Suche
Close this search box.

„Ich kann mir die Welt ohne Israel nicht vorstellen“

Tag der Solidarität mit Juden und Israel: Der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache sammelt herausragende Reden zur jüdischen Geschichte und Gegenwart ­– von Mose bis Marcel Reich-Ranicki, von Margot Friedländer bis Herta Müller.
Von Israelnetz

BERLIN / KÖNIGSWINTER (inn) – Anlässlich des ersten „Tags der Solidarität mit Juden und Israel“ am heutigen 10. Juli hebt der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) den bedeutenden Einfluss jüdischer (Rede-)Kultur hervor. Eine Online-Bibliothek bietet direkten Zugang zu ausgewählten Redetexten, die mit einführenden Beiträgen vorgestellt werden.

„Juden haben die Kultur – und Redekultur – in unserem Land zu allen Zeiten mitgeprägt und bereichert. Und wir können mehr als dankbar dafür sein, dass sie das auch heute noch tun – trotz des schrecklichsten Verbrechens der Menschheitsgeschichte, das Deutsche an ihnen begangen haben und ihr Volk fast ausgelöscht hätte“, sagt VRdS-Vizepräsident Jürgen Sterzenbach laut einer Mitteilung des Verbandes.

Er hatte 2021 anlässlich des Festjahres „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ gemeinsam mit anderen Verbandsmitgliedern das Blog-Projekt „Megilla – Jüdisches Leben in Reden“ ins Leben gerufen. „Megilla“ ist als Sammlung historischer und aktueller Reden konzipiert, die in mittlerweile rund 40 Blogbeiträgen dokumentiert und vorgestellt werden. Kontinuierlich kommen neue hinzu, zuletzt wichtige Reden, die nach dem grausamen Massaker vom 7. Oktober 2023 gehalten wurden.

Aufrüttelnde Reden von Monika Schwarz-Friesel und Herta Müller

Dazu gehören die aufrüttelnden Reden der Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel vor dem österreichischen Parlament und der Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller bei einer Veranstaltung in Stockholm. Beide sprachen Klartext zum Angriff der Hamas auf Israel und sorgten damit international für Aufsehen. Ihre Rede „Ich kann mir eine Welt ohne Israel nicht vorstellen“ – ein Zitat des Lyrikers Paul Celan – hat Herta Müller dem VRdS in einer nochmals überarbeiteten Fassung zur Verfügung gestellt.

„Diese Rede war ein Weckruf inmitten eines Krieges, der auch im Westen eine antijüdische Stimmung entfachte, wie man sie nach der Nazizeit nicht mehr für möglich gehalten hatte“, merkt Sterzenbach an. „Diese Stimmung ist seit dem 7. Oktober leider geblieben, hat sich in weiten Teilen sogar verstärkt. Das dürfen wir nicht zulassen!“

Deshalb beteilige sich der VRdS am Aktionstag am 10. Juli – mit der dringenden Empfehlung: „Lesen Sie diese Rede!“ Eine Übersicht mit Links zu allen vom VRdS präsentierten Reden bietet ein Katalog, der auf der Website des Verbandes heruntergeladen werden kann.

Erster „Tag der Solidarität mit Juden und Israel“

Am 10. Juli 2024 gibt es in Deutschland zum ersten Mal einen „Tag der Solidarität mit Juden und Israel“. Die Aktion wurde vom Münchner Verein „Demokratie und Information“ (DEIN) initiiert. Deutschlandweit unterstützen ihn mehr als 150 Organisationen und Institutionen aus Politik und Gesellschaft. Schirmherrin ist die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch.

In Zukunft soll der Solidaritätstag jährlich stattfinden, heißt es. Möglichst viele Menschen sollen an diesem Tag ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Der 10. Juli wurde als Datum gewählt, weil es an diesem Tag im Jahr 1945 in Dresden die erste Theateraufführung nach dem Krieg gab. Gezeigt wurde Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“. „Ein wunderbares Symbol für Toleranz, Aufklärung und den Aufbruch in eine neue, friedliche, rechtsstaatliche, freiheitliche und demokratische Zeit. Wahrlich wert, verteidigt zu werden“, schreiben die Initiatoren des Solidaritätstags.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Schreiben Sie einen Kommentar

20 Responses

  1. „Nathan der Weise“. „Ein wunderbares Symbol für Toleranz, Aufklärung und den Aufbruch in eine neue, friedliche, rechtsstaatliche, freiheitliche und demokratische Zeit. Wahrlich wert, verteidigt zu werden“, schreiben die Initiatoren des Solidaritätstags.

    Nathan der Weise – steht für die menschliche Weisheit – er vertritt die Gleichheit der drei großen Religionen – im Gegensatz zum lebendigen Gott – mit seiner göttlichen Weisheit – der aus Liebe zu allen Menschen (Juden und Heiden), seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt hat. „Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist“ (1.Sam. 2,2.
    Lieber Gruß Martin

    16
  2. Wenn ich lese, dass in Amsterdam der Sockel von Anne Frank Denkmal mit Gaza beschmiert wurde, da zweifelt man am Verstand dieser Menschen. Und ja, ohne Israel wäre nichts mehr.
    Nur noch Islam und Christenunterwerfung. Wer will in einer solchen Welt von Korruption, Kriminalität, Gewalt, Unterdrückung leben?
    OT: Iran steuert die Demos gegen Juden. Ich weiß, man soll seine Feinde“ lieben“, für sie beten. Ich hoffe, es trifft sie alle G“ttes Strafe.

    20
    1. Ich teile Ihre Ansicht vollkommen; Meine leise Hoffnug ist, dass die mutigen Oppositionellen im Iran, die für einen Facebookpost oder eine rebellische Haarsträhne ihr Leben riskieren, eines nicht allzu fernen Tages die Mollah-Clique stürzen. Ohne Geld und Waffen aus dem Iran stünden die Terroristen von Hisbollah und Hamas eher dumm da. Shalom

      14
    2. @Am Israel chsi
      Das Gericht wird über sie kommen. Da bin ich mir ganz sicher. Ich tu mich auch sehr schwer mit „Feinde lieben“. Und dann noch für sie beten. Während ich bete,kommt dann immer Wut hoch. Fast unmöglich zu unterdrücken.

      9
      1. @Manu,
        Beim Beten müssen wir nichts leisten. Unterdrücken Sie ihre Wut nicht sondern sprechen Sie sie vor Gott aus. Das haben auch die Psalmbeter so gemacht. Nur dadurch entsteht Entlastung. Das liest sich oft am Ende der Psalmen.
        Herzliche Grüße.

        9
        1. Guter Tipp von Ihnen, Heinrich. Geht uns ja allen mal so, dass wir Angst, Zorn oder Wut, Trauer oder Hilflosigkeit spüren. Wenn wir beten, reden wir persönlich mit Gott und er holt uns da ab, wo wir uns öffnen und ihn bitten, unser Herz, unser Tun nach seinem Wohlgefallen zu verändern. Wir lernen nie aus, aber Gott ist ein geduldiger Lehrer.

          4
    3. Lieber AM ISRAEL CHAI, du darfst für deine Feinde beten und dich erleichtert fühlen, dass sie vor den Thorn Gottes treten müssen, wenn sie nicht bereuen – auch durch GUTE TATEN – und er richtet jeden von uns also auch die Grausamen, die Gotteshasser, die die das Schöne niederreißen – was es auf diesem Planeten gibt -und für mich ein Abglanz des messianischen Israel, des Paradies oder einfach einer geläuterten Seele ist. Das hält mich aufrecht, ich verbittere nicht, habe keine Angststörungen, weil ich beten kann. Und ja Israel wird von Gott geliebt – schon immer! *SHALOM

      6
    4. @ Am Israel chai
      Du kannst beruhigt sein, Am Israel chai, Gott wird die bestrafen, die ihn spotten, die ihn und sein Volk verachten.
      Auch ich kann mir eine Welt nicht mehr ohne Israel vorstellen. 3x durften wir eine Reise dorthin machen, haben das Land und die Menschen in unser Herz geschlossen. An der Klagemauer haben uns Soldaten eingeladen mit ihnen zu tanzen. Die Liebenswürdigkeit hat uns tief berührt. Gott segne Israel. Und ich bete jeden Tag, dass die Geiseln freikommen.

      9
    5. Am Israel chai ; David betete auch so, dann dürfen sie das auch. Diese Gebete sind die berühmten Psalmen “ GOTTES WORT „

      2
  3. Wir müssen kämpfen ! Und der Jüdsche Teil Deutschlands ist wichtig für unsere weitere deutsche Existenz.
    Die Ringparabel aus Nathan der Weise MUSS in jede Schule, in allen 16 Bundesländern.
    Wir müssen uns mit dem Philisophen Moses Mendelssohn u. dem Komponisten Felix Mendelssohn-Bartoldi identifizieren können. Wir brauchen ein intelligentes Deutschland, das viel vom Schachweltmeister Dr. Emanuel Lasker, dem Physiknobelpreisträger Albert Einstein, der auch ein Philisoph war, und von Thomas Mann versteht. Mario und der Zauberer, wir sollten uns alle auf die Seite Mario’s begeben und uns nicht von den bösen Kräften verzaubern lassen. Wir brauchen ein deutsches Volk. dass so intelligent ist wie Dr. Faustus, aber die Gretchenfrage bejaht und Mephistopheles bekämpft. Nur ein Israel-freundliches Deutschland hat eine Zukunft. „Einstein, Mann und Lasker, gegen das deutsche Laster “ !

    9
    1. Entschuldigung aber das hört sich ziemlich „Gottlos“ für mich an – und ohne Gott geht es in die Dunkelheit.
      Lieber Gruß Martin

      6
        1. @ Albert Nola
          Mann, du bist ja heute sarkastisch ( grins🤭). Is ja ein bissel gemein. Aber ich verstehe es total! Hab noch einen schönen Abend! L.G. Manu

          4
  4. Jeder Tag soll ein Tag für Juden und für Israel sein! Darum geht es bei jedem Menschen, der Israel wirklich liebt. Sicher gehören symbolische Akte dazu. Aber noch viel wichtiger ist es, einfach füreinander da zu sein, sich zu begegnen, ehrlich einander zuzuhören und gegenseitig das Leben reicher und schöner zu machen. Möge dieser Tag einen neuen Anstoß dazu gegeben haben und sehr intensiv in die Lebenspraxis nachwirken!

    13
  5. Um Jerusalem brauchen wir uns keine Sorge machen, das ist Gottes Wort ganz klar. Was nicht heißt, dass Jerusalem nochmal zu Ruinen herunterkommt. Die Bibel sagt: Lebendige Wasser werden aus Jerusalem fließen, „Und es wird geschehen an jenem Tage, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, zur Hälfte nach dem östlichen Meere und zur Hälfte nach dem hinteren Meere; im Sommer und im Winter wird es geschehen.“ (Sach. 14,8)
    Jerusalem wird der Ausgangspunkt der Herrschaft des Messias werden – wie herrlich, freue mich sehr darauf. „Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt und lasst uns hinaufziehen zum Berge Jahwes, zum Hause des Gottes Jakobs! …“ Jes. 2,3
    In Jerusalem wird dann kein Unbeschnittener (am Herzen) oder Unreiner hineingehen. „Wach auf, wach auf, Zion, zeige dich stark und kleide dich in deine offizielle Amtsrobe. Ziehe deine schönsten Kleider an, du heilige Stadt Jerusalem, denn es wird innerhalb deiner Mauern keinen unbeschnittenen und unreinen Menschen mehr geben“ (Jes. 52, 1).
    Lieber Gruß Martin

    8

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen