“ wie Deutsche und Osmanen, einen solchen Ausweis zu erlangen.

Die Teilung des Mandatsgebiets

Bereits 1921 setzten die Briten Abdullah Ibn al-Hussein als Emir von Transjordanien ein. Am 25. März 1923 erklärten sie das Gebiet jenseits des Jordan zu einem selbständigen Emirat. Es blieb aber weiterhin unter britischer Mandatsverwaltung. Transjordanien erlangte seine Unabhängigkeit erst 1946.

Aber statt eines palästinensischen Staates entstand ein haschemitisches Königreich. Die Haschemiten hatten den Kampf um die Vorherrschaft im Hedschas gegen das Haus Al-Saud verloren. Auf der arabischen Halbinsel entstand Saudi-Arabien, während die Briten den unterlegenen und vertriebenen Haschemiten Transjordanien übergaben. Seither regiert eine haschemitische Minderheit eine palästinensische Mehrheit. International war das nie Gegenstand von Diskussionen.

Nicht ganz Palästina sollte Israel werden

Der Mandatstext von 1922 erkennt unmissverständlich die „historische Verbindung des jüdischen Volkes mit Palästina“ an und fordert „die Wiederherstellung seiner nationalen Heimat in diesem Land“. Dabei sollte „nichts getan werden, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status, den Juden in jedem anderen Land genießen, beeinträchtigen könnte“. Beides scheiterte am arabischen Widerstand gegen die jüdischen Unabhängigkeitsbestrebungen.

Basierend auf Artikel 4 des Mandatstextes arbeitete die britische „Verwaltung Palästinas“ fortan eng mit der Jewish Agency zusammen an der „Errichtung der jüdischen Nationalheimat“. Dies betraf im wesentlichen Gebiete westlich des Jordans. Artikel 25 stellt der Mandatsmacht frei, mit den Gebieten östlich des Jordans mit Zustimmung des Völkerbundes anders zu verfahren. Denn, so mutmaßte der Völkerbund, „die Bestimmungen dieses Mandats“ könnten „auf die bestehenden örtlichen Gegebenheiten nicht anwendbar“ sein.

Die Formulierungen sind schwammig. Sie schließen einen jüdischen Staat auf dem gesamten Territorium nicht aus. Der Völkerbund hielt dies aber für unrealistisch und schlug bereits im Mandatstext Alternativen vor.

Keine Juden in Jordanien

Während viele umliegende arabische Länder wie Ägypten und der Irak vor dem Zweiten Weltkrieg große jüdische Gemeinden hatten, trifft dies auf Transjordanien nicht zu. Es gibt heute weder Juden noch verlassene jüdische Infrastruktur in Jordanien, und es gab sie auch zur Mandatszeit nicht.

Die einzige offizielle Anwesenheit von Juden in Transjordanien war wirtschaftlicher Natur. Die „Stromgesellschaft für Israel“ wurde 1926 von dem Juden Pinchas Ruthenberg als „Palestine Electric Company“. gegründet. Er unterzeichnete 1927 eine Vereinbarung mit König Abdullah I. über den Bau eines Wasserkraftwerks im Emirat. Die jüdischen Beschäftigten und ihre Familien siedelten in Tel Or, dem einzigen jüdischen Dorf Transjordaniens. Die Stadt bestand bis zur ihrer Zerstörung durch jordanische Streitkräfte 1948.

Bis zur israelischen Rückeroberung 1967 war auch das Westjordanland von Jordanien besetzt beziehungsweise annektiert. In dieser Zeit wurden sämtliche Juden vertrieben oder ermordet und konsequent am Zugang zum Tempelareal gehindert. Die jordanische Armee zerstörte Synagogen, Friedhöfe und sonstige jüdische Einrichtungen.

Jordanien ist nicht „Palästina“

Jordanien hätte ein palästinensischer Staat werden können. Die Errichtung eines jüdischen Staates diesseits und eines palästinensischen Staates jenseits des Grenzflusses hätte rückblickend das Optimum einer „Zwei-Staaten-Lösung“ sein können. Aber die Briten kamen einem Versprechen nach, das sie den Haschemiten im Gegenzug für ihre Bündnistreue im Ersten Weltkrieg gegeben hatten.

War das eine kolonialistische Entscheidung über die Köpfe palästinensischer „Ureinwohner“ hinweg? Nein, genauso wenig wie die Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in „Cisjordanien“. Schließlich gab es beiderseits des Jordans kaum „Ureinwohner“. Nur wenige Hunderttausend Menschen lebten beidseits des Flusses. Zusammengedrängt hätten die Araber, Beduinen, Drusen, Türken, Kreuzfahrernachkommen und Juden Palästinas kaum eine Großstadt gefüllt. Sie alle hatten irgendwann selbst das Land erobert, als es noch gar kein Völkerrecht gab.

Länger und historisch begründeter als alle anderen reicht die jüdische Präsenz im Land zurück. Deshalb: Jordanien ist vielleicht nicht „Palästina“. Aber Israel ist Israel.

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20 Antworten

  1. Vielen Dank für den Bericht. Diesen sollten alle mal diejenigen lesen, die in Deutschland nach „Palästina“ schreien.

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  2. Die Antwort lautet: Nein.

    „Einen palästinensischen Staat hat es in der Geschichte nie gegeben“

    Ebenso wie es vor der Gründung 1948 nie einen israelischen Staat gegeben hat. Das liegt daran, dass das Konzept eines Nationalstaates in der Geschichte relativ neu ist. Das ändert aber nichts daran, dass das Gebiet „Palästina“ genannt wurde und dort auch Menschen, die heute Palästinenser geannt werden, gelebt haben.

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    1. „Einen palästinensischen Staat hat es in der Geschichte nie gegeben“. Doch, Gazastreifen. Der Hamas-Staat hat funktioniert und autonom verwaltet, die Zustimmung der Bevölkerung total. Ob in Westenjordanien, in Jordanien oder in Libanon, überall in der Welt haben die Palästinenser den Hamas-Staat verherrlicht und stehen noch dazu.

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      1. Ein Staat war und ist es nicht. Es war in Gaza eine Autonomie, jedoch eine des Terrors, eine vollkommen gescheiterte. Gott bewahre uns davor, dass es jemals einen palästinensischen Staat gibt! Die Welt ist schon ohne diesen grausam genug.

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      2. @ AlbertNola „Doch, Gazastreifen“. Ein Staat, der täglich 500 Lastwagen voller Hilfsgüter braucht und eine UWRA, die das und noch vieles mehr organisieren und bezahlen muss, kann gar nicht existieren.

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        1. @Heiri Blaser
          Soll auch nicht. Die Palästinenser ähnlich wie die Mafia sind unfähig einen funktionierenden Staat aufzubauen. Wird sich das mal ändern? Nein.

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    2. Es gab den jüdischen Staat vor der Besatzung durch die Römer. Das haben die Juden den Arabern wenigstens voraus. Ein Staat mit Grenzen, mit Regierungschef, mit Währung usw.
      Was haben die Palästinenser vorzuweisen, außer der verhungerten Maus im Nationalmuseum?

      Wollten Sie nicht mal mitteilen, wann der eigenständige Staat Palästina gegründet wurde, wer Regierungschef war, wie die Grenzen verliefen, welche Staatsform er hatte, welche Währung?
      Und falls es Ihnen entgangen sein sollte, auch die Juden wurden während der Mandatszeit Palästinenser genannt. Möchten Sie sich dazu äußern, Britta?

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      1. Es gab keine Besatzung durch die Römer. Es gab lediglich „umstrittene Gebiete“ innerhalb des Römischen Reiches.

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        1. Liebe Britta sie haben keine Ahnung von der Geschichte schon 40 vor der Zeitenwende haben die Römer das Land besetzt und im Jahr 70 nach der Zeitenwende war der römische Krieg gegen das jüdische Volk zu Ende sei dem wahr Rom Herr über dieses Land (übrigens war der Name des Landes Judäa )

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      2. @Christin
        „Wollten Sie nicht mal mitteilen, wann der eigenständige Staat Palästina gegründet wurde, wer Regierungschef war, wie die Grenzen verliefen, welche Staatsform er hatte, welche Währung?“
        Ach Christin, lass dir doch mal etwas neues einfallen, um die Israelische Besatzung zu rechtfertigen. Die Zeiten von Emerich de Vattel und seinen Thesen von „Terra Nullius“ sind schon lange vorbei.
        Das Völkerrecht ist eindeutig in Artikel 42 der Haager Landkriegsordnung , der in das Völkergewohnheitsrecht übernommen wurde heißt es „Territory is considered occupied when it is actually placed under the authority of the hostile army.“

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    3. Im Zwischenbericht der britischen Regierung über die Zivilverwaltung Palästinas hieß es 1920, dass in Palästina kaum 700.000 Menschen lebten:

      In ganz Palästina leben heute kaum 700.000 Menschen, eine viel geringere Bevölkerung als allein die Provinz Galliläa zur Zeit Christi. Davon leben 235.000 in den größeren Städten, 465.000 in den kleineren Städten und Dörfern. Vier Fünftel der Gesamtbevölkerung sind Moslems. Ein kleiner Teil davon sind Beduinen-Araber; Der Rest ist, obwohl er Arabisch spricht und als Araber bezeichnet wird, größtenteils gemischter Abstammung. Etwa 77.000 der Bevölkerung sind Christen, die überwiegende Mehrheit gehört der orthodoxen Kirche an und spricht Arabisch. Die Minderheit besteht aus Mitgliedern der lateinischen oder der unierten griechisch-katholischen Kirche oder – in geringer Zahl – aus Protestanten. Der jüdische Anteil der Bevölkerung beträgt 76.000. Fast alle sind in den letzten 40 Jahren nach Palästina eingereist. Vor 1850 gab es im Land nur eine Handvoll Juden. In den folgenden 30 Jahren kamen einige Hundert nach Palästina. Die meisten von ihnen waren von religiösen Motiven beseelt; Sie kamen, um im Heiligen Land zu beten, zu sterben und in seiner Erde begraben zu werden.

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    4. Einen Jüdischen Staat hat es schon vorher gegeben: Unter König Salomon. Die sogenannte Palästinenser sind eigentlich Ägypter, das erkennt man an den Nachnamen. Oder sie stammen aus den anderen umliegenden arabischen Nachbarländern Israels, ursprünglich. Nur ganz wenige Menschen haben Anfang des 20 Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Israels gelebt. Egal ob Jude, Araber, Druse, Christ oder Beduine . Es war ein Durchreiseland mit wenig fruchtbarem Boden. Es hat die Mensch einfach nicht ernährt. Es gab auch nicht genügend Wasser. Mit der Gründung Israels und verstärkter europäisch jüdischer Einwanderung setzt ein Modernisierungsschub in der Landwirtschaft ein. Modern Entsalzungsanlagen wurden in Israel entwickelt.

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  3. Die sehr gute Gesamt-Schau täuscht darüber hinweg, dass im Kielwasser der Aufspaltung in so viele Abrahamitische Religionsgemeinschaften verloren ging, was im jüdischen Schma_Israel verkündet ist. Dazu gehört nicht nur prima Klima, sondern auch gutes Land, um dort zu leben.

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  4. Die Frage schwingt ja immer im Hintergrund mit, wer hat ein legitimes Anrecht auf das Land. Genau das wird den Israelis von palästinensischer Seite ja immer abgesprochen, obwohl sie ein anerkannter Staat sind. Damals gings ja nicht um einen Palästinenserstaat, den forderte erst Arafath, sondern um eine Nationale Heimstadt für die Juden,die in dem ganzen Gebiet, westlich des Jordans installiert werden sollte. Die Eroberung von den Golahöhen, der Westbank und des Gazastreifens war eigentlich Völkerrechtswiedrig, genau so wie die Eroberung des ukrainischen Donbasses durch Russland. Der Sechstagekrieg war sozusagen eine Korrektur diese Zustandes. Dass der Staat Israel damals nicht auf das ganze Gebiet ausgedehnt werden konnte, lag eben nur daran dass sie militärisch zu schwach waren und sie die Eindringlinge nicht abwehren konnten. Und jetzt soll Israel ein Gebiet räumen das ursprünglich zur nationalen Heimstätte gehören sollte, damit dort ein neuer Staat installiert wird. Ist doch absurd sowas zu fordern. Der religiöse Aspekt ,dass Gott das Land vom Jordan bis zum Meer und von der Wüste bis zum Libanon, den Kindern Israels als ewiges Erbe zugesprochen hat, darf nicht ausser acht gelassen werden.Nein, die politischen kriegerischen Ereignisse dienen dazu, dass dieser Zustand einmal hergestellt sein wird .

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  5. Genau alle – auch die Juden dort – sind Palästinenser. Ein buntes Gemisch aus Menschen und Religionen, die hoffentlich nicht am Jerusalem-Syndrom leiden. Das Jerusalem-Fieber ist grundsätzlich nicht gefährlich und die Betroffenen sind in der Regel nach wenigen Tagen vollständig genesen. Es ist also empfehlenswerter als Terrorismus! AM ISRAEL CHAI!!!

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  6. Man muss wohl mal wieder eines klarstellen: Es gab nicht nur jüdische Zuwanderung. Im Jahr 1882 gab es 426.000 Araber im Land. 1945 waren es 1.256.000. Um diesen Zuwachs auf normalen Wege zu erreichen, hätten schon 12jährige Vierlinge bekommen müssen. Zumal die Lebenserwartung noch niedrig und die Säuglingsterblichkeit hoch war.

    Was also bewog die Araber in das Gebiet zu ziehen? Sie müssen ja irgendeinen Grund gehabt haben. Bei der jüd. Bevölkerung ist es klar. Es war die Verfolgung in ihren Ländern, in denen sie gelebt haben, in deren Folge die Alija-Wellen kamen.

    Was war der Grund für die Araber?

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    1. Die Araber kamen, weil die Juden durch ihren Fleiss und Pioniergeist mittel- und langfristig einen höheren Lebensstandard als in den arabischen Staaten schufen. Daran wollten die Araber Anteil haben. Ebenso fiel ihnen auf, dass sie sich im betreffenden Gebiet vermehren wollten, damit die Juden sich nicht einbilden sollten, sie könnten dort etwas selbstbestimmtes werden… Auch der Bau der Al Aqsa viel früher war nur mit einer religiösen Geschichte umschmückt. Faktisch war es ein Politikum, eine Moschee auf den Berg zu bauen, auf dem zweimal der jüdische Tempel gestanden hatte. Man wollte den Juden klar machen: „Wenn Ihr hier was werden wollt, werden wir Euch immer Probleme machen und Eures als unseres beanspruchen.“ bis heute….

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