Israelischer Künstler ist Stipendiat im Westwerk Hamburg

Asaf Elkalai aus Tel Aviv darf drei Monate lang im Hamburger Künstlerhaus wirken. Sein Werk zeichnet sich durch ausgeklügelte Konzeptionen aus.
Von Israelnetz

Foto: Asaf Elkalai

Die Installation „Billboard and Smoke“ von Asaf Elkalai

HAMBURG (inn) – Seit 2020 läuft das internationale Residenz-Programm im Künstlerhaus Westwerk. Dafür hat eine unabhängige Jury für die Hamburger Kulturbehörde unter 202 Bewerbungen aus 62 Ländern acht Stipendiatinnen und Stipendiaten für das dreimonatige Stipendium in einer Residenzwohnung im Westwerk ausgewählt.

Unter ihnen ist der 36-jährige Künstler Asaf Elkalai aus Tel Aviv. Er wurde in Kerem Ben Simra geboren, studierte an der Bezalel-Akademie für Kunst und Design in Tel Aviv und an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er ist Künstler, Dozent und Lehrer in den Bereichen Installation, Skulptur, Fotografie und Video. Seine Arbeiten wurden bereits in israelischen Museen, aber auch weltweit ausgestellt, darunter im Israel Museum und im Tel Aviv Museum. Elkalai wurde bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise mit dem Eluvik Award und mit dem Award für junge Kunst des israelischen Ministeriums für Kultur und Sport.

Asaf Elkalais Werke zeichnen sich durch ausgeklügelte Konzeptionen bei gleichzeitiger hoher Ästhetik aus. Doch auch spontane Reaktionen auf seine Umwelt und seinen Alltag sind in seinem Oeuvre zu finden.

Kulturszene in Hamburg bereichern

„Internationale Residenz-Aufenthalte sind mittlerweile fester Bestandteil künstlerischer Lebensläufe. Hierbei profitieren nicht nur Künstlerinnen und Künstler von den Erfahrungen in einem neuen Land, auch die Stadt Hamburg mit ihrer Kulturszene wird immens durch diesen internationalen Kulturaustausch bereichert und erhält neue Impulse”, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda. Hamburg mit seiner vielfältigen Kulturlandschaft würde sich mit diesem Residenz-Programm als attraktiven Anziehungspunkt für internationale Künstlerinnen und Künstler präsentieren.

Die weiteren Stipendiatinnen und Stipendiaten sind die Ägypterin Rawan Abbas, Sasha Kurmaz aus der Ukraine, Edward Ofosu aus Ghana, die Italienierin Gaia Coals, Lu Lin (Niederlande/China), Lee Mc Donald aus den Niederlanden und Jiôn Kiim (Portugal/Korea).

Das Residenzprogramm der Hamburger Kulturbehörde umfasst neben dem dreimonatigen Aufenthalt in einer Residenzwohnung im Hamburger Künstlerhaus Westwerk auch eine monatliche Aufwandspauschale in Höhe von 800 Euro. Außerdem werden für die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich in ihren Werken auch mit Kunst im öffentlichen Raum, Medienkunst oder Fotografie beschäftigen, die Kosten für die Hin- und Rückreise übernommen. Eine finanzielle Unterstützung mit einmalig bis zu 500 Euro erhalten sie zusätzlich für die Organisation und Durchführung einer Abschluss-Präsentation.

Westwerk besteht seit 1985 als Künstlerhaus mit Ausstellungsräumen für nicht kommerzielle, junge, unetablierte und zeitgenössische Kunst, mit Kunstgalerie und Musikclub, als ein Ort für Kunst, Installationen, Performances, Lesungen und Veranstaltungen. Das Westwerk liegt zentral in der Hamburger Innenstadt auf der Fleetinsel in einem größeren Gebäudekomplex, in dem sich weitere Ateliers, Galerien und ein kleines Theater befinden.

Von Heike Linde-Lembke

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