Israelis zu Gast in Katar

Am Sonntag ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gestartet. Auch israelischen Fans ist es möglich, die muslimische Monarchie zu besuchen. Juden vor Ort berichten jedoch von Problemen.
Von Israelnetz
Katar

Foto: Jernej Furman | CC BY 2.0 Generic

Israel hat sich bisher nur 1970 für eine WM-Finalrunde qualifiziert

JERUSALEM (inn) – Am Sonntag ist der erste Direktflug von Israel nach Katar gelandet. Im Gepäck hatte das Flugzeug der zyprischen Fluggesellschaft „Tus Airways“ israelische und palästinensische Fußballfans. Der Gastgeber der diesjährigen Weltmeisterschaft hatte erst in der vergangenen Woche die Direktflüge final bestätigt. „Es ist Geschichte geschrieben worden“, kommentierte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Lior Haiat, den Flug gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Israelische Flaggen werden aber in den WM-Stadien nicht zu sehen sein. Die Regularien des Fußballweltverbandes FIFA verbieten das Zeigen der Flaggen von Nationen oder Gemeinwesen, deren Mannschaft nicht für das Turnier qualifiziert ist. Das gilt sowohl für Israelis als auch für Palästinenser.

Bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft hat Israel in Katars Hauptstadt Doha eine Repräsentanz eröffnet. Sie soll israelischen Fans als Anlaufstelle dienen, wenn Probleme auftauchen, wie etwa der Verlust des Reisepasses, oder Komplikationen mit katarischen Behörden. Wie die israelische Wirtschaftszeitung „Globes“ berichtet, sei zudem aus dem israelischen Außenministerium die Hoffnung zu vernehmen, dass das konsularische Vertretungsbüro auch nach der WM erhalten bleibe.

Kein koscheres Essen?

Für jüdische Fußballfans lief zu Beginn der Weltmeisterschaft längst noch nicht alles rund. Das berichtet die Zeitung „Jerusalem Post“ am Montag. So soll es in Katar kein warmes koscheres Essen geben, obwohl dies vorher angekündigt wurde. Zudem sollen keine Gebetsräume für Gläubige zur Verfügung stehen. Auch das wurde im Vorfeld der WM versprochen. Eine namentlich nicht genannte Quelle aus einer jüdischen Organisation sagte gegenüber der „Jerusalem Post“, dass die katarischen Behörden nicht für die Sicherheit solcher Einrichtungen sorgen könnten und deswegen solche Gebetsmöglichkeiten nicht ermöglichten.

Derweil besuchte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Fatah) das WM-Eröffnungsspiel Katar gegen Ecuador. Die Südamerikaner besiegten den Gastgeber mit 2:0. Israelische Politiker waren nicht im Stadion. (mas)

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8 Antworten

  1. Oh, nein. Abbas schleimt sich überall durch.
    Tja, Katar hat so manches versprochen, nicht gehalten.
    Ich würde als Jude nicht nach Katar fliegen..
    Israel hat keine Mannschaft beim Turnier.
    Hoffentlich kommen alle gesund zurück.
    OT:
    DFB machte Rückzieher wegen One Love.
    Sonst droht gelbe Karte für Neuer.
    Das ist Zensur. Fifa korrupt.
    Ich würde abreisen. Würde mich nicht Katar unterwerfen als Nationalmannschaft einer Demokratie und eines Rechtsstaates.

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    1. Nachtrag.
      Wenn es kein koscheres Essen gibt, improvisiert man. Obst, Brot. Gemüse ect. Wobei in Katar kein Schwein gegessen wird. Und beten kann man in seinem Hotelzimmer.
      Machen wir auch ” unterwegs” in anderen Ländern.

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      1. Das ist richtig.

        Aber letztendlich zeigt es eines. Man ist nicht gewillt eine andere Religion zu akzeptieren. Von Toleranz ist man in Katar weit entfernt. Siehe die Fifa Entscheidung zu den Kapitänsbinden.

        Wäre die WM in Israel und Israel würde keine Gebetsräume für Muslime einrichten, würden unsere hiesigen Apartheits-Krakeeler wieder auf die Barrikaden.

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        1. Liebe Christin, es nützt nichts. Wir hatten auch Leserbriefe in Zeitungen, wie viele andere auch gegen die Fifa Korruption. Was gestern geschah, alle müssten abreisen. Fifa Präsident ein…ich mag es nicht schreiben.
          Katar lacht über BRD u.a. Europäer.
          Tja – Habeck machte dort Diener. Wie kann man nur?
          Hast du auf der Klimakonferenz, die nichts ausrichten wird, bin Salman mit Macron vereint lachen sehen? Die kriegten sich nicht mehr ein. Zerstückelung von Kashoggi vergessen?
          Wie Katar die tausende Toten aus Nepal.
          Der Islam strotzt vor Frömmigkeit und Nächstenliebe. Ironie oft.

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          1. Da gibt es eine Reportage, die zeigte, dass man nicht mal in der Stadt, geschweige denn im Stadion ein Regenbogen T-Shirt tragen kann. Mützen in Regenbogenfarben werden konfiziert, usw.

            Warum tut man sich das an, das wusste man vorher. Unsere Innenministerin hat doch behauptet, es sei alles easy. Und jetzt. Was passiert, wenn wirklich mal ein homosexuelles Pärchen händchenhaltend durch die Stadt schlendert? Scharia? Hand abhacken? Oder nur einsperren und ausweisen?

            Die Vergabe in solche Länder sollte ein absolutes NO GO sein.
            Der dänische Fußballverband überlegt übrigens, ob er aus der Fifa austritt. Wenn es ganz Europa täte, müsste sich die Fifa überlegen, was sie macht.

            Was Habeck angeht, wer vor dem Islam kuscht, beweist nur seine Schwäche und das hat er gemacht. Aber er wollte ja wenigstens noch etwas. Erinnern wir uns an Steinmeier, der vor buckeln fast ins Grab von Arafat gestürzt ist.

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        2. Liebe christin!
          Sie wissen aber schon, dass ausgelebte Homosexualität dem EWIGEN – Gott JAHWE ein Gräuel ist?Dieses Wort wird an mehreren Stellen der jüdischen Bibel, sowie auch des Neuen Testaments bestätigt! Natürlich sollen Betroffene nicht diskriminiert werden, aber das Wort und der Wille Gottes soll ihnen auch nicht vorenthalten werden. Entscheiden müssen diese Menschen selber!
          Schalom und Ehre dem HEILIGEN und EINIGEN Gott JAHWE!

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    2. Das die Fifa Korruptionsprobleme hat ist schon seit mehr als 10 Jahren bekannt. Diesem Verein geht es nur ums Geld. Ihn Interessieren die Menschenrechte gar nicht. Was den DFB anbelangt so höre ich heute noch die Antwort vom Leiter als er sagte : “Dann werden die Strafe Zahlen” aber durch seinem Kniefall vor der Fifa ist für mich der DFB Unglaubwürdig. Vielleicht finden die nächsten Olympischen Winterspiele auch in Katar statt?

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  2. Verzeih,liebe Christin, wir wünschten uns gerade eine Shavua tov, auch zu dir.
    Mussten sehr lachen, was du über Steinmeier/ Arafat geschrieben hast….danke. Wir haben es in unser Sprachprogamm👍😀aufgenommen.🇮🇱

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