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Israel zählt zum neuen Jahr 9,8 Millionen Einwohner

Die israelische Bevölkerung wächst weiter. Nächstes Jahr dürfte die 10-Millionen-Marke überschritten werden. Die Mehrheit der Juden weltweit lebt jedoch nach wie vor außerhalb des jüdischen Staates.
Von Israelnetz
Israels Bevölkerung ist auf Wachstumskurs (Archivbild)

JERUSALEM (inn) – In Israel leben heute ungefähr 9.795.000 Menschen. Das gab das Zentrale Statistikbüro des Landes anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes (Rosch HaSchanah) bekannt, das am Freitagabend beginnt. „Vermutlich wird die Bevölkerung 2024 die Grenze von 10 Millionen Einwohnern überschreiten“, heißt es in einer Mitteilung. 2048 sei mit 15 Millionen Einwohnern zu rechnen, 2065 mit 20 Millionen.

Die Wachstumsrate der Bevölkerung betrug demnach im vergangenen Jahr 2 Prozent: Es wurden ungefähr 172.000 Kinder geboren und 70.000 Menschen wanderten ein, davon 66.000 sogenannte „Olim Chadaschim“, also Juden, die neu Israelis werden. 48.000 Menschen starben. Unklar ist, wieviele Menschen das Land verlassen haben: 2021 gab es laut Statistikamt 18.200 Auswanderer.

46 Prozent aller Juden leben in Israel

Derzeit sind 73 Prozent der Bevölkerung Juden und 21 Prozent Araber; 6 Prozent werden anderen Gruppen zugerechnet, darunter nicht-arabische Christen. Von den Juden im Alter ab 20 Jahren definierten sich Ende 2022 44,2 Prozent als nicht-religiös beziehungsweise säkular, 21 Prozent als traditionell, aber nicht sehr religiös, 11,7 Prozent als national-religiös, 11,5 Prozent als religiös und 10,8 Prozent als haredisch, also ultra-orthodox.

Unterdessen geht aus Zahlen der Einwanderungsorganisation Jewish Agency anlässlich von Rosch HaSchanah hervor, dass nach wie vor weniger als die Hälfte aller Juden weltweit im Staat Israel lebt. Demnach gibt es insgesamt 15,7 Millionen Juden auf der Welt, davon 7,2 Millionen in Israel (46 Prozent) und 8,5 Millionen außerhalb des jüdischen Staates (54 Prozent). Der Anteil der in Israel lebenden Juden hat im Vergleich zum Vorjahr um ein halbes Prozent zugenommen.

18 Millionen Menschen haben Anspruch auf Einwanderung

Anspruch auf eine Einwanderung (Alija) nach Israel haben nach Einschätzung der Jewish Agency zur Zeit rund 18 Millionen Menschen. Die Diskrepanz zur Zahl der 8,5 Millionen Diaspora-Juden ergibt sich unter anderem daraus, dass nach dem israelischen Rückkehrgesetz auch Personen einwandern können, die laut orthodoxer jüdischer Rechtsauffassung (Halacha) nicht Jude sind. Dazu zählen etwa auch Personen, die nur einen jüdischen Großvater haben.

Die größte jüdische Gemeinschaft nach Israel befindet sich in den USA mit 6,3 Millionen Juden. Die größte jüdische Gemeinschaft in Europa findet man in Frankreich mit 440.000 Juden, gefolgt von Großbritannien (312.000) und Russland (132.000). Auf Platz 4 folgt Deutschland (125.000). In der Schweiz leben 20.500, in Österreich 10.300 Juden. (ser)

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8 Antworten

  1. Selbst die Juden wollen mehrheitlich nicht in Israel leben. Ich kann das gut verstehen.

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    1. Hauptsache was geschrieben. Israel ist unsere Heimstätte, wohin wir Jederzeit einreisen können.
      Wir sind wie unsere Vorfahren teils in anderen Ländern geboren. Wir haben dort unsere Arbeit, Familien, Freunde und lieben Landschaften, sogar Fussball- Vereine. Trotzdem reisen wir immer wieder nach Israel und unterstützen dort unser Volk.
      In diesem Sinne, Israel- Kritiker verstehen garnichts.

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      1. So ist es. Mag ja sein, dass es nach wie vor Menschen gibt, die ihr Land am liebsten judenrein sehen wollen, aber das Ergebnis haben wir ja nach dem Krieg gesehen. Es fehlten Menschen wie Einstein. Wir haben unser geistiges Kapital vergast und schreien „good news“. Wir haben unser geistiges Kapital vertrieben und schreien „good news“. Aber die good news“ Schreihälse, die bis heute noch jeden toten Israeli / Juden bejubeln haben auf ganzer Font verloren.

        Denn wie du schreibst, es gibt den jüdischen Staat, die Heimstatt des jüdischen Volkes. Genauso wie es die Bibel vorausgesagt hat. Wir haben in den letzten 75 Jahren die Erfüllung von Prophetie erlebt. Und die lässt sich nicht weg diskutieren. Und wir werden auch noch den Rest erleben. Damit verbunden ist auch die Rückkehr der Juden in ihr Land. Und wir erleben diese Rückkehr immer wieder in Wellen. Irgendwann ist das Volk komplett zurück. Die Zeit der Fischer ist vorbei, wir leben längst im Zeitalter der Jäger.

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        1. „Damit verbunden ist auch die Rückkehr der Juden in ihr Land.“

          Und wenn sie nicht von alleine kommen, „hilft“ Israel mit Terror gegen Juden in anderen Ländern einfach ein bisschen nach.

          „Zudem habe die israelische Regierung verdeckte Operationen durchgeführt, “um die Angst der Juden dort zu schüren, weil sie Olim, Einwanderer nach Israel, brauchten. “

          https://www.israelnetz.com/un-ausstellung-ueber-juedische-fluechtlinge/

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          1. Ja, Sabine, der Jude ist immer selbst schuld, sagen die guten Antisemiten.

            Es ist wie bei der Nakba: dort gab es Vertreibung und Flucht und hier gab es Vertreibung und Holung. Was ist Ihr Problem dabei? Als die arabischen Führer die Araber aufforderten das Land zu verlassen, dass sie nicht in das Kriegsgeschehen verwickelt werden, war das für die Groß-Palästina-Apologeten kein Problem. Man hat es dann über Jahrzehnte hindurch als Vertreibung instrumentalisiert. Aber hier, hier ist es dann Flucht und keine Vertreibung, was für eine Heuchlerei.

            Und auf die heutige Zeit übertragen, klar, die Juden steuern die Übergriffe auf sie selbst. Attentate führt der Mossad aus. Keiner würde den Juden etwas antun. Und Abbas, mein Führer, dir glaube ich, du bist die Wahrheit persönlich, wenn du sagst, es gab keinen Holocaust an den Juden, dann ist dies göttliches Wort. Zynismus Ende.

            Oder was möchten Sie mit Ihren unqualifizierten Kommentar aussagen, Sabine?

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  2. Der Anteil der Juden die nicht in Israel leben, wird bis zur Sammlung durch Engel von allen vier Winden bei der sichtbaren Wiederkunft des Messias vorerst nicht in ihr Heimatland zurückkehren. Das ist den prophetischen Aussagen der Bibel zu entnehmen. Trotz steigendem Antisemitismus, z. B. in den USA, fühlen sich Juden zur Zeit dort sicherer, als in ihrem vom Terrorismus bedrohten Heimatland. Der unbedingte Wunsch, dorthin zurückzukehren, ist noch nicht bei allen im Ausland lebenden Juden oberste Priorität. Und das sollten ALLE, auch AIc, tolerieren. Es hat nichts mit Kritik zu tun. Trotz aller göttlichen Verheißungen ist es nach meiner Auffassung notwendig, auch einen konstruktiven, resp. kritischen Dialog zu führen. Ich verstehe nicht, wieso sich manche dabei auf den Schlips getreten fühlen.

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  3. Zum neuen Jahr 5784 bleibt zu sagen Ein ewiges Volk hat keine Angst vor einem langen Weg. Chag Sameach

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  4. Shalom,- Am Israel chai und Christin@-,Ihr habt völlig Recht.Ich habe auch 20Jahre in Israel gelebt und werde nach meiner Pensionierung wieder dahin ziehen,habe vor vielen Jahren dort eine Wohnung gekauft. Es ist unser Gelobtes Land und wird für immer bleiben,trotz einiger Mismacher in diesem Forum. Allen IsraelFreunden ein Herzliches CHAG SAMEACH, SCHANA TOVA ve METUKA auch der Redaktion.AM ISRAEL CHAI ve Shabbat Shalom. Jerusalem

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