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Herzog ruft zum Kampf gegen Antisemitismus auf TikTok auf

Auf Social-Media-Plattformen wie TikTok verbreiten sich antisemitische Narrative. Staatspräsident Herzog fordert einen entschiedeneren Kampf dagegen.
Von Israelnetz
Echtes Treffen zu virtuellen Themen: Staatspräsident Herzog (r.) im Gespräch mit TikTok-Vertretern

JERUSALEM (inn) – Der israelische Präsident Jitzchak Herzog hat am Dienstag mit zwei Vertretern der Social-Media-Plattform TikTok über den Kampf gegen Antisemitismus gesprochen. Anlass ist der Anstieg von judenfeindlichen Beiträgen seit dem Terrormassaker vom 7. Oktober. Bei dem Gespräch in der Präsidentenresidenz betonte Herzog: „Wir müssen Lügen und Hass bekämpfen, wo wir sie finden, auf der Straße oder auf Sozialen Netzwerken.“

Seinen Gästen zeigte der Staatspräsident Beispiele von Verschwörungstheorien oder Fehlinformationen mit Blick auf das Terrormassaker. Dazu gehörten drastische Bilder, Leugnung des Holocaust und antisemitische Ausdrücke.

Bei den TikTok-Vertretern handelte sich um Michael Beckerman, der zuständig ist für Öffentlichkeitsarbeit in den USA, und Theo Bertram, der eine ähnliche Funktion in Europa bekleidet. Die beiden erklärten, TikTok habe seit dem 7. Oktober 160 Millionen Pseudoprofile gelöscht.

Plattform unter Spionageverdacht

Über die von Herzog präsentierten Beispiele zeigten sie sich entsetzt, wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtete. Sie versprachen, weiter mit dem Präsidentenamt und israelischen Vertretern zusammenzuarbeiten. Herzog dankte ihnen für die „offene und ehrliche Unterhaltung“ und ihre „Bereitschaft, diese große Herausforderung anzugehen“.

Die chinesische Videoplattform TikTok ging 2016 an den Start. Die Plattform erzielt hohe Reichweiten, steht aber wegen mancher Inhalte auch in der Kritik. Zudem besteht der Verdacht der Spionage durch China. Einige Regierungen und Staatenorganisationen haben TikTok daher auf offiziellen Geräten die App verboten, darunter die EU-Kommission, Frankreich, Großbritannien, die NATO und die USA. (df)

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6 Antworten

  1. Der TikTok Chef soll Russe sein und in Dubai leben? Mit KI vollendet TikTok Fakes, Lügen.
    Mögen die Gespräche etwas bringen gegen Unwahrheiten im Netz.
    Heute auf WELT: In der BRD sind 91% der Bürger auf Instagram, Facebook, TikTok u.a.
    OT:
    Ich nicht! Ich bin nur auf Israelnetz.
    Verplämere meine Lebenszeit nicht.

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  2. Staatspräsident Herzog: „Wir müssen Lügen und Hass bekämpfen, wo wir sie finden, auf der Straße oder auf Sozialen Netzwerken.“ Keine leichte Aufgabe, auf den Straßen von Berlin, London, Paris, Teheran, Sanaa.

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  3. Ich vermute, bei der Bekämpfung von Antisemitismus, Judenhass, Israelhass und dergleichen gibt es für die Verantwortlichen der sozialen Medien viel Arbeit. Aber da hilft nur anpacken — und sperren bzw. löschen.

    Alles andere wäre unverantwortlich.

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  4. Auch Telegram soll Russe sein. Die Gründer des Messengers sind die Brüder Nikolai Durow und Pawel Durow. Die beiden hatten bereits das russische Netzwerk vk.com gegründet, bevor sie im Jahr 2013 Telegram entwickelten. Für die beiden war der größte Erfolg, dass die Behörden die Nutzer nicht ausspähen können.
    Heute ist der Eigentümer Pawel Durow. Er wurde am 10.10.1984 in Leningrad geboren. Der Gründer und Eigentümer hält sich größtenteils im Hintergrund und tritt in der Öffentlichkeit eher selten auf.
    Am besten so wenig wie möglich im Internet hängen.
    Der Mensch ist so abhängig geworden von diesem digitalen Zeitalter.

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  5. Die scheinheiligen Argumente der Plattform, während Ihr Heimatland einen Komplott mit Russland und dem Irak gegen Israel und den Westen schmiedet, ist unerträglich.
    Sie schwimmen mit wie tote Fische und werden es bei den Argumenten belassen, sonst würden sie ja um Ihre Sicherheit fürchten müssen, wie alle in diesen besagten Ländern, die sich der Realität und den wahren Fakten stellen wollen. Da braucht es mehr als Argumente!!! Nämlich Handlungen.

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