Mehr als 1.200 Menschen aus ganz Deutschland besuchten von Donnerstag bis Samstag den Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin

Mehr als 1.200 Menschen aus ganz Deutschland besuchten von Donnerstag bis Samstag den Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin

Tausende feiern Israel und das „Reich Gottes“

Mehr als 1.200 Teilnehmer des Berliner Gemeinde-Israel-Kongresses und Tausende Unterstützer im Internet haben ihre Solidarität und Liebe für Israel ausgedrückt. Besonders bewegend war das Gedenken an die Reichspogromnacht mit Holocaust-Überlebenden am Freitag.

BERLIN (inn) – Was bedeutet heute die Aussage „Dein Reich komme!“ aus dem „Vater unser“-Gebet für Christen, das Land Israel und die gesamte Welt? Dieser und anderen Fragen gingen von Donnerstag bis Samstag mehr als 1.200 Teilnehmer auf dem dritten Gemeinde-Israel-Kongress in Berlin nach. Über den Internet-Livestream von Gott24.tv waren allein am Donnerstag 3.300 weitere Zuschauer virtuell dabei. 40 christliche Organisationen und Werke – darunter auch Israelnetz – begleiteten die Konferenz mit Ständen. Einer der emotionalen Höhepunkte war am Freitag der öffentliche Gedenkabend zur Reichspogromnacht mit Holocaust-Überlebenden.

Der israelische Botschafter in Berlin, Jeremy Issacharoff, schickte ein Grußwort an die Kongressteilnehmer am Donnerstag: „Ihre Unterstützung ist nicht nur für Israel, sondern auch für ein vereintes Jerusalem, wo jeder seine Religion ausüben kann.“ Der Botschafter sprach über den diesjährigen Regierungsbesuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Jerusalem und betonte, dass es gerade die christliche Gemeinschaft im Nahen Osten sei, die derzeit aufblühe.

Knesset-Abgeordneter Glick in Berlin

„Israel hat mehr als 23.000 Israelis in Kriegen verloren“, sagte der israelische Knesset-Abgeordnete Jehuda Glick am Donnerstag über den noch jungen jüdischen Staat. „Das passierte an einem Tag in Auschwitz“, erinnerte er im Zusammenhang mit dem anstehenden Jahrestag der Reichspogromnacht. Die Stärke der Liebe in der Konferenzhalle heute sei aber hundertmal stärker als der Hass von damals. Um das Wunder der heutigen Zeit zu unterstreichen, erinnerte Glick an zwei Prophetien in der Bibel: Gott habe gesagt, er werde die Juden über die ganze Welt verstreuen. Aber er habe auch gesagt, dass er die Juden wieder aus allen Nationen nach Hause führen werde. Genau diese unmöglich scheinenden Prophetien seien in Israel erfüllt worden.

Als weiteres Wunder beschrieb der Likud-Politiker die Tausenden Menschen, die in der Kongresshalle in Berlin oder vor dem Internet saßen und den Gott Israels priesen. Glick betrachtet die Zahl 70 immer im Verhältnis von Juden und Nichtjuden. Nach dem 70. Jahr im Babylonischen Exil habe der Perserkönig Kyros II. die Juden Jerusalem wieder aufbauen lassen. Im 70. Jahr der israelischen Staatsgründung – und da spielte Glick auf die Botschaftsverlegung der USA an – beginne die Welt wieder, Jerusalem anzuerkennen. „Jeder Jude, der heiratet, schwört, dass, wenn er Jerusalem vergesse, ihm seine Hand abfaulen solle“, sagte Glick. Mit dem jüdischen Gebetsbuch beteten Juden drei Mal am Tag, dass Jerusalem wieder aufgebaut werde.

Der Israeli, der in Berlin auch sein neues Buch „Kommt und zieht hinauf“ bewarb, das jetzt auf Deutsch erschienen ist, erinnerte sich selbst daran, dass Anlass der Konferenz das Königreich Gottes war. „Die Welt muss sich mit Jerusalem verbinden. Der Prophet Jesaja sagt, dass alle Nationen nach Jerusalem kommen und den einzig wahren Gott erkennen werden. Jesus hat zu der Welt gesagt, dass es nur einen Gott gibt. Der Prophet Mohammed hat gesagt, dass es nur einen Gott gibt.“ Heute strömen in den Augen Glicks tatsächlich alle Nationen nach Jerusalem. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu telefoniere mit den USA und Russland, mit Deutschland und Frankreich.

Wilfried Gotter von den Sächsischen Israelfreunden überreicht dem Knesset-Abgeordneten Jehuda Glick einen Schalom-Stern

Wilfried Gotter von den Sächsischen Israelfreunden überreicht dem Knesset-Abgeordneten Jehuda Glick einen Schalom-Stern

Jehuda Glick mit dem 1. Vorsitzenden des Christlichen Forums für Israel (CFFI), Tobias Krämer

Jehuda Glick mit dem 1. Vorsitzenden des Christlichen Forums für Israel (CFFI), Tobias Krämer

Sein eigenes Leben bezeichnete Glick auch als großes Wunder. Vor vier Jahren sei er bei einer Veranstaltung gleich viermal angeschossen worden – von jemandem, der ihn für einen Gegner der Al-Aqsa-Moschee hielt. Die Ärzte hätten ihm nur geringe Überlebenschancen gegeben. „Aber irgendwie haben Millionen Menschen für mich gebetet“, sagte Glick. Nicht, weil er besonders sei, sondern weil der Mensch, der auf ihn schoss, ihn zu einem Symbol für die Verbindung von Jerusalem gemacht habe. „Wir sind alle Instrumente in einem großen Konzert. Gott hat die Juden nicht ausgewählt, weil wir überlegen wären. Wir sind nur gesegnet, wenn wir die Nationen segnen“, sagte Glick. Gott habe dafür die Stadt des Schaloms gewählt.

Christen sollen dem jüdischen Volk näher kommen

Harald Eckert von dem Werk „Christen an der Seite Israels“ (CSI) befand das Motto des Kongresses, „Dein Reich komme!“, als ein „gewaltiges Thema“. Es sei Teil des Vaterunser und gleichzeitig ein zutiefst jüdisches Gebetsanliegen. „Wir Christen verbinden es mit der Erwartung, dass Jesus wiederkommen möge in die Stadt Davids, nämlich Jerusalem.“ Evangelikale seien im Bewusstsein aufgewachsen, dass das Königreich Gottes im Heiligen Geist wiederzufinden sei. Eckert nannte das die „inwendige Dimension des Reichs Gottes“. Die äußere Dimension sei die Frage, wann das Reich für Israel anbrechen werde. Über die inwendige Dimension sollen Christen dem jüdischen Volk näher kommen.

„Wir wurden auf dem Berg eingepflanzt, weil es dort nicht viele messianische Juden gab. Vor 27 Jahren waren wir in der Gemeinde 15 Menschen, heute sind wir ein Netzwerk von unterschiedlichen Organisationen.“ So beschrieb am Donnerstag in einer Zweistunden-Predigt Peter Tsukahira seine Mission von Gott in Israel. Über sich sagt er, er sehe aus wie ein Japaner, klinge wie ein Amerikaner, sei aber ein israelischer Staatsbürger. Denn der messianische Pastor wanderte aus Boston nach Haifa aus. Der 68-Jährige, der am Abend vom Theologen Johannes Gerloff ins Deutsche übersetzt wurde, verliebte sich zur Zeit von Woodstock und der Flower-Power-Bewegung in eine jüdische Amerikanerin. Nachdem Gott klar zu ihnen gesprochen habe, seien sie 1987 nach Israel gezogen.

Der messianische Pastor Peter Tsukahira (l.) aus Haifa und sein Übersetzer Johannes Gerloff

Der messianische Pastor Peter Tsukahira (l.) aus Haifa und sein Übersetzer Johannes Gerloff

Messianischer Pastor sieht Wandel

Tsukahira will in Israel sowohl Juden als auch Araber mit seinen Worten vom Evangelium erreichen. „Wir sehen aktuell einen Wandel in den Organisationen und Gemeinden, die für Israel einstehen. Als Menschen, die Zion lieben, wollen wir dem israelischen Volk und der Nation unsere Liebe zeigen“, sagte der Pastor. Sehr freute er sich darüber, dass israelische Führungskräfte in der Politik heute öffentlich sagen, dass evangelikale Christen die besten Freunde Israels weltweit seien.

„Momentan sind wir der jüngste und kleinste Stamm in Israel“, erzählte Tsukahira. „Wir müssen dort um Anerkennung kämpfen. Deswegen ist es wichtig, dass ihr auch zu euren messianischen Brüdern und Schwestern steht.“ Aber es sei auch wichtig, als Christ das Alte Testament genauso wertzuschätzen wie das Neue Testament. „Mir ist klar geworden, dass es so ist, als käme man in einem Film, aber nicht am Anfang, sondern plötzlich in der Mitte. Man bekommt noch irgendwie heraus, wer die Hauptfiguren sind. Aber es fehlen die Motivationen und die Details des Reiches Gottes. Das Reich fängt mit dem Volk namens Israel an.“ Er habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass Israel das Vorbild für das Königreich Gottes sei. Gott habe ein Volk für alle anderen Völker ausgewählt.

Thema Alijah im Mittelpunkt

Am Freitag stand die Alijah, die Einwanderung nach Israel, im Mittelpunkt des Kongresses. Erfrischend erzählte zum Beispiel die aus der Ukraine eingewanderte Orly Wolstein ihre Lebensgeschichte. „Ich stehe hier nicht als Mitarbeiterin der Jewish Agency, sondern als ein Zeugnis von der Alijah und als Beispiel der Zusammenarbeit von jüdisch-christlichen Organisationen“, sagte Wolstein. Als jemand aus der dritten Generation von Holocaust-Überlebenden in Berlin vor den deutschen Teilnehmern stehen zu können, empfinde sie als Wunder. Sie wuchs in der Ukraine auf. Der alleinerziehenden Mutter einer Tochter wurde bei der Einwanderung nach Israel von der Organisation „Christen an der Seite Israels“ geholfen.

Orly Wolstein erzählte, wie sie aus der Ukraine nach Israel einwanderte

Orly Wolstein erzählte, wie sie aus der Ukraine nach Israel einwanderte

Dass sie mit ihrer Tochter ausgerechnet am 11. November 2011 im Flugzeug nach Tel Aviv saß, hält sie für ein Zeichen Gottes. Die beiden zogen in einen Kibbutz. Vergangenes Jahr holte sie noch ihre Mutter aus der Ukraine dazu. Bei der Einwandererorganisation Jewish Agency arbeitet sie in einem Projekt, das ukrainische Einwanderer in 44 verschiedene Kibbutzim vermittelt und betreut. Eigentlich sollte diese Abteilung vor vier Jahren geschlossen werden, weil das nötige Geld fehlte. Dann seien aber christliche Organisationen eingesprungen und hätten das Projekt finanziell unterstützt. Wolstein strahlte eine große Dankbarkeit, aber auch Zuversicht aus, dass ihr Leben in die richtigen Bahnen gelenkt wurde.

Gedenken an Reichspogromnacht

Eine der einprägsamsten Veranstaltungen war sicherlich der Freitagabend, an dem der Reichspogromnacht gedacht wurde. Die Organisation Zedakah und „Zeugen der Zeitzeugen“ hatten sich eine so einfache wie wirkungsvolle Idee für das Gespräch mit Holocaust-Überlebenden ausgedacht. Der 89-jährige Herr Aron wurde an der Hand der neunjährigen Carina auf die Bühne geführt, weil er 1938, als Scheiben von jüdischen Geschäften im Dritten Reich eingeschmissen und Synagogen angezündet wurden, genau so alt gewesen war. Der 84-jährige Herr Michalski hatte den 4-jährigen Timon an seiner Seite.

Herr Aron wuchs als Einzelkind behütet in Berlin auf. Sein Vater war Diplomkaufmann. In der Reichspogromnacht hatte er schon geschlafen. Sein Vater weckte ihn und sagte, dass es brennen würde. Herr Aron dachte zuerst, dass der „Feind“ gekommen sei, von dem er bei den Fliegerübungen in seiner Volksschule gehört hatte. Er erinnert sich, dass er sich mit seinem Vater den roten Himmel angeschaut hat.

In der Schule erhielten er und die sechs anderen jüdischen Kinder Briefe und wurden aufgefordert, nach Hause zu gehen. Bei seiner Mutter habe er dann angefangen zu weinen, erzählte Herr Aron. Er sei sich keiner Schuld bewusst gewesen. Seine Mutter öffnete den Brief und sagte, dass er keine Schuld habe. „Man hat dich nach Hause geschickt, weil du jüdischen Glaubens bist“, sagte seine Mutter. Er habe das Judentum nur durch die hohen Feiertage gekannt und habe kein Hebräisch gekonnt.

Scho'ah-Überlebender brachte Berliner Polizei Bürotechnik

Aufrichtige Skatfreunde, mit denen sein Vater im Ersten Weltkrieg gedient hatte, warnten die Familie nach der Reichspogromnacht, nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Herr Aron erzählte aus seinem bewegten Leben, wie sein Vater versuchte, in die USA auszureisen, wie sie dann nach Shanghai kamen, wo er den zionistischen Gedanken aufgriff. Als illegaler Einwanderer kam er nach Palästina unter britischem Mandat, kämpfte als Pilot im Unabhängigkeitskrieg Israels und arbeitete anschließend in der israelischen Polizei. So kam er auch wieder nach Deutschland, als er in den 1980er-Jahren der Berliner Polizei auf Wunsch des Oberbürgermeisters die neuartige Bürotechnik aus Israel näherbrachte. Heute sei er sehr aktiv in der jüdischen Gemeinde Berlins.

Für Herrn Michalski, der in Görlitz aufwuchs, war der Abend in Berlin bereits die dritte Veranstaltung des Tages. Weil er nicht mehr so gut sprechen könne, ließ er seine Frau seine Geschichte erzählen. Herrn Michalskis Mutter war Jüdin, sein Vater Katholik. Mit vier Jahre habe er die Reichspogromnacht überhaupt nicht mitbekommen. Eine der Folgen davon war aber, dass er sich von seinem Kindermädchen trennen musste, das er heiß und innig liebte. Es gab einen SS-Mann, der gegen seinen Vater so hetzte, dass der sein Geschäft aufgeben musste. Sein Vater ging von Görlitz nach Berlin, Michalski und seine Mutter reisten nach Breslau. Er erinnert sich, dass er als Jude im Kindergarten nicht mit den anderen Kinder spielen durfte. Dass die Familie überlebte, konnte nur durch die Hilfe verschiedener Personen passieren: zum Beispiel das Kindermädchen, das ihn und seinen Bruder versteckte, ein Zeuge Jehovas oder ein befreundeter Polizist, die alle ihr Leben aufs Spiel setzten.

Aktueller Antisemitismus in Berlin

Michalskis Ehefrau berichtete auch von aktuellem Antisemitismus in Deutschland. Das Paar sind die Großeltern des jüdischen Schülers, der als „Junge von Friedenau“ in die Schlagzeilen kam. Sie schilderte, wie sie ihren Enkel bei einer gemeinsamen Reise mit auf die selbe Flüchtlingsroute nahmen, die Herr Michalski im Zweiten Weltkrieg ging. Im Schulunterricht sammelte die Klasse des Enkels die Gotteshäuser der verschiedenen Religionen. Die Synagoge wurde vergessen. Da meldete sich der Enkel und ergänzte. Seine Lehrerin habe ihn dann gefragt, ob er Jude sei, was er bejahte. Sein bester türkischstämmiger Freund habe ihm daraufhin die Freundschaft gekündigt. Schüler aus höheren Klassen hätten ihn verprügelt, es habe sogar eine Scheinhinrichtung gegeben. „Wir gingen damit an die Öffentlichkeit, weil das Problem nicht in der Schule ernst genommen wurde“, erzählte Frau Michalski. Andere jüdische Familien hätten sich dann auch getraut, etwas zu antisemitischen Übergriffen zu sagen.

Frau Michalskis Enkel wurde in einer Berliner Schule verprügelt, weil er Jude ist

Frau Michalskis Enkel wurde in einer Berliner Schule verprügelt, weil er Jude ist

Bei der Veranstaltung waren insgesamt 14 Holocaust-Überlebende aus Berliner Gemeinden. Sie erhielten einen aus Holz gefertigten hebräischen Buchstaben „Chai“, der für das Leben steht. Die Holocaust-Überlebende Frau Gorban, die seit 26 Jahren wieder in Berlin lebt und in der Reichpogromnacht fünf Jahre alt war, sagte auf der Bühne: „Das darf es in Deutschland nie wieder geben. Wir sind gewohnt, dass jüdische Kindergärten und Schulen von der Polizei beschützt werden müssen. Aber das sollte nicht so sein.“

Die Holocaust-Überlebende Frau Genin zeigte sich vom Abend „tief beeindruckt“. Nachdem sie im Jahr 1939 aus dem Dritten Reich nach Australien geflohen war, kam sie 1958 wieder zurück – und zwar in die DDR. Da stieß sie unter Mitschülern auf Desinteresse und Verdrängung, was die Scho'ah anging. Aber seit 1989 stellt sie ein größeres Bewusstsein dafür in Deutschland fest. „Ich habe die Hoffnung, dass wir jetzt gerade im öffentlichen Bewusstsein einen Umbruch erleben“, sagte Frau Genin, die sich in den vergangenen Tagen über gute Dokumentationen zum Thema im Fernsehen gefreut hatte.

Frank Clesle von Zedakah im Gespräch mit den Holocaust-Überlebenden Frau Gorban (l.) und Frau Genin

Frank Clesle von Zedakah im Gespräch mit den Holocaust-Überlebenden Frau Gorban (l.) und Frau Genin

Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern

„Menschen sollen sich auf Liebe und nicht auf Hass konzentrieren“, wünschte sie sich. Deswegen kritisierte sie auch den Deutschlandfunk und die öffentliche-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die den Hass gegenüber Israel mit ihrer Berichterstattung beförderten: „Zuerst kommt die Nachricht, dass Israel attackiert hat, dann erst die Erwähnung, dass davor Raketen aus Gaza auf Israel geschossen wurden. Ich finde das eine solche Frechheit“, sagte Genin.

Der israelische Sänger Yoed Sorek begleitete mit zwei Kollegen den Abend musikalisch. Sie spielten mit Akkordeon und Klarinette unter anderem das jüdische Lied „Es brennt“, das 1938 angesichts eines Pogroms in Polen geschrieben wurde. Ein Grußwort des EVP-Spitzenkandidaten, Manfred Weber, wurde auch verlesen. Darin formulierte er Europa als Ausweg aus dem Hass, den es im Zweiten Weltkrieg gegeben hat. Am Samstag sprach der Theologe und Journalist Johannes Gerloff in seiner Bibelarbeit anhand der Apostelgeschichte über „Das Reich für Israel“. Am Samstagnachmittag waren die Teilnehmer eingeladen, am Brandenburger Tor bei einer Demonstration gegen Antisemitismus und für Israel und Jerusalem teilzunehmen.

Yoed Sorek: der in Jerusalem geborene Kantor und Sänger jiddischer Lieder lebt derzeit in Augsburg

Yoed Sorek: der in Jerusalem geborene Kantor und Sänger jiddischer Lieder lebt derzeit in Augsburg

Das Christliche Forum für Israel (CFFI) organisierte die Konferenz, die auf dem Campus der Gemeinde auf dem Weg veranstaltet wurde. Das CFFI ist ein Dachverband für Israelwerke und dient der Vernetzung von Israelfreunden auf nationaler Ebene. In den Jahren 2006 und 2013 gab es die ersten beiden Gemeinde-Israel-Kongresse. Die Moderatoren des Kongresses waren Luca Hezel von Israel Connect (IC) und Wilfried Gotter von den Sächsischen Israelfreunden, der es verstand, mit Humor und Witz die ernsten Thematiken gelegentlich aufzulockern.

Von: Michael Müller

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